Jacques Varicourt - Die Stippvisite

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Durch die Hartz IV Reformen in die Armut getrieben, bietet ein eingeschworenes Team von unterschiedlichen Charakteren einigen TV Sendern das, was sie hören und sehen wollen. Gauner gegen Medien-Idioten, die all das glauben, weil es schöner klingt als die Wahrheit.

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Nachdem wir alle mit der Fähre auf den Priwall gefahren waren, schlenderten wir am Strand entlang. Die Damen zogen ihre Schuhe aus, ebenso Teufel, denn man wollte das Meerwasser zwischen den Zehen spüren. Teufel hielt sogar nach Muscheln Ausschau. Michael Jürf ging es, aufgrund der erfrischenden Seeluft, wieder besser, sein dichtgesoffener Schädel wurde mit Sauerstoff angereichert, so dass er nicht mehr von Ralf gestützt werden musste. Arthur Grisham machte ein paar Fotos, er ging dabei ziemlich professionell vor, ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, schoss er innerhalb von nur einer Minute mindestens zwanzig Bilder von uns. „Für später,“ sagte er, „ich liebe es zusammen mit Patricia Aufnahmen von schönen Momenten zu betrachten.“ Nach einer Stunde Fußmarsch legten wir eine kleine Pause ein, indem wir uns einfach in den Sand fallen ließen. Ralf schlief sofort ein. Michael grölte: „Ich müsste mal was fressen und was saufen.“ Nachdem auch alle anderen, mich eingeschlossen, an etwas Nahrhaftem interessiert waren, gingen wir zurück zur Priwall-Fähre, wo schon unser Bus stand, Teufel hatte den Fahrer per Handy dorthin beordert. Und nach einer kurzen Absprache, entschieden wir uns für Timmendorf als neues Ziel, um uns dem Mittagsmahl zu widmen. Alle wollten Fisch essen, wahrscheinlich, weil Magda unentwegt von gebratenem Fisch in Speck geredet hatte. Kaum waren wir in Timmendorf angekommen, führte ich die ausgehungerte Meute in ein mir sehr wohl bekanntes Restaurant, welches berühmt war für seine Qualität und sein Ambiente. Wir nahmen draußen an einem großen Tisch Platz. Als man uns die Speisekarten gereicht hatte entschieden wir uns tatsächlich alle für Fisch. Nur Michael Jürf bestand auf eine zusätzliche, doppelte Portion Kartoffelsalat. Ralf hingegen wollte zu seinem Fisch: Pommes Frites, mit Ketchup und Majo, was Magda zu der Bemerkung veranlasste: „Warum hast du dir nicht gleich Butterbrote von zuhause mitgenommen?“ Nun brachte sich Teufel ins Gespräch, er sagte: „Bitte keine Streitereien heute, an diesem herrlichen Sommertag, lasst den Frieden wallten.“ Der Fahrer, von dem Teufel so hingerissen war, jener smarte Adonis, saß übrigens neben Teufel am Tisch. Chantal tat so als würde sie es nicht bemerken, aber, was in ihr vor sich ging, nun, ich konnte es deutlich an ihren Augen ablesen – sie litt. Die Getränke wurden plötzlich serviert, Minuten später kam auch das Essen auf den Tisch. Während Michael sofort kräftig zulangte - sein Geschmatze war nicht zu überhören, hielten wir anderen uns vornehm zurück; es war wirklich unglaublich wie viel ein Mensch innerhalb von wenigen Sekunden in sich hineinschaufeln konnte, dazu Unmengen von Bier trank, und zwischendurch immer wieder ein primitives Bäuerchen von sich gab. Aber davon einmal ganz ab, was man uns anderen servierte war wirklich köstlich, es waren die wahren Früchte des Meeres: frisch, gut durchgebraten und es war eine Freude zu sehen wie es jedem Einzelnen schmeckte. Michael, was hätte man auch anderes von ihm erwartet, bestellte auf eigene Kosten sogar noch einmal genau dasselbe nach, was er dann genauso hinunterschlang, wie die erste Portion. Das Personal welches uns bediente, machte daraufhin so eigenartige Mimiken, die nicht zu übersehen waren.

