E. K. Busch - Einer von Zweien

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Zynisch blickt Konrad zurück auf sein Leben. Er ist um einen nüchternen Ton bemüht, kämpft jedoch wie stets mit seinem melancholischen Gemüt. Überhaupt gleicht sein ganzes Leben einem einzigen Kampf und nun, mit fast freißig Jahren, ist er allmählich müde. Alles hat er getan, um über den Zwillingsbruder zu triumphieren, keine Anstrengung war ihm zu groß, keine Lüge wog zu schwer. Doch zu oft ist er von einer Rolle in eine andere geschlüpft, schließlich hat er sich selbst in seinem Spiel verloren. Dabei könnte Konrad, der doch längst mit Gott gebrochen hat, durchaus zufrieden sein. Nach dem Medizinstudium erschleicht er sich ein Vermögen. Bald ist eine schöne Geliebte gefunden und man treibt von einem Amüsement zum nächsten. All die Mühen scheinen entlohnt. Wenn da nur nicht der Zweifel wäre, an den Gefühlen der düsteren Schönheit. Denn wer könnte schon einen lieben wie ihn?

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„Du glaubst also nicht an einen Grund?“, fragte ich sie erstaunt.

Sie hob gleichgültig die Arme.

„Vielleicht gibt es einen, vielleicht gibt es keinen. Auf jeden Fall aber gibt es das, was wir fühlen. Und mir persönlich reicht es völlig aus, mich daran zu halten.“

Wie liefen noch ein paar Meter Richtung Baum, dann meinte sie: „Ich frage mich manchmal, in wie weit diese ganze Erforschung den Menschen nicht nur unglücklich macht. Sie entwertet sein Empfinden.“

„Du bist also für das Schöngeistige. - Ich muss sagen“, bemerkte ich lächelnd: „Dass bei dir auch alles ziemlich gut zusammenpasst.“

„Danke schön“, erwiderte sie grinsend: „Ich nehme das als Kompliment.“

Wir erreichten den knorrigen Baum und blieben einen Moment stehen, blickten hinunter aufs Dorf. Aus einem Impuls heraus berührten wir beide den Baumstamm. Marion lächelte, als sie es bemerkte.

„Ein wenig fühlt man sich hier oben wie Capar David Friedrich. Oder zumindest wie dieser Kerl auf seinem Bild.“

Ich lachte auf und bemerkte: „Der Wanderer über dem Nebelmeer? Das Bild ist grauenhaft kitschig.“

„Romantisch“, verbesserte sie mich.

„Dann ist es eben grauenhaft romantisch.“

Sie kicherte und bückte sich dann hinab zu dem Hund, vergrub ihr Gesicht im struppigen Fell des Tieres und fuhr ihm mit ihren zarten Fingern durch das lange Haar.

„Siehst du, Gretchen, da hinten wohnen wir beide!“, und sie deutete mit ihrem Zeigefinger auf ihr Elternhaus. Es lag etwa fünf Minuten strammen Fußmarsches weit entfernt und war auch aus dieser Distanz sehr deutlich als ziemlich spießiger und protziger Bau zu erkennen. In dieses Sechsziger-Jahre-Ungetüm hatte Marions Vater – der Apotheker – sein ganzes Geld gesteckt.

Der Hund schien jedoch ziemlich desinteressiert am Ausblick und so richtete sich das Mädchen wieder auf und strich sich seinen Mantel glatt, verzog den Mund, als sie den ganzen Dreck auf dem feinen Stoff bemerkte.

„Wie dem auch sei, Konrad“, und sie blickte auf ihre goldene Armbanduhr: „Ich muss mich jetzt beeilen mit dem Nach-Hause-Kommen, bin schon wieder viel zu spät dran. Fred kommt gleich mit dem Moped, um mich zum Ballettunterricht zu bringen.“

„Stimmt“, erwiderte ich: „Es ist ja Samstag.“

„Genau“, entgegnete sie. „Samstag. – Aber wenn du magst, können wir ab jetzt öfter gemeinsam spazieren gehen. Es macht mehr Spaß zu zweit als alleine. - Und du kannst Gretchen auch mal mitnehmen, wenn du laufen gehst. Das würde ihr sicherlich gefallen.“

Ich nickte und wollte etwas erwidern, als sie erklärte: „Ich muss mich jetzt wirklich beeilen“, und sie eilte den Abhang hinab, den Hund zu ihrer Seite.

„Vielen Dank für das schöne Gespräch“, rief sie mir noch zu und winkte mir zum Abschied. Ich blieb verdutzt zurück.

„Marion findet dich ganz in Ordnung“, erklärte mir Fred am Abend und machte sich ein wenig über mich lustig, als er hinzufügte: „Du scheinst sie mit deinem intellektuellen Geschwafel beeindruckt zu haben!“

Fred nämlich hatte schon seit einigen Jahren nicht mehr viel übrig für meine Vorträge. Ziemlich plötzlich war seine Abneigung gegenüber ernsten Unterhaltungen aufgetaucht. Vielleicht schien mir sein Banausentum deshalb aufgesetzt. Oder aber es ging schlicht über meine Vorstellungskraft, dass er nicht diesen Drang empfand, den Dingen auf den Grund zu gehen, wo es mir doch beinahe unerträglich war, wie wenig ich erst wusste von der Welt.

