Hans-Joachim Schmidt - Kriminalisiert

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Wie ein Staat -die DDR- es geschafft hat, einen Menschen immer wieder mit dem «Gesetz» in Konflikt zu bringen, ohne, dass dieser Mensch tatsächlich kriminell -im eigentlichen Sinne- ist. Hunderttausende haben diese oder ähnliche Erfahrungen in der DDR machen müssen. Dieses Buch beschreibt ein ganz spezielles Beispiel dafür.
Hans-Joachim Schmidt beschreibt sehr eindringlich wie viele Ungerechtigkeiten er erfahren musste, wie «kriminell» erwar.
Und er gibt nebenbei sehr viele neue Einblicke in den uns völlig unbekannten Alltag eines ehemaligen DDR Bürgers, in eine Welt, die wir und im freien Europa so gar nicht denken können.
"Kriminalisiert" zeigt aber auch auf, wie aus «Staatsdienern» -über die eingetrichterte Ideologie der DDR Kriminelle wurden.

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„Herr Schmidt, wenn es nicht so dringend wäre, würde ich bestimmt nicht hier auf Sie warten. Immerhin stehe ich schon eine gute Stunde hier und warte geduldig auf Sie.“

Das muss ja besonders dringend sein, wenn der seit einer Stunde hier herumlungert, dachte ich mir. Allerdings war ich mir jetzt nicht mehr so sicher, ob er einer von diesen vielen Stasileuten war. Irgendetwas war anders bei dem. Schließlich bat ich ihn, mit raufzukommen. Ich bot ihm freundlich einen Tee an, denn anständigen Kaffee gab es noch immer nicht oder er war mir immer noch zu teuer. Und den, den mir damals der Oppelmann mitgebracht hatte, hielt nicht all zu lange. Auf sein Nicken hin machte ich uns einen schwarzen Tee mit Zitronat, denn auch Zitronen waren nur durch „gute Beziehungen“ zu bekommen. Wie wir so unseren Tee schlürften, kam er auch gleich zur Sache.

„Herr Schmidt, oder darf ich Joachim zu Ihnen sagen?“

„Wie Sie möchten“, antwortete ich.

„Joachim, wie ich weiß, haben Sie gerade Ihre Lehre abgeschlossen.“

„Im Prinzip schon, aber ich muss noch warten, bis die Facharbeiterbriefe ausgehändigt werden“, unterbrach ich ihn.

„Da sagen Sie mir nichts Neues. Mich interessiert nur eins, haben Sie sich schon Gedanken gemacht, was Sie später mal machen wollen?“

„Ja“, sagte ich, „nach der Lehre werde ich zur Armee gehen und dann möchte ich gern die 12. Klasse nachmachen und, wenn alles gut geht, dann studieren.“

„Das hört sich ja prima an, das alles können Sie auch direkt bei uns haben. Das heißt, wenn Sie gut mit uns zusammenarbeiten und politisch stabil sind, kommt es ganz automatisch, dass wir Sie zu einem Studium an eine unserer Hochschulen delegieren.“

„Wer ist uns “, wollte ich genau wissen, obwohl ich schon von anderen Besuchen her ahnte, wer den geschickt haben könnte. All zu offensichtlich war deren Muster, Leute zu rekrutieren. Und was er mit „politisch stabil“ meinte, kannte ich aus meiner Schul- und Lehrausbildung.

„Wir sind die Staatssicherheit des MfS“, vervollständigte er sein uns .

Wie sollte das auch anders sein, dachte ich mir. Dann fragte ich, als wenn ich nicht wusste, worauf das hier hinauslaufen würde: „Kann man das als das verstehen, wie es der Name schon sagt?“

„Ja, Joachim, wir sind für die Sicherheit des Staates der DDR zuständig.“

Und ich stellte mich noch blöder, in der Hoffnung, diese Typen ein letztes Mal sehen zu müssen. „Wäre ich dann so was wie ein Spion?“

„Kommt darauf an, welche Aufgaben man Ihnen zuteilt.“

„Und wie sind Sie gerade auf mich gekommen? Bisher habe ich doch noch nichts in der Richtung geleistet.“

