Zsóka Schwab - Die Brücke aus Glas

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Schöner Mist!
Da trifft Medizinstudent Gabo einmal ein interessantes und hübsches, wenn auch etwas furchteinflößendes Mädchen – und was macht er? Kotzt ihr auf die Schuhe. Kein Wunder, dass Jana ihn nicht ausstehen kann. Auch Thorsten, sein bester Kumpel, ist ihm keine Hilfe: Der Trottel schreibt Janas Freund übers Internet, um ihn auszuhorchen. Dabei schickt er ihm Gabos E-Mail-Adresse, hängt ein Bild von dessen Schwester an und gibt sich als liederliche «Gabi_hotchicken» aus.
Das Chaos ist perfekt, als Gabo eine Antwort in seinem Postfach findet. Denn auch die neue Internetbekanntschaft ist nicht die Person, die sie vorgibt, zu sein …

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Thorsten legte eine Hand auf meine Schulter, als wären wir alte Kriegskameraden.

„Du brauchst sie nicht zu siezen, Gabe, sie ist wesentlich jünger als wir. Hast du überhaupt schon die Schule fertig, kleine Ja…?“

„Wer mich siezt und wer nicht, hast du nicht zu entscheiden!“, fuhr ihm unser Gegenüber harsch über den Mund. „Ich bin inzwischen auch volljährig!“

„Ich bin inzwischen auch volljährig!“, äffte Thorsten sie mit Mickey-Maus-Stimme nach.

„Ganz toll für dich. Und was willst du? Monster haben wir hier drin schon genug.“

Um uns herum wurde es still – so still, dass man das leise Rascheln des Windes in den trockenen Kronen der Kastanien hören konnte, nach denen die Straße benannt worden war. Thorsten hatte eine große Klappe, das war allgemein bekannt. Doch niemand, nicht einmal ich, hatte ihn jemals so mit jemandem reden hören – erst recht nicht mit einer Frau.

„Du weißt, was ich will“, zischte das Mädchen düster. „Das Gleiche, was ich bisher immer wollte, wenn ich um diese Zeit an deine Tür klopfte.“

Ein verhaltenes, anzügliches „Uuuh“ wehte durch unsere kleine Runde, doch Thorstens Miene blieb ernst – eine Beobachtung, die mich noch viel mehr stutzen ließ als sein fieser Spruch.

„Mann, seit fünf Jahren bist du nicht mehr hier aufgekreuzt, und jetzt fängst du schon wieder damit an?“, stöhnte er. „Wir tun doch nichts! Wir feiern nur ein bisschen!“

„Falls du es vergessen hast, das hier ist keine Strandvilla auf Mallorca. Du lebst in einem Reihenhaus, und da grenzt eines nun einmal an das andere. Ist es denn zu viel verlangt, dass ihr die Musik wenigstens ein bisschen leiser stellt? Du weißt doch, dass meine Großmutter krank ist.“

Diesen Worten folgte ein enttäuschtes „Aaah“ des Begreifens. Es ging also nur um den Lärm! Wie langweilig … In den hinteren Reihen wandten sich die Ersten ab.

„Ach, das bisschen Kopfweh …“

Thorsten kratzte sich hilflos hinter den Hörnern. „So schlimm kann es gar nicht sein, wenn ihr Zustand sich nach fünf Jahren nicht geändert hat …“

„Als ob du das beurteilen könntest!“, versetzte das Mädchen giftig, und schaffte es dadurch auch noch, seine Autorität als Medizinstudent zu untergraben.

„Wie wär’s denn, wenn du ihr mal Oropax kaufst?“, fauchte Thorsten.

„Wie wär’s denn, wenn ich mal die Polizei rufe?“, hielt sie dagegen.

Trotz der schlechten Lichtverhältnisse konnte man zusehen, wie Thorstens Gesicht unter der roten Schminke um ein paar Nuancen dunkler wurde.

„Mach doch, was du willst!“

Er wirbelte herum und bahnte sich wie ein grollendes Gewitter den Weg zurück ins Haus.

Ein Hagel feindseliger Blicke traf das Mädchen, als die Gesellschaft sich anschickte, dem Hausherrn zu folgen. „Spaßbremse …“, murmelten einige.

„Spießerin!“

Das Mädchen reckte unter dem Schal kämpferisch das Kinn, sagte jedoch nichts mehr.

Ich ertappte mich dabei, dass sie mir ein wenig leid tat. So viele große Studenten gegen ein einziges Mädel, das vielleicht noch zur Schule ging … Ich konnte nichts dafür, kleine Mädchen erweichten immer mein Herz – vielleicht weil sie mich an meine Schwester Zoé erinnerten. Zoé war zwar nur zwei Jahre jünger als ich, aber sie löste in mir immer das Bedürfnis aus, sie zu beschützen. Das war schon während unserer Kindheit so gewesen und in den vergangenen Jahren sogar noch ein bisschen schlimmer geworden.

