Jacques Varicourt - Die Stippvisite

Здесь есть возможность читать онлайн «Jacques Varicourt - Die Stippvisite» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Stippvisite: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Stippvisite»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Durch die Hartz IV Reformen in die Armut getrieben, bietet ein eingeschworenes Team von unterschiedlichen Charakteren einigen TV Sendern das, was sie hören und sehen wollen. Gauner gegen Medien-Idioten, die all das glauben, weil es schöner klingt als die Wahrheit.

Die Stippvisite — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Stippvisite», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Aber wie verbrachte ich die zwei Tage bis zur Ankunft von Chantal und Teufel außerdem? Ich habe mich natürlich nicht nur mit politischen Dingen beschäftigt, obwohl Herr und Frau Lüders endlose Gespräche über die neue Linkspartei (WASG und PDS) mit mir zu pflegen führten; Familie Grisham hielt sich britisch und dabei sehr korrekt zurück; Magda und Ralf wetterten vom Jähzorn und vom Siegeswillen ergriffen gegen die alte, korrupte Ordnung, die natürlich keine gewesen war. Nun, das war alles gut und schön anzuhören und mir längst bekannt, aber ich brauchte, obwohl mein politisches Interesse, angesichts dieser Umwälzungen nicht völlig im Argen lag so etwas wie Zerstreuung. Ich holte mir diese Zerstreuung indem ich durch Hamburg latschte, denn die Ankunft von Teufel und von Chantal passte mir eigentlich überhaupt nicht in den Kram. Mir war Teufel irgendwie fremd geworden, er war keine tickende Zeitbombe, nein, soweit würde ich nicht gehen, aber er hatte schon so etwas Bedrückendes an sich, vielleicht aufgrund seines ständigen Scheitern bei unterschiedlichen Film- und auch Casting-Agenturen, vorwiegend natürlich in Amerika. Er strahlte eine Form von Beklemmung aus, die sich unweigerlich auf andere übertragen konnte, und selbst Chantal, das wilde Sexluder, die einst kooperativ und zugänglich war, sie hatte sich von ihm doch recht viel angenommen. Chantal war, für meine Begriffe, und auch das war mir im Laufe der Zeit in Santa Monica aufgefallen, eigenständiger geworden. Sie ging nicht „ihren“ Weg, das meine ich nicht, sie ging aber geradewegs darauf zu, weil sie Pläne hatte, die nur schwer nachzuvollziehen waren. Bianca sagte mir einmal in Santa Monica: „Chantal hat etwas an sich, das unvergleichlich ist, sie ist so bodenbehaftet, so intelligent, so unglaublich versaut, aber dann auch wieder die kuschelnde Schmusemaus, welche sich nach Geborgenheit und nach wahrer Liebe sehnt.“ Ich sah das zwar nicht so romantisch, ich sah es eher sachlich, um nicht zu sagen: Kühl. Und genau das war ich auch, also ich, ich war kühl, oder wie die Amerikaner zu sagen pflegen: Cool. Und so ein cooler Typ wie ich, der sollte den Tatsachen realistisch ins Auge sehen, denn, was hatte ich schon zu befürchten? Dass Bert Teufel mich wieder in seine Drogengeschäfte mit einspannen würde? Oder dass er etwa, mit meiner Hilfe- und Unterstützung, eine Schauspielkarriere im weltoffenen Hamburg anstreben könnte? Letzten Endes war mir das alles scheißegal. Trotzdem, der Tag der Ankunft von den beiden Individuen rückte näher, Magda und Ralf war das ziemlich Wurst. Als ich Magda auf die Ankunft von den beiden ansprach, zuckte sie nur so mit den Schultern, Ralf hingegen sagte, und dabei schon wieder leicht angetrunken: „Na, ja, und? Dieser Teufel, der kann, was in die Fresse haben, und Chantal, diese olle Bordsteinschwalbe, diese blöde Sau, diese... Ach, soll sie doch der Teufel holen, die können mich mal – alle beide, das ist meine Meinung.“ „Reiß dich zusammen,“ zischte ihm Magda nach jener kleinen Entgleisung zu. Doch der übelgelaunte Ralf, der einst in Aschaffenburg das Licht der Welt erblickte, war wieder mal randvoll - so wie es den Anschein hatte, und er legte sich plötzlich, ohne sich dabei zu entkleiden und zu verabschieden, ins Bett, um zu schlafen.

