Jacques Varicourt - Die Stippvisite
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Vielleicht passt es an dieser Stelle nicht unbedingt hierher, aber es war wunderbar nun wieder regelmäßig Bier zu trinken, und zwar: Holsten-Edel. Das wohl göttlichste Gesöff, welches es überhaupt gibt, kein Vergleich mit einem Pilz. Sicherlich gibt es wichtigere Probleme auf der Welt, als sich zu besaufen, oder das Getränk beim Namen zu nennen, aber wer in Altona bei Möller schon mal saß, wer dort, im Laufe des Abends, von Nüchternheit ins totale Delirium abdriftete, derjenige weiß, was ich meine. Als mir- und Bianca bewusst wurde, dass wir nun wieder Teil der Stadt Hamburg waren, überkam uns die Lust diese Tatsache zu feiern. Und so rief ich bei Magda an, der besten Köchin die das Universum zu bieten hatte, denn nach Fleischskandalen, nach zweifelhaftem Olivenöl, welches sich auf dem deutschen Markt befand, nach ekelerregender Tierhaltung, nach all diesen Übeln, war es dringend von Nöten, dass für ein Fress- und Trinkgelage, eine Frau, eine Köchin, eine Göttin der „Haute Cusine“ herhalten musste – Magda, wer sonst? Ich war hierbei der Geldgeber, Magda sagte spontan zu. Und so feierten die uns wohlbekannten Darsteller an einem milden Sommerabend, verzaubert von den Kochkünsten unserer Magda, in einem Alternativ-Garten, wo sich die 1 ½ Meter hohen Hanfpflanzen, sanft im Wind wiegten, ein rauschendes Fest, mitten in Ottensen. Magda, Bianca, Chantal und auch die Studentin – Sybille von Burg, hatten sich aus einer Laune heraus, Hanfblüten in die Haare gesteckt. Teufel war amüsiert; Ralf war bereits „vor“ der eigentlichen Feier so voll, dass er zwischendurch immer wieder einschlief; Michael Jürf brach im Laufe des Abends mehrfach in Tränen aus; die Studentin legte zusammen mit Chantal, nach etlichen Joints und Wodkas, einen Striptease aufs Parkett. Ja, und um es kurz zu machen, es war eine richtige, wilde, geile und total extreme Feier – wirklich. Leider hatten die Grishams kurzfristig abgesagt. So gegen 22 Uhr klingelte es bei Magda an der Tür, sie öffnete, ein junger Mann stellte sich bei ihr vor: Timo. Timo? Der Busfahrer, welcher uns zur Ostsee- und zurück gefahren hatte. Er erkundigte sich nach Bert Teufel, Magda bat ihn herein. Und als Teufel ihn sah, ging für Teufel die Sonne auf, er konnte seine Verzückung kaum verbergen, Teufel bat Timo an unseren Tisch. Als Teufel ihn fragte ob etwas geschehen sei, brach Timo in Tränen aus, ebenso Michael Jürf, der sowieso den gesamten Abend nur geheult hatte. Magda reichte Papiertaschentücher. Timo erzählte, nachdem er sich wieder eingekriegt hatte, dass sein Freund ihn verlassen habe, ferner habe er ihn aus der gemeinsamen Wohnung rausgeschmissen, und nun wüsste er nicht wohin, er sei völlig fertig. „Vorerst kommst du zu mir und zu Chantal nach Eimsbüttel, alles andere wird sich finden.“ Nach diesen tröstenden Worten, gab Timo Teufel einen langen Kuss, anschließend tanzten die beiden, eng umschlugen im Garten, der von Lampions erhellt war, im Hintergrund lief der Titel: „Sorry seems to be the hardest word“, von Elton John. Magda hatte das so eingerichtet, Chantal sah daraufhin Magda und Teufel sehr unfreundlich an. Es kam nicht zum Streit, dennoch war es wirklich ein schöner Abend, ganz ehrlich, warum sollte ich auch lügen?
