Carsten Göttel - Wie man schreibt

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In «Wie man schreibt – Der praktische Ansatz» macht Carsten Göttel Sie mit einer Herangehensweise an das Kreative Schreiben vertraut, in der es nicht darum geht, erst einen Routenplan zu erstellen, bevor die Reise losgehen kann.
Warum funktioniert eine Geschichte? Wie wirkt ein Dilemma? Wann sollte man auf Beschreibung lieber verzichten?
Dabei werden keine Regeln aufgestellt, sondern die Beweggründe für die Entscheidungen, die jeder Autor in seiner Praxis treffen muss, erläutert. Immer mit einem Augenzwinkern versehen erlernen Sie die Werkzeuge, die dafür nötig sind, eine gute Geschichte auf herausragende Art & Weise zu erzählen.
"Wie man schreibt – Der praktische Ansatz" eignet sich sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene, da immer wieder mit leicht verständlichen Beispielen aus den Bereichen Film, Fotografie, Psychologie und schlussendlich der eigenen Erfahrung die Perspektive geändert wird, um mal die Position des Lesers einzunehmen, mal die des Zauberers auf der Bühne.
Das Schreiben wird dabei zu einem Spiel, in dem immer mal wieder hinterfragt wird, welche Regeln sich zu brechen lohnen und gleichermaßen anschaulich erläutert, wie wir unser Unterbewusstsein nutzen, um produktiv tätig zu werden und nicht vor dem leeren Blatt auf die Muse zu warten. Es gibt keine Schreibblockade!

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In seinem Buch »Der Tod des Iwan Iljitsch« brachte Lew Tolstoi dabei eine interessante Erkenntnis hervor, und zwar, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt des Zurückerinnerns, wir uns nicht mehr an uns selbst, sondern eine andere Person erinnern, die wir einmal waren. So kommt es dazu, dass wir, nach einer gewissen Zeit, ausgezeichnet dazu in der Lage sind, unsere eigenen Werke zu kritisieren oder eben zu der Einsicht gelangen: »Was habe ich mir dabei bloß gedacht?«

Je mehr Kritik, desto besser

Nun haben wir keine Zeit, um ein paar Jahre zu warten. Daher bleibt nur die Kritik von außen. So empfiehlt es sich durchaus, Ihre Idee zu pitchen. Aber tun Sie dies nicht nur einmal und werfen sie dann über den Haufen, sollte das Feedback negativ ausfallen. Stellen Sie sie mehreren Personen vor und versuchen Sie Parallelen zu finden. Wenn Ihnen 5 Leute sagen, dass Ihr Setting (Ort & Zeit) nicht zu Ihrer Geschichte passt, ist dies ein wertvolles Indiz, dass Ihre Kriminalgeschichte vielleicht nicht auf dem Mars im Jahr 3000 spielen sollte. Doch Kritik ist leider selten so auf den Punkt gebracht. Vielmehr wird es häufig ein Rätsel, was mit einer bestimmten Kritik eigentlich gemeint war z. B. »Ich mag den Charakter nicht«.

Warum mag diese Person ihn nicht? War es Ihr Ziel, dass dieser Charakter nicht gemocht wird?

Erinnert der Charakter diese Person, vielleicht durch ein Detail, an einen Menschen aus ihrem Umfeld, den Sie nicht mag? Kurz gesagt, was ist der Subtext für diese Kritik? Was wird eigentlich kritisiert?

Je qualifizierter die Kritik-gebende Person, desto geringer der Subtext und desto einfacher das Rätsel und desto weniger müssen Sie die eigentliche Kritik herausfiltern. Dennoch halten Sie sich nicht am Pitchen auf, sondern schreiben Sie Ihre Idee, SONST KOMMEN SIE NIE DAZU, demgemäß, dass Sie nicht einfach Ort & Zeit ändern und erneut pitchen gehen. Ihre Mitmenschen werden es Ihnen danken. Denn auch wenn »Fragen kostet nichts« eine viel zitierte Bauernweisheit ist, kennen die Befragten Ihre Idee dadurch bereits, wodurch zum einen der Überraschungseffekt verloren geht oder verwässert wird und zum anderen die Geduld eben jener auf die Probe gestellt wird, bis sich nach mehrmaliger Wiederholung automatisch schlechte Kritik ergibt, die durchaus ehrlicher Natur ist, aber nichts mehr mit der eigentlichen Idee zu tun hat, sondern der Vorgehensweise. Das heißt, wagen Sie den Pitch nicht leichtfertig. Prüfen Sie Ihre Idee zuvor, so gut es trotz Ihrer Subjektivität möglich ist, schreiben Sie sie auf, visualisieren Sie sie. Und wenn Sie merken, dass Sie auf der Stelle treten, pitchen Sie, wenn Sie möchten. Es spricht im Grunde nichts dagegen weiter im »Geheimen« an Ihrer Idee zu basteln, doch all zu häufig verlangt der Mensch nach Bestätigung, gerade wenn es ihm an Glauben an sich selbst oder seinen Entscheidungen mangelt. Doch ist es zugleich jener Mangel, der ihm auch den richtigen Umgang mit Kritik versagt.

So erwartet er sich Himmel oder Hölle und dabei insgeheim den Himmel. Jedoch wird er diese erhoffte Reaktion niemals erlangen, wenn er darauf achtet, wen er fragt. Das heißt, wenn wir uns auf die Suche nach konstruktiver Kritik begeben und demnach Kritik, die uns eine Verbesserung des Materials oder des Stoffes ermöglicht, werden wir zwangsläufig eine Kritik erhalten, die unseren Stoff ändern möchte und daher niemals die Antwort »So, wie es ist, ist es perfekt!«, die wir doch insgeheim gerne hätten.

