Daniela Noitz - Komm, setz Dich zu mir ...

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Komm, setz Dich zu mir ...: краткое содержание, описание и аннотация

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Hier bin ich zu Hause, hier auf meinem Steg am See. Ich lade Dich ein mich zu besuchen und mir Deine Geschichte zu erzählen und ich werde Dir meine erzählen. Geschichten sind ein Aufeinander-Zu in Begegnung, Begegnung, die sich ereignen kann indem wir uns einander und unsere Gedanken anvertrauen.

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Einfach so!

Der volle, satte Mond spiegelte sich im Wasser, als Du mir kamst, in dieser Nacht. Ich beobachtete, am Steg sitzend, Dein Auf-mich-Zukommen. Dein Gang war unsicher, schwankend. Natürlich, es war alles neu für Dich, doch es war nicht nur die unbekannte Umgebung, die Deine Unsicherheit bewirkte, sondern eine bange, noch ungestellte Frage. Langsam und vorsichtig kamst Du näher, Schritt für Schritt, um nicht zu stolpern und mich dennoch nicht aus den Augen zu lassen. Endlich betratst Du den Steg und hieltst inne, bloß ein paar Schritte von mir entfernt, nahe genug um mich zu hören, weit genug um Dich sicher zu fühlen.

„Hallo! Ich freue mich, dass Du hier bist!“, sprach ich mich Dir zu.

„Warum freust Du Dich, dass ich hier bin? Du kennst mich doch gar nicht!“, fragtest Du irritiert.

„Nein, ich kenne Dich nicht, so wie Du mich nicht kennst. Aber da Du gekommen bist, gibst Du uns die Möglichkeit einander kennen zu lernen.“, sprach ich mich Dir zu.

„Doch, ich kenne Dich, aus Deinen Geschichten, vielen, vielen Geschichten, und deshalb bin ich überhaupt bekommen. Aber Du, Du weißt doch wirklich überhaupt nichts von mir, gar nichts. Und dann darfst Du das nicht, einfach so sagen, ich freue mich, dass Du hier bist! Was ist, wenn ich ein ganz schrecklicher Mensch bin? Was ist, wenn Du mich überhaupt nicht leiden kannst?“, fragtest Du leise, aber umso eindringlicher.

„Dann gib mir doch wenigstens die Chance es herauszufinden, gib uns die Chance. Setz Dich zu mir!“, sprach ich mich Dir zu und streckte Dir meine Hand entgegen, doch Du bliebst, unsicher, schwankend.

„Warum tust Du das? Warum tust Du das mit mir? Warum tust Du mir das an?“, fragtest Du weiter.

„Wäre es Dir lieber, ich würde Dich wegschicken? Bist Du gekommen um von mir weggeschickt zu werden? Bist Du gekommen um eine Bestätigung zu bekommen, dass Dich jeder ablehnt, letztendlich?“, entgegnete ich.

„Vielleicht, denn das kann einfach nicht sein, und wenn Du es jetzt nicht tust, dann wirst Du es ganz bestimmt später tun.“, bliebst Du stur.

„Das kann sein, aber es kann auch sein, dass ich mich nach Dir sehne, wenn ich Dich kenne. Es kann auch sein, dass Du von mir weg willst, wenn Du mich wirklich kennst und nicht nur die, aus den Geschichten. Das kann sein, aber es kann auch sein, dass Du Dich nach mir sehnst, wenn Du mich kennst. Das alles kann sein, und noch tausend andere Dinge. Wir können also hier bleiben und uns sämtliche Szenarien ausmalen, die denkbar sind oder wir können aufeinander zugehen und sehen was wirklich passiert.“, sprach ich mich Dir zu und stand auf um Dir entgegenzugehen.

„Nein, so geht das nicht!“, entfuhr es Dir unwillkürlich und gleichzeitig tratst Du einen Schritt zurück.

„Was geht wie nicht?“, fragte ich irritiert und blieb stehen, denn ich hatte die Befürchtung, Du würdest weggehen, weggehen bevor wir überhaupt eine Chance gehabt hätten. Du wirktest wie ein verängstigtes Reh, unsicher, schwankend.

„In meiner Welt, da müssen wir uns erst misstrauisch beäugen, argwöhnisch und achtsam, bevor wir aufeinander zugehen.“, sagtest Du, und es wurde mir kalt bei Deinen Worten.

„Aber wir sind nicht in Deiner, sondern in meiner Welt, und da geht das, einfach so.“, sagte ich lapidar.

„Und was tun wir jetzt?“, fragtest Du, und ließt es nun doch zu, dass ich zu Dir ging.

„Hallo! Ich freu mich, dass Du da bist, einfach so und ohne Wenn und Aber.“, sagte ich.

„Dass das geht, einfach so!“, entgegnetest Du kopfschüttelnd, doch die Unsicherheit und das Schwanken waren gewichen, als Du Dich nun doch zu mir setztest.

„Hallo! Ich bin froh, dass ich da bin.“, sagtest Du leise, aber doch vernehmlich, einfach so.

