Jacques Varicourt - Die Stippvisite
Здесь есть возможность читать онлайн «Jacques Varicourt - Die Stippvisite» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Die Stippvisite
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Die Stippvisite: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Stippvisite»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Die Stippvisite — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Stippvisite», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Und als „ich“, nachdem ich mir ein Herz genommen hatte, Kirstin auf die Studentin ansprechen wollte, kam es zu einer gewissen Verwechslung, denn Kirstin dachte, dass „sie“ gemeint sei, und ich, ungeschickter Weise, Kirstin, über den Umweg über die Studentin einladen wollte mit uns an die Ostsee zu fahren. Als Kirstin auffiel, dass „sie“ gar nicht gemeint war, da wurde es eisig, sie sagte zu mir: „So ist das also, das hast du dir ja schön ausgedacht, mein Kompliment. Aber ich muss „dich“ und die „anderen“ leider enttäuschen, ich bin nämlich keine Kuppeltante, und wenn du die Studentin dabei haben willst, dann frage sie gefälligst selber – du Arsch mit Ohren.“ Nach diesem klassischen Fehlschlag, den ich vorerst für mich behielt, wurde ich, im Laufe des Tages, von Bianca gefragt wie es denn nun aussieht, ich sagte daraufhin: „Die Situation ist ein wenig unübersichtlich geworden.“ „Wieso?“ „Weil Kirstin es vorzieht das Problem mit der Studentin lieber in unsere Hände zu legen.“ „Ich verstehe kein Wort. Da stimmt doch irgendetwas nicht, was ist es?“ Ich überlegte einen Moment, dann sagte ich zu Bianca: „Ich habe den dringenden Verdacht, dass Kirstin mir gegenüber sehr leidenschaftliche Gefühle entwickelt hat, und durch eine ungeschickte Formulierung, meinerseits, in Bezug auf die Studentin, könnte es sein, dass ich ihre leidenschaftlichen Gefühle verletzt habe.“ „Ja, bist du denn zu blöd zu fragen ob Kirstin der Studentin signalisieren könnte, dass wir sie gerne mit zur Ostsee nehmen würden? Mensch Jürgen, das darf doch alles nicht wahr sein? Ich habe dich für professioneller gehalten.“ „Ich mich auch, tut mir leid – sorry.“ „Also werde ich die Studentin nun doch fragen müssen? Obwohl so etwas eigentlich nicht mein Ding ist.“ „Sei bitte so lieb, Mäuschen.“ „Nenne mich nicht Mäuschen. Ich werde die Studentin, Sybille von Burg, jetzt fragen! Und wenn sie uns was scheißt, also „nein“ sagt, dann ist das eben so, verstehst du?“ „Ja, mein Liebes.“ „Nenne mich nicht auch noch mein Liebes.“ „Wie soll ich dich denn nennen?“ „Ab sofort nur noch Bianca... und im Übrigen, Stichwort: Studentin, leck mich am Arsch, in Zukunft gehst du nämlich selber fragen.“ Um es an dieser Stelle kurz zu machen, Sybille von Burg war begeistert von der Idee mit uns an die Ostsee zu fahren. Kirstin Lüders hingegen war immer noch verstimmt, sie warf mir den einen- oder anderen vergifteten Blick zu, es schien so als würde sie mich hassen, obwohl ich ihr gegenüber immer freundlich war, aber es nützte nichts. Arthur Grisham sagte diesbezüglich zu mir: „Fräulein Kirstin Lüders ist so ein feines Geschöpf, ein Engel, eine Elfe, ein schöner Anblick sowieso, warum kommt ihr beide nicht miteinander aus? - Ich sage es dir: Ihr müsst versuchen, und das jeden Tag aufs Neue, Gemeinsamkeiten zu finden, nicht im erotischen Sinne, mehr so auf einer ideellen Ebene, wenn du verstehst, was ich meine?“ Ich verstand von Grisham seinem Geschwafel gar nichts, außerdem wunderte es mich, warum „er“ sich „so“ für Kirstin zu interessieren schien. Offensichtlich war „er“ verliebt in sie, denn seine Freude, dass „ich“ bei ihr abgeblitzt war, war nicht zu übersehen.