„Sie hält dich jetzt für verdammt klug, Mann“, fügte Fred spöttisch hinzu und ich erwiderte besorgt: „Ich hoffe, ich habe sie nicht allzu gelangweilt mit meinem Gerede.“

„Das glaube ich nicht“, sagte Fred leichthin und verschwand dann in seinem Zimmer.

Ich traf häufiger auf Marion in diesem Frühjahr. Zugegebenermaßen nicht ganz zufällig. Sie spazierte meist die selbe Strecke mit ihrem Hund und dies stets zwischen drei und fünf Uhr. Ich genoss die Unterhaltungen mit ihr. Sie sprach gerne über Literatur, Kunst und Musik, hatte auch ziemlich solide Kenntnisse. Für die Moderne hatte sie nichts übrig, war ganz der Klassik zugetan. Ich nahm an, dass diese Meinung der ihres Vaters entsprach. Sie äußerste diese auch mit einer Vehemenz und Absolutheit, die ihrem Alter und ihrer Erfahrung unangemessen schien. – Ich legte mich daher nicht mit ihr an in diesen Geschmacksfragen. Zumal ich auch das Gefühl nicht loswerden konnte, dass Marion sich ziemlich viel auf ihre Kultiviertheit einbildete und ein Widerspruch für sie einer Beleidigung gleichgekommen wäre.

Dennoch: Marion war ein heiteres und aufgewecktes Mädchen und wir führten viele lebendige Unterhaltungen. Sprach ich über Religion oder Philosophie hörte sie mir aufmerksam, ja beinahe ehrfürchtig zu, und als sie mich bat, ihr in Latein Nachhilfe zu geben, willigte ich nur allzu gerne ein. Fred beäugte unsere Freundschaft beinahe belustigt.

„Sie hat es raus, das muss man ihr lassen!“, erklärte er lachend.

Ich sah ihn fragend an.

„Sie hat dich nicht weniger um den Finger gewickelt als mich“, fügte Fred hinzu.

„Jetzt gibst du ihr schon kostenlos Nachhilfe und freust dich noch darüber. – Und ihren Hund führst du mittlerweile auch für sie aus! Zumindest bei schlechtem Wetter!“

Und obwohl Fred Recht hatte, konnte ich mich doch nicht als Verlierer betrachten.

*

Es wurde Sommer und mittlerweile waren die Stunden mit Marion Teil meiner Woche wie die Stunden bei Frau Reger oder es die Stunden bei Doktor Eichinger einst gewesen waren.

Bei schönem Wetter saßen wir bei ihr im Garten und tranken Limonade beim Lernen. Regnete es dagegen, saßen wir in ihrem Zimmer. Dann setzte sie sich im Schneidersitz auf ihre geblümte Bettwäsche und der seidene Himmel hing über ihr wie ein Baldachin. Ich saß dann auf der Fensterbank, die Beine angezogen und betrachtete die Regentropfen, die die Scheibe hinunterliefen. Dann und wann warf ich ihr einen Blick zu, wie sie dasaß, auf ihrem Füller kaute und ihre Aufgaben machte. In den Sommerferien trafen wir uns jeden Samstag und Mittwoch. Nur ein paar Tage verbrachte sie mit Fred bei ihrer Tante in der Stadt und zwei Wochen war sie mit ihren Eltern in Italien.

Fred warf mir ein amüsiertes Grinsen zu, als ich am späten Nachmittag das Lateinbuch unterm Arm das Haus verließ. Es war ein heißer Augusttag gewesen und die Hitze hing noch immer in den Straßen. Als sie mir die Tür öffnete, sprang mir Gretchen entgegen. Ich streichelte den Hund und kraulte ihn hinter den Ohren. Über unsere zweisamen Ausflüge hatte ich mich mittlerweile mit dem Tier vertraut gemacht. Es machte mich auch irgendwie glücklich zu sehen, wie sehr sich der Hund über meinen Anblick zu freuen vermochte.

„Konrad?“, meinte Marion und strich sich ein Haarsträhne hinters Ohr. Ich ließ von dem Hund ab und sah sie auffordernd an.

„Würde es dich stören“, fragte sie in gesenktem Tonfall: „Wenn wir uns heute mit Gretchen davonmachen und irgendwo draußen lernen? Wir haben nämlich Familienbesuch...“, und sie drehte sich absichernd Richtung Wohnzimmertür, fügte dann sehr leise hinzu: „Meine kleinen Cousinen sind schreckliche Nervensägen. Ich muss wirklich mal raus hier.“

Wenige Minuten später befanden wir uns auf dem Feldweg Richtung Wald. Gretchen trottete etwas unter der Hitze leidend neben Marion her.

„Und wo wollen wir jetzt hingehen?“, fragte ich. „Zum Weiher? Dort wird es vermutlich angenehm kühl sein. Und Gretchen kann etwas trinken.“

„Daran habe ich auch gedacht“, erwiderte Marion und ihr geblümter Rock schwang mit jedem ihrer Schritte hin und her. – Dazu trug sie ein weißes T-Shirt und gelbe Sandalen. Ich nahm an, dass sie die Sachen zusammen gekauft hatte. In der Stadt. Vielleicht hatte Fred sie ihr auch spendiert. Er arbeitete nun so oft er konnte in der Schreinerei. Marion war eine recht kostspielige Freundin.

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