Reginald Rosenfeldt - Operation Spandau
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„Na, dann will ich nicht weiter stören. Vielen Dank für den köstlichen Kaffee. Ich schau bei Gelegenheit wieder rein. Ciao!“ Christine schlenderte mit gekonntem Hüftschwung aus dem Büro und Michael Herold betrachtete erneut die Einladung. Nichts gegen eine Party in der Zitadelle, aber erst einmal musste er den alten Bronslav aufsuchen.
Seufzend schlüpfte Michael in seine Jacke und wog nachdenklich die Autoschlüssel in der Hand. Wenn es nach ihm ging, hätte er sich diesen Pflichtbesuch gerne erspart, aber Lech Bronslav war nun einmal der einzige Mensch in der Stadt, der ihm eine verlässliche Auskunft über Polen-Charlys letzte Tage und Stunden geben konnte.
Polen-Charly oder wie sein wahrer Name lautete, Joseph Zcybulski, verband mit Lech Bronslav eine heftige Hassliebe, die noch aus der alten Heimat herrührte. Die beiden Männer kämpften schon auf der Danziger Lenin-Werft Schulter an Schulter für ihre Ideale und trotzten dabei solange den russischen Winden, bis es sie doch in die ungeliebte Fremde verschlug. Dort, in den kalten Straßen von West-Berlin, erlag Zcybulski sehr schnell den dunklen Seiten des Lebens, während Bronslav im Laufe der Jahre zum Hirten der stetig wachsenden polnischen Gemeinde avancierte. Sein Wort besaß jetzt oberste Priorität und wahrscheinlich fiel nicht einmal am fernen Weichselufer ein Blatt vom Baum, ohne dass Lech nicht darüber informiert war.
Amüsiert von dieser gar nicht so abwegigen Vorstellung, verließ Michael Herold das Verlagsgebäude und hastete zu seinem auf der anderen Straßenseite geparkten Datzun. Automatisch drückte er als erstes die Taste des Autoradios nieder und im Rias erklang der Refrain von „Ebony and Ivory“. Michael drehte erfreut den Ton etwas lauter, startete und erreichte wenige Minuten später die nach dem Architekten der Zitadelle benannte Lynarstraße. Direkt vor dem roten Block des gleichnamigen Krankenhauses stellte er seinen Wagen ab, und musterte einen Moment die gegenüberliegende Mietskaserne.
Das vierstöckige Haus stammte noch aus den 1980er Jahren des vorigen Jahrhunderts und hinter den zu Bronslavs Wohnung gehörenden Fenstern brannte kein Licht. Michael wusste, dass das nicht viel zu bedeuten hatte und überquerte den Damm. Mit großen Schritten stieg in die zweite Etage des Hauses hinauf und klopfte solange in dem verabredeten Rhythmus gegen Lechs Tür, bis ihn eine raue Stimme beschimpfte: „Ja, ja, komme ich schon! Wird es doch nicht so eilig sein, oder ist endlich das Jüngste Gericht angebrochen? Wäre es kein Wunder bei diesem verfluchten Sündenbabel!“
Zögernd öffnete sich die Tür einen Spalt breit und Lech Bronslav blinzelte kurzsichtig durch seine schwere Hornbrille. „Hätte ich es gleich wissen müssen, gibt es nur einen so rücksichtslosen Menschen in Spandau!“ Mit einer zittrigen Handbewegung löste Lech die Sicherheitskette und schlurfte, ohne seinen Besucher weiter zu beachten, zurück in das Wohnzimmer. Dort krabbelte er umständlich auf seine gerade verlassene Liege und zog beleidigt die verwaschene Kamelhaardecke bis über den Mund. Schwer atmend starrte er trotzig gegen die Wand und Herold nickte gebührend beeindruckt. „Besonders fröhlich siehst du heute aber nicht aus. Soll ich besser wieder gehen?“
Der alte Mann schnaubte nur verächtlich durch die Nase und wickelte die Decke noch fester um sich. Seine Stimme klang jetzt seltsam erstickt durch den vom Speichel verfilzten Stoff. „Kannst Du dir deine Ironie sparen! Mach dich lieber nützlich und besorge zwei Gläser. Ein Wässerchen hast du ja wohl hoffentlich mitgebracht!“
Gehorsam zog Michael Herold eine zollfreie Polmosflasche aus der Jackentasche und blickte auf den mit Reiseprospekten bedeckten Tisch. „Was denn, immer noch der Traum vom Süden?“ Lech knurrte nur gereizt. „Nein wirklich, so viel Vernunft habe ich dir gar nicht zugetraut. Die Riviera ist um diese Jahreszeit noch erstaunlich mild, das wird deinen alten Knochen bestimmt gefallen.“
