Katrin Ludwig - Die Wunder der Marie-Luise Braun
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Am 22. Februar 1853 fand die öffentliche Verhandlung wegen Betruges vor dem Kriminalgericht statt.
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Dem Freund der Familie, dem Bauschreiber Wessely, vertraute sich Luise letztlich an, ein frommer Mann, dem solch ein Wunder keineswegs fremd zu sein schien.
„Kind“, sagte er und strich ihr übers Haar, „dann bist du eine, die Gott näher steht als unsereiner, lass uns zu deinen Eltern gehen. Sie sollen Dir ihren Zuspruch geben und dann walte deines Amtes.“
Die Mutter nahm ihre Hände, um sich von der Tochter segnen zu lassen. Danach betete Luise mit den Eltern ein Vater Unser und erzählte ihnen aus dem Evangelium des Matthäus, wie Jesus die Aussätzigen geheilt hatte oder des Hauptmanns Knecht, des Petrus‘ Schwiegermutter und andere Kranke. Und auch wie er Sturm und Wasser in die Schranken gewiesen hatte. Wunder gab es – immer wieder. Schon die Heiligen Schriften wussten davon. Da schwiegen der Holzanweiser Braun und seine Frau andächtig und wollten von nun an, der zarten Tochter vertrauen.
Wie ein Lauffeuer, sprach es sich nun herum, dass die kleine Luise Braun, eine Heilerin war, die allein durch ihren Glauben und die Kraft des Gebets, auch des gemeinsamen Gebets, allen Unbill, alles Leid zu vertreiben vermochte.
-Und sie empfängt tatsächlich in dem bescheidenen Haus.
-Und sie klebt keine Anzeigen an die Wände oder wirbt in den Zeitungen.
-Und sie ist nicht somnambul.
-Und sie lädt keinen ein; die Leute können kommen, wann immer sie wollen.
-Und sie drängt keinem ihren Rat auf.
-Und sie weissagt nicht und verkauft auch keine Medikamente.
-Und sie verteilt auch keine Rezepturen.
-Und sie hört die Klagen der Leidtragenden an.
-Und sie kennt kein Handauflegen, keine kabalistischen Sprüche.
-Und es geschieht alles am hellerlichten Tag, bei offenen Türen und Fenstern.
-Und wer Platz fand, konnte Zeuge des Vorgangs sein.
-Und sie nahm kein Geld und forderte nichts ein.
Nein - ihr Rat an die Leidtragenden war das Gebet zu Gott. Der Glaube an Gott, auch ein gemeinsames Gebet oder ihr Gebet für den anderen zu Gott konnte eingefordert sein. Der Dank der Geheilten: kleine Geschenke, je nachdem wie es die Umstände zuließen, sie wurden erlaubt.
Jonathum zeigte Zustimmung, nicht nur das allein, sie spürte förmlich, wie er ihr den Weg wies. Das weiße Kleid, Geschenk einer Gräfin, die in glänzender Equipage mit Jägern und Vorreitern in die Schifferstraße eingefahren war und vor dem Hause der Brauns gehalten hatte, gehörte, wie auch der Helgoländer Hut, von nun an zu ihrer Empfangsgarderobe, die sie auch wieder ablegte, wenn sie ihre Audienzen beendet hatte. Die Gräfin litt an einer Gesichtsrose und wollte sich der Öffentlichkeit nicht zeigen. Sie wies den Konstabler an, ein Briefchen ins Haus zu tragen, mit der Bitte, Luise möge es recht bald lesen und sie würde am folgenden Tag wieder vor ihrer Tür erscheinen.
Der Konstabler trug das Bittschreiben hinein und Luise, nachdem sie das Briefchen überflogen hatte, ließ der Gräfin ausrichten, dass sie schon am Abend für sie aus der Ferne beten würde, im Verbund mit dem Schutzengel Jonathum und sie würde am folgenden Tag mit ihr Heilgebete sprechen.
„Sag ihr das“. Luise schlug ein Kreuz über das Schreiben und wandte sich der nächsten Bittstellerin zu, die mit ihrem kranken Kind vor ihr stand. Die Gräfin fuhr auch am nächsten Tag wieder vor. Ein so hoher Besuch und schon zum zweiten Male, ließ die Wartenden erschauern und einmal mehr festigte sich der Ruf Luises. An diesem Tag verließ sie sogar das Haus und begab sich zur Gräfin in deren Equipage. Dort, hinter geschlossenen Vorhängen, verrichtete sie das Heilgebet in dem sie die Mutter Gottes anrief, widerholte es nach kurzer Pause, ohne die Gräfin dabei anzuschauen. Dann verließ sie still die Kutsche und ließ die Gräfin wissen, dass schon morgen die Krankheit sie verlassen würde. Dem war so.