Zulassen

Zulassen – Dich zu mir zu setzen, obwohl wir nichts voneinander wissen, außer vielleicht das Eine, das wir Menschen sind, die die Begegnung suchen, manchmal aus Langeweile oder bloßer Neugierde, manchmal aber auch um nicht unterzugehen im Sumpf der Isoliertheit und Ich-Verlorenheit.

Zulassen – Dich mir und mich Dir zuzusprechen, obwohl wir uns nicht zuvor sorgfältigst abgeklopft haben, uns vergewisserten, das Du es wert wärst, mein Vertrauen und meine Offenheit, doch wie sonst wäre Begegnung je möglich, ohne diese kleine Vorgabe.

Zulassen – Dich mir und mich Dir zu zeigen wie wir sind, obwohl es immer auch ein Wagnis ist, zu eröffnen und zuzulassen. Wie wirst Du damit umgehen, mit dem, was ich Dir entdecke, was ich Dir von mir erfahren lasse?

„Ich will Dich eintauchen lassen in meine Welt, die so ganz anders ist als Deine, und ich beginne damit: Hallo! Ich freue mich, dass Du hier bist.“, spreche ich mich Dir zu, während wir am Steg sitzen und den vollen, satten Mond sich im Wasser spiegeln sehen.

„Ja, ich bin hier, und doch, ich sollte es nicht sein, hier, wo alles so fremd ist, wo ich mich an nichts halten kann als an das Versprechen, das Du mir gibst.“, entgegnetest Du skeptisch.

„Ich weiß, es werden Spiele gespielt, woanders, Spiele mit Menschen, bei denen es Gewinner und Verlierer gibt, Kampf- und Machtspiele, Spiele um Prestige und Ansehen, Spiele um Interessen und Eigennutz, doch hier gibt es keine Spiele, nicht um Dich oder mich, nicht um den Preis des Miteinander.“, gebe ich zurück.

„Warum sollte ich Dir glauben? Worauf hin sollte ich Dir mein Vertrauen schenken, wo ich nichts habe als Dein Wort, wo ich auf nichts bauen kann als auf Deine Zusicherung, und wie wankelmütig sind doch die Menschen. Oder willst Du von Dir behaupten, dass Du noch nie enttäuscht hast?“, entgegnetest Du, logisch und nachvollziehbar.

„Ich behaupte nichts von mir, nur das, was Du an mir erlebst, so wie ich keine Vermutungen über Dich anstelle und nur das annehme, was Du mich von Dir erleben läßt, um es mir zu bewahren, vor der Welt, vor den anderen. Aber Sicherheit, nein, die kann es niemals geben.“, entgegnete ich nachdenklich.

Zulassen – haben denn Träume Schranken, so lange sie Träume sein dürfen.

Zulassen – kannst Du der Hoffnung Grenzen setzen ohne sie zu zerstören.

Zulassen – Sehnsucht, die in ihrem Wesen mich erfüllt und zu mir spricht, dass ich mich Dir zuwenden möchte, kann sie denn eingefriedet werden.

Zulassen – Staunen, dass Du bist in Deiner Einzigartigkeit und Unbestimmtheit und auch Unvorhersehbarkeit, wie könnte ich Abstriche machen ohne Dich zu verlieren noch bevor ich Dich wirklich gefunden habe.

Zulassen – Wachsen, das mir Deine Zutrauen und Deine Zuwendung ermöglicht, kann es denn begradigt werden, ohne seine Eigenständigkeit zu verlieren.

Zulassen – Zuneigung, die uns zueinander führt, uns die Hand zu reichen, einander zu stärken und zu begleiten, kann sie denn ein Maß haben, das sie kennbar macht, ohne zu enteignen.

Zulassen – Dich und mich im Wir!

Io & Eos

„Ich will Dir eine Geschichte erzählen“, sagte ich

„Erzähl, ich möchte sie hören“, entgegnetest Du, bloß.

„Es waren einmal zwei Mädchen, gerade in dem Alter, in dem sie begannen die Welt zu erobern, abgenabelt und frei, und die Freiheit schmeckte wie wilder Honig, begehrenswert und doch auch ein wenig bitter. Zu viel für eine alleine, so taten sie sich zusammen, die beiden, obwohl sie so verschieden waren wie zwei Menschen es nur sein konnten, waren wie Tag und Nacht, wie Sonne und Mond, wie Sommer und Winter, wie Licht und Schatten, völlig konträr, und doch sich ergänzend wie zweit Teile eines Ganzen. Ich nenne sie Eos, nach der Göttin der Morgenröte und Io, nach der Göttin des Mondes. Eos war voller Leben. In all ihren Bewegungen, selbst in den banalsten, schien sie zu tanzen, anmutig und grazil. Ihr Körper vibrierte regelrecht, selbst wenn sie saß oder lag. Immer in Bewegung, voller Neugierde und Heiterkeit, aber auch in gespannter Unruhe und Rastlosigkeit. Sie konnte nicht stillhalten, nicht bleiben. Io hingegen war ruhig und besonnen. Alles, was sie tat war wohldurchdacht und bestimmg, und wenn sie etwas anfing, dann wohl erst nach reiflicher Überlegung, aber dann gründlich und unbeirrt, bis zuletzt. Sie strahlte Ruhe und Besonnenheit aus, die manchmal zur Trägheit wurde.

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