Nach dem Mahl, wurde auf einen Wink von Bert Teufel der Nachtisch gereicht – Eis. Unvorstellbare Mengen von Speiseeis, mit Sahne, Schokoladensplittern und Früchten aller Art. Da ich Eis nicht widerstehen kann, langte ich kräftig zu, Bianca die mein Verhalten als peinlich und maßlos empfand, stieß mich mehrfach in die Rippen, doch ich war wie losgelöst, mein Magen drohte zwar zu platzen, aber das war mir egal. Als wir alle gesättigt waren setzten wir uns erneut in Bewegung, Richtung Strandpromenade. – Teufel hatte im Übrigen für uns alle bezahlt, auch für den Busfahrer der stets an seiner Seite ging. Und als wir so auf der Promenade entlang spazierten, Bianca mir einen Kuss aufdrückte, ja da fing ich an zu träumen. Ich sah das Wasser wie es in der Sonne funkelte, gerne wäre ich nackend in die Fluten gesprungen, zusammen mit Bianca, aber es ergab sich halt nicht. Teufel ließ einen Joint kreisen, alle zogen dran, nur Michael Jürf und Ralf lehnten dankend ab, sie hielten sich an ihrem Dosenbier fest. Patricia Grisham hingegen inhalierte mehrere Züge hintereinander, um schneller „breit“ zu sein, ihr Gekicher nahm erheblich zu, und Arthur Grisham sagte: „Darling, so habe ich dich schon lange nicht mehr lachen gehört, wie kommt das?“ Doch eine Antwort von Patricia blieb aus, denn sie konnte keinen klaren Satz zustande bringen. Die Studentin, Sybille von Burg, soff und rauchte, so dass Bianca mich fragte: „Ob alle studierenden Menschen so sind wie Sybille?“ „Mag sein,“ sagte ich, „die heutige Jugend geht anders mit Drogen um.“ „Anders?“ „Na, ja, es ist ein Lebensgefühl, eine Form von Freiheit, ein Protest gegen die Welt, – die 68iger Generation lässt grüßen. So meine ich das.“ Aus irgendeinem Grund waren Teufel und der Busfahrer etwas schneller als wir anderen vorausgegangen, ich vermutete sie wollten alleine sein, deshalb verlangsamten wir anderen unseren Schritt. Chantal wandte sich daraufhin an mich und Bianca, sie sagte etwas verbittert: „Manchmal könnte ich Bertilein in seinen schwulen Arsch treten, er kotzt mich einfach nur noch an. Wenn es nach mir geht bleibe ich in Deutschland, die Sonne in Kalifornien ist mir ohnehin zu heiß, und ich habe das Gefühl die geht da auch niemals so richtig unter.“ „Ja,“ sagte ich, „dauernd die Sonne, die Wärme, die amerikanische Justiz, das alles zusammen, das lässt einen schon an Rückkehr in die Heimat denken.“ Bianca schloss sich meiner Meinung an, und durch diesen Zuspruch den Chantal von uns somit erhielt, war sie ermuntert heim zu kehren. Überzeugt war „ich“ in dem Moment natürlich nicht, aber auch „wir“ hatten ähnliche Gedanken, wir hatten sie nur nicht deutlich ausgesprochen, weil wir unserer Sache noch nicht sicher waren. Aber abends im Hotel, in Ottensen, als ich mit Bianca, zu der ich wieder „Maus“ sagen durfte, so im Bett lag, ja, da spürten- und hörten wir den Ruf der Freien und Hansestadt Hamburg, - irgendetwas war geschehen...

Dieser Moment, bevor man einschläft, - jeder kennt das Gefühl, dieser spezielle Moment, ließ in meinen Gedanken unsere Kinder Jennifer und David erscheinen. Ich sagte ihnen: „Gute Nacht.“ Und obwohl sie ja noch relativ klein waren, zudem waren sie in Santa Monica, sah ich ihr Lächeln, ich war erfreut, erfreut und beglückt. Ich stellte mir vor wie es sein würde, würden die beiden zusammen mit uns in Hamburg wohnen. Und ich glaube Bianca dachte Ähnliches, kurz, bevor „sie“ einschlief. Nicht dass wir ein Wort darüber sprachen, nein, so ist das nicht gemeint, es war so eine mentale Übereinstimmung, die sich, wenn man sich kennt, liebt und täglich miteinander zusammen ist, unweigerlich einstellt...

Gegen sechs Uhr in der Frühe muss es gewesen sein, als wir ziemlich gleichzeitig erwachten. Wir hatten beide nicht richtig geschlafen. „Du warst so unruhig letzte Nacht,“ sagte Bianca zu mir. „Du aber auch,“ sagte ich daraufhin. „Ja, ich glaube wir sollten uns wieder für Deutschland entscheiden. Amerika ist wunderschön, aber mir fehlt Deutschland immer mehr, je länger ich in diesem Hotel bin.“ „Mir geht es genauso,“ sagte ich, „und ich halte es auch für richtig, dass wir unsere Zelte in Santa Monica abbrechen. Wir werden in den nächsten Tagen zurückfliegen, alles auflösen, und dann werden wir, fürs Erste, hier im Hotel wohnen, zusammen mit Jennifer und David, bis wir etwas Eigenes gefunden haben.“ Als ich zu Ende gesprochen hatte, nahm mich Bianca in die Arme, sie drückte mich an sich, dabei hatte ich das Gefühl, dass wir uns niemals zuvor näher waren als in jenem Moment. Innerhalb von zehn Tagen, inklusive Hin- und Rückflug, war alles erledigt. Teufel und Chantal waren, durch unseren kompromisslosen Schritt, spontan ermutigt, es uns gleich zu tun. Und plötzlich waren wir alle wieder in Hamburg, vorerst „nur“ in einem Hotel, aber mehrere Lösungen, um das Wohnungsproblem auf Dauer zu beseitigen, waren bereits in Augenschein genommen worden. Bert Teufel und Chantal bezogen, von heute auf morgen, ein luxuriöses 3 Zimmer Appartement in Eimsbüttel. Bianca und ich hingegen waren uns noch nicht so richtig schlüssig, wo wir hinziehen wollten innerhalb von Hamburg. Familie Lüders bekam unser kleines Problem unweigerlich mit, und so kam es, dass Frau Lüders uns anbot: „Warum bleibt ihr mit den Kleinen nicht vorerst hier bei uns? Ich könnte euch das Zimmer neben dem eurigen vermieten, über den Preis werden wir uns schon einig, da sehe ich das geringste Problem. Und eine Tür zum anderen Zimmer bauen wir ohnehin ein, das war schon lange geplant, na wie sieht`s aus?“ Wir stimmten begeistert zu, noch am selben Tag unterschrieben wir einen unbefristeten Mietvertrag. Das Hotelleben hatte ja auch etwas für sich, es war aufregend und spannend, es war abwechslungsreich und nie langweilig. Für mich war es außerdem eine Stätte der Kreativität, meine Ideen wurden beflügelt, ich strebte in Richtung der literarischen und musikalischen Götter, vor allem am Vormittag, wenn ich alleine mit dem Schreiben oder dem Komponieren beschäftigt war, dann zog es mich in Sphären, die für den normal sterblichen Mitmenschen nur schwer nachzuvollziehen sind.

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