Am darauffolgenden Morgen, um genau 9:18 Uhr, es war noch Frühstückszeit, Frau Lüders hatte gerade für uns serviert, schneiten die Grishams strahlend zur Tür herein: „Sie sind fertig!“ Sagte Arthur Grisham. „Fertig?“ Fragte ich erstaunt. „Was ist fertig?“ „Die Fotos von der Ostsee.“ „Ach so,“ sagte ich, „natürlich, jetzt dämmert es bei mir, die Fotos.“ Patricia sagte strahlend: „Sie sind wirklich unglaublich schön geworden.“ Und tatsächlich, was ich, Bianca und die Studentin zu sehen bekamen, ja, das war das Resultat eines begabten und leidenschaftlichen Hobby-Fotografen. Neben ein paar überbelichteten Bildern, teilweise auch etwas verwackelt sowie unscharf, - war das meiste Bildmaterial jedoch gut anzusehen. Ein Foto erregte besonders unsere Aufmerksamkeit, es war das Foto, welches Arthur Grisham im Übrigen, mit einem Teleobjektiv gemacht hatte, auf diesem Foto sah man Teufel und Timo, Hand in Hand, knutschend, und alles um sich herum vergessend, so als wären beide ganz alleine an der Ostsee gewesen. Die Studentin, Sybille von Burg, meinte, als sie sich das Foto so durchdringend betrachtete: „Schwul! Ganz schön schwul die beiden, na ja...“ Aber es waren natürlich auch noch andere Fotos zu bewundern, zum Beispiel der Blick über die Lübecker Bucht, oder den Priwall, oder auch das Foto, wo wir alle im Sand lagen und pausierten. Arthur Grisham fragte uns: „Wollt ihr Kopien von den Fotos?“ „Ja,“ sagte Bianca, „gar keine Frage, immer her damit.“ Auch die Studentin beauftragte Arthur Grisham ein paar Abzüge zu machen, der sich das alles sofort notierte und an seine Frau weiterreichte. „Patricia wird sich darum kümmern. Sie wird auch noch die anderen (Teufel & Co) Fragen. Ich muss nämlich kurzfristig aus Gründen der Lebenserhaltung in die neutrale Schweiz düsen, geschäftlich, wenn ihr versteht?“ Wir verstanden! Jedenfalls taten wir so. Und noch am selben Tag, ganz genau am Nachmittag, verabschiedete sich Arthur Grisham von uns mit den Worten: „So long... und bis bald, bin demnächst wieder da.“ Dann hörte man auch schon ein Taxi vor der Tür des Hotels hupen und Grisham entschwand in Richtung des Hamburger Flughafens. „Bist du traurig?“ Fragte Bianca Patricia. „Nein, nicht traurig. Es ist erfrischend mal ganz alleine zu schlafen, denn Arthur neigt zum Schnarchen, besonders dann, wenn er abends zuviel „Scotch on the rocks“ getrunken hat.“ „Trinkt Arthur regelmäßig seinen Schlummertrunk?“ Fragte ich. „Für ihn ist der Genuss von „Scotch“ ein Ritual, ein Lebensgefühl und wohl auch so ein bisschen Heimat in der Fremde.“ „Ja,“ sagte Bianca, „zum Thema Scotch, da könnte dir mein lieber Jürgen auch so einiges erzählen, nicht wahr mein Schatz?“ „Du hast wie immer recht Bianca.“ „Interessant,“ sagte Patricia daraufhin zu mir, „die Männer sind doch alle irgendwie gleich auf der Welt, nicht wahr?“
Diejenigen die das hier jetzt gerade lesen, werden sich sicherlich fragen: Was war mit den Kindern von Bianca und Jürgen? Wie verkrafteten sie das Hotelleben? Gerade, weil sie ja noch so klein waren... nun, um die Spannung zu lösen, die Kinder (Jennifer und David) wurden natürlich vorwiegend von Bianca versorgt und umsorgt. Ich kümmerte mich um meinen Nachwuchs auch, aber, meine Kreativität, musikalischer- wie auch literarischer Natur, durfte nicht beeinträchtigt werden, deshalb war die Aufgabenteilung in Bezug auf die lieben Kleinen von vornherein so geregelt, wie ich es eben formuliert habe. In Sachen Geld waren wir übrigens gut bestückt. Für uns hatte sich die Dealerei nicht nur gelohnt, nein, sie hatte uns in eine unabhängige Situation versetzt – Teufel und Chantal sowieso. Die Hanfplantage in Santa Monica, also irgendwo in der Nähe dort, warf, nach- wie vor, Gewinn ab. Wir (Bianca und ich) waren in Amerika davon nicht abhängig gewesen, aber Teufel bot uns eines schönen Tages eine Teilhaberschaft an und wir sagten zu. Dass wir in Deutschland alte Kontakte, so nach und nach wieder aufleben ließen, ich glaube das erübrigt sich hier an dieser Stelle ausführlich zu erörtern. Wir kamen gut klar, also, was will man mehr? Ist ja auch Blödsinn sich darüber Gedanken zu machen, wie man zu seinem täglichen Geld kommt. Ich glaube ohne Übertreibung sagen zu können, die deutsche Demokratie ermöglicht es jedem, egal wie viele Vorstrafen er hat, ob er ein Verbrecher ist oder nicht, ob er aus der Politik- oder aus der Wirtschaft kommt oder nicht, egal, was auch immer man hier in diesem Land war- oder ist, man kann sich auf Kosten der Allgemeinheit wunderbar frei entfalten, ohne sich übermäßig anstrengen zu müssen. Man wird für seine latente- oder auch ganz offensichtliche Kriminalität belohnt, das ist eben der Vorzug einer korrupten, dekadenten und vom ehrlichen Weg abgekommenen Gesellschaft, die sich einst auf ihre demokratischen Führer der einzelnen Parteien verlassen hat. Kirstin Lüders, die wieder ganz zahm und freundlich war, sagte diesbezüglich zu mir: „Ist doch geil, dass man hier machen kann was man will. Ich möchte gar nicht erst woanders „versuchen“ zu leben, denn, wo gibt es das schon, dass man für Mord, unter bestimmten Umständen, nur einen Anwalt braucht, um die Sache gerade zu biegen? Und es dauert dann gar nicht mehr lange, schon wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Das ist doch absolut super-geil, nicht wahr?“ Ich überlegte einen Moment, doch dann fragte ich sie: „Wie kommst du ausgerechnet auf Mord?“ „Ach, habe ich eben „Mord“ gesagt? Das ist mir gar nicht so bewusst gewesen, es muss sich dabei wohl um einen Versprecher gehandelt haben. Tut mir leid.“ Ob das nun wirklich nur ein Versprecher war oder nicht... die Botschaft, die dieses mit sich bringen sollte, nämlich an mich, die hatte ich durchaus verstanden. Kirstin war ein helles Köpfchen, ich glaube sie ahnte damals schon, dass ich und Bianca nicht nur von meinen musikalischen- wie auch literarischen Ergüssen leben konnten, aber ich machte mir keine Gedanken deswegen. Ich blieb cool.
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