Herold schob die Kataloge zur Seite und stellte die Flasche auf die frei gewordene Fläche. Dann öffnete er die Glastür der dunkel gebeizten Anrichte und ergriff zwei kleine Bierseidel. Vorsichtshalber hielt er die ursprünglich mit süßem Senf gefüllten Gläser gegen das Fenster und wischte sie sorgfältig mit einem Papiertuch aus. Bronslav, der sich nicht zum ersten Mal über diese Prozedur ärgerte, schnaubte verächtlich. „Willst du mich beleidigen? Besitze ich noch genug Sehkraft, um hier alles in Schuss zu halten! Erkenne ich jederzeit, was wichtig ist in dieser lausigen Stadt“
„Sicher Lech, daran zweifelt auch niemand.“ Herold füllte den mitgebrachten Wodka drei Finger hoch in die Seidel und stellte einen neben Lechs Liege auf den Boden. „Auf das sich unsere Träume erfüllen!“
Der Schnaps war lauwarm und das geriffelte Glas klebte an Michael Herolds Finger. Tapfer würgte er den ersten Anstandsschluck hinunter und musterte dabei Bronslavs Wohnzimmer. Nicht ein Jota hatte sich hier seit seinem ersten Besuch verändert, selbst die verstaubte Seidenrose schmückte immer noch den neben der Tür baumelnden Rosenkranz. Die einzelnen erbsengroßen Perlen der Gebetskette bestanden aus dunkel poliertem Bernstein, genau wie der Corpus des zwischen den beiden Fenstern hängenden Holzkreuzes. Nachdenklich blieb Michael vor dem Kruzifix stehen und betrachtete die darunter angebrachten verblichenen Fotos.
Joseph Zcybulski ungewohnt lachend vor dem restaurierten Konventhaus der Marienburg. Joseph Shagpfeife rauchend, das Krantor betrachtend und mit hochgekrempelten Ärmeln auf dem Gelände der Stettiner Werft.
„Rührt das nicht dein hartes Herz?“ Lech Bronslavs Stimme klang verbittert. „All diese schönen Aufnahmen von Josephs einfältigem Gesicht. Gott im Himmel, was war er damals nur für ein bescheidener junger Mann. Dumm und idealistisch träumte er noch von einer freien Heimat.“
Lech stemmte sich umständlich hoch und ergriff mit zitternden Fingern das schmierige Glas. Für einen Moment starrte er in den hin und her schwappenden Wodka, dann schwenkte er ihn anklagend in Herolds Richtung. „Und was ist mit dir? Hat Joseph schon so auf dich abgefärbt, dass du mich jetzt auch für dumm verkaufen willst? Lässt du dich seit so vielen Monaten nicht mehr sehen und ausgerechnet heute opferst du deine kostbare Zeit für mich?“
Michael Herold setzte zu einer Entgegnung an, doch Lech winkte nur müde ab. „Musst du dich nicht rechtfertigen. Gibt es wirklich keinen Anlass für irgendwelche Entschuldigungen oder Sentimentalitäten. Bist du allein wegen Joseph gekommen, also lass uns auch nur über ihn reden!“
Mit einer energischen Bewegung kippte Bronslav den Schnaps in einem Zug hinunter und flüsterte hasserfüllt: „Willst du wirklich wissen, was mich schier krank macht? Ist es dieses entsetzliche Gefühl, im entscheidenden Augenblick total versagt zu haben. Verstehst du, habe ich Joseph beschworen, ja, ihn angeschriene, wo ist dein Glaube? Ist nicht wenigstens ein Saatkorn aufgegangen von den ewigen Werten der Mutter Kirche, bedeuten sie dir überhaupt nichts mehr? Hat er nur frech gegrinst und da wusste ich, wie sehr Joseph unsere alten Ideale verachtete. Ja, was immer uns in der Jugend heilig und schön erschien, hat er schamlos aus seinem Leben verbannt, es verraten für den verfluchten Mammon, den er am Ende doch nicht mitnehmen konnte.“
„Entschuldige, aber du duldest doch seit Jahren Josephs Geschäfte.“
„Nicht dieses schmutzige, unheilige Geld! Gott steh ihm bei, hat sich Joseph wie eine Hure verkauft an die elenden Ketzer!“ Unverhüllte Wut schwang jetzt in Bronslavs Worten mit, als er erregt weitersprach. „Hätte ich ihm vieles verzeihen können, aber nicht seine Partnerschaft mit dem Nestbeschmutzer. Angefleht habe ich Joseph, regelrecht gebettelt, lass dich nicht mit Leo ein.“
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