Und jetzt stand hier dieses Mädchen, das zugegebenermaßen etwas resoluter auftrat als meine kleine Schwester. Aber man konnte ihr ja kaum verdenken, dass sie sich um ihre kranke Oma sorgte. Und nicht zu vergessen: Ich hatte ihr auf die Stiefel gekotzt. Das mochte eventuell nicht unwesentlich zu ihrer schlechten Laune beigetragen haben.

„Ähm …“, begann ich ein wenig ungeschickt, als wir schließlich alleine auf dem Treppenabsatz standen.

„Wenn du kurz wartest, hole ich Wasser und einen Lappen, dann können wir … kann ich den Dreck da wegmachen.“

Das Mädchen blinzelte, als erwachte es aus einem Traum. Es fokussierte mich.

Doch auf ein dankbares Lächeln wartete ich vergebens.

Stattdessen kehrte sie mir den Rücken zu und ging fort. Einfach so, ohne einen Mucks.

Als hätte sie bloß einen gemütlichen Abendspaziergang hinter sich, schlenderte sie den kurzen gepflasterten Weg durch den Stockhausen’schen Vorgarten zum Gartentor, bog auf dem Bürgersteig links ein und legte im Nachbarsgarten den entgegengesetzten Weg bis zur Haustür zurück.

Ich blieb allein zwischen den Kürbissen und starrte ihr wie ein Trottel hinterher. Erst das leise Zuschnappen der Tür ließ mich zusammenzucken.

Was war denn das ?

Mochte ja sein, dass Frauen empfindlich waren, wenn es um ihre Schuhe ging. Aber dass sie mich nicht einmal mehr eines Wortes würdigte … Dabei war ich doch wirklich höflich gewesen.

Während meine Verärgerung von Sekunde zu Sekunde wuchs, merkte ich plötzlich, dass mir trotz der Sensenmann-Kutte um die Beine fröstelte.

Am Ende verkühle ich mich noch wegen der …

Mit bibbernden Zähnen und einem Haufen unfreundlicher Gedanken kehrte ich in das Haus zurück.

~ 2 ~

Nach diesem Zwischenfall war die Party vorüber – zwar nicht offiziell, aber ihr Lebenslicht war unwiederbringlich ausgeblasen. Wären wir freundlich gebeten worden, die Musik leiser zu stellen, hätten wir es getan, und niemand hätte eine große Sache daraus gemacht. Schließlich waren wir erwachsene Menschen, mit denen sich vernünftig reden ließ. Niemand wollte, dass eine alte Omi wegen uns ihre Migräne bekam.

Aber von einer rotznasigen Schülerin bedroht zu werden und klein beigeben zu müssen, war etwas ganz anderes.

Natürlich regten wir uns über sie auf, vor allem am Anfang. Und nachdem Thorsten uns ihren Namen verraten hatte, geisterte er wie ein Unwort durch die Girlanden-geschmückten Hallen des Stockhausen’schen Anwesens: Jana. Maria. Bergmann. Mörderin der guten Laune.

Besonders unangenehm für mich war die Einsicht, dass alles anders gekommen wäre, wenn ich die Tür nicht geöffnet hätte. Die Klingel der Stockhausens war nämlich einige Tage zuvor kaputtgegangen, und bei dem Lärm im Haus hätte niemand Janas Klopfen gehört.

Sie wäre gezwungen gewesen, aufzugeben, oder wirklich die Polizei zu rufen – was immer noch wesentlich besser gewesen wäre. Eine Feier, bei der die Polizei antreten musste, erhielt sofort den Ruf, besonders ausgelassen, wild und somit gelungen gewesen zu sein.

Eine Feier, die von einer Jana. Maria. Bergmann. verdorben wurde, erhielt diesen Ruf sicherlich nicht.

Dabei trug die Stimmung des Hausherrn nicht wenig dazu bei, dass sich die Gäste in den darauffolgenden Stunden allmählich zu anderen Partys verdünnisierten.

Thorsten war stinksauer.

Als wir gegen halb zwei das Haus für uns alleine hatten, hockte er mit verschränkten Armen auf der schutzbezogenen Wohnzimmercouch und schmollte vor sich hin. Seine finstere Miene verlieh ihm in Verbindung mit seinem Kostüm ein wirklich unterirdisches Aussehen, erst recht im fahlen Schummerlicht der Totenkopflichterkette, die wir mit Tesafilm an der Decke befestigt hatten.

Für einen Moment überlegte ich, ob ich ein Foto von ihm machen sollte, um ihn aufzuheitern, ließ es aber doch lieber bleiben.

Mit einem Seufzen schlurfte ich zur Stereoanlage, von der inzwischen nur noch Musik in der Lautstärke von Kaufhausgedudel ausging, und schaltete sie aus.

Beinahe bereute ich es, denn mit einem Mal wurde es unheimlich still – so als hätte ich, passend zu meiner Verkleidung, unserer armen, präfinalen Feier endgültig den Todesstoß versetzt. Andererseits war es jetzt auch wieder egal.

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