Nikolaj Efendi - Die Stadt, die uns das Feuer nahm

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Das literarische Debüt des kärntner-slowenischen Musikers Nikolaj Efendi ist ein Stück über Widerstand als Utopie. Vier Charaktere finden sich im Moment gesellschaftlichen Umbruchs wieder: In einer Stadt, deren Tore nach dem Putsch nur noch den «Heimatberechtigten» offenstehen. In einer Zeit, in der individuelle Freiheit der kollektiven Sicherheit weichen muss.
Während sich in der transformierten Überwachungsstadt der Nebel der Routine ausbreitet, brodelt es im Untergrund bereits. Der Wunsch nach Freiheit wird lauter. Doch wie finden sich Verstummte wieder, ohne einander zu hören?

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ILJA: Eine permanente.

ZORA: (verwundert) Verstehe ich das richtig? Du würdest gerne meine Wohnung als deinen Wohnsitz anmelden? Glaubst du nicht, dass es merkwürdig ist, dass ein fremder, alleinstehender Mann mit einem Ehepaar zusammenlebt?

ILJA: Kein fremder Mann…

ZORA: (defensiv) Nein, nein, nein… Das ist doch lebensmüde!

ILJA: (sanft) Niemand würde es kontrollieren. Mit seinem Pass und der Meldebestätigung wäre ich frei.

ZORA: Ich will dir ja helfen, aber das ist ein großer Haken, mit dem du mich mit reinziehst!

ILJA: Er hätte das sicher so gewollt.

Zora weicht zurück. Beide halten inne.

ILJA: Wir vermissen ihn beide, die Erinnerung alleine bringt uns nicht weiter. Sein Pass aber schon. Und niemand… Zumindest wissen die es nicht.

ZORA: Wie schlägst du dich derweil durch?

ILJA: Ich bin wieder am Theater. Niemand kennt mich dort. Es ist nicht leicht, aber ich komme schon durch.

ILJA: Allerdings komme ich ohne Meldebestätigung und ohne IP nirgends mehr hin, und notfalls komme ich auch nicht mehr raus! Yobannoe dno ! Diese verfluchte Zonenbegrenzung!

ZORA: (verwundert) Die Zonenbegrenzung ist doch nicht schlecht!

ILJA: (irritiert) Was?

ZORA: Sie sorgt für Sicherheit und kontrolliert die Bewegung innerhalb der Zonen, reguliert, wer in die Stadt kommt und wer sie wieder verlässt. Außerdem …

ILJA: (aufgebracht) Die Begrenzung ist das Ende! Sie macht uns alle zu Gefangenen, zu Angestellten der Stadt! Wir werden sortiert. Geprüft. Überwacht! Die Stadt weiß, wo und wie wir leben, ob wir unser Geld angemessen verdienen, und sie sorgt dafür, dass wir es am richtigen Platz wieder ausgeben. Wir werden durchsichtig, Zora. Ich traue dem nicht! Von wegen sie kontrolliert die Bewegung. Sie macht uns bewegungsunfähig!

Zora weicht zurück.

ILJA: (wütend) Ummauerte Zonen! Zum Schutz?! Und wie sollen uns diese Mauern vor der Stadt schützen? Vor der verfickten Milizia? Eines garantiere ich dir: Bald sind wir Gefangene, die Identitätspapiere sind unser Urteil.

Durch das wilde Gestikulieren hat Ilja den halben Tee verschüttet. Er realisiert es erst nach seinem Einwand, zieht ein Stofftaschentuch aus der Jackentasche und tupft den Teppich trocken. Zora greift nach seiner Hand.

ZORA: (ruhig) Nicht jede Veränderung führt zur Verschlechterung. Vielleicht bringt sie sogar Verbesserung. Ähnlich wie die Kameras.

ILJA: (entsetzt) Die Kameras?!

ZORA: Ja! Sie geben mir ein Gefühl der Sicherheit, als ob jemand über mich wachen würde. Wie Gott, nur echt.

ILJA: (entsetzt) Unsere Freiheit stirbt mit Sicherheit! Das wenige, das noch übrig ist an Freiheit.

ZORA: (vorsichtig) Kann es sein …

ILJA: (wütend) Das Leben in Zone 1 ist anders, Zora. Diese Augen schauen anders auf dich als auf mich. Was du als Sicherheit verstehst, verstehe ich als Schutzlosigkeit… Dein Leben ist mein Tod.

ZORA: (vorsichtig) Jede Krise birgt ihre Chance. Womöglich könnten die Identitätspapiere ein Anstoß sein, dein Leben zu verändern, eine echte Arbeit zu finden, dir eine Wohnung zu suchen. Stabilität. Ein sorgenfreies Leben.

ILJA: (gereizt) Ich danke dir, dass du dir die Zeit nimmst, mir zuzuhören. Allerdings bitte ich dich nicht, meine Situation zu verstehen, sondern mir zu helfen, aus dieser zu entkommen.

ZORA: (sanft) Ich möchte dir gerne helfen.

ILJA: (bestimmt) Ich wünsche mir kein anständiges Leben. Nicht ihre Version von Freiheit, sondern meine.

ZORA: Wie gesagt: Ich möchte dir gerne helfen. Lass mich bitte eine Nacht darüber schlafen.

