Jacques Varicourt - Die Stippvisite
Здесь есть возможность читать онлайн «Jacques Varicourt - Die Stippvisite» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Die Stippvisite
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Die Stippvisite: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Stippvisite»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Die Stippvisite — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Stippvisite», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Um weitere Streitereien mit Bert Teufel zu vermeiden und aus dem Wege zu gehen flogen wir also nach Hamburg, wir mieteten uns im Stadtteil Ottensen in einem Mittelklasse Hotel ein. Etwas über ein Jahr war seit unserem letzten Aufenthalt in Germania vergangen. Was also hatte sich gravierend und zum Nachteil verändert? Hartz IV hatte die Leute in die Armut getrieben, nicht-angeleinte Hunde hatten Kinder angefallen und unter anderem das Gesicht zerbissen, der schwule Bürgermeister Ole von Beust saß immer noch fest in seinem warmen Sessel, und die Regierung in Berlin verlor zunehmend an Zustimmung. Oskar Lafontaine, der SPD-Untreue Querulant und die PDS waren ein Bündnis eingegangen, weil für den 18. September 2005 Neuwahlen bevorstanden, und sie sich gemeinsam, Oskar und Gregor, größere Chancen in Bezug auf Stimmen machten. Die SPD/Bündnis 90 die Grünen hatten nach fast sieben Jahren an der Regierung, das ohnehin schon runtergewirtschaftete Land, endgültig ruiniert. Nach viel zu vielen leeren Versprechungen, Phrasen, Lügen, Selbstinszenierungen und unfähigen, korrupten Ministern war Deutschland am Ende. Gerhard Schröder und der dauergrinsende Franz Müntefering, der sich einst mit seiner lesbischen Tochter, medienwirksam, vor die laufenden Kameras gestellt hatte, um dem Wähler Solidarität und sexuelles, väterliches Verständnis zu signalisieren, auch er- und all die anderen Genossen, hatten das Vertrauen der Bürger nicht nur verloren, sie hatten sich darüber hinaus auch lächerlich gemacht. Joschka Fischer, das fette, in feinsten Zwirn gekleidete Walross, der sonst immer für alles Schwierige eine plausible Erklärung parat hatte, er war aufgrund seines schwabbeligen Doppelkinnes zu einer Witzfigur geworden, die nicht einmal mehr in einen Zeichentrickfilm passte. Auf der anderen Seite dann die CDU/CSU, Angela Merkel, Edmund Stoiber und nicht zu vergessen den Radikalreformer Friedrich Merz, der von Politik genauso viel verstand, wie einer, der offen zugab, dass er „keine Ahnung habe“ von dem, was er da tat, es aber trotzdem tat, weil „es“ eine Menge Geld brachte. Von Herrn Guido Westerwelle (FDP) wollen wir hier an dieser Stelle einmal nicht sprechen, denn er war eigentlich nur noch schwul; schwul, arrogant, hochnäsig und auf dem besten Wege der Arsch vom Dienst zu werden. Sie alle aber wollten Deutschland nun wieder zu dem machen was es einmal war, nämlich, das Geldsäckel für andere Länder, das Auffangbecken für kriminelle Ausländer und zu guter Letzt: Der großzügige Nachbar in Europa, der gerne seine eigenen Leute ausbluten ließ, damit es anderen besser geht. Dass bei der SPD und bei der CDU/CSU Schwarzgeldaffären in den vergangenen Jahren, von ungeahntem Ausmaß den getreuen Wähler und die Öffentlichkeit gänzlich beunruhigt hatten, dieser Punkt wurde von der überparteilichen Bildzeitung einfach unter den Teppich gekehrt, man wollte den erwachten Wechselwähler nicht vorab verunsichern. Herr Lüders, unser Portier in unserem Hotel in Ottensen, war mit der täglichen Politik bestens vertraut, er, der erst kürzlich aus der SPD ausgetreten war, schwor auf das neue Linksbündnis von der WASG und der PDS. „Entweder die, oder gar keine Zukunft mehr,“ lautete seine Devise, aus der er im Übrigen auch keinen Hehl machte.
