Norbert Hufler - Störfaktoren

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Die hier vorliegenden Kurzgeschichten erzählen Dinge aus meinem Leben, die nicht unbedingt alltäglich sind.
Denn: In mancher Beziehung sind meine Abenteuergeschichten nicht nur völlig unnormal, sondern oft auch total verrückt, fast unglaublich oder gar unglaubhaft! Aber dennoch wahr…
In anderen Erzählungen, die zwar nicht völlig aus dem Rahmen fallen, aber dennoch eine Prise Ungewöhnlichkeit und etwas Verrücktheit aufweisen, werden Sie als Leser vielleicht Teile von sich selbst wiederfinden:
Möglicherweise werden Sie sich plötzlich erinnern, dass Sie ähnlichen Situationen begegnet sind?
Lassen Sie sich in solchen Fällen einfach zurückfallen in Ihr Leben! Das kann sehr viel Freude bereiten, wie es mir beim Erinnern und Schreiben dieser Geschichten auch ergangen ist.
Dieses Buch lebt von Pleiten, äußerst seltsamen Missgeschicken und kuriosen Vorfällen, die einen Teil meines Lebens ausmachen.
Aber keine Bange! Diese Erlebnisse erzähle ich durchweg mit einer gehörigen Portion Humor, die selbst die übelsten Begebenheiten in einem besonderen Licht erscheinen lassen.

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Mein Dickkopf, den ich wohl noch in so manchen Situationen meines künftigen Lebens hoffentlich behalten werde, zieht mich nach vorne, in Richtung Stuhl, während ich mit Ärmchen und Beinchen wedle; ein früher Flugversuch, der aber kläglich endet: unweigerlich fliegt die Stuhlplatte auf mich zu! Das gehört sich doch nicht?

Unwillkürlich schließe ich die Augen und warte auf den Aufprall, wobei der hölzerne Sitz meine hübsche, aber noch kindlich-weiche Stirn gehörig eindrücken muss!

Ja, und wie und was jetzt?

PLUMPS macht es, allerdings in einem sehr weichen Ton.

Sehr weich gelandet entdecke ich, wieso mein hübsches Gesichtchen keine Delle hat: Mutti hat sich von ihrer freudigen Überraschung, dass ich ganz alleine auf dem Fenstersims herumgealbert hatte, nicht aufhalten lassen, meine Wiederkehr mit einer herzlichen Umarmung zu feiern.

Grandios, wie sie das noch vor meinem Aufprall geschafft hat, ehrlich!

'Tach Mutti! Soll ich dir mal was erzählen?', versuche ich zu formulieren, was aber nicht so recht klappt.

Also grinse und lache ich ihr die Geschichte vor, von vielen 'Babas' und 'Dadas' und ähnlich deutlich beschreibenden Worten begleitet, und natürlich mit vielen freudigen Handzeichen.

Statt aber beglückwünscht zu werden zu diesem abenteuerlichen, kleinen harmlosen Ausflug, werde ich fast erdrückt zwischen Muttis Hals und den seltsamen, weichen Dingern etwas tiefer. Wassertröpfchen gluckern über mein flauschiges Haupt; und anstatt einer Belobigung nehme ich nur Geräusche von Mutti wahr, die wie schluchzende Sturzbäche klingen. Schon etwas unverständlich, oder?

Deutlich aber nehme ich diese Worte auf, die zwischen den Wasserfällen klar bei mir ankamen:

"Nie, nie wieder wirst du mir solche Angst bereiten! Nie wieder wirst du eine solche Höhe mit deiner Angst ertragen müssen!"

Zwar höre ich die Worte, aber ich verstehe sie nicht:

Hatte sie meinen brabbeligen, aber dennoch gesichts- und gestenfreudigen Schilderungen denn nicht folgen können? ICH hatte doch überhaupt keine Angst, im Gegenteil!

Nachsatz:

Es muss noch etwas ergänzt werden, das diese Geschichte des Knirpses erst zu einem Lebensereignis macht, auf das ich anfangs hinwies:

Der Hosenscheißer entwickelte sich zu einem stattlichen Mann von einem Meter siebzig, der aber sein Leben lang der Devise folgen musste: Höhen sind gefährlich!

Vielleicht wurde ich deswegen nicht größer?

Schade, dass meine Mutter mir ihre eigene, fürchterliche Panik in den vielen Jahren meiner Kindheit und Jugend immer wieder eingeredet und damit auch tief in mich eingepflanzt hatte:

Noch heute wird mir grottenschlecht und ich bekomme echte Panik, wenn ich zum Beispiel nur ein Bild betrachte, das einen Mann sitzend auf der Kante eines Hochhausdaches zeigt.

Äußerst seltsam bei der Sache ist, dass ich, seit ich mich erinnern kann, sehr oft vom Fliegen träume: Eigenständig stürze ich mich vom Balkon oder von den höchsten Klippen und schwebe davon...

Traumhaft schöne Träume; aber wohl ein Fall für einen Tiefenpsychologen?

Eine Liebe im Kindergarten, 1958

Margot. MargOt!

Ich war gerade fünf Jahre alt geworden; nimmer ein Zwerg wie in der vorigen Geschichte; dennoch aber ein Knirps, wie es die Natur einfach so eingerichtet hat.

