Jacques Varicourt - Die Stippvisite

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Durch die Hartz IV Reformen in die Armut getrieben, bietet ein eingeschworenes Team von unterschiedlichen Charakteren einigen TV Sendern das, was sie hören und sehen wollen. Gauner gegen Medien-Idioten, die all das glauben, weil es schöner klingt als die Wahrheit.

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Bert Teufel machte mich, nachdem er sich, vorwiegend allein, eine Woche lang in Hamburgs düstersten Gegenden ausgetobt hatte, darauf aufmerksam: „Diese Verarmung ist wirklich eine Schande. Wo man hinsieht Armut über Armut.“ „Ja,“ sagte ich, „das ist mir und Bianca auch schon aufgefallen, aber die Neuwahlen im September werden zeigen, in wie weit sich der Normalbürger das gefallen lässt.“ Teufel sog an seinem Joint während ich das sagte, tief und genüsslich ließ er das Haschisch in seinen Körper hinein, um dann, vom THC benebelt, in eine Art von Rausch zu verfallen, er setzte sich ohne Worte auf einen Stuhl und dämmerte dahin. Ich ließ ihn allein und ging gelangweilt nach Möller (meine Lieblingskneipe), dort versuchte ich ein wenig nachzudenken. Mir war nämlich immer noch nicht so richtig klar: Warum Chantal und Teufel nach Hamburg gekommen waren? Dass Bianca und Chantal in Santa Monica, trotz aller Gegenbehauptungen, öfters mal am Shoppen waren und sich gerne am Strand von den „Muskel-Protzen“ bewundern ließen, nun, das war mir egal - es war nicht der Rede wert, aber, und da war ich mir ziemlich sicher, sagte mir mein Verstand: Teufel und Chantal sind nicht nur auf Stippvisite in Hamburg, nein, sie sind wohl mit irgendetwas in Planung. Es war ja auch nicht schwer zu kombinieren, worum es sich handeln würde, nämlich eventuelle Drogengeschäfte, Schauspielerei, Geld oder einen Wohnsitz, denn Chantal sowie auch Teufel, hatten sich, unabhängig voneinander, an einen Makler gewandt, sie machten diesbezüglich keinen Hehl daraus, ganz im Gegenteil, wir, also ich und meine kleine Maus Bianca, wir wurden fast schon offiziell in ihre Absicht (eine Wohnung zu beziehen) mit eingeweiht. Und als ich bei Möller so rumhing mit meinen Gedanken, betraten Michael Jürf und Ralf den Laden, Ralf sah eigentlich „wie immer“ etwas angeschlagen aus, und Michael war in bester Laune. Beide erzählten mir von ihren diversen Alkoholexzessen von denen Magda nichts mitbekam, nichts mitbekommen sollte. Ferner hatte Mr. Megabyte und Trunkenbold Ralf, - für Michael, einen gebrauchten 10 Gigabyte PC besorgt. Michael sollte in die Welt der Bits und Bytes eingeführt werden; Michael der deswegen an heftigsten Selbstzweifeln litt, wurde von Ralf immer wieder aufgebaut, Ralf versicherte ihm, dass er es schaffen wird mit dem PC umzugehen, doch Michael ließen solche Prognosen unberührt; Michael war immer noch der etwas weinerliche, wehleidige zu Extremen neigende „Beamten-Sohn“ aus Horneburg, welcher sich „nichts“ so richtig zutraute, egal, was es auch war. Michael fraß am liebsten in irgendeinem Imbiss alles auf und ließ sich hinterher vollaufen, das war in der Regel sein Tagesablauf, und genau „das“ wollte Ralf ändern.

Natürlich war der Abend mit den beiden Schwerstarbeit für meine Leber, aber es war auch mal wieder interessant, Dinge zu erfahren, die mir in Santa Monica fehlten. Ralf sagte mit einmal: „Wir! Wir drei, müssen an die Ostsee nach Timmendorf fahren. Und wisst ihr auch warum? Ich sage es euch, weil es in Timmendorf ein ganz neues Arbeitsamt gibt, und zwar in der Wohldstraße. Man hat es extra für die Arbeitslosen gebaut, die es auch im elitären Timmendorf gibt.“ Ich sagte zu Ralf: „Ich komme gerne mit, aber nicht mit dem Auto!“ „Nein, nein,“ sagte Ralf, „wir fahren mit dem Zug bis nach „Travemünde Strand“ und dann steigen wir in den Bus ein – ich kenne mich da sehr gut aus. Du darfst nicht vergessen: Die Ostseeküste ist immer noch tief in meinem Herzen verankert, besonders der Priwall, dort habe ich einst mit meiner Freundin gewohnt.“ Michael hatte das Wort „Priwall“ anscheinend noch nie zuvor gehört, und er erkundigte sich bei Ralf umgehend, nach dessen Bedeutung. „Der Priwall, also der Priwall den „ich“ meine, der ist von Travemünde aus mit der Fähre zu erreichen.“ „Und wie lange dauert die Fahrt?“ Fragte Michael. „Keine zwei Minuten,“ sagte Ralf, „und es kostet höchstens 50 Cent – mehr nicht.“ „Und wann fahren wir zum Prieefall?“ Fragte Michael mit lallender Stimme. „Das heißt: Priwall du Pfeife, - und nicht Prieefall,“ korrigierte Ralf ein wenig belehrend, er nahm dabei Michael die Bierflasche aus der Hand, doch Michael hatte die Augen schon geschlossen, was um ihn herum geschah nahm er nicht mehr wahr, sein fettes Gesicht ruhte auf seinem Brustkorb. „Der hat für heute genug,“ sagte ich zu Ralf. „Genug? Was ist „wann“ schon genug? Man hat im Grunde genommen nie genug – so ist das.“ Nach diesen seltsamen Sätzen holte Ralf zum Rundumschlag aus, er machte die Gesellschaft, vor allem deren derzeitigen Zustand für alles Schlechte verantwortlich, aber auch „seine“ Zunge wurde immer schwerer - natürlich vom Alkohol, Ralf bestellte dennoch weiterhin Apfelkorn und Bier. „Heute zahle ich!“ Hörte man ihn stolz sagen. Und nachdem wir erneut angestoßen hatten, holte er sein Portemonnaie heraus, er zeigte es herum, obwohl das niemanden beeindruckte. „Ich habe heute Morgen schwarz gearbeitet, und ich sage das ganz offen, weil mir sowieso alles scheißegal ist, wenn mich einer deswegen anscheißen will – bitte, dann schlage ich ihm, was in die Fresse, habt ihr mich verstanden?“ Doch Ralf sein Rumgegröle, seine, alkoholbedingte Angeberei wurde von keinem der ebenfalls besoffenen Gäste als Bedrohung empfunden, ganz im Gegenteil – man machte sich über Ralf lustig, was dieser allerdings als Neid der Besitzlosen abtat. Kurz vor Mitternacht ließ Ralf ein Taxi kommen, er und Michael erhoben sich wie in Zeitlupe von ihren Plätzen und wankten durch die Tür ins Freie. Mir ging es nicht großartig anders, ich schwankte nach draußen und machte mich auf den Weg ins Hotel.

