Heiko Rosner - Zu dumm zum Beten

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Vier Kleinkriminelle aus Hamburg-Ottensen geraten an fundamentalistische Brandstifter, hysterische Kirchentagsbesucher, einen Doppelgänger von Heinz Erhardt, eine durchgehende Wildsau, einen hypernationalen Matthias Matussek, einen unterzuckerten Kardinal, einen restlos überforderten Jürgen Domian und Uwe Seeler im Rollstuhl. «Zu dumm zum Beten» ist eine turbulente Satire mit zahlreichen aktuellen Anspielungen, in der sich alltäglicher Wahnsinn mit der Unvernunft des Lebens mischt. Warnung: Das Buch kann Ihnen und den Menschen in ihrer Umgebung schwere Schäden zufügen!

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Um einen unverhofften Geldregen von 200 Euro reicher, setzte Hauptkommissar Siebzehn seinen Weg zu Jimmy’s fort. Jimmy’s – eigentlich ein blöder Name für einen italienischen Schnellimbiss, zumal keiner in der Familie von Big G ein einziges Wort Englisch sprach. Aber Grazziano war der Meinung, ein internationaler Name wäre besser fürs Geschäft, weil die Deutschen den Italienern den Duce und Ballotelli übel nahmen, und der Umsatz gab ihm Recht. Jimmy’s war eine Goldgrube. Auch an diesem Tag brummte der Laden, fast alle Hocker waren besetzt, aber Siebzehn erspähte einen freien Platz in der Südkurve, neben zwei älteren Damen, die eben im Begriff waren, zu zahlen. Den enterte er und griff sich die Speisekarte, die er zwar auswendig kannte, aber zur Feier des Tages wollte er heute etwas Ausgefallenes bestellen, schließlich konnte er sich ein gastronomisches Upgrade mit den 200 Kujambels locker leisten.

Grazziano begrüßte den Stammgast mit überschwenglicher Geste, so wie Italiener das in Coppola-Filmen tun oder Makler, wenn sie ganz exklusive Dachgeschosswohnungen mit Blick auf die Punks vom Spritzenplatz anboten. „Dottore!“ Eine fleischige Pranke umschlang Siebzehns Hand und ließ für quälende Sekunden nicht los. „Lange nicht gesehen. Was kann ich für dich tun?“

„Ein Frühstücksbier wär schon mal nicht schlecht.“ Unauffällig forschte sein Blick nach Letitia. Hatte sie etwa einen freien Tag? „Essen überleg‘ ich mir noch. Kannst du was empfehlen?“

„Alles ist gut bei mir. Weißt du doch. Bestes Pizza von Hamburg.“

„Nee, auf Pizza steh ich heute nicht so. Aber sag mal, wo ist eigentlich Letitia?“

„Macht sich schön für dich.“ Der kleine, dicke Italiener lächelte unergründlich. „Will sie aber nicht, dass ich sage. Hat dich kommen sehen, und zack weg.“

Siebzehn war sich nicht ganz sicher, ob Grazziano damit ausdrücken wollte, dass es besser wäre, die Finger von seiner Tochter zu lassen oder ob er nur einen Scherz unter Männern machte (Männer, die fast gleichaltrig waren und mehr als zwanzig Jahre älter als Letitia, Sportsfreunde eben). Daher ließ er es mit einem ironischen Nicken bewenden: „Hat eben einen guten Geschmack, deine Tochter“, sagte er, ohne einer Lüge zu nahe zu kommen. „Ganz der Vater.“

„Liegt in Familie, bleibt in Familie. So soll sein.“ Der kleine, dicke Italiener lachte gutmütig. „Hab übrigens Tipp für dich. Falls du Interesse hast.“ Die letzten Worte sagte er mit vertrauensvoll gesenkter Stimme.

„Immer“, sagte Siebzehn, der eine Renditeoptimierung aus berufenem Mund niemals ausschlug. „Um was geht’s?“

„Nachher. Wenn leerer ist“, raunte Grazziano. „Ist gutes Geschäft. Viel Gewinn.“

„Klingt gut,“ sagte Siebzehn. „Merk uns vor.“

Als hätte Grazziano nichts anderes erwartet, wischte er sich geschäftig die wurstigen Finger an der Schürze ab und gab Siebzehn eine High-Five. „Bene“, sagte er und grinste wie der offene Schlitz eines Portemonnaies. „Sehn uns, mi Amigo.“

Mit diesen Worten flutschte trotz seiner Leibesfülle wie eine Billardkugel weg, um seiner Frau und Nichtennichten beim Bedienen der zahlreichen Gäste zu helfen. Dabei brauchte ihn zwar niemand, aber als Grüßonkel richtete er keinen Schaden an und erfreute die Stammgäste mit seinen Coppola-Honneurs.

Siebzehn war kein Menschenfeind, jedenfalls meistens, aber Grazziano hatte er vom ersten Moment ins Herz geschlossen. Wahrscheinlich weil sie ähnlich herrschaftsfrei tickten und an ein Modell des reinen Marktes glaubten. Den sie zugebenermaßen unterschiedlich auslegten. Siebzehn handelte im weitesten Sinn mit Gebrauchwaren, Grazziano mit – Beihilfe und Empfehlungen. Insofern ergänzten sich beide ideal.