Zu dieser Zeit durfte man noch ganz allein in den Kindergarten laufen, gut einen Kilometer weit; in meinem Fall nur begleitet von einem kleinen Rucksäckchen mit den überlebenswichtigen Dingen drin wie einer Banane und einem Zuckerwassersauger als Däumchenersatz, falls ich in alte Gewohnheiten zurückfallen sollte.

(Heutzutage wird man in diesem Alter begleitet von GPS-Geräten, versteckt angebrachten Minikameras am Schutzhelm, oder - schlimmer noch! - vom eigenen Vater, der einen in die dritte Schulklasse bringt: an der Hand, selbstverständlich!

Das ist keine Erfindung von mir, sondern die peinliche (Un-)Tat eines Bekannten aus der Neuzeit, etwa aus dem Jahr 2002. Armer Junge, armer Vater!)

Ich durfte fast ein halbes Jahrhundert zuvor (wie sich das anhört!) ganz alleine meinen Weg gehen, der mich unter anderem über eine schmale Fußgängerbrücke wandern ließ, die meinen Kindergartenweg zu einem Spaß der besonderen Art machte:

Die hölzernen Stiegen hinauf; und oben in der Waagerechten über den Bahngleisen angekommen, wartete ich allmorgendlich auf die Lokomotive, die gleich unter mir gemütlich hindurchdampfen würde zum winzigen Stadtteil-Bahnhof, knapp hinter dieser herrlichen Brücke!

Schon von Weitem war die dicke Rauchsäule zu sehen, die der Schornstein ausschwitzte; und mein erklärtes Ziel war es tagtäglich, gezielt in diesen Schornstein unter mir zu spucken... So gut wie immer traf ich, obwohl ich dessen natürlich nicht sicher sein konnte, dazu waren die Rauchschwaden, die mich einhüllten, viel zu dick; aber ein wunderbares, stolzes Gefühl hatte ich jedes Mal dabei!

Außer, wenn mein Spucker direkt vor mir auf dem Handlauf des Geländers, über das ich ja kaum runterblicken konnte, hängen blieb; wegen Gegenwind oder - viel schlimmer - wegen meines eigenen Spuckversagens.

In einem solchen Fall nahm ich mir dicke vor, es auf dem Nachhauseweg am Mittag besser zu machen; so was konnte ich einfach nicht auf mir sitzen lassen...

Meine Mutti lächelte immer über diesen Lausbuben, der stets vor dem Mittagessen seine rauchgeschwängerten Kleider wechseln lassen musste. Ich verstand das überhaupt nicht: Das war für mich ein toller Geruch, irgendwie 'anders' als alle anderen Gerüche in meinem Kinderleben, und ich fühlte mich wohl in diesen Rauchschwaden, bis sie unter mir verflogen.

Einmal im Winter war ich geradezu wagemutig und traf mit einem Schneeball direkt in diesen Schornstein! Bisher in meinem kurzen Leben war ich noch nie so abgeflitzt, weil ich fürchtete, die Lokomotive dadurch irgendwie zur Explosion zu bringen...

Dass sich eisekalt und knalleheiß nicht richtig vertragen, wusste ich offenbar schon.

(Ich denke im Alter hierbei wieder an den Bekannten mit seinem Sohn, der nie solche Abenteuer erleben durfte, der sich nie die Knie aufgeschlagen hatte oder fürchterlich auf die Fresse gefallen war... Armer, behüteter Junge.

Und ich erinnere mich beim Schreiben dieser Zeilen so unsagbar stark an diese Rauchwolken, dass ich sogar deren Geschmack zu spüren vermag... Glücklicher Bub, dem so viel Freiheit gelassen wurde!)

Eines Tages, ein Stück nach dem Abgang dieser abenteuerlichen Brücke auf dem Weg zum Kindergarten, veränderte sich radikal mein junges Dasein:

Ein Mädchen (was könnte es anderes sein im Leben, das einen Kerl so enorm umhaut?) kam den Weg zum Eingang des Kindergartens, allerdings von der anderen Seite her, also mir entgegen:

Engelsgleich das Gesicht, umrahmt von halblangen blonden Locken; mir schien, dass ich jahrelang davon geträumt hatte!

Die spindeldürren Beinchen unter dem luftigen Kleid, das glaube ich, einen rosafarbenen Ton hatte mit fast weißen Blumenblüten drauf, nahm ich gar nicht richtig wahr; sie passten nicht zu allem anderen.

Sie hauchte mit ihrem dünnen Stimmchen „Guten Morgen! Bist du auch in diesem Kindergarten? Ich bin neu hier! Meine Mama hat mir gestern den Weg gezeigt, und heute schon darf ich alleine gehen! Ist das nicht toll? Und du darfst auch schon ganz alleine unterwegs sein? Toll, gelle? Willst du mir den Weg hinein zeigen? Danke, das ist aber nett! Ich heiße Margot!“ und strahlte mich dabei fröhlich mit ihren blauen Augen und einem lächelnden Mund an, der schlichtweg ein Traum war, nur etwas viel plapperte, wie mir schien.

Und weg war ich...

Weg war ich natürlich in dem Sinne, dass ich mich nicht von der Stelle rühren konnte, während sie schon einige Schritte gegangen war!

Also war ich weit weg von ihr...

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