Jacques Varicourt - Die Stippvisite
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Plötzlich jedoch sprang die Tür zum Frühstücksraum auf, Chantal und Bert Teufel wirbelten herein, sie begrüßten uns mit einem: „Hallo, da sind wir. Die erste Runde Champagner geht auf uns.“ Beide knutschten uns ab, so als ob niemals, auch nur die geringste Spur eines Streites zwischen uns gewesen wäre, die Grishams unterbrachen ihr Frühstück daraufhin, sie nahmen Chantal und Bert Teufel in Augenschein. Noch, bevor Chantal, Teufel oder die Grishams etwas sagen konnten, stellte ich die vier einander vor. Patricia war sehr beeindruckt von der ungewöhnlichen Kleiderwahl Chantals, die irgendwie flatterhaft wirkte, sie sagte zu ihr: „Wie man an Ihnen zweifellos feststellt, hat sich die europäische „Haute Couture“ mittlerweile auch auf dem amerikanischen Kontinent etabliert, eine erfreuliche Tatsache, die meine Bewunderung verdient.“ Und Chantal konterte sofort zurück, indem sie zu Patricia sagte: „Amerika ist eben in vielerlei Dingen fortschrittlich, auch wenn man sich das „hier in Europa“ nicht vorstellen kann, und die sommerliche Mode, um das einmal klarzustellen, ist nur der Ausdruck eines Lebensgefühls, welches ich in meiner kalifornischen Wahlheimat gelernt habe. England ist, vielleicht aufgrund des ständigen, trübsinnigen Wetters da wohl „noch nicht“ soweit.“ „Aber meine Damen,“ unterbrach Teufel, „wir wollen uns doch nicht über das Lebensgefühl einer Nation streiten, nur, weil in einem Land mehr- und in einem anderen Land etwas weniger- oft die Sonne scheint. Ich halte das geradezu für intolerant.“ Arthur Grisham schloss sich Teufels Meinung voll und ganz an, er sagte: „Intolerant, ja, ich glaube das ist das richtige Wort; eine gute Wort-Wahl.“ Und nachdem Frau Lüders den, eisgekühlten, sprudelnden Champagner serviert hatte, wir alle nett miteinander angestoßen hatten, da „legte“ sich die anfängliche Missverständlichkeit in Bezug auf die Haute Couture, auf welche die beiden Damen so viel Wert gelegt hatten. - Man mag jetzt vermuten, dass zwischen Chantal und Patricia eine Antipathie herrschte, doch dem war nicht so. Jene harmlosen Feststellungen der modeinteressierten Damen waren lediglich die Richtigstellung von Geschmäckern, die in einem anderen Kulturkreis entstanden waren. Anzumerken bleibt hierbei vielleicht die Kleidung von Bert Teufel als er im Frühstücksraum erschien, er trug einen roten Anzug, gelbliche Stiefelletten, schulterlange, nachgefärbte Haare, Ketten, Ringe, Ohrschmuck, Make-up und er roch so schwul nach Parfum, dass Arthur Grisham mich im Laufe des Tages zur Seite nahm, und sagte: „Mein Eindruck von diesem Bert Teufel ist, dass er nicht „nur“ schwul ist, sondern, dass er auch „zu“ schwul ist. Denn so tritt man doch nicht auf... und dieses Weib (er meinte damit Bert Teufel) will Schauspieler werden? Möge uns der liebe Gott davor bewahren, es wäre eine ungeheure Katastrophe, und nicht nur für das zahlende Publikum, sondern auch für die schauspielende Zunft als solches - Amen.“
Es erübrigt sich vielleicht zu erwähnen, dass Chantal in den folgenden Tagen weniger flatterhaft und luftig auftrat, denn sie hatte natürlich auch „angemessenere Klamotten“ mit dabei, als jenen Santa Monica Badestrand-Look. Sogar Bert Teufel bemerkte, ohne dass es ihm jemand sagen musste, dass seine Auswahl der Kleidung etwas zu gewagt und zu ausgefallen für das weltoffene aber traditionsbewusste Hamburg war, also wechselte auch er sein Outfit vom bunten Vogel zum seriösen Hanseaten, der seinen eigentlichen Wohnsitz in Kalifornien hatte. Die Grishams nahmen diese Veränderung mit aufrichtiger Freude zur Kenntnis, - waren sie doch mit den Kalifornischen Gepflogenheiten nicht so sehr vertraut, so empfanden sie nach der optischen Anpassung, an die ihnen „normal“ erscheinende Allgemeinheit, eine gewisse Wiederherstellung der Ordnung. Und ich weiß noch wie Patricia zu mir sagte: „Ich habe eigentlich nichts gegen bunte Vögel, doch bei Bert und Chantal schien mir der gute Stall verloren gegangen zu sein, deshalb „kommentierte“ ich, und das nur aus guten Gründen, das erste Erscheinen der beiden...“ Sogar Herr Lüders sah sich aufgerufen, mir und Bianca zu sagen: „Wir haben hier im Hotel schon viele Menschen, aus vielen Ländern gehabt, mit Eigentümlichkeiten, mit kuriosen Extrawünschen und seltsamen Gebräuchen, aber trotzdem stand die Persönlichkeit, für uns immer im Vordergrund. Denn, der zahlende Gast verpflichtet sich in erster Linie, durch die Wahl, sich, bei uns einzuquartieren, dazu, dass unser Haus seinen tadellosen Ruf behält, darum sind ich und meine Frau immer bemüht, durch gegenseitige Akzeptanz und Freundlichkeit, für ein angenehmes Klima zu sorgen. Im Falle von Herrn Teufel und dieser Chantal hat sich durch Selbsteinsicht, eine mögliche Spannung von vornherein, in Luft aufgelöst – das empfinde ich als gut und vernünftig.“
