Daniela Noitz - Komm, setz Dich zu mir ...

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Komm, setz Dich zu mir ...: краткое содержание, описание и аннотация

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Hier bin ich zu Hause, hier auf meinem Steg am See. Ich lade Dich ein mich zu besuchen und mir Deine Geschichte zu erzählen und ich werde Dir meine erzählen. Geschichten sind ein Aufeinander-Zu in Begegnung, Begegnung, die sich ereignen kann indem wir uns einander und unsere Gedanken anvertrauen.

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Stille

Erfahrungen sind unhintergehbar. Be-Gegnungen verändern Dich, und diese Veränderung ist unumkehrbar. Will ich die Be-Gegnung, so muss ich ganz wollen, mich ganz darauf einlassen und mich ganz darin verlieren. Mache ich Abstriche von dieser Ganzheit, so geschieht auch die Be-Gegnung nicht Es ist ein mit offenen Augen in einen schwarzen Bergsee springen, mit dem Kopf voran, denn das Du ist die Unergründlichkeit.

„Komm, spring.“, forderst Du mich auf, und als Versicherung, dass mir nichts geschieht, dass unter der ruhigen, undurchsichtigen Wasseroberfläche kein Felsen lauert, habe ich nichts als Dein Wort, das alles und nichts sein kann. Ich habe nichts weiter zu tun, als die Entscheidung zu treffen ob ich springe oder nicht. Was dann geschieht, was mich erwartet, das kann ich nur mehr annehmen, mit aller Demut, mit aller Größe.

„Komm, spring“, forderst Du mich auf, und ich springe, durchstoße die Oberfläche, und finde mich unversehrt, noch finde ich mich unversehrt. Eine neue, fremde, herausfordernde Welt eröffnet sich mir, deren Tiefe nicht zu ermessen ist, während sich die Wasseroberfläche wieder sanft über mir schließt. Und es gibt kein Zurück mehr.

„Komm, spring“, forderst Du mich auf, und ich fühle mich wie jemand, dem soeben das Paradies zurückgeschenkt wurde. Hier wird es sein, hier wird es geschehen, die Erfüllung meiner ungeahnten Sehnsucht, hier werde ich leuchten sehen, die Blaue Blume und das Mehr als Alles. So dass ich beginne, mit Feuereifer, mir diese neue Welt zu entdecken, die Du bist, zu erfahren, dass Du bist, in all seiner Ganzheit und Klarheit.

„Komm, spring“, forderst Du mich auf, und ich bin gesprungen, eingetaucht, gefangen genommen worden und verloren gegangen. Über mir hat sich die Wasseroberfläche wieder geschlossen, der Rückgang verwehrt. Dann hast Du Dich zurückgezogen, bist fortgegangen und hast mich hier gelassen, als ob Du es nicht mehr gewußt hättest, von einem auf den anderen Moment vergessen, dass Du es gesagt hattest, „Komm, spring“.

Nun sitze ich fest – die Farben sind verschwunden und hat die Welt in grau hinterlassen. Die Geschichten und Melodien sind verfolgen, alle Laute verstummt – und ich bin eingekesselt in der dunklen, starren Stille. Aber hätte ich denn anders können, als Du mich aufforderdest. Hatte ich denn je eine Alternative, nachdem Dein Ruf an mich erging. Hatte ich denn je eine Chance, nachdem Du es mir zuflüstertest, „Komm, spring“

Ich habe es genossen, das Glück gekostet und am Nahklang der Verbundenheit Anteil haben dürfen. Ich habe nie darüber nachgedacht was dann kommt, was nach der Vertreibung aus dem Paradies folgt. Nichts, als ungestillte Sehnsucht, denn die Erfahrung ist unhintergehbar, die Veränderung unumkehrbar. Nie wieder wird es so sein wie es war, denn nie wieder werde ich so sein wie ich war.

Drei Schwestern

„Setz Dich zu mir und erzähl mir Deine Geschichte.“, bat ich Dich, in jener Nacht, als Du Dich zu mir setztest, zu verweilen, ein wenig. Und Du erzähltest mir Deine Geschichte:

