Friedrich Bornemann - Der Fall de Mol

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Auf der Bislicher Insel bei Xanten wird der 80-jährige Egon Bullmeier von seiner Frau mit einem Kartoffeltopf erschlagen. Ihre Enkelin Anne Nielsen findet in dem kleinen Häuschen der Großeltern geheime Unterlagen über einen Flusstunnel, der in Wesel den Rhein unterquert.
Am Deich bei Wesel-Büderich wird der niederländische Drogenboss Bernard de Mol von der Polizei gefasst. Bei ihm werden ebenfalls Hinweise auf den Weseler Flusstunnel gefunden.
Wo liegt der Tunnel, und was haben die Bullmeiers mit de Mol zu tun? Kriminal-Hauptkommissar Brasche vom KK11 der Kreispolizei Wesel und sein Kollege Lüdenkamp versuchen das Rätsel zu lösen.
Anne Nielsens Freunde Beo und Enna Wulf, die eine private Detektei betreiben, machen sich ebenfalls auf die Suche nach dem ominösen Tunnel. Keiner ahnt, welches Geheimnis dieser seit vielen Jahren birgt.

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Sie waren inzwischen in der Küche angekommen und setzten sich an den in der Mitte stehenden Küchentisch. Die Tischdecke, rotblau gemustert und aus Plastik, lag ein wenig schief. Brasche war stark in Versuchung, sie gerade zu ziehen.

„Er hört so schlecht, und deswegen ist er jetzt tot“, hörte er die alte Frau sagen.

Lüdenkamp mischte sich ein: „Ich habe noch nie gehört, dass Schwerhörigkeit zum Tod führt.“

„Die nicht, aber die Kartoffeln“, war die Antwort.

„Die was?“ fragte Brasche ungläubig. „Aber lassen Sie uns zuerst einmal Ihre Personalien aufnehmen; und dann erzählen Sie uns ganz genau, was passiert ist. Sie heißen?“

„Ja, beißen konnte er in letzter Zeit auch nicht mehr so gut. Deshalb habe ich ihm ja fast nur noch Kartoffelpüree gemacht. Das isst Lisa auch so gern.“

Brasche hatte den Eindruck, dass die Schwerhörigkeit epidemisch um sich griff. Etwas lauter fragte er: „Lisa ist Ihre Tochter?“

„Ob er kocht? Nein, er kocht nicht. Er hat er in seinem ganzen Leben noch nicht gekocht. Und jetzt ja sowieso nicht mehr.“

Brasche stöhnte kurz. Dann fragte er: „Sie heißen Bullmeier? So steht es jedenfalls auf dem Klingelschild vorn an der Haustür. Ihr Vorname?“

„Möchten Sie Kaffee?“

„Nein, danke. Ich wüsste gern, wie Sie heißen.“

„Elsa Bullmeier. Früher hieß ich Berta Möllering.“

„Möllering ist also Ihr Mädchenname?“

„Ja“.

„Und wieso jetzt Elsa und früher Berta?“

„Herta hieß meine Schwester, aber die ist schon lange tot. Die hat in Neukirchen-Vluyn gewohnt. Gemeinsam mit ihrem Mann und …“

Brasche unterbrach sie. „Ich möchte gern wissen, wieso Sie jetzt Elsa heißen?“ fragte er ziemlich laut.

„Weil Egons Frau auch Berta hieß. Da habe ich meinen zweiten Vornamen genommen. Meine Patentante hieß Elsa.“

„Und wer ist Egon?“

„Mein Mann“.

„Dann hat Egon zwei Frauen?“

„Ja. Aber nacheinander. Wie sich das gehört. Egon und ich, wir sind jetzt auch schon fast 40 Jahre verheiratet. Aber in letzter Zeit geht es ihm nicht mehr so gut.“

„Das sagten Sie bereits. Er hört schlecht“. Brasche klang genervt. Er sprach sehr langsam und viel lauter als sonst. Das tat er immer, wenn er genervt war. Lüdenkamp waren diese Anzeichen nur zu vertraut, und er zog vorsichtshalber schon mal den Kopf ein.

„Wo ist Ihr Mann jetzt?“, fragte Brasche.

„Er liegt im Wohnzimmer.“

„Er hat sich hingelegt?“

„So kann man es wohl sagen.“

„Können wir ihn mal sehen?“

„Sehen kann er noch ganz gut. Nur mit dem Hören ...“

Brasche rief: „Wir möchten ihn sehen!“

„Das ist aber kein schöner Anblick.“

Lüdenkamp sagte: „Das macht nichts. Das sind wir gewohnt.“

Brasche fragte - diesmal sehr leise, er flüsterte fast:

„Ist Ihre Tochter bei ihm?“

Elsa flüsterte zurück: „Wir haben keine Tochter.“

„Und wer ist Lisa?“

„Unsere Katze. Die hat auch schon von den Kartoffeln gegessen.“

Brasche sprang auf. Bisher hatte er gehofft, dass der Tote nur in der Fantasiewelt von Oma Bullmeier existierte. Aber jetzt kamen ihm doch Zweifel.

Mit Lüdenkamp im Schlepptau stürmte er aus der Küche und über den Flur. Er riss die Tür zu dem gegenüberliegen­den Raum auf, wo er das Wohnzimmer vermutete. Dann sah er ihn: Mitten zwischen uralten dunklen Möbeln, im kargen Licht von ein paar Sonnenstrahlen, lag ein etwa 80 Jahre alter Mann mit wuseligem weißen Bart und weit aufgerisse­nen Augen. Um seinen Kopf herum war eine Anzahl roher Kartoffeln verstreut, und daneben lag ein verbeulter Aluminiumkochtopf.

