Und JA es funktioniert, nicht umsonst war Wein bereits bei den antiken griechischen Philosophen ein beliebtes Getränk, um den Geist anzuregen. Zugegebenermaßen lässt irgendwann Ihre Motorik nach und es wird Zeit für das Bett. Doch entgegen der vermeintlichen Auffassung entstehen auch auf diese Weise qualitativ hochwertige Geschichten, die zwar einer ausgiebigen, verkaterten Rechtschreibkorrektur bedürfen, aber eben dadurch entstehen konnten, dass Sie den zweifelnden Verstand buchstäblich ausgeschaltet haben. Achten Sie dennoch darauf, sich auch an dieser Stelle keinen Rattenschwanz von Entschuldigungen aufzubauen UND sein Sie gewarnt, dass Letzteres nicht zu einer Regelmäßigkeit führen sollte, wenn Sie noch anderes in Ihrem Leben zu erledigen haben und Ihre Gesundheit Ihnen etwas Wert ist. Zudem wird Ihr Selbstbewusstsein und Ihre Motivation am Katertag zu einem gleichen Maß geringer ausfallen, wie sie am Vorabend gesteigert wurde. Daher rate ich ausdrücklich davon ab. Doch, vorausgesetzt Sie sind volljährig, spricht ansonsten auch nichts dagegen einmal in die Rolle des Film Noir-Autors zu schlüpfen.
Schlussendlich sollte es nicht darauf hinauslaufen, dass Sie etwas anderes benötigen als ein Blatt Papier und einen Stift, um zu schreiben. Dennoch leben wir in einem modernen Zeitalter, so können wir das Internet für Recherche nutzen und eben auch alle anderen uns zur Verfügung stehenden Mittel, um dem Glauben auf die Sprünge zu helfen.
Jedoch ist einer der einfachsten Wege, um den Glauben anzuregen »Musik«. Bevorzugt ohne Text, da dieser Sie ablenken würde. Und bevorzugt etwas, dass Ihrer Grundstimmung nahe liegt oder Sie motiviert, mit Stolz erfüllt bzw. schlichtweg jeder geschriebenen Szene einen Soundtrack verleiht. Dementsprechend eignen sich selbstverständlich Soundtracks von Filmen, wo sich je nach Geschmack z. B. Woody Allen anbietet, solange Ihre Assoziation mit dem Lied nicht so stark ist, dass Sie dadurch automatisch eine Szene eben dieses Filmes in schriftlicher Form wiedergeben.
Die Musik sollte Sie beim Schreiben begleiten, nicht geschrieben werden oder Sie gar zum Tanzen animieren, wobei dies je nach Szene bzw. Stimmung des Protagonisten eventuell sogar gewünscht sein kann, in dem Sinne, dass nicht Sie, sondern Ihr Protagonist sich fühlt, als könnte er jeden Moment anfangen zu tanzen. Ich persönlich verwende seit mehreren Jahren ein und dieselbe Playlist. Es hat nie funktioniert sogar Stücke von denselben Interpreten hinzuzufügen, zumal die Länge mit 32 Titeln durchaus ausreicht, um mehrere Stunden zu füllen bzw. da geshuffelt (wild durcheinander) und auf Repeat (Wiederholung) gerade so viel Abwechslung bietet, dass es mir nie langweilig wurde. Dabei ist zu erwähnen, dass selbst ein Kinderbuch unter dieser Playlist entstand, obwohl unter anderem Doom Jazz sich als Genre wiederfindet. Dies bedeutet, Sie benötigen keine traurige Musik, um eine traurige Geschichte zu schreiben usw. Dies ist nicht mit dem Vergleich des Soundtracks gemeint, aber eben Musik, die Ihnen das Gefühl verleiht, etwas Großartiges zu schreiben.
Gerne ermuntere ich Sie dazu, sich selbst eine Playlist zusammenzustellen oder selbstverständlich bestimmte CDs/Vinyl/Kassetten zum Schreiben zu hören. Achten Sie darauf, dass die Musik Sie nicht ablenkt oder auch überrascht, weswegen sich Radio z. B. nicht anbietet, da eine Überraschung zwangsläufig Ablenkung zur Folge hätte. Die Musik sollte in den Hintergrund rücken, was nicht bedeutet, dass Sie sie nicht auf voller Lautstärke hören können, um z. B. Straßenlärm auszublenden, über Kopfhörer versteht sich, sonst ergibt sich nur ein allgemeiner Krach und Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken, die ja eh schon durch das ständige Hämmern auf das Keyboard mitten in der Nacht belästigt werden, wenn Sie, ähnlich wie ich, wie ein Spielsüchtiger auf die Tasten einhämmern, als hätten diese Ihnen etwas getan. Klassische Musik ist ebenfalls zu empfehlen. Da sie über eine vielseitige Spanne von Emotionen verfügt und gleichermaßen hervorragend als Soundtrack für Ihre Geschichte dient, wenn man einmal in der Filmgeschichte zur Orchesteruntermalung von Stummfilmen zurückblickt.
Da dies das 5. Kapitel ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um das bisher Besprochene noch einmal kurz zusammenzufassen. Wir sind bereits darauf eingegangen, dass das Schreiben die höchste Priorität hat und der Ansatz verfolgt wird, loszuschreiben und es beim Schreiben nicht zu hinterfragen. Wir haben erläutert, dass es wichtig ist, viel zu lesen, um ein gutes Fundament für das Schreiben zu schaffen und Ihnen den weiteren Prozess zu erleichtern, nämlich den des Rewrite und gleichermaßen der Phase, die es Ihnen im Vorhinein erst ermöglicht frei und im offenen Modus zu schreiben. Wir sind den Umgang und richtigen Zeitpunkt für Kritik durchgegangen und haben über Wege und Möglichkeiten gesprochen, sich Inspiration zu schaffen und den Glauben an Ihr Schreiben zu finden und aufrechtzuerhalten.
Zu diesem Zeitpunkt sollte es Ihnen klar sein oder werden, warum die Schreibblockade nicht existiert. Es gibt sie nicht. Hervorragend!
Dieses all zu verbreitete Denkmuster losgeworden, können wir uns nun dem Eingemachten widmen, Ansätze, die bereits beim Schreiben Ihre Geschichte erweitern, sodass der erste Entwurf vielversprechender ausfällt und somit den Rewrite erleichtert.
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