Nikolaj Efendi - Die Stadt, die uns das Feuer nahm

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Das literarische Debüt des kärntner-slowenischen Musikers Nikolaj Efendi ist ein Stück über Widerstand als Utopie. Vier Charaktere finden sich im Moment gesellschaftlichen Umbruchs wieder: In einer Stadt, deren Tore nach dem Putsch nur noch den «Heimatberechtigten» offenstehen. In einer Zeit, in der individuelle Freiheit der kollektiven Sicherheit weichen muss.
Während sich in der transformierten Überwachungsstadt der Nebel der Routine ausbreitet, brodelt es im Untergrund bereits. Der Wunsch nach Freiheit wird lauter. Doch wie finden sich Verstummte wieder, ohne einander zu hören?

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ZORA: (augenrollend) Willst du die Geschichte hören?

KOSMIN: Ja, ja. Warum emigriert er überhaupt hierher?

ZORA: Er ist heimatberechtigt und suchte nach Arbeit.

KOSMIN: Man muss der Stadt schon gewachsen sein, um sie zu meistern. Nur wer wahrhaftig …

ZORA: (unterbricht ihn) Anfangs war er sehr motiviert, doch später stellte sich heraus, dass er dem Druck nicht mehr standhalten konnte. Er konnte weder schlafen noch essen. Ich musste ihm Antidepressiva und Schlafmittel verschreiben. Seitdem sieht er Verschwörungen in den städtischen Anstellungsverhältnissen.

KOSMIN: Was?

ZORA: Die Stadt ist ja der größte Arbeitgeber, und genau darin sieht er eine Verschwörung. Laut ihm werden dabei die Angestellten in eine Abhängigkeit gezwungen.

KOSMIN: Der ist doch nicht ganz bei Trost! Angestellt zu werden ist das Optimum. Krisensicherer Arbeitsplatz. Klare Hierarchien. Direkte Karriereleiter nach oben. Wo findet er da die Verschwörung?

ZORA: Das habe ich ihn auch gefragt. Seiner Meinung nach ist die angestellte Lohnarbeit eine Disziplinierungsmethode der Stadt. Sie kreiert sich damit unmündige Schafe, die von ihrer Gunst abhängig sind.

KOSMIN: (belächelnd) Die Stadt ist also der Hirte?

ZORA: Die Stadt ist der Wolf.

KOSMIN: Schwachsinn!

ZORA: Er ist von seiner Wahrheit überzeugt und hat sehr interessante Ansichten. Faszinierend dabei ist, dass er aufgrund seiner Verschwörungstheorie eine zügellose Feindseligkeit gegenüber der Stadt entwickelte.

KOSMIN: Der Narr kann froh sein, dass du ihn nicht in die Irrenanstalt einweist oder er für seine Äußerungen inhaftiert wird!

ZORA: Gefangenschaft wird ihm wohl kaum die Liebe zur Stadt einimpfen! Reden wir über was anderes.

Zora steht auf, holt die Gießkanne und bewässert die zwei großen Zimmerpflanzen. Kosmin starrt auf seine Finger, befeuchtet seine Nägel mit seinem Mund und feilt sie gründlich.

ZORA: Ilja hat mich besucht.

KOSMIN: (irritiert) Ilja? Ist er nicht tot?! Oder zumindest…Was will er?

ZORA: Reden. Er ist wohl erst seit Kurzem wieder an der Oberfläche, du weißt …

KOSMIN: Ich weiß.

ZORA: Er hat niemanden.

KOSMIN: Ich kann es mir schon vorstellen.

ZORA: (zögernd) Er schwimmt ihn dunklem Wasser. Er… Er wirkt nicht stabil. All das hat ihm schwer zugesetzt. Ich mache mir Sorgen um ihn.

KOSMIN: (spöttisch) Bist du jetzt nicht ein wenig melodramatisch? Er ist erwachsen und lebt in der tollsten Stadt der Welt. Der Schwächling soll sich zusammenreißen und seinen Mann stehen!

Zora schweigt.

