Christina Hupfer - Götter, Gipfel und Gefahr
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Ein Buch, das süchtig macht auf Griechenland, das man vor Spannung nicht vor dem überraschenden Schluss aus der Hand legen kann, und das trotzdem ohne literweise Blut und Horrorvisionen auskommt.
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Nein. Ich wandte mich ab und drehte den bedrückenden Nachrichten den Rücken zu. Ich wollte endlich wieder leben. Für mich schien hier die Sonne. Blauer Himmel, noch blaueres Meer und immer wieder ein Schiff. Eine Fähre, ein Frachter. Ab und zu eine Motoryacht oder ein Segelschiff. Ich stand auf, lehnte mich an die Reling und entzifferte laut die griechischen Buchstaben „όμορφος Απόλλωνας“ (O M O R F O S A P O L L O N A S) am Bug des schnittigen Segelbootes, das gerade von unserer Heckwelle gut durchgeschaukelt wurde.
„Könnet sie des wirklich lese?”, fragte mich die pummelige Reisebekanntschaft aus Stuttgart, die sich neben mir über das Wasser beugte und wohl ein wenig Anschluss suchte.
„Na ja, lesen ist zu viel gesagt. Ich habe vor ein paar Jahren beruflich mit der Vertretung unserer Firma in Griechenland zu tun gehabt. Damals habe ich mir einen kleinen Sprachführer gekauft. Und für unseren Urlaub habe ich das wenige, das ich gelernt habe, aufgefrischt.”
„Wir haben sie jedenfalls nur deswegen mitgenommen”, flachste Sylvie, die ebenfalls zu uns gestoßen war.
„Das wirst du spätestens dann bereuen, wenn ich Euch das erste Mal in die Irre führe!” Ich lächelte sie an und lud dann die füllige Dame, die sich offensichtlich alleine und verloren vorkam, dazu ein, uns bei einem Tässchen Kaffee Gesellschaft zu leisten.
Sie teilte uns dann auch aufgeregt mit, dass sie auf Einladung einer Cousine das erste Mal so eine große Reise unternähme. Die Tasche mit ihren Reisepapieren hielt sie dabei die ganze Zeit in ihren verkrampften Fingern. Sie erzählte uns, dass sie in Patras abgeholt werden würde und war äußerst besorgt.
„Ob die mi au glei erkenne werret? – i hon ekschtra den Sonnehut mit dene schene Rose` kauft – aber wenns dunkel isch, wenn mir det akommet?”
Und dass sie sicherheitshalber ein paar Packungen Kekse von daheim mitgenommen habe.
„Wer woiß, ob mr des Essa do au verträgt – i bin nämlich scho ziemlich allergisch!“
Ich grinste mir eins und ließ von da an das Gespräch an mir vorbeiplätschern, dachte an die schöne Woche von vor drei Jahren, als ich den Geschäftsbesuch in Athen verlängert hatte und mir von unserem netten Filialleiter Yannis Prokotos, der angenehmerweise sehr gut Deutsch sprach, und dessen wunderschöner Verlobten Eleni, die sich ohne weiteres in die Reihe der griechischen Göttinnen hätte einreihen können, die Stadt und die Umgebung hatte zeigen lassen. Und Michael, der sich ein paar Tage Urlaub genehmigt hatte, war mit von der Partie gewesen. Die Erinnerung an den letzten Abend, als wir alle im Hafen von Piräus auf der pompösen Yacht von Elenis Eltern an Deck gesessen hatten – die Sterne funkelten am kitschig dunkelblauen Himmel, Bouzukiklänge wehten von einem benachbarten Boot herüber, Michael, sein warmer Körper dicht an meinem, summte mir ins Haar und der Wein floss in Strömen – ließ mich wieder mal heftig schlucken. Michael würde mich nie wieder in den Arm nehmen. Das hatte ein betrunkener Autofahrer verhindert.
Schnell dachte ich an Yannis und Eleni. Ob sie inzwischen verheiratet waren? Ob wohl schon ein kleines „Prokotosle” herumkrabbelte? Vielleicht mit Elenis zarter Haut und Yannis tollen dunklen Locken und einem entzückenden, kleinen griechischen Näschen? Da ich ein Viertel Jahr nach unserem Athenbesuch ein anderes Aufgabengebiet zugewiesen bekommen hatte, hatte ich den Kontakt zu den beiden verloren. Und jetzt einfach bei Ihnen anzuklopfen und „Hallo, da bin ich wieder” zu sagen, das wollte ich dann auch nicht. Sylvie und Jonas hatten Athen vor einigen Jahren schon mal besucht. Außerdem wollten sie dieses Mal nur in die Natur und lieber wandern. Dieser Urlaub sollte für mich nun ein ganz anderes Kapitel sein. Neue Erfahrungen, neue Begegnungen. Ich wollte, und das hatte ich mir fest vorgenommen, das Leben einfach neu lernen.