Frau Lüders hat uns dann, am selben Tag, zu anderer Stunde, noch einmal genau dasselbe erzählt. „Die sind ja wie auf einander abgestimmt,“ sagte Bianca zu mir. „Ja,“ sagte ich daraufhin, „das ist die Eingeschliffenheit der Ehe, man versteht sich ohne Worte und ohne sich zu sehen, weil man sich kennt, man nimmt die Persönlichkeit des anderen in Teilen an, obwohl bei den Lüders wahrscheinlich auch eine tiefe, innerliche Verbundenheit herrschen muss, anders kann ich mir derartige Übereinstimmungen nicht erklären. Aber, es ist doch auch interessant zu sehen, wie Herr- und Frau Lüders im selben Takt durch das Leben gehen.“ „Und anscheinend sind sie damit sehr zufrieden, sie wirken immer so ruhig und so beherrscht, wie kommt das?“ „Das ist die hanseatische Gelassenheit. Genauer gesagt bedeutet das, dass man sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lässt, und über Kuriositäten mit Charme sowie Anteilnahme, mit einer Kühlheit, die allerdings auf ehrlicher, aufrichtiger Freundlichkeit basiert, hinwegzugehen- stellenweise auch hinwegzusehen weiß.“ „Was?“ „Ja, so ist das.“
Das Rätsel um die Studentin aus Frankfurt, wurde, durch die Aufmerksamkeit von Herrn Lüders, in Bezug auf ihren Vornamen, gelöst. Herr Lüders hatte nämlich genau beobachtet, wie die Studentin einen Brief geschrieben hatte, und zwar auf einem handelsüblichen Block, wie er in Papiergeschäften zu erhalten ist. Dieser bestimmte Block wurde allerdings, von der Studentin, nachdem sie den Brief unterschrieben hatte, im Frühstücksraum achtlos zurückgelassen. Herr Lüders war beim Betrachten des Blockes sofort aufgefallen, dass die Studentin, während des Verfassens jenes verdächtigen Briefes, mit einem Kugelschreiber, relativ fest aufgedrückt haben musste, denn man konnte einzelne Worte noch ohne große Schwierigkeiten erkennen. Somit war es nun möglich, durch das vorsichtige Handtieren mit einem Bleistift, welchen Herr Lüders über das gesamte Papierblatt hin und her strich, den Brief zu entschlüsseln – ein alter Trick aus der Schule. Was uns allen sofort auffiel und auch interessierte, war der Vorname der Studentin, der da lautete: Sybille. Die gute Sybille hatte einer Freundin in Frankfurt Allgemeines über die Uni, über den miesen Fraß in der Mensa und über einige sonderbare Lehrkräfte geschrieben, denen sie unterstellte, ohne jegliche fachliche Kompetenz zu sein. Ferner schrieb sie, dass Germanistik irgendwie scheiße- und langweilig sei, aber andererseits müsste man etwas studieren, um die Eltern nicht zu enttäuschen, denn die würden sich ja letzten Endes mit dem Studium schmücken, damit sie im Freundes- und im Bekanntenkreis „selber“ etwas darstellen könnten. Außerdem deutete sie an, dass sie sich, wenn es nach ihr gegangen wäre, wohl mehr für ein Musikstudium entschlossen hätte, aber das könnte sie ja später noch nachholen. „Aha! Dann wissen wir also endlich Bescheid,“ triumphierte Herr Lüders, „ist mir auch lieber so, ich kontrolliere „normalerweise“ niemanden, aber, wenn gewisse Verdachtsmomente bestehen, dann mache ich schon mal eine Ausnahme.“ Nach diesen Worten riss Herr Lüders das entschlüsselte Blatt Papier vom Block, faltete es, und ließ es dann, zu unserer aller Verwunderung, in seiner Gesäßtasche verschwinden. Kurz darauf verließ er den Frühstücksraum. Patricia sagte: „Herr Lüders scheint sehr um das Ansehen des Hotels bemüht zu sein? Ich hoffe er installiert in den einzelnen Zimmern keine Videokameras, denn bisher kamen „wir“ eigentlich immer gerne hierher.“ „Genauso ist es, Darling,“ sagte Arthur Grisham und fasste uns alle scharf ins Auge. Bert Teufel schüttelte ungläubig den Kopf, er wollte etwas sagen, doch ihm blieben die Worte im Halse stecken, Chantal sprang für ihn ein, sie meinte: „Vielleicht war die Entscheidung, dass „wir“ uns in dieses Hotel einquartieren, doch etwas übereilt, man hätte vorab Alternativen mit berücksichtigen sollen, doch da „wir“ ja auch nur auf Stippvisite in Hamburg sind, wollen wir das Beste daraus machen.“ „Ja, das müssen wir wohl,“ sagte Bianca. Ich hingegen sagte: „Sybille von Burg hat sich „bisher“ aber auch irgendwie eigenartig benommen, sehr mitteilsam ist sie nicht gerade, darum verstehe ich, bis zu einem gewissen Grad, die Besorgnis von Herrn Lüders, er will halt, das alles in Ordnung ist.“ „Deutsche Ordnung?“ Fragte mich Arthur. „Ja, wahrscheinlich,“ antwortete ich.
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