Timmendorf, Travemünde & der Priwall

Am nächsten Morgen, viel zu früh für meine Begriffe, klopfte es heftigst an unserer Hotelzimmertür – es war Herr Lüders, der politisch interessierte Portier. Ich, der immer noch vom vorigen Tag schwer gezeichnet war, erhob mich und ging zur Tür, um sie zu öffnen; kaum hatte ich das getan, erklärte mir Herr Lüders: „Jetzt werden wir es schaffen.“ „Was meinen Sie?“ Fragte ich. Daraufhin hielt er mir eine Tageszeitung unter die Nase, noch schlaftrunken besah ich mir die Wörter und Sätze, welche ihn so erfreuten. Und tatsächlich, die neue Linkspartei war, laut der Aufmachung in der Zeitung, mittlerweile die stärkte Kraft in Ostdeutschland geworden. „Was sagen Sie nun?“ „Ja,“ sagte ich, „die Zeichen der Zeit haben ihre Prognose vorausgeschickt - einem Erfolg auf bundesweiter Ebene scheint nichts mehr im Wege zu stehen, die neue Linke befindet sich in einem beachtlichen Aufwind.“ Und Herr Lüders freute sich wie ein kleines Kind nach diesen Worten von mir, er nahm mir die Zeitung aus der Hand und riss die Grishams aus ihrem wohlverdienten Schlaf. Ich jedoch legte mich wieder aufs Ohr. Als ich erwachte klopfte es wieder an der Tür, dieses Mal waren es Michael Jürf und Ralf, sie erinnerten mich an unseren Ausflug an die Ostsee. Bianca sagte zu mir: „Fahr nur, gönne dir was, macht euch einen schönen Männertag.“ Also fuhren wir drei nach Travemünde-Strand und dann mit dem Bus weiter bis nach Timmendorf, wir wollten uns ja das neue Arbeitsamt ansehen. Zwei Stationen vorher jedoch sprang Ralf plötzlich völlig losgelöst von seinem Sitz auf und rief: „Wir müssen hier raus, oh mein Gott, wir müssen hier „sofort“ raus.“ Michael sah mich mit weit aufgerissenen Augen erschrocken an, dann sprang auch er auf, rannte zur Ausgangstür im mittleren Gang, und trommelte mit schwitzendem Gesicht sowie mit geballten Fäusten gegen die Fensterscheibe. Der Busfahrer bremste abrupt – er war in die Eisen gestiegen. „Was ist denn mit Ihnen los?“ Fragte er Ralf. „Wir müssen hier raus, wir müssen hier, auf der Stelle, raus,“ sagte Ralf völlig außer Atem. Also öffnete der Busfahrer, unglaublich genervt, die Türen. Ralf trat zittrig ins Freie, Michael hingegen fiel unglücklich auf die Fresse, auf welcher er auch winselnd liegen blieb. Ich stieg ganz normal aus, und der Bus fuhr wieder los. Mit vereinten Kräften (ich und Ralf) setzten wir den stark übergewichtigen Michael, er wog nach eigenen Angaben „nur“ 107 Kilo, denn er hatte sich bei seinen Eltern, im Badezimmer gewogen, also wir setzten ihn auf eine Bank. Michael hatte sich den Fuß leicht verstaucht, er bat Ralf gegen seinen Fuß zu pusten, damit dieser so gekühlt würde, Ralf lehnte ab, ich übrigens auch. Michael verstand die Welt nicht mehr, weinend kündigte er uns die Freundschaft. Doch um Michael nicht im Stich zu lassen, nahmen wir einige Taschentücher, übergossen diese mit kühlem Bier, legten sie anschließend auf den verstauchten Fuß von Michael - und warteten ab. Nachdem der etwas weinerliche und wehleidige Michael sich besser fühlte, gingen wir zur Wohldstraße, nämlich dorthin, wo sich das neue Arbeitsamt von Timmendorf befand. Leicht humpelnd und schlurfend, mit einer Flasche Starkbier in der Hand, mit Tränen in den Augen, folgte uns Michael.

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