Jacques Varicourt - Die Stippvisite

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Durch die Hartz IV Reformen in die Armut getrieben, bietet ein eingeschworenes Team von unterschiedlichen Charakteren einigen TV Sendern das, was sie hören und sehen wollen. Gauner gegen Medien-Idioten, die all das glauben, weil es schöner klingt als die Wahrheit.

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Warum Bianca noch zusätzlich, im Laufe des Abends, eine SMS, mit unserer Hotel-Adresse, an Chantal schicken musste blieb mir unklar, aber ich fragte auch nicht danach, denn ich wollte keinen Krach haben. Trotzdem, als ich mir so vergegenwärtigte, dass Chantal und Bert Teufel in Hamburg, und dann auch noch in demselben Hotel, aufkreuzten würden, in dem wir uns einquartiert hatten, da wurde ich nachdenklich, um nicht zu sagen: Gereizt. Natürlich hatte ich Teufel, rein finanziell betrachtet, eine Menge Kohle zu verdanken, auch der flotte Dreier mit Chantal war immer von erlesener, sexueller Güte gewesen, aber mir war im Juni 2005 nicht sonderlich nach den beiden, weil ich mit Bianca „ganz alleine“ sein wollte, deswegen hatten wir unsere Gören ja auch in „andere“ fürsorgliche Hände gegeben, natürlich auch unseren treuen Hund. Ich bin kein Rabenvater, Bianca keine Rabenmutter, also, nicht dass man mich hier falsch versteht, aber ein künstlerischer Geist so wie „ich“ braucht eben seine Ruhe, um seine Batterien wieder aufladen zu können, und das geht eben nur, wenn ausreichend Ruhe und Entspannung gegeben ist. Bianca sah das natürlich wieder mal ganz anders, sie sagte zu mir: „Mach hier bloß keine Szene, wenn die beiden ankommen. Dann, wenn es soweit ist, tue wenigstens so, als wenn du dich freuen würdest. Schließlich ist Bertilein nicht nur deinetwegen aus Santa Monica gekommen, sondern er will auch ein paar alte Freunde besuchen, Typen vom Fernsehen und so...“ „Wie schön. Und Chantal wird wohl mit ein paar ehemaligen Kunden herumvögeln, sehe ich das richtig?“ „Leck mich am Arsch.“ „Nun sei doch nicht gleich so aggressiv. Ich will die Situation, vorab, doch nur ein wenig entkrampfen.“ „Dann halt deine Fresse, bedenke, Teufel weiß „genug von dir“ - aus früheren Zeiten, um dich ziemlich „dumm“ dastehen zu lassen, wenn du verstehst, was ich meine?“ „Ich verstehe schon. Nur, ich hatte mir eigentlich gedacht, dass wir den Kontakt zu Teufel und Chantal, generell, also ganz bewusst, etwas lockern.“ „Lockern? Damit er „uns“ irgendwann anscheißt?“ „Siehst du, das „meine“ ich, denn die Möglichkeit besteht ja auch noch, nicht wahr?“ „Wenn man es so sieht, na, ja... aber in Santa Monica gehen wir uns doch ohnehin schon alle aus dem Weg. Jedenfalls haben die gegenseitigen Besuche doch erheblich abgenommen.“ „Sie würden noch mehr abnehmen, wenn er als Schauspieler endlich Erfolg hätte, und zwar nicht bei irgend so einer Provinzbühne, sondern richtig beim Film, von mir aus hier mitten in Deutschland, Casting-Agenturen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und wenn Teufel schlau genug ist, oder wir ihn daraufhin weisen, dann kauft er sich vielleicht in eine sogenannte „Daily-Soap“ einfach mit ein; Kontakte und Freunde dürfte er ja wohl noch mehr als genug haben, sein Talent steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt Papier.“ „Er und Talent? Gemein bist du wohl gar nicht, was?“ „Nein, mein Schatz, das bin ich „überhaupt“ nicht.“