Lüdenkamp stellte fest, dass der alte Mann tot war, und er schloss ihm die Augen.

Elsa Bullmeier saß jetzt auf einem roten Plüschsofa an der Stirnseite des Wohnzimmers, gegenüber der Tür, und betrachtete von dort aus das Geschehen. Sie hatte einen breitrandigen schwarzen Hut mit Schleier aufgesetzt und stellte offenbar die trauernde Witwe dar. Brasche blickte sie verwundert an.

Elsa erklärte: „Der ist noch von der Beerdigung meiner Schwester - vor 13 Jahren. Aber noch wie neu. Möchten Sie Kekse?“

„Nein, danke“, kam unisono die Antwort von Lüdenkamp und Brasche.

Lüdenkamp verließ den Raum. Er informierte seine Kollegen vom K 11 und forderte den Polizeiarzt an. Dann ging er in die Küche, wo Brasche und Elsa Bullmeier inzwischen wie­der an dem Tisch mit der rotblauen Plastikdecke saßen. Die lag jetzt gerade. Die Befragung wurde fortgesetzt.

„Seit wann liegt Ihr Mann hier so?“, fragte Brasche.

„Seit das mit den Kartoffeln passiert ist.“

„Was ist denn nun eigentlich geschehen?“, wollte Lüdenkamp wissen.

„Das ist alles nur gekommen, weil Egon so schlecht hört. Er sollte mir die Pantoffeln bringen.“

„Ja, und dann?“

„Dann hat es ewig gedauert, bis er endlich wiederkam.“

„Ja, und dann?“ Brasche versuchte, das Ganze ein biss­chen zu beschleunigen.

„Dann hat er mir den Topf mit den Kartoffeln in die Hand gedrückt.“

„Ja, …?“

„Dann hat er gesagt: Da hast du Deine Kartoffeln.“

„Und dann?“

„Dann hat er gesagt, ich hätte gesagt, er sollte Kartoffeln holen. Dabei habe ich doch gesagt, er sollte mir die Pantoffeln bringen. Doch keine Kartoffeln! So'n Quatsch! Dann hat er gesagt, ich würde immer so nuscheln. Und manchmal wüsste ich überhaupt nicht, was ich wollte.

Das ginge ihm alles ziemlich auf die Nerven. Und das nicht erst seit gestern, sondern schon fast 40 Jahre. Und wenn er das alles früher gewusst hätte, dann hätte er gar nicht erst geheiratet; jedenfalls nicht zum zweiten Mal. In der Zeit vor unserer Hochzeit wäre alles viel besser gewe­sen. Und hören könnte ich auch nicht mehr richtig. Und ir­gendwie wäre ich manchmal nicht ganz bei Trost. Ich bildete mir ein, dass wir eine Katze hätten. Und meine ver­dammten Pantoffeln sollte ich gefälligst selbst holen.“

Berta machte eine Pause und seufzte tief. Dann fuhr sie

fort: „Da war auf einmal der Topf mit den Kartoffeln auf

seinem Kopf, und es hat so ein merkwürdiges Geräusch gemacht. Und dann war alles ruhig. Möchten Sie vielleicht ein Schnäpschen?“

Brasche und Lüdenkamp wollten kein Schnäpschen. Lü­denkamp telefonierte noch einmal und forderte auch die Spurensicherung an. Es dauerte nicht lange, bis der Arzt und die Kollegen erschienen und ihre Arbeit machten. Elsa Bullmeier wurde zur Untersuchung in die psychiatrische Abteilung des St. Vinzenz-Hospitals in Dinslaken gebracht.

Beo und Enna

Es klingelte an der Haustür. Genauer gesagt: Es klingelte nicht, es summte dezent. Das machte in diesem Fall aber keinen Unterschied, weil Beo Wulf sich vorübergehend von der Außenwelt verabschiedet hatte. Er saß an seiner Hammond-Orgel A 100, einem original amerikanischen Modell aus den 1960er Jahren, und spielte The Shadow of your Smile. Mit diesem Schmusesong hatte er schon unzählige Zuhörer beeindruckt; besonders weibliche.

Zu denen gehörte auch Enna, die seit zwei Jahren Tisch, Bett und Weinkeller mit Beo teilte und in seiner Detektei als ‚Vorzimmermaus’ fungierte. Die üblichen Berufsbezeichnungen wie Empfangsdame , Sekretärin oder einfach nur Mitarbeiterin fanden beide nicht passend. Deshalb hatten sie sich auf dieses possierliche Tierchen geeinigt, das im Moment allerdings nicht präsent war.

‚Enna-Maus’ - so wurde sie meistens, jedenfalls, wenn Friede im Haus Wulf herrschte, von Beo gerufen - stöberte gerade mit drei befreundeten anderen Mäusen durch die Weseler Fußgängerzone: vom Großen Markt über Viehtor, Kreuzstraße, Korbmacherstraße, Hohe Straße bis zum Berliner-Tor-Platz und wieder zurück. Die Vier fanden die deutlich in die Jahre gekommene Fußgängerzone an sich zwar nicht übermäßig attraktiv. Sie hofften deshalb auf die bevorstehende Neugestaltung nach den Plänen eines Berliner Architekten-Duos. Aber die Vielfalt der Läden und des Angebotes sagte ihnen trotzdem zu. Deshalb waren sie oft und gern in Wesel unterwegs, statt - wie viele andere - nach Bocholt oder Duisburg zu fahren.

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