„Das war nicht besonders schwer. Sie sind im Heim aufgewachsen, also im Sinne des Sozialismus erzogen worden, Sie haben weder in West-Berlin noch in Westdeutschland Verwandtschaft, Sie werden demnächst ihren Facharbeiterbrief in den Händen halten und Sie haben sich für drei Jahre bei den Streitkräften verpflichtet. All diese Ihre Errungenschaften machen Sie prädestiniert für uns, Sie in unseren Reihen zu sehen.“

„Und das reicht Ihnen aus? Sie wissen doch gar nicht, was ich für ein Mensch bin. Außerdem, wenn Sie meine Heimerziehung als im Sinne des Sozialismus sehen, dann ist das nicht gerade ein gutes Aushängeschild für den Sozialismus. Solche Sprüche sollten Sie sich wirklich verkneifen, wenn Sie mit dieser Materie nicht vertraut sind.“

„Na, na, na, das hört sich aber nicht gut an. Da muss wohl was in meinen Aufzeichnungen nicht stimmen. Aber ansonsten weiß ich so ziemlich alles über Sie. Ich kenne alle Ihre Unterlagen, angefangen von Ihrem Heimaufenthalt, der vielleicht lückenhaft ist, wie ich erkennen muss, bis hin zu Ihrer Lehre und zu dem, was Sie sonst so machen.“

„Dann haben Sie folglich auch meine Akte von der Abteilung für Innere Angelegenheiten eingesehen, oder?“

„Natürlich. Nur frage ich mich, warum Sie dort überhaupt registriert sind.“

„Das allerdings frage ich mich auch. Und was genau soll mein Aufgabengebiet sein, wenn ich bei euch angestellt bin?“

„Zur Anstellung wird es erst mal nicht kommen Herr Schmidt. Zunächst müssten Sie sich bewähren. Das heißt, in Ihrem speziellen Fall, dass Sie uns Berichte über Ihren Freundes- und Bekanntenkreis liefern müssten, bevor wir Ihnen vertrauen und Ihren Wünschen entsprechen können.“

„Berichte! Dann wird nichts daraus. Ich scheiße doch niemanden an und schon gar keine Freunde. Das müssten Sie eigentlich wissen.“

„So dürfen Sie es nicht sehen. Wir müssen doch wissen, mit wem Sie Umgang haben.“

„Müssen Sie das wirklich? Ich sehe es aber so. Nein, ich bin da nicht bei. Und ich wüsste auch nicht, was euch mein Umgang angeht. Sie wollen doch nicht behaupten, dass mein Umgang eine Gefahr für die Sicherheit der DDR ist! Zudem müssten Sie wissen, wie ich dazu stehe und dass ich einiges mit anderen Augen sehe.“

„Ja das wissen wir, aber dafür gibt es Schulungen, die Ihnen die Wahrheit über uns und die DDR klarstellen.“

„Und Sie sind sich da ganz sicher, dass Sie von Schulungen und nicht von Gehirnwäsche reden?“, fragte ich skeptisch.

Und jetzt wurde aus dem ach so freundlichen Herrn ein unfreundlicher, der jetzt sein wahres Gesicht offenbarte.

„Herr Schmidt, wir können auch anders und auf der Nase herumtanzen lassen wir uns schon lange nicht mehr von Ihnen. Wenn Sie nicht gewillt sind, mit uns zusammenzuarbeiten, können wir Sie auch einsperren, bis Sie die Notwendigkeit, mit uns zu kooperieren, einsehen.“

„Wer hat denn wen genervt? Ich doch wohl nicht, denn ich habe euch meinen Standpunkt und das schon vor längerer Zeit und wiederholt, in der Richtung, ganz deutlich dargelegt. Nie habe ich euch Hoffnung gemacht. Und noch was, mit Gefängnis können Sie mich nicht schocken. Ich habe 18 Jahre in mehreren Heimen verbringen müssen, und die waren nicht besonders erquickend. Da werden mich einige Monate im Knast auch nicht einschüchtern können“, sagte ich etwas verärgert.

„Ihr Heimaufenthalt war, im Gegensatz zu dem, was Sie im Gefängnis erwarten wird, ein Erholungsurlaub.“

„Das glauben auch nur Sie“, erwiderte ich.

„Wir werden ja sehen, Herr Schmidt“, sagte er und ging, ohne sich zu verabschieden.

Er sollte mit seiner Drohung Recht behalten.

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