Jacques Varicourt - Die Stippvisite

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Durch die Hartz IV Reformen in die Armut getrieben, bietet ein eingeschworenes Team von unterschiedlichen Charakteren einigen TV Sendern das, was sie hören und sehen wollen. Gauner gegen Medien-Idioten, die all das glauben, weil es schöner klingt als die Wahrheit.

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Magda erkundigte sich, bei einem weiteren Besuch, von uns bei ihr – Tage später, nach unseren Kindern und nach unserem Hund, sie sagte: „Sind die drei auch gut versorgt? Habt ihr das Kindermädchen gewissenhaft geprüft? In der heutigen Zeit und nach allem, was man so hört und sieht – mit versteckter Kamera aufgenommen und so... na, ja, man weiß ja nie?“ „Sie sind in einer Familie, die mit uns gut befreundet ist, untergekommen,“ sagte Bianca, „Familie Collins, die weder mit Joan Collins noch mit Phil Collins verwandt oder verschwägert sind, sind eine klassische, vorbildliche, amerikanische, gesetzestreue und christliche Familie mit eigenen Kindern und genügend Platz zum Spielen.“ Ich fügte an: „Wir haben uns übrigens, nach der Geburt der Kinder für ein eigenes kleines Haus entschieden, unser Appartement war doch zu eng, gerade auch wegen unserem Hund. Und du Magda? Mal ganz ehrlich? Was macht die Kunst? Wie man so schön sagt.“ „Wir sind glücklich, glücklich mit uns, nicht mit dem, was gerade zurzeit in Deutschland geschieht. Ralf wollte eine Umschulung machen, leider hat das Arbeitsamt ihm diesen Wunsch nicht erfüllt; Ralf wollte mit seinem Kumpel „Paul“ in Afrika eine Goldmiene ausbeuten, auch das war leider ein Schuss in den Ofen, trotz hervorragender Goldproben, für die sich ein Amerikaner interessierte; Ralf wollte in Rente gehen, doch die LVA schmiss ihn raus. Und nun säuft „Ralfilein“ wieder ein bisschen mehr als ihm gut tut. Er hat Depressionen, deshalb nimmt er jeden Abend um 23:00 Uhr eine Tablette gegen seine trübsinnigen Gedanken, das Mittel heißt „Mirtazapin“, es wirkt sehr schnell, schon nach einer halben Stunde schläft Ralf ein und schnarcht, am nächsten Morgen ist er dann wieder ganz gut drauf, jedenfalls sagt er das immer zu mir.“ „Aber Ralf hat doch noch nie Tabletten genommen? Ist es denn unbedingt notwendig, dass Ralf sich mit Anti-Depressiva behandeln lässt?“ Fragte ich. „Ach, du weißt doch, nach dem Suff, da kommt der Kummer, es ist die gesamte Situation für Ralf, er kommt, wie so viele andere auch, einfach nicht mehr mit dem ganzen Scheiß zurecht. Das Geld langt hinten und vorne nicht, und die paar Kröten die ihm von Hartz IV zum Leben bleiben, oh mein Gott, dafür hat er keine 36 Jahre lang schwer gearbeitet.“ „Wo ist Ralf denn zurzeit gerade?“ Fragte Bianca. „Ralf ist bei Korn-Horst in Hamburg Hamm, Korn-Horst macht für Ralf immer mal wieder die Steuern, im Anschluss daran wird kräftig gesoffen und von alten Zeiten geschwärmt. Ich vermute Ralf kommt wohl erst heute Abend, sehr spät, nach Hause.“ Und in der Tat: Ralf kam noch. Er war voll wie Hacke, er hatte außerdem geweint, er zeigte uns zum wiederholten Male seinen Hartz IV Bescheid, dann schleppte er sich zum Kühlschrank, griff sich eine Flasche Bier, öffnete diese und setzte sich noch ein Weilchen zu uns. „Hast du einen schönen Tag gehabt?“ Fragte Magda. „Ja und nein.“ „Ja und nein, was bedeutet das?“ „Ach, ich hatte Krach mit Korn-Horst wegen der Steuern, und Paul hat sich von mir Geld geliehen, das er dann an jemand anderen weiterverliehen hat, den ich nicht abkann, und ich habe ihm auch gesagt: Wenn du an „den“ mein Geld weiterverleihst, obwohl „ich“ das nicht will, dann gibt es Ärger.“ „Und? Gab es Ärger?“ Fragte Magda. „Ja, es hat sogar „gescheppert“ wie man in meiner Heimat Aschaffenburg zu sagen pflegt. Ich habe meinen Standpunkt deutlich vertreten, da war Paul dann beleidigt... der kann mich mal kreuzweise. Ach, Scheiße, alles ist im Grunde genommen nur noch scheiße. Ich nehme jetzt gleich mein Mirtazapin ein und lege mich hin. Gute Nacht alle zusammen.“ So geschah es dann auch. Und da auch Magda ständig gähnte, verabschiedeten wir uns, denn wir wollten ebenfalls nach Hause - in unser Hotel, weil uns die Müdigkeit spontan gepackt hatte, nach ein bisschen zuviel Alkohol und Haschkeksen.

Wir stellten am nächsten Tag fest, dass Hamburg sich zwar nicht so verändert hatte, dass man darüber die Nase rümpfen sollte, aber dass sich etwas zum Besseren hin verändert hatte, das war auch nicht der Fall. Der schwule Bürgermeister Ole von Beust und sein Lebensgefährte Roger Kusch ließen die Dinge so wie sie schon immer waren, schließlich wollten beide keinen Ärger mit dem Rotlichtmilieu haben. Wie das gemeint ist? So wie ich es geschrieben habe! – Nur eine vage Vermutung, mehr nicht.