Für die gemeinsame Fahrt an die Ostsee organisierte Bert Teufel einen Bus, einen großen Reisebus mit Toilette. Natürlich hätten wir auch mit Taxis oder mit der Bahn zur Ostsee fahren können, aber nein, Teufel bestand auf einen Reisebus - er war in solchen Sachen immer sehr großzügig. Magda, Ralf und Michael Jürf waren übrigens auch mit dabei als wir Richtung Travemünde fuhren. Michael soff während der gesamten Fahrt, Ralf schlief während der ganzen Fahrt, jedoch Magda, Chantal, Patricia Grisham und Bianca schnatterten wie die Gänse. Teufel flirtete mit dem jungen Fahrer, er war ganz hingerissen von dem Anblick jenes Adonis, der ihn in höchste Höhen entschwinden ließ – durch seine weibische Art, er gestand Teufel, dass er bisexuell war, und um es nochmals zu sagen: Teufel war hin und weg. Ich allerdings geriet mit Arthur Grisham, von Hamburg bis nach Travemünde-Strand, in ein politisches Streitgespräch. „Die Demokratie,“ sagte er immer wieder, „ist eine Voraussetzung für Reformen, darum ist es, gerade in Deutschland so wichtig, dass die einzelnen Parteien aufgrund ihrer Parteifarben auch dem Wähler gegenüber Farbe bekennen. Kanzler Schröder mag ein Idiot sein, aber Angela Merkel steht ihm in nichts nach, deshalb hat sich ja auch eine neue Linkspartei, welche jenseits der Sozialdemokraten steht, gebildet. Deutschland ist kein gutes Vorbild mehr für andere Demokratien, es baut ab, es ist ratlos, trostlos und unfähig.“ „England hat auch seine Probleme so weit ich weiß, oder etwa nicht? Mr. Blair lacht immer sehr viel, genauso wie unser Hans Eichel, mittlerweile fragt man sich warum? Warum wird soviel gelacht in der Politik? Gerade, wenn es sich um ernste Probleme dreht, die nach einer sachlichen und fachlichen Lösung suchen?“ Arthur Grisham legte daraufhin seinen Kopf in den Nacken, er knetete seine Hände, räusperte sich mehrfach und unüberhörbar, so dass Patricia ihm einen Hustenbonbon zuwarf, doch dann sagte er erhobenen Hauptes: „Ja, zweifellos ist an deiner Argumentation etwas dran – sehr beachtlich übrigens. Du hast, und das ganz offensichtlich, dank der kalifornischen Sonne, eine Leichtigkeit und Lockerheit entwickelt, die sich auch auf dein politisches Gemüt gelegt hat.“ „Nun ja, aber ständiger Sommer ist nicht unbedingt immer so das Wahre, Deutschland und vielleicht auch England, haben diesbezüglich ihre eigenen Reize, der Wechsel des Wetters, der Regen, der Schnee und die Kälte bilden für die Seele eine eigenständige Kulisse.“ „Aha, du meinst die deutsche Gemütlichkeit ist in Kalifornien nicht so gegeben, oder?“ „Weihnachten ist in Deutschland immer noch am schönsten, und die Gemütlichkeit die das alles mit sich bringt, ja, die ist doch ein starker Teil in meinem Leben.“ „Könntest du dir eine Rückkehr nach Deutschland für immer vorstellen?“ „Erst einmal warte ich die Wahlen ab, denn von irgendetwas muss man eine solche Entscheidung ja abhängig machen.“ Wirklich?“ Wirklich!“ „Sehr erstaunlich, wirklich.“
Die Ostsee war schon in Reichweite, da erwachte plötzlich Ralf, er fragte Michael: „Ja, sind wir denn schon da?“ „Ja,“ sagte Michael, „du hast die ganze Zeit geschlafen.“ „Und du?“ Fragte Ralf. „Was hast du gemacht?“ „Ich habe die Minibar leergesoffen, ich bin heute irgendwie so nervös.“ Während Ralf und Michael noch über die Vor- und Nachteile des Alkohols diskutierten, hielt der Bus direkt in Travemünde-Strand an, die Türen wurden vorne wie auch hinten geöffnet, und wir traten ins Freie, die Luft war vom Duft des Sommers und des Meeres erfüllt. Ich atmete tief durch, es war ein tolles Gefühl, ich fühlte mich wie Zuhause, denn in meiner Kindheit war ich ja durch meine Eltern relativ häufig Gast an der Ostseeküste gewesen. Bert Teufel und Chantal gingen, in zügigen Schritten, voraus – Richtung Priwall-Fähre. Wir anderen folgten ihnen. Ralf hatte Michael untergehakt, denn Michael hatte schwere Schlagseite. Magda, Patricia, Bianca und die Studentin unterhielten sich über die Zubereitung von Schollenfilet in Speck gebraten, Magda erwies sich hierbei nicht nur als erfahrene Köchin vom Fach, sondern auch als Ausnahme-Gourmet, so dass Bianca und Patricia nur so staunten. Arthur Grisham redete auf dem Weg zur Priwall-Fähre weiterhin auf mich ein, er behauptete: „Trotz aller guten Umfragewerte für Angela Merkel, wird dem deutschen Wähler immer klarer, dass er die Weltmeister im Sozialabbau wählen wird, sollte es zu einem Politikwechsel kommen. Stoiber und Merkel wollen seriös sein, aber sie sind es nicht, weil sie der Machthunger gepackt hat.“ „Schröder ist auch ein Machtmensch.“ „Aber mit ihm kann man reden, jedenfalls hoffe ich das, man müsste ihn wachrütteln.“ „Hartz IV und die Agenda 2010 sprechen meiner Ansicht nach dagegen, denn er hat sie schließlich ins Leben gerufen.“ „Reformen sind immer bitter, wenn der kleine Bürger betroffen ist, die Reformen müssen erst einmal greifen.“ „Und dann?“ „Dann hat Deutschland einen wichtigen und richtigen Schritt getan.“ „Hamburg, nur mal so als Beispiel, mit seiner Verarmung, die nicht mehr zu übersehen ist, spricht aber eindeutig dagegen, das ist unübersehbar, unübersehbar geworden. Und die sogenannten 1 Euro Jobs sind lediglich das hilflose erschaffen von Arbeitsplätzen, die es gar nicht gibt, die zudem unnötig sind.“ „Bei dir spricht immer alles gegen etwas, eine sehr einseitige Wortwahl. Helmut Schmidt hat bei Beckmann gesagt, dass die Ostdeutschen „besonders“ jammern und die Westdeutschen ein „bisschen weniger“, eine klare Aussage für meine Begriffe?“ „Er muss es ja auch wissen, denn das Vermögen das er angehäuft hat ist beachtlich.“ „Und was soll das jetzt wieder heißen?“ „Dass er den Kontakt zur Realität verloren hat, er befindet sich „nicht“ in einer privaten oder finanziellen Notsituation, deshalb tritt er so großkotzig auf.“ „Das finde ich zwar nicht, aber deine Meinung scheint sehr gefestigt zu sein, nicht wahr?“ „Genauso sieht es aus.“
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Die Stippvisite»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Stippvisite» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Die Stippvisite» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.