Als ich abends mit Bianca, nur mit einem Höschen bekleidet, im Bett lag, sagte sie zu mir: „Hättest du Lust jetzt ein wenig zu bumsen?“ „Ja, sicher...“ „Ja, sicher? Das klingt nicht gerade nach Leidenschaft, was ist mit dir?“ „Ich bin genervt, weil Chantal und Teufel im selben Hotel wohnen werden wie wir. Warum können die nicht woanders einziehen? Ich möchte nicht mehr diesen Kontakt zu Teufel.“ „Und deswegen hast du jetzt keine richtige Lust mit mir zu bumsen?“ „Du weißt, was ich meine – also bitte...“ Und schon ging es los, Biancas heiße Küsse erregten mich, sie wusste mal wieder ganz genau, was sie wollte, ich drang in sie ein und besorgte es ihr, nicht so lange wie sonst, aber immerhin „ausreichend“. Dennoch, ich war nicht ganz bei der Sache, Bianca hingegen blieben diese Gedanken meinerseits verborgen. Und nachdem ich gekommen war, wir uns ausgiebig duschten, uns dann erneut in die Federn legten, da schlummerten wir ein. Es war eine auffallend ruhige Nacht, es war eine Nacht in der ich allerdings von Sorgen und Befürchtungen geplagt wurde, nicht im Übermaß, aber doch so, dass mein Magen nach einigen Bieren verlangte, welche ich mir zu später Stunde, auf leisen Sohlen, von der überaus ansehnlichen Kirstin Lüders aushändigen ließ. „Ein kleiner Schlummertrunk?“ Fragte sie mich. „Ja, so etwas in der Art,“ lautete meine Antwort. „Liebe macht eben durstig,“ fügte sie lächelnd hinzu, „nicht wahr?“. „In der Tat,“ sagte ich, und nahm die Biere (die sich in Flaschen befanden) zu uns mit ins Zimmer, wo ich sie durch meine Kehle laufen ließ, um besser schlafen zu können. Bianca bekam von der Löschung meines Durstes nicht das Geringste mit – sie schlief. Und als auch „meine“ Augenlider immer schwerer wurden, ich die Bierflaschen in eine Plastiktüte stellte, da legte ich mich zu Bett, entspannt und beruhigt durch die Wirkung des Alkohols schlief ich ein. Ich träumte von den fünfziger Jahren, warum weiß ich nicht mehr, es war Sommer, es war heiß und ich saß in einem alten Personen-Beförderungs-Bus, der die Strecke von Harburg bis nach Wilhelmsburg fuhr. Ich saß in der letzten Reihe, meine Haare waren mit Pomade zurückgekämmt, vor mir saßen einige junge Frauen – hübsch anzusehen in ihren engen Röcken und Stöckelschuhen sowie hochgesteckten Haaren. Irgendjemand hatte ein Radio dabei; Rock `n` roll erklang, die Meister der neuen Musik gaben ihr Bestes, von Elvis bis Peter Kraus, von Jerry Lee Lewis bis Ted Herold – alle waren zu hören, ich war begeistert. Was für ein Traum?

Doch dieser Traum ging selbstverständlich, wie alle schönen Träume, am nächsten Morgen zu Ende. Es war noch während des gemeinsamen Frühstückes mit den Grishams, als Biancas Handy laut und unüberhörbar klingelte – Chantal war dran. Sie und Bert Teufel waren bereits gelandet, saßen in einem Taxi, und waren auf den Weg in „unser“ Hotel. Frau- sowie Herr Lüders waren sichtlich erfreut. Die Grishams aßen hingegen ihre Brötchen seelenruhig weiter. Patricia sagte zwischendurch: „Es ist doch immer wieder aufregend – Freunde, oder auch nur „ehemalige“ Freunde, nach einer gewissen Zeit wiederzusehen, nicht wahr?“ „Das kann man halten wie man will,“ sagte ich daraufhin. An dieser Stelle sei anzumerken, dass nur noch wir, also ich und Bianca, dann eine wortkarge Studentin aus Frankfurt und die Grishams, Gäste im Hotel von Familie Lüders waren. Während wir also alle auf die Ankunft von Chantal und Bert Teufel warteten, beobachtete ich die Studentin, welche „immer“ für sich alleine saß, und die kaum mehr als ein unverständliches: „Guten Morgen,“ von sich gab, wenn man sie mal im Hotelgang oder im Frühstücksraum antraf. Wo- oder, was sie studierte wusste niemand, sie war in den Morgenstunden meistens immer mit mehreren Büchern beschäftigt und machte sich Notizen. Gegen 11:00 Uhr vormittags trank sie dann regelmäßig an der Bar zwei doppelte „Bloody Marys“ und verschwand anschließend wortlos, - bis sie so gegen 18:00 Uhr wieder, aus dem Nichts, auftauchte, um sich langsamen Schrittes in ihr Zimmer zurückzuziehen, Abendbrot aß sie nur sehr selten. Das Einzige, was wir von ihr wirklich wussten war, und zwar, dank Herrn Lüders, der unauffällig und gegen alle zulässigen Vorschriften im Gästebuch nachgesehen hatte, ihr Name, der da lautete: S. v. Burg. „Ein seltsamer Name,“ bemerkte Arthur Grisham ganz leise, denn sie (S. v. Burg) saß ja nicht weit entfernt von uns, an jenem Morgen, wo wir die Ankunft von Chantal und Teufel erwarteten. Frau Lüders mutmaßte noch leiser als Arthur Grisham es getan hatte, in Bezug auf den eigentümlichen Namen der Studentin, dass sie vielleicht aus verarmten Adel stammen könnte. Bianca sagte daraufhin: „Es wäre wohl am besten man würde sie fragen, denn Spekulationen helfen hier nicht weiter.“ Doch auch Bianca räumte ein: „Andererseits geht es uns ja auch nichts an, wer- oder, was sie ist. Wenn sie ihre Ruhe haben will, - dann hat das seinen Grund, ich meine, wenn sie Konversation betreiben wollte, von sich aus, dann wäre sie doch schon an uns herangetreten, nicht wahr?“ So sahen wir anderen das auch, schließlich wollten wir uns nicht aufdrängen und das Studium der jungen, adretten Dame aus Frankfurt ungünstig, mit unseren Sorgen, beeinflussen. Trotzdem waren wir natürlich neugierig, aber richtig getraut hatte sich niemand mit ihr zu sprechen, denn da war ja auch noch die Sache mit den zwei doppelten Bloody Marys, welche die Studentin mit Namen: S. v. Burg, vor ihrem Aufbruch zur Universität, täglich- und gerne, zu sich nahm. „Vielleicht nur als Teil ihrer Persönlichkeit, der gefestigt werden soll, ich vermute, das ist so eine Art von legitimer Stressbewältigung, denn, die Universität verlangt den Studierenden heutzutage doch recht viel ab,“ sagte Patricia zu uns - ganz, ganz, ganz leise.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Stippvisite»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Stippvisite» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Stippvisite»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Stippvisite» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x