Bevor Chantal und Bert Teufel in unserem Hotel eintrafen, befreundeten Bianca und ich uns mit einem englischen Ehepaar, welches sich für „längere Zeit“ einquartiert hatte. Arthur Grisham und seine Frau Patricia waren seit einem Monat Gäste des Hotels in Altona/Ottensen, er- und sie natürlich auch, sprachen ein hervorragendes Deutsch, mit einem leichten, aber musikalischen, englischen Akzent, dass wir nur so staunten. Wir saßen, allmorgendlich, gemeinsam an einem Frühstückstisch, der von Frau Lüders extra für uns vier hergerichtet worden war, mit frischen Blumen und so... Arthur Grisham war für eine britische Company in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz tätig. Beide wohnten generell immer etwas länger in Hotels, wie sie (Patricia) uns erklärte, wenn der Preis nicht zu hoch ist, denn das, das Wohnen in einem Mittelklasse Hotel, sei ja auch besser als kurzfristig eine Wohnung anzumieten, gerade, weil beide des Öfteren länger in den deutschsprachigen Ländern zu tun hatten. Arthur war so eine Art von Unternehmensberater, und sie begleitete ihn unentwegt – als Sekretärin. „Wir sind ein eingeschworenes Team,“ sagte sie zu uns, „Kinder wollen wir noch nicht, unsere Arbeit ist die Erfüllung unseres Lebens.“ Und Artuhr fügte mit hochgezogenen Augenbrauen hinzu: „Deutschland ist so schön, aber es sitzt, im Moment, auch ganz „schön“ tief in der Scheiße. Wie geht ihr beide mit der angespannten Situation in Deutschland um, obwohl ihr in Amerika/Kalifornien lebt?“ „Nun, ja,“ sagte ich, „wir wundern uns natürlich auch, aber man muss die Probleme eben nehmen wie sie kommen, erst dann sollte man eingreifen.“ „Du spielst auf die Neuwahlen im September an?“ „Ja, dann kann sich in Deutschland einiges zum Guten ändern, wenn die Leute vorher nicht wieder auf die leeren Versprechungen der traditionellen Parteien hereinfallen.“ Patricia meinte nach einer Weile: „Der Euro hat vieles kaputt gemacht, die ständigen politischen Skandale aus Deutschland schaffen außerdem keinen positiven Eindruck, Gerhard Schröder und Franz Müntefering haben ein ganzes Land, ein Stück Europa auf dem Gewissen, man sollte sie ins Burgverlies sperren.“ Wir mussten alle lachen. Ja, denn das war der typische britische Humor, der aus einer Zeit stammte, wo nicht lange diskutiert wurde, sondern, wo man Nägel mit Köpfen machte. Die Grishams hatten selbstverständlich mitbekommen, dass wir Besuch aus Amerika erwarteten, und als Bianca sagte: „Am Mittwoch wird der Teufel kommen,“ da kam es bei den Grishams zu einer leichten, aber doch recht amüsanten, sprachlichen Konfusion. „Der Teufel?“ Fragte Arthur etwas nachdenklich. „Ja,“ sagte Bianca mit fester Stimme und roten Wangen, „Bert Teufel und Chantal, direkt aus Santa Monica,“ und da verstanden die Grishams, dass es sich bei diesem Teufel, um eine Person der Gegenwart handelte, und nicht etwa um eine historische oder literarische. „Teufel... was für ein interessanter Name,“ sagte Patricia, „und so einfach zu merken.“

Noch zwei Tage, dann sollten Bert Teufel und Chantal anreisen, um uns mit ihrer Gegenwart zu erfreuen; erfreuen ist sicherlich, nachdem, was alles in Santa Monica vorgefallen war der falsche Ausdruck, aber irgendwie musste man die Ankunft der beiden ja benennen. Während Bianca, die zwei Tage bis zur Ankunft von Teufel und Chantal, - mit shoppen, mit Massagen und mit Nichtstun verbrachte, hielt ich mich mit politischen Dingen auf dem Laufenden. Natürlich waren in diesem Zusammenhang die Gespräche mit Magda und Ralf im Grunde genommen keinesfalls von allzu großer Abwechslung geprägt, aber ich will es nicht nur darauf beschränken, denn es gab ja auch noch diverse Tageszeitungen, Fernsehprogramme und unterschiedliche Meinungen in den Kneipen und Restaurants, die „mich“ mit einem gewissen Schwung erfüllten, jawohl Schwung, ich war beschwingt, es tat mir durchaus gut. Und ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben, es war, vielleicht aufgrund der Verarmung der Gesellschaft, etwas um mich herum geschehen, das meine Aufmerksamkeit spürbar erregt hatte, mich aber auch beunruhigte. Die Leute waren generell verändert, sie redeten weniger, sie warteten, sie schwiegen - nicht aus Furcht, weit gefehlt, sie beobachteten mit einem stillen und heimlichen Wohlgefühl wie die Bundesrepublik Deutschland, das Land: Der Gerne-Geber, damit es anderen besser geht als dem eigenen Volk (ist damit wieder gemeint) also, wie diese Regierung und dessen Opposition, endlich an totaler Glaubwürdigkeit verlor, Tag für Tag. Ich muss, offen und ehrlich, im Nachhinein, gestehen, dass ich mich dieser Freude ohne Gewissensbisse anschloss. Bianca, Familie Lüders und auch die Grishams, Magda und Ralf sowieso, ihnen war anzusehen, dass der Herbst, genauer gesagt: Der 18. September, wohl einige Überraschungen für uns alle parat hatte, die wir herbeisehnten, auch wenn die hochnäsige SPD (Schröder und Müntefering) Lässigkeit und Gelassenheit demonstrierte. Die CDU war hingegen in voller Planung wie man den Armen noch mehr wegnehmen könnte, wie man die Wirtschaftsprobleme noch mehr dramatisieren könnte, um neue Reformen und Kürzungen bei denjenigen durchzuführen, die ohnehin schon im Dreck vor sich hin vegetierten. Angela Merkel sah sich auf der Höhe ihrer zweifelhaften Karriere angekommen, sie musste nur noch die Wahlen gewinnen, - die Bildzeitung half tatkräftig mit, damit der endgültige Untergang der BRD auch mit ihrer Hilfe besiegelt werden konnte. Es wurden Versprechungen vom Zaume gebrochen, dass man sich geradezu überfordert fühlte, alles sollte (auch bei der CDU) durch rigorose Reformen und drastische, soziale Einschnitte wieder so werden wie es einmal war, nur die Umsetzung dessen, stand eben noch zur Debatte. Doch geglaubt, haben das nicht mal die Erzkonservativen – und zwar aller traditionellen Parteien, jene schafften, in weiser Voraussicht, schon mal, vorab, die illegal erworbene Kohle ins Ausland, denn da lag sie ja sicher, - für den Fall der Fälle, dass das Volk sich erheben würde, wie schon einmal, vor langer Zeit... über die man nicht so gerne spricht.

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