Hinzu kam die dumme Sache mit der Axt. Hätte übel ausgehen können, aber Big G vermittelte dem Richter glaubhaft, dass Siebzehn ein „grundsätzlich friedfertiges Wesen“ sei und niemals grundlos auf wildfremde Menschen losgehen würde. Obwohl der Mercedes-Lutscher angeblich Todesängste ausstand und ein Gutachter etwas von Schockzuständen und chronischer Schlaflosigkeit faselte. Big G kannte einen anderen Gutachter. Freispruch. Geht nichts über gute Connections.

Wie lange war das her? Drei Jahre. Die Bild-Zeitung machte daraus eine große Geschichte: „Die Axt von Altona.“ In fetten Zehnzentimeter-Buchstaben auf der ersten Seite, daneben ein unverpixeltes Bild von Siebzehn, das ihn mit geschulterter Axt beim Verlassen des Gerichtsgebäudes zeigte. „Schlappe Hamburger Justiz: So etwas läuft in Hamburg frei herum“, brüllte es aus der Textzeile unter dem Foto. Und dazu die bange Frage: „Wann schlägt er wieder zu?“

Nun, das dauerte nicht lange, das passierte gleich am nächsten Morgen vor dem Kaffeeautomat der Lokalredaktion. Siebzehns Gegendarstellung dauerte eine zehn Sekunden. Der karrieregeile Jungschreibler hatte entweder nicht gewusst, dass die Axt von Altona einen Hausausweis besitzt oder die anderen hatten ihn absichtlich nicht gewarnt, jedenfalls ging sein Nasenknorpel auf Wanderschaft und einige seiner Schneidezähne sorgten für eine bessere Belüftung des Gehirns.

Das war seine letzte Amtshandlung im Hause Springer. Seitdem verlief Siebzehns Leben in geordneten Bahnen. Größtenteils.

Die Axt lag übrigens bis heute unter dem Fahrersitz von Siebzehns schrottreifer Karre. Weil die Motorhaube klemmte und nur unter Gewaltanwendung zuging.

„Na Cowboy, lange nicht mehr gesehen.“

Siebzehn schreckte auf. In Gedanken versunken, hatte er gar nicht mitbekommen, wie Letita aufgetaucht war. Siebzehn war sofort hellwach. Alle anderen Männer am Hufeisen-Rund auch, denn ihr bauchfreies Top und ihr geradezu alpines Dekollete hätten selbst den abgebrühesten Mormonen zur Monogamie bekehrt

Ihre Augen strahlten ihn an wie zwei glühende Lichtfinger, denen man besser nicht zu nahe kam, es sei denn man wollte schwerste Verbrennungen riskieren.

„Lass mich raten: Spaghetti Bolo mit Käse?“

Schnell umschaltend, stellte er sich Letitia mit Kinderwagen vor. Das half ein wenig. „Äh.. nein. Heute nehme ich...“ Fast ohne ins Schwitzen zu kommen, ließ er den Blick über die Schiefertafel hinter Letitia schweifen, auf der die Menüs des Tages angeboten wurden. Im obersten Preissegment wurde er fündig. „...Heute nehme ich die Grazzianoplatte Terra-Mare. Mit extra viel Lachs, wenn’s geht.“

Letitia sah erstaunt auf: „Uh! Hast du im Lotto gewonnen?“

„So ähnlich. Und ein Bier.“

„Terra-Mare und ein Bier. Schon in Arbeit.“ Sie tippte die die Bestellung ein und beugte sich dabei so weit vor, dass Siebzehn nicht umhin kam, eine andere Sitzhaltung einzunehmen. „Sonst noch was?“, stahlte sie ihn an, ihre Haltung beibehaltend, aber zu ihm aufsehend.

„Nein“, krächzte Siebzehn, weiter auf seinem Hocker fuhrwerkend. „Das wäre, äh...alles für den Moment.“

„Prima. Willst du so lang was lesen?“

Bevor er antworten konnte, hatte sie ihm schon die Mopo hingeflatscht. Wenn das kein Service war.

Letitia hüpfte davon. Siebzehns Blutdruck regulierte sich. Verächtlich beobachtete er die Business-Männer, die sich hinter ihren Laptops verschanzten, aber heimlich auf Letitias Arsch schielten. Wo sollten sie auch sonst hingucken? Konnte er ihnen nicht mal verdenken. Was für ein verruchtes Luder. Sie machte sich über ihn lustig, das war ihm schon klar. Aber nicht mit ihm. Um

sich abzulenken, vertiefte er sich in die Zeitung. Was nicht so einfach war, denn für die Mopo brauchte man normalerweise nicht mehr als drei S-Bahnstationen. Wenigstens war die Schlagzeile ansprechend: „Hamburger Schüler immer besoffener.“ Eine Studie hatte ergeben, das 70 Prozent aller Hamburger Hauptschüler betrunken von der Schule nach Hause kamen. Das wunderte Siebzehn gar nicht. Er fragte sich, was die anderen 30 Prozent mit ihrer Zeit anfingen.

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