„Meine Mutter war eine wunderschöne Frau, aber es war jene Art von Schönheit, die sich nicht aufdrängt, sondern in ihrer Schlichtheit gern übersehen wird. Doch sie war nicht nur schön, sondern auch weise. Nicht im Sinne von gebildet oder belesen, sondern sie hatte die Gabe sich in jeden hineinversetzen zu können, aber ohne das Umfeld aus dem Blick zu verlieren, so dass sie jedem richtig zu raten wusste, egal welches Problem es zu lösen galt oder welche Sorge plagte. Für die Leidenden und die Trauernden fand sie immer die richtigen Worte des Trostes. Diese Gabe konnte nicht lange geheim bleiben, so dass immer mehr zu ihr kamen ihren Rat oder ihren Trost zu erbitten – und sie wies niemanden ab, lies niemanden ungetröstet ziehen. Man sollte meinen, diese Menschen kämen nur ein einziges Mal und dann nie wieder, doch das Gegenteil war der Fall. Sie kamen immer und immer wieder und gewöhnten sich nach und nach daran sich bei ihr Rat zu holen, ja, sie gewöhnten sich so sehr daran, dass sie gar nicht mehr versuchten sich selbst zu helfen, sondern automatisch zu meiner Mutter kamen. Es dauerte wohl einige Zeit bis meine Mutter begriff, dass die Menschen immer abhängiger von ihr wurden. Ja, bei manchen war es so schlimm, dass sie nicht einmal mehr entscheiden konnten welche Schuhe sie anziehen sollten. Und meine Mutter wusste natürlich, dass das nicht gut war, für sie nicht, aber noch weniger für die Menschen, die sich von ihr helfen ließen, denn sie hörten auf ihrem eigenen Urteil zu vertrauen, hörten auf sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Sie hätte die Macht gehabt diese Menschen wie Marionetten zu benutzen, hätte sie es denn gewollt. Dabei war ihr einziges Ziel gewesen, diesen Menschen einen Anstoß zu geben, bloß einen kleinen Anstoß, woraufhin sie sich wieder selbst weiterhelfen sollten. Doch es hatte sich in die falsche Richtung entwickelt. So beschloss sie keine Ratschläge mehr zu geben und schickte die Menschen, die nach wie vor in Scharen zu ihr strömten, fort. Natürlich tat sie es nicht ohne Erklärung, doch niemand wollte sie verstehen. Das einzige, was sie aus den Worten meiner Mutter mitnahmen war, dass sie als Hilfesuchende abgewiesen wurden, dass sie nun wieder ganz allein mit ihren Problemen und Sorgen waren. So geschah es, dass die Zuneigung sich in Wut und Ablehnung wandelten, wie es wohl des öfteren geschieht. Nur einer blieb, und ließ sich auch nicht abweisen. 70 Tage und 70 Nächte saß er im Garten vor dem Haus meiner Mutter, bis er schließlich ihr Herz so sehr rührte, dass sie ihn aufnahm und heiratete, doch Rat hat sie keinem mehr erteilt.“

Sie hielt inne und sah hinauf zu den Sternen, als würde sie dort den Ansatz zum Fortgang ihrer Geschichte finden.

„Meine Mutter und mein Vater haben geheiratet, und so weit ich das beurteilen kann, müssen sie wohl glücklich gewesen sein, denn es gibt über die folgenden Jahre nichts weiter zu berichten, und es gibt nur eines, worüber man nicht berichten kann und das ist der Zustand des Glücks. Und es kann nur ein Zustand sein, das Glück, denn darin gibt es keine Entwicklung und kein Wachsen. Wozu auch? Man ist ja eigentlich schon dort, wo man hinwill. Meine Mutter und mein Vater waren also glücklich miteinander, so lange sie diesen Zustand aushielten, und als sie es eines Tages nicht mehr aushielten, beschlossen sie Kinder in die Welt zu setzen, denn das sollte ihre Liebe vervollkommnen. So sagt man wohl dazu. In Wahrheit ist es doch nichts weiter als das Leben wieder spüren zu wollen, herauszukommen aus dem vegetativen Sumpf des Glücks, zurück in die Ungeordnetheit und das Chaos, das wachsen und werden beinhalten, Leben, das unbezähmbar und unbegreiflich ist und bleibt, in seiner überbordenden Leidenschaft. Ein Wahn, ein Rausch, eine Ent-setztheit, die niemand auf Dauer erträgt, sodass man Phasen des Glücks einbauen muss um sich ein wenig zu erholen und auszuruhen, um wieder genügend Kräfte zu sammeln um das Leben wieder leben zu können. Das ist wohl auch gemeint, wenn man von jemandem sagt, er lebt schnell oder langsam. Da gibt es wohl Menschen, die in einer Woche so viel Leben verbrauchen wie andere in Jahren nicht, und immer noch nicht genug bekommen, immer noch geifern und gieren nach mehr Leben, immer mehr, dem Mehr als Alles, das sie nicht zu benennen wissen, und wohl auch nicht was das eigentlich sein soll. Manche suchen unermüdlich weiter, und andere – so wie meine Mutter und meine Vater – setzen eben Kinder in die Welt. Mindestens zwei sollten es sein, doch dann bekamen sie drei auf einen Schlag. Drillinge, drei Mädchen, Sophie, Sabrina und Sarah, wurden sie genannt, und nun, nun sollte ihr Glück vollkommen sein. Vielleicht hätte es so sein können, doch meine Mutter hatte wohl keine Zeit mehr über Glück oder dessen Abwesenheit zu philosophieren, denn ihr Tag wurde von da an von den Bedürfnissen dieser drei kleinen Mädchen bestimmt. Noch einmal hatte sie ihrem Leben eine völlig neue Ausrichtung gegeben, hatte eine Entscheidung getroffen, die wohl die ihre war, und auf die sie – wie sich herausstellte – doch keinen Einfluss hatte. Aber Rat, ja Rat hat sie keinen mehr erteilt.“

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