KOSMIN: (spöttisch) Die Stadt hat ihm zugesetzt ! Dass ich nicht lache! In der Stadt gibt es keine Bettler, es gibt Arbeit für jede fleißige Hand! Von der Sicherheit ganz zu schweigen! Jeder hat hier die Chance, reich zu werden. Jeder Heimatberechtigte zumindest. Wer da nicht zurechtkommt, dem ist nicht mehr zu helfen.

ZORA: Warum gibt es keine Bettler?

KOSMIN: (irritiert) Pardon? Was meinst du?

ZORA: Warum, glaubst du, gibt es keine Bettler in der Stadt?

KOSMIN: Verzeihung?

ZORA: Gibt es keinen Grund mehr zu betteln? Oder werden sie vielleicht aus dem Stadtbild radiert?

KOSMIN: (genervt) Was weiß ich. Was interessieren mich dieBettler? Ich weiß nur, seit sie nicht mehr in der Gosse lungern, seit es kein Gesindel mehr auf den Straßen gibt, seitdem ist die Stadt ein besserer Ort. Sicherheit hat eben ihren Preis. Mehr will ich nicht wissen.

ZORA: (echauffiert) Mehr willst du nicht wissen? Anastassi, du bist Journalist. Chefredakteur! Und dich interessiert die Wahrheit nicht? Es gab Zeiten, da warst du neugieriger.

KOSMIN: (genervt) Es reicht! Ich will nicht mehr darüber reden! Wahrheit. Wahrheit… Es geht jetzt nicht mehr immer darum, die Wahrheit zu finden, sondern sie auch mal zu verlieren.

6. STRASSE

Nachts. Der Asphalt und die Wände haben die Hitze der letzten Wochen gespeichert. Die engen Gassen sind leer, nur die großen Straßen sind besucht. In der Ferne ist das Marschieren der Milizia zu hören. Ein Mann meidet die Lichter, sie gehen nacheinander aus. Seine schwarze Kapuze hängt ihm tief ins Gesicht, er trägt einen aufgespannten schwarzen Regenschirm. Das Surren der Kameras stört ihn nicht, sein Gesicht ist geschützt im Schatten des Schirms. Entschlossen geht er von Kamera zu Kamera und sorgt Straße um Straße dafür, dass das Surren verstummt.Gelassen legt er den Regenschirm beiseite. Es ist Ilja. Kein Auge, das ihn sehen, kein Licht, das ihn beleuchten kann. Er nimmt sich Zeit, kramt weiße Kreide aus seiner Jacke, beugt sich über die blinden Geräte und schreibt.

Er ist tief in Zone 7 unterwegs und schreitet der südlichen Außengrenze der Stadt entgegen. Aus der Distanz ist die erhellte Stadtmauer zu sehen, Scheinwerfer kreisen auf beiden Seiten der Grenze. Ruhig klettert er auf ein Vordach, legt sich auf den Bauch und beobachtet die patrouillierenden Wachen. Ilja ist nur hundert Meter vom Arsenaltor, der südlichsten von zehn Außengrenzen der Stadt, entfernt. Die Stadtmauer ist beachtlich hoch, auf der Innenseite von einem Stacheldrahtring verschlossen und auf der Außenseite von einem tiefen Wassergraben umgeben. Die Wachen auf dem Wehrgang sind mit Gewehren bewaffnet und kontrollieren vor allem den beleuchteten, äußeren Kontrollstreifen. Zwischen dem Stacheldraht und der Innenseite patrouilliert die Milizia mit Schäferhunden.

Ilja liegt aufmerksam da, notiert das Geschehen. Nach einer Weile klettert er hinab und schleicht näher zum Durchgang des Arsenaltores. Dieses ist schwer bewacht: ein Wasserwerfer, mehrere Jeeps und unzählige Miliziaoffiziere. Einer der Hunde hat Ilja gewittert und bellt laut in seine Richtung. Geistesgegenwärtig steht Ilja langsam auf und entfernt sich von der Szene. Das Bellen wird aggressiver, die Milizia kommt näher. Der Gleichschritt der Stiefel wird lauter.

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