ILJA: Danke.

ZORA: Das könnte mich in große Schwierigkeiten bringen. Hmmm… Ich mache mich auf die Suche nach seinem Pass… Bitte dränge mich nicht.

ILJA: (defensiv) Nein, nein, nein…

ZORA: Ich möchte in Ruhe darüber nachdenken.

5. ZORAS WOHNUNG

Nachdem sich Ilja verabschiedet hat, bleibt Zora noch gedankenverloren im Salon sitzen. Anastassi Kosmin betritt die Wohnung, legt Mantel und Hut ab. Das Telefon im Vorzimmer klingelt, er hebt ab.

KOSMIN: Kosmin? (hört zu) Guten Tag, Herr Bakatin. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, ich bin soeben nach Hause gekommen. Wie gefällt Ihnen die neue Ausgabe? (hört zu) Verstanden… Verstanden… Ist notiert. Wird geklärt. Was sind Ihre Anweisungen für die nächste Ausgabe?

Er nimmt einen kleinen Notizblock aus der Hosentasche, befeuchtet den Bleistift mit seiner Zunge und notiert in Stichworten.

KOSMIN: Verstanden, Herr Bakatin. Ich fasse zusammen:

1. Die Aufforderung zu Identitätspapieren kommt auf die Titelseite.

2. Eine detaillierte Auflistung der Vorteile der Begrenzung und des Zonenausbaus auf Seite 4.

3. Aufruf zur Bestrafung der Banditen samt Belohnung für Hinweise.

Ist es Ihnen so recht? (hört zu) Verstanden… Notiert… Ich leite es weiter, Herr Bakatin, ich kümmere mich höchstpersönlich darum. Auf Wiederhören.

Kosmin geht in den Salon zum Barschrank, schenkt sich Likör ein, trinkt ihn in einem Zug aus und füllt ein weiteres Glas auf. Zora bleibt unbemerkt sitzen und sieht ihm still zu.

ZORA: Anastassi, hast du Durst oder schlechte Neuigkeiten?

KOSMIN: (ertappt) Zora, du hast mich zu Tode erschreckt! (sammelt sich) Weder noch, ich stoße auf meinen Erfolg an. Möchtest du auch ein Glas trinken, Liebste?

Kosmin überhört Zoras Ablehnung, schenkt ihr einen Doppelten ein, reicht ihr das Glas und prostet ihr sitzend vom

Sessel aus zu.

KOSMIN: Wie war dein Tag? Meiner war glorreich! Hab ich dir nicht immer schon prophezeit: Es gewinnt der Harte, nicht der Zarte! Die intensive Arbeit hat sich gelohnt, das sage ich dir. All die Stunden. All die Jahre! (trinkt sein Glas leer)

Das Ministerium hat soeben angerufen. Es ist äußerst zufrieden mit meiner Arbeit! Bakatin sagt, die Artikel seien brillant und entsprechen der Linie des Ministeriums . Er lobt mich als politisch zuverlä ssig ! Stell dir das vor, Bakatin höchstpersönlich!

Er springt euphorisch auf, schenkt sich sein drittes Glas ein und hält inne.

KOSMIN: Bei aller Bescheidenheit, die Arbeit mit den Angestellten wurde im letzten Jahr um etliches erleichtert. Die Fristen werden eingehalten, niemand enerviert mich mehr wegen Gehaltserhöhungen, meine Autorität wird nicht untergraben. Sie arbeiten effektiver… Sie arbeiten jetzt lieber für mich.

ZORA: Vielleicht fürchten sie dich?

KOSMIN: (lacht) Das haben sie hoffentlich schon früher!

ZORA: Immerhin arbeiten sie bei der einzigen Zeitung der Stadt. Deine Position hat sich verändert. Wer das Wort hat, hat die Macht.

KOSMIN: Papperlapapp! Macht allein macht nichts. Nur viel Macht macht etwas!

ZORA: (ernst) Deine Position hat sich verändert, Anastassi, achte darauf, dass sich nicht auch deine Person verändert.

KOSMIN: (amüsiert) Das Fräulein wirkt heute aber ein bisschen angriffslustig!

Zora antwortet nicht, stellt das volle Glas weg. Ihre Gedanken schweifen ab. Kosmin scheint die Stille nicht zu stören, er holt eine Ausgabe der „New Times“ aus seinem Aktenkoffer und blättert sie schnell durch.

ZORA: Mein Tag war gut.

KOSMIN: (unaufmerksam) Was? Ach so, ja. Nichts Aufregendes?

ZORA: Seit einigen Monaten habe ich einen sehr interessanten Patienten. Anfangs konnte ich ihn überhaupt nicht einschätzen, doch jetzt… Interessiert es dich überhaupt?

KOSMIN: (legt die Zeitung weg) Doch, doch. Bitte fahre fort.

ZORA: Selbstverständlich verlässt das nicht diesen Raum, okay?

KOSMIN: Als ob es irgendjemanden interessieren würde.

ZORA: Er ist ein hochintelligenter Mann. Jung. Ist vor einem Jahr vom Land hergezogen und leidet seitdem an Depressionen.

KOSMIN: (unterbricht sie) Dann soll er einfach wieder wegziehen! Problem gelöst.

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