Reginald Rosenfeldt - Operation Spandau

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Berlin 1985. Den Westteil der Stadt begrenzt die unmenschliche Mauer und hinter den Kulissen der Tagespolitik agieren die Alliierten und ihre Geheimdienste. In diesem Chaos versucht der Journalist Michael Herold den Tod seines Kontaktmannes zur polnischen Schmugglerszene aufzudecken und stößt dabei auf den Raubzug des Jahrhunderts.

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Dort wartete immer noch die unerledigte Arbeit auf ihn, und er nahm sich zuerst den Artikel über die zugeschüttete Mülldeponie an der Maulbeerallee vor. Notgedrungen begann er mit dem längst fälligen Korrekturlesen und ließ erst nach der dritten Überarbeitung den Kugelschreiber auf das Blatt fallen. „Schluss, aus!“ Für heute reichte es ihm und außerdem war es langsam Zeit für einen starken Kaffee.

Michael beugte sich vor, zog die unterste Schublade des Schreibtisches heraus, und ergriff die für seinen „Nachmittagskaffee“ notwendigen Utensilien. Mit der braunen Metallbüchse und einer Filtertüte in der Hand, trat er an den Aktenschrank und schaltete zuerst den Wassertopf ein. Dann steckte er die Papiertüte in einen Porzellanfilter, füllte drei Löffel des frischgemahlenen aus Italien importierten Kaffees ein, und stellte den Filter auf ein Kännchen. Als der erste Dampf aus dem Topf aufstieg, goss er das kochende Wasser über das Pulver und innerhalb weniger Minuten erfüllte ein aromatischer Duft den Raum. Michael ließ den Kaffee einen Moment ziehen und schenkte sich dann eine Tasse ein. Einigermaßen mit sich selbst versöhnt, trat er ans Fenster und nippte vorsichtig an dem belebenden Getränk. Ja, der Kaffee besaß genau jenen Geschmack, den er schon seit so vielen Jahren schätzte; stark, scharf gebrannt, und mit einem Hauch Salz gewürzt.

Behutsam genoss Michael einen zweiten Schluck und betrachtete dabei wesentlich entspannter die ungemütliche Welt jenseits der beschlagenen Scheibe. Unterhalb seines Fensters schwebte ein Heer schwarzer Regenschirme über den Bürgersteig und die feuchten Stoffpilze erinnerten ihn nicht zum ersten Mal an die glänzenden Chitinpanzer einer Ameisenkolonne. Unermüdlich krabbelte die nasse Armee die Neuendorfer Straße entlang und Michael fühlte bei dem bizarren Anblick seltsamerweise seine gute Laune zurückkehren. Grinsend ignorierte er die gegen den Regen ankämpfenden Passanten und musterte dafür sein Spiegelbild. Auf den ersten Blick versprühte es den gewohnten, bei den Damen so beliebten Charme, und in den grauen Augen funkelte unübersehbar ein Hauch von Ironie.

„Tough, alter Junge!“ Michael betrachtete das auf der Fensterscheibe schimmerndes Gesicht etwas näher und runzelte unwillkürlich die Stirn. Irgendwie erschien ihm sein Lächeln zu bemüht um echt zu sein und der Dreitagebart ließ ihn auch nicht gerade jünger erscheinen. Richtig ungepflegt sah er aus und die ersten grauen Stoppeln wirkten wie eine leise Mahnung, dass der vierzigste Geburtstag auch schon ein paar Jahre zurücklag.

„All right, darf es noch eine Prise Weltschmerz mehr sein?“ Michael Herold zwinkerte seinem Konterfei belustigt zu, während sich hinter ihm leise die Tür öffnete. Der Reflex eines flüchtigen Schattens huschte über die Scheibe und eine kehlige Stimme fragte: „So eitel heute? Gefällt Ihnen denn wenigstens, was Sie sehen?"

„Sagen wir, es überrascht mich nicht." Herold wandte sich um und betrachtete ungeniert die an seinem Schreibtisch lehnende neue Praktikantin. „Ich nehme an, Sie besuchen mich nicht nur, um meine Laune aufzubessern?"

„Oh, Entschuldigung. Normalerweise platze ich nicht so einfach herein, aber ihr Kollege im dritten Stock, dieser etwas Konservative, mit dem merkwürdigen Humor…"

Michael Herold lachte leise auf. „Das ist wohl die präziseste Beschreibung von Harald Seib, die ich seit Jahren gehört habe. Eine Schlagzeile könnte es nicht treffender ausdrücken."

„Danke. Den Kollegen Seib kann man wirklich nicht ignorieren. Also, er bat mich Ihnen diese Info persönlich zu überreichen; es eilt wohl."

„Sehr kollegial, aber passen Sie bloß auf Christine. Noch ein paar dieser Botengänge und Sie können genauso gut eine Lehre bei der Post beginnen."

„Keine Angst, so schnell lass’ ich mich nicht ausnutzen, und, außerdem war ich ohnehin auf dem Weg in diese Etage. Es duftet hier nämlich immer so lecker nach Kaffee, dass ich diesmal einfach nicht widerstehen konnte."