Mit Obacht, sich nicht in eine Idee zu verrennen, ist es sogar ein enormer Vorteil im Geheimen zu arbeiten, auch wenn Mitmenschen Sie eventuell prüfen werden, in dem Sie danach fragen oder Sie konstant dem Reiz unterliegen, anderen von Ihrem Schaffen Bericht zu erstatten. Doch die Disziplin, dies nicht zu tun, zahlt sich in der Form aus, dass die Arbeit an ihrem Projekt zu einer spannenden Tätigkeit wird, bei der nur sie selbst entscheiden, wann sie den Augen oder Ohren eines anderen Menschen offenbart wird. Dies dient der Motivation bzw. dem eingangs erwähnten Momentum, denn sobald Sie ihr Geheimnis einmal lüften, gelangen Sie nie wieder an diesen Punkt zurück. Es ist vergleichbar mit dem kindlichen, spielerischen, offenen Modus, über den im letzten Kapitel gesprochen wurde, in dem Sie vollständige Freiheit besitzen, da nichts, was Sie tun, falsch ist.

Kritik & Lob

Jeder von uns, ausnahmslos, mag es gelobt zu werden. Dies liegt in der menschlichen Natur und die Reaktion ist immer wieder erstaunlich, wenn man Komplimente verteilt. So wird dies auch häufig schüchternen oder introvertierten Menschen, zu denen nicht zwangsläufig, aber doch häufig, Autoren zählen, da es sich beim Schreiben nun einmal um eine isolierte Tätigkeit handelt, empfohlen.

»Wenn Sie nicht wissen, was Sie sagen sollen, machen Sie ein Kompliment.«

Dies füllt nicht nur die unangenehme Stille, sondern zeigt Stärke, vor allem wenn der andere Mensch, nicht damit umzugehen weiß. Nietzsche formulierte es in seinem Werk »Also sprach Zarathustra« wie folgt:

»Jeder nämlich wird muthig, der einem Verzweifelnden zuschaut.«

Dies bedeutet, wenn die andere Person es versucht herunterzuspielen, Sie aber auf Ihrem Kompliment beharren, Sie automatisch für sich UND die andere Person eine starke Position einnehmen. Und wenn Ihr Gegenüber das Kompliment freudig aufnimmt, ergibt sich fast grundsätzlich daraus ein besseres Gespräch, als das Wetter zu thematisieren.

Doch zurück zum eigentlichen Punkt, denn Lob und Kritik sind zwei Seiten der gleichen Münze. Was bedeutet, dass ein Lob genau so hinterfragt werden sollte, wie Kritik oder besser gesagt, derjenige einem Trugschluss verfallen ist, der das Lob einer Person annimmt, deren Kritik er jedoch ablehnen würde.

Generell ist es ratsam jegliches Lob wertzuschätzen, da es fast keine negativen Konsequenzen birgt. Doch gesetzt den Fall, der Klempner lobt das Werk des Maurers und der zweifelnden Maurer nimmt dies als Bestätigung dafür auf, dass er doch gute Arbeit geleistet hat, und fertigt seine nächste Mauer demgemäß. Nun kommt ein anderer Maurer daher und fragt ihn:

»Was zur Hölle machst du da?«

»Aber der Klempner hat gesagt, das ist gut so.«

»Der hat doch keine Ahnung! Warum hörst du denn auf den?«

Und da haben wir den Salat. Denn der Klempner war nicht unehrlich, er verglich das Produkt, mit dem, was er unter einer Mauer verstand, wusste aber nicht, worauf er achten sollte, damit die Mauer auch lange hält. Dies bedeutet, nehmen Sie Lob auf, denn es tut gut! Doch lernen Sie es einzuschätzen und überbewerten Sie es nicht bzw. legen Sie die gleichen Kriterien an den Tag, mit deren Hilfe Sie auch Kritik bewerten oder bewerten sollten. Hören Sie zu, nehmen Sie sie auf, analysieren und hinterfragen Sie sie. Gleiches gilt für das Lob.

Der Kritiker oder »Yes-« und »No-Man«

Die ersten Ansprechpartner sind im Normalfall, die Menschen die Ihnen nahe stehen, und wenn Sie nicht gerade in einer Autorenfamilie aufgewachsen sind, von denen es meines Wissens nach nicht so viele gibt, wie es z. B. bei Musikern oder Schauspielern der Fall ist, handelt es sich dabei um genau die falschen Ansprechpartner. Ihre Mutter, Frau, Freund, Vater, Bruder oder Schwester, kurz gesagt Verwandte und Bekannte, dienen höchstens einer groben Einschätzung, bilden jedoch in den seltensten Fällen eine aussagekräftige Referenz.

In psychologischen Experimenten wird als Kriterium darauf geachtet, ein möglichst großes Sample zu verwenden. Damit ist gemeint eine Auswahl an Personen, die ein möglichst hohes Spektrum abdeckt, jung, alt, Frau, Mann usw., wenn nicht die ausgehende These sich auf einen bestimmten Personenkreis bezieht. Dies wird in den Medien und der Unterhaltungsindustrie als Zielgruppe bezeichnet. Mit einer historisch-akkuraten Geschichte werden Sie ihren 12-jährigen Neffen wohl kaum beeindrucken. Und auch wenn die Devise »Ich schreibe in erster Linie für mich« große Beliebtheit erfährt, da ja nicht durch den Gedanken an eine Zielgruppe eine Zensur stattfinden soll bzw. der Autor ja keine Werbung schreibt, schreiben Sie doch immer für ein Publikum, den Leser. Denn irgendjemand soll Ihr Werk ja irgendwann einmal lesen, warum würden Sie es sonst schreiben?

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