Unser Portier – Herr Lüders, der heimlich gerne mal zur Buddel griff und selbstgedrehte Zigaretten konsumierte, sagte in der ersten Woche, wo wir im Hotel logierten, einmal zu uns: „Ich bin jetzt fast sechzig Jahre alt, und bin Hamburger mit Leib und Seele, das sollte man wissen. Ich habe neuerdings Blutdruckschwankungen, meine Gamma GT Werte (Leberwerte) sind auch immer leicht erhöht, ich esse gerne deutsche Markenbutter auf Brot, deshalb ist mein Cholesterin ständig zu hoch, ferner bumse ich so gerne, weil ich immer noch geil bin, aber mittlerweile vergeht mir sogar die Lust zu bumsen, zu saufen und zu fressen.“ „Tja,“ sagte ich, „die Deutschen, also die, die Verantwortung tragen, gerade in Bezug auf die ständigen Fleischskandale, diese Typen sind nichts als Wichser, aber daran wird sich vermutlich nichts ändern?“ „Doch,“ sagte Herr Lüders energisch und mit erhobenen Zeigefinger, „wenn die neue Linkspartei, was zu sagen hat, dann können sich die anderen, die uns so verarmt haben, und sogar noch einen Schritt weiter gehen wollen, diese Spielzeug-Figuren der Industrie können sich dann warm anziehen, weil sie nicht mehr gebraucht werden.“ Und als ich mir die Worte von Herrn Lüders so überlegte, ja, da kam in mir der Gedanke hoch: Der Mann könnte recht haben. Seine Frau Heide, der im Übrigen das kleine Hotel in dem wir wohnten gehörte, sie war einige Jahre jünger als ihr Gatte, aber nichts desto weniger politisch auf dem Laufenden. Sie sagte eines Abends zu mir und zu Bianca, bei einem Glas Bordeaux auf Kosten des Hauses, in den Privatgemächern von Familie Lüders: „Schröder dieser unfähige Zwerg, der hat von nichts Ahnung, der redet so eine Scheiße, dass ich „mich“ manchmal bekotzen könnte. Es ist für mich unbegreiflich wie so ein Schwachkopf Bundeskanzler werden konnte. Wir haben hier bei uns im Hotel Leute von verschiedenen Parteien wohnen gehabt, und ich will auch nicht undankbar sein, wegen der Trinkgelder und so, aber die Pfeifen von der SPD... die sind zu blöd zum Scheißen, ich sage es dir. Die können nicht mal richtig mit Messer und Gabel essen, bei der CDU ist es nicht großartig anders, von FDP und von den Grünen will ich lieber gar nicht erst sprechen. Nur soviel: Fast alle waschen sich nach dem Scheißen und nach dem Pissen „nicht“ die Hände, - an den unbenutzten Handtüchern kann man das nachprüfen, habt ihr so etwas schon mal erlebt?“ Ich dachte spontan, nach Heide ihren Worten, an die Gäste von Ingo Wilff seiner Bahnhofskneipe (Hamburg-Harburg), dort waren mir jene hygienischen Nachlässigkeiten einzelner Gäste mehrmals aufgefallen, also damals, als ich gelegentlich dort mein Bier trank. Dennoch, eine eklige Vorstellung.

Heide- und auch ihr Mann Rudolf Lüders neigten bisweilen zu Übertreibungen, die aufgrund des Millennium Wechsels einen gewissen persönlichen Stellenwert eingenommen hatten, denn viele waren ja, seit dem Jahr 2000, der Meinung, dass der Millennium Wechsel für so allerlei verantwortlich war. Das klingt irgendwie seltsam, aber der mit: Raketen und Sektflaschen gefeierte Wechsel ins 21igste Jahrhundert war, und nicht nur für die Familie Lüders, der Beginn einer sichtlichen sowie allgemeinen Verarmung, welche kaum zu übersehen war, die dennoch von RTL und SAT 1 in ihren Hetzsendungen am Mittag geleugnet wurde. Natürlich gab es vorher auch schon Warnsignale, gerade die konfuse Politik von Rot/Grün in Deutschland sei hier genannt, aber auch das ganz private Auftreten von Bundeskanzler Schröder, Außenminister Fischer sowie das mitleiderregende Gesicht von Angela Merkel, vermittelten der Bevölkerung den Eindruck: Die Politik sei auf der Suche nach einem neuen Volk, welches ihre Spinnereien, ihre Skandale, besonderes in Bezug auf Schwarzgeldaffären, mitmachen würde. Und da so etwas natürlich nicht geht, nicht funktionieren kann, übte man an den „eigenen“ Leuten, in wie weit diese sich einlullen ließen, man stocherte so lange in den Wunden der Enttäuschung, der Arbeitslosigkeit, der Depression und der Verarmung herum bis sich eine neue Linke formierte die zuhörte, wenn der Bürger redete und sich nicht voll quatschen ließ. Bianca und ich waren somit, wieder einmal Zeitzeugen geworden, die durch einen ganz normalen Besuch, in der uns so vertrauten Heimat, das Geschehen sowie das Umdenken der Bevölkerung hautnah miterleben ließ. Rudolf Lüders sagte: „Das haben die jetzt davon, ich freue mich über jede Stimme, welche das neue Linksbündnis bekommt.“ Und seine energische Frau Heide, die von Politikern sowieso „nichts“ hielt, nahm die Hand ihres aufgeweckten Gatten und drückte sie fest an ihren Busen, mit den Worten: „Unser Herz schlägt links.“ „Wie schön für euch,“ sagte Bianca, „soviel Einigkeit verdient meine Hochachtung.“ „Meine auch,“ sagte ich, „der Wahlkampf hat also begonnen, möge der Bessere gewinnen.“

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