Die Gräfin zeigte sich dankbar – das weiße Kleid und der Helgoländer Hut, in feines Seidenpapier verpackt, erreichten Luise. Und sie empfand große Freude, als sie sich zum ersten Mal im Spiegel sah.
Es gehörte seither zur ihrem täglichen Ritual, im weißen Kleid mit Hut die Audienzen zu begehen, nicht ohne sich zuvor sorgfältig im Spiegel betrachtet zu haben. Dann öffnete sie die Fensterläden und das Fenster, die Mutter schloss die Haustür auf, stellte eine Bank und einen kleinen Tisch vor das Haus. Jetzt konnte jeder sehen, Luise war bereit zum Empfang und der Zug der Trostsuchenden setzte sich in Bewegung.
Es war tatsächlich ein Menschenstrom, der sich tagtäglich auf die Berliner Schifferstraße zu wälzte. Zu Fuß oder auf Strohgepolsterten Leiterwagen, in eleganten Kutschen oder Handwagen kamen die Menschen beiderlei Geschlechts, unterschiedlicher Stände und Alters in stetiger Hoffnung, die Heilsprecherin wenigstens von Angesicht zu Angesicht zu erreichen oder doch vor ihr gestanden zu haben. Natürlich mischten sich auch unter die Leidenden viele Neugierige, die mit Spott nicht sparten, aber denen wurde bald der Mund gestopft, angesichts der Ehrerbietung und der Zuversicht die man ihr entgegenbrachte und dies doch auch aus höheren Kreisen. Noch galt das Wunder, erkennbar und erfahrbar, wenn die um Hilfe Flehenden und Gebrechlichen von ihrer Genesung berichteten.
Einmal, so wurde erzählt, hätte es auch eine Fernheilung gegeben. Eine Mutter, sei zu Luise gekommen und hätte ihr weinend von ihrem Sohn erzählt, der zu Hause im Bett läge, von Krampfzuständen geplagt, Tage und Nächte ginge es so. Sie hätte sich keinen anderen Rat mehr gewusst, als hierher nach Berlin zukommen, denn nur ein Wunder, so hatte man ihr gesagt, könne dem Sohn noch helfen.
Sie warf sich vor Luise nieder, versuchte ihre Füße zu küssen und griff nach ihren Händen. Luise hob die Frau auf, so erzählte später die Mutter Luises hinter vorgehaltener Hand, und soll zu der Frau gesagt haben:
„Geh nur nach Hause und lies immer wieder mein Gebet, das ich dir hier sage:
Hast dich verfangen vom Wasser, dann hilft der himmlische Vater.
Hast dich verfangen von Futter, dann hilft die himmlische Mutter.
Hast dich verfangen vom Wind, dann hilft das himmlische Kind.
Im Namen Gottes, Jesus Christus und des heiligen Geistes.
Amen.
Und dann haben beide geschwiegen, lange, und dann hat Luise einen Zettel genommen, das Gebet aufgeschrieben und der Frau in die Hand gedrückt. Ein paar Tage später ist die Frau wiedergekommen und hat geweint und geklagt. Bei ihrer Rückkehr hätte sie den Sohn tot vorgefunden. Aber Luise hat sie getröstet, denn die Wirkung des Gebets war doch zu sehen. Gott hat ihn zu sich genommen, denn das Kind hatte sich verfangen und war nun im Frieden gegangen.“
Die Mutter nickte den lauschenden Frauen bedeutsam zu. Ja, ein friedlicher Tod, den wünschte sich doch jeder, wenn es denn schon soweit ist. Angesichts des Elends, das tagtäglich die Schifferstraße füllte, konnte man wirklich so etwas denken. Lieber einen friedlichen Tod als ein qualvolles Leben. Aber, das sagt sich so, jeder der lebt, wünscht sich den nächsten Tag; und wenn es so ein begnadetes Mädchen wie Luise gibt, dann schwillt die Hoffnung himmelhoch, wie man so sagt.
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