Am folgenden Tag rollten wir mit unserem Hänger von Bord und fuhren gemächlich an der Küste entlang bis zu unserem ersten Campingplatz. Jede Bucht, jeder Olivenbaum, jede Palme, jeder Ziegenstall, praktisch jeder Blick nach einer der vielen Kurven versetzten uns in Entzücken. Und der Urlaub hielt wirklich, was ich mir davon versprochen hatte. Wir wanderten durch eine herrliche, fast unberührte Landschaft. Die auf unseren Karten eingezeichneten Wanderwege waren eine Herausforderung für jeden Pfadfinder! Von den Gipfeln schroffer Gebirgszacken genossen wir überwältigende Ausblicke auf traumhafte Buchten, auf die im weiten Meer verstreuten Inseln und auf immer neue Gebirgszüge im Hinterland. Ich hätte mir vorher nie vorstellen können, wie gut das Picknick im Schatten einer so haarscharf am Abgrund stehenden Aleppokiefer schmecken kann. Und wenn man dann noch unter nickenden Glockenblümchen und zu der Musik summender Insekten eindöste, war das einfach herrlich.
Unser gemeinsamer Urlaub gestaltete sich trotz meiner anfänglichen Bedenken angenehm entspannt. Das „Fünfte Rad am Wagen” störte die beiden überhaupt nicht. Im Gegenteil. Am Morgen ließ ich die beiden etwas länger schlafen, holte Brötchen, genoss die frische Morgenluft und kümmerte mich ums komplette Frühstück.
„Habt ihr gesehen, wie die anderen Camper immer neugierig auf unseren Tisch starren?”, machte uns Jonas einmal aufmerksam.
„Ja, wer von denen bekommt jeden Morgen schon weiche Eier, Müsli, Wurst, Käse, Butter, Orangensaft und Kaffee serviert?”, meinte Sylvie und leckte sich genüsslich einen Marmeladenklecks von den Lippen. Nach so einem üppigen Frühstück waren wir gerüstet für die täglichen Unternehmungen. Und da bot uns dieses Land einiges.
An den Abenden durfte ich mich bedienen lassen.
Jonas und Sylvie kochten gerne und es machte Ihnen sichtlich Spaß, aus den frischen Zutaten, die wir meist unterwegs und am liebsten an den kleinen Ständchen am Straßenrand einkauften, leckere Gerichte zu kochen.
Alle paar Tage klinkte ich mich komplett aus und genoss einfach Sonne, Strand und Meer. Spät am Abend, meist schon im Dunkeln, wenn wir gemeinsam unseren gewaltigen Abwasch erledigt hatten, saßen wir bei einem Glas Retsina in unseren gemütlichen Klappsesseln vor dem Camper und ließen die Erlebnisse der vergangenen Tage nochmals an uns vorüberziehen:
Die ewig lange, beängstigend tiefe und dunkle Schluchtenwanderung.
Die Klöster, die einsam und düster hoch oben in den Felsen klebten.
Die riesigen Herden von frechen Ziegen mit goldenen Augen.
Der würzige Duft der unterschiedlichsten Kräuter, der einem an sonnenwarmen Stellen um die Nase wehte.
Die wunderbar neuen, überwiegend gähnend leeren Straßen und die zum Teil aufwändig restaurierten historischen Stätten:
„Da könnt Ihr mal sehen, wohin die EU-Gelder gehen”, lästerte Jonas gutmütig.
Wir dachten an den netten Wirt, der uns stolz seinen Geländewagen zeigte und der dann unser Geld ohne Rechnung einsteckte:
„Wie sollen die so jemals aus Ihrer Schuldenfalle rauskommen?”, fragte Jonas kritisch.
„Na ja, unser Bad haben wir kürzlich auch von einem „Freund” machen lassen”, meinte seine Frau.
„Das ist ja wohl ein bischen was anderes”, protestierte er.
„Keine Politik bitte – wir haben doch Urlaub”, bat ich und erinnerte an den freundlichen alten Herrn, der es ich nicht nehmen ließ, uns mit seinem Stock bewaffnet durch sein Dorf zur nächsten Abzweigung zu führen und der uns in Deutschenglischgriechisch mitteilte, dass er die Deutschen „trotz allem” sehr schätze. Manche taten das wohl nicht – deshalb der Stock? Und, und, und... Und wir bedauerten sehr, dass sich unser Aufenthalt bald dem Ende zuneigte. Außerdem würde ich meine gemütliche „Höhle” vermissen. Zwei mal zwei Meter groß. Darin eine Matratze, eine Klappkiste als Tisch und sogar eine Steckdose (dank einer Kabelverbindung zum Wohnwagen) für Licht, Ladegerät und, ganz wichtig, für den Tauchsieder, der mir den frühmorgendlichen Luxus–Cappuccino ermöglichte. Dank sei Nestlé.
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