Das war sowieso im gesamten Land die Grundstimmung! Man hatte vor der Zukunft Angst, Leute wie: Roland Koch, Jürgen Rüttgers und andere Schleimpilze des politischen Waldes erschreckten die Bürger vorab, was passieren würde, würde die CDU ans Ruder kommen. Dadurch hatten auch ich und Bianca das Gefühl, dass aus den traditionellen Parteien die Luft raus war, denn die wollten bei den Arbeitslosen und Sozialschwachen erneut kürzen, andererseits jedoch waren die Gelder, die angeblich so knapp waren, für Naturkatastrophen, welche sich im Ausland ereigneten, ebenso für Kriege und Aufbauhilfen, diese Gelder standen sofort zur Verfügung, wenn irgendwo in der Welt Hilfe benötigt wurde, für die eigenen Bedürftigen stand „nichts“ zur Verfügung, sie sollten nur weiter sparen und sich einschränken – ganz im Sinne einer demokratischen Verfassung. Aufgrund dessen hatten wir, und auch unser politischer Berater Herr Lüders, den Eindruck, Deutschland würde nach der Devise handeln: Erst die anderen, dann wir! Übrigens wurde über solche Ansichten nicht mehr hinter vorgehaltener Hand geredet, oh nein, viele enttäuschte Stammwähler der gängigen Parteien, vertraten diese Ansicht genauso wie die trinkfreudigen Kneipenedddels, die entweder in Rente waren, oder die einfach die finanziellen Mittel besaßen, sich, Tag ein Tag aus, an ihrem Tresen festzuhalten, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Die allgemeine Stimmungslage entsprach genau dem Bild, welches man, immer mal wieder, durch das Fernsehen, von der Weimarer Zeit bekam: Parteienvielfalt, Konzeptlosigkeit, Armut, unorientierte Politiker, die den Kontakt zur Basis verloren hatten, und trotz alledem, Leute aus dem Medienbereich die merkten, dass etwas in Gange war. Zum Beispiel Magda und Ralf gehörten zu diesen, denen die politische Lage der Nation Sorgen bereitete. Während Magda sich der neugegründeten „Linkspartei“ anschloss, die aus der WASG und der PDS entstanden war, zog es Ralf wieder einmal mehr und mehr in die Welt des Alkohols; man darf Ralf nicht zu sehr auf den Alkohol beschränken, - das wäre nicht richtig, aber, was Ralf so innerhalb einer Woche wegsoff, ja, das war durchaus beachtlich, und er selber gestand uns bei einem Besuch in seiner- und Magdas Wohnung: „Der Alkohol ist zwar in vielen Fällen an allem Schlechten Schuld, aber es ist eben auch schön besoffen zu sein, um dann die Welt zu betreten, wo das viele Denken aufgehoben wird, wo immer die Sonne scheint, wo die Depressionen des Alltags keine Rolle mehr spielen, das ist eine Welt, die ich nicht missen möchte.“ Magda, seine tolerante Ehefrau sah das zwar etwas anders, aber sie verstand Ralf, wenn er gelegentlich mit Korn-Horst, mit Cognac-Günther oder auch mit Dosenbier-Rüdiger um die Ecken zog. „Männer brauchen das einfach so dann und wann,“ sagte sie zu uns, als wir uns bei ihr, und bei einem kühlen Glas Lambrusco, auf dem Balkon über „dies und das“ unterhielten und Ralf nickte freudig erregt, er lächelte dabei allerdings so eigenartig.
Als der Abend bei Magda und Ralf vorüber war, schlenderten wir die Ottenser Hauptstraße zu Möllers Eck hinunter. Auch hier waren wir seit über einem Jahr nicht mehr gewesen, aber es hatte sich nichts Wesentliches verändert. Wir bestellten zwei Flaschen Bier und zwei Apfelkörner, die uns auch prompt serviert wurden. Die Gäste bei Möller erkannten uns nicht mehr so richtig wieder, die Alkoholiker-Gang, wie ich sie immer genannt hatte, saß mit einem Getränk in der Hand, geistesabwesend, stumm, von Gleichgültigkeit gekennzeichnet und mit hängenden Schultern am Tresen. Musik wurde hier offensichtlich schon lange nicht mehr gespielt, ich meine, damit ein bisschen Schwung in den Laden kam. Nur Mona, eine platinblonde, zittrige, ehemalige Drogenabhängige, mit einem Glas Pilsener in den gelblichen Pfoten, wirkte froh und munter. Sie gehörte schon seit ewigen Zeiten mit zum Inventar, kein Tag verging bei Möller ohne Mona, Mona hatte vieles erlebt in ihrem Leben, da waren nicht immer nur die schlechten Zeiten gewesen, nein, zwischendurch gab es auch mal Kohle und die setzte sie gleich in Heroin um, damit die Wirklichkeit nicht in ihr Herz drang, welches sich so sehr nach Liebe und nach einem festen Partner sehnte. Doch das Leben hatte auch bei Mona Spuren hinterlassen. Ihr Gesicht hatte den Glanz verloren. Graue, vom Nikotinmissbrauch gezeichnete, Haut klebte in ihrem Antlitz. Schminke half nicht mehr, also unterließ Mona jeden Morgen den Blick in den Spiegel, es interessierte sie nicht mehr – sie ließ sich gehen, war aber dennoch mit sich und mit der Welt zufrieden. Nachdem wir ausgetrunken- und bezahlt hatten, bummelten wir in unser Hotel zurück, wo Herr Lüders uns mit einem freundlichem Gruß empfing, welchen wir ebenso freundlich erwiderten. Ein wenig angesäuselt ließen wir uns aufs Bett fallen, dann zogen wir uns langsam aus, kuschelten uns aneinander, anschließend gaben wir uns einen Gute-Nacht-Kuss und versanken in süßen Träumen. Am nächsten Tag erforschten wir den Kiez, doch der hatte sich auch nicht großartig verändert, er war immer noch genauso dreckig und verkommen, wie wir ihn einst zurückgelassen hatten...
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Die Stippvisite»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Stippvisite» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Die Stippvisite» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.