„Na, dann sind Sie hiermit herzlich eingeladen." Herold öffnete erneut die Schublade und kramte einen zweiten Becher hervor. Vorsichtig goss er den immer noch dampfenden Kaffee ein und reichte ihn Christine. „Genießen Sie ihn in Ruhe, ich sehe inzwischen nur schnell die Unterlagen durch."

„Immer zu, ich halte Sie nicht auf." Behaglich schlürfend setzte sich die Praktikantin auf die Tischkante. Michael ignorierte ihre übereinandergeschlagenen Beine und zog aus dem braunen Umschlag eine dünne Broschüre.

„Ein Info vom Bezirksamt Spandau; Seib ist doch wohl nicht ganz bei Trost. Diese Erleuchtungen aus dem Rathaus erreichen mich auch ohne seine Mithilfe." Verärgert knickte Herold den Pappdeckel um und überflog flüchtig die erste Seite. „Kommerzielle Nutzung des Palas 85/86“ verkündete die Überschrift unter einer Zeichnung des Juliusturmes. Michael stutzte und betrachtete die rauen Recyclingblätter jetzt etwas aufmerksamer. Das war nicht die obligatorische Werbung für den Spandauer Weihnachtsmarkt, sondern ein Katalog für eine Reihe von Ausstellungen in der Zitadelle. Schon für den nächsten Monat versprachen die fettgedruckten Zeilen: November 1985. Besuchen Sie die Kronenausstellung! Diademe und Reichsinsignien aus acht europäischen Ländern erwarten Sie im Schatten des Juliusturmes.

„Kaum zu glauben, es geschehen noch Zeichen und Wunder!“ Beeindruckt senkte Michael Herold die Mappe und starrte auf das Titelbild. „Wirklich, wenn ich das hier für bare Münze nehmen darf, sind die doch tatsächlich im Rathaus aufgewacht und versuchen endlich einmal den Etat ihres Sorgenkindes selbst zu decken."

„Seien Sie mir nicht böse, aber reden Sie von diesem alten Gemäuer gleich hinter der Schleuse?" Christine tippte spielerisch auf das stilisierte Emblem der Befestigung und lächelte entwaffnend. „Sorry, ich bin erst vor einem Jahr aus Osnabrück hierhergezogen."

„Sie müssen sich nicht entschuldigen, das Wort Gemäuer bezeichnet exakt das Wahrzeichen unseres Bezirkes. Für viele Spandauer ist die Zitadelle nämlich nichts weiter als ein verstaubtes Heimatmuseum. Ein Gelände, auf dem man mit den Enkeln spazieren geht, oder im Sommer vom Juliusturm auf die Havel spuckt. Eine Selbstverständlichkeit wie der Wassergraben um die Altstadt und die Nikolaikirche, und genau diese Ignoranz hat die Zitadelle nicht verdient. Immerhin ist sie die älteste Renaissancefestung nördlich der Alpen und Teile des Hauptgebäudes stammen sogar noch aus der Zeit Albrechts des Bären."

„Entschuldigung, da habe ich ja ein richtiges Kleinod übersehen.“

„Spotten Sie nur ruhig.“ Michael Herold blickte der jungen Frau tief in die grünen Augen. „Sie haben nämlich gar nicht so unrecht. Nicht einmal meine Spandauer Mitbürger kommen auf die Idee, am Sonntagnachmittag durch die Zitadelle zu bummeln, und wie sollten sie auch? Für die Festung existiert weder ein wirksames Werbekonzept, noch eine Einbindung in die Berlintouristik. Praktisch gesehen schweigt man die Zitadelle von offizieller Seite her tot, und nun plötzlich diese Erleuchtung!"

Erfreut schlug Herold den Katalog wieder auf und unterstrich mit dem Zeigefinger die Ankündigungen auf der zweiten Seite: „Februar 1986: Dali-Retrospektive 1920-1980. Graphiken, Objekte und Entwürfe. Sommer 1986: Pjotr I. Aleksejewitsch-Rußlands Öffnung zum Westen. Das nenne ich zugkräftige Themen und hier, schon im nächsten Monat das Sahnehäubchen, die Kronenausstellung.“

„Apropos Ausstellung“, die Volontärin fischte ein Kuvert aus dem Briefstapel, „diese Botschaft gehört mit zu der Info. Seib lässt Ihnen dazu ausrichten, dass er kneifen nicht akzeptiert; und es gibt Freibier!“

„Na, phantastisch!“ Michael schlitzte mit dem Daumen den Umschlag auf und musterte die darin enthaltene Karte. „Eine Einladung und natürlich für heute Abend. Pünktlich um 20 Uhr präsentiert Kunstamtsleiter Bergmeier die näheren Details der Kronenexhibition im Palas der Zitadelle. Für Speis und Trank wird gesorgt, gute Laune und Enthusiasmus muss jeder selbst mitbringen.“ Herolds Blick glitt flüchtig über seine Uhr. „Wie ich diese rechtzeitigen Benachrichtigungen liebe; knapper konnte Bergmeier den Termin wirklich nicht ansetzen.“

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