Uwe Christian Klein - Im Moment die Ewigkeit

Здесь есть возможность читать онлайн «Uwe Christian Klein - Im Moment die Ewigkeit» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Im Moment die Ewigkeit: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Im Moment die Ewigkeit»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Markus Nell, Zeitungsredakteur, hat einen Interviewtermin in einem Institut für Biochemie. Da ihn niemand empfängt, betritt er ahnungslos eines der Labors.
Seitdem dehnt sich für ihn die Zeit, zieht sie sich zunehmend in die Länge, zunächst kaum merklich, aber bald scheint die Verlangsamung seiner Welt kein Ende zu nehmen. Sand im Getriebe der Zeit.
Er schwebt zwischen Hoffen auf ein Ende eines Alptraumes und Bangen darum, welche Entwicklung der zeitliche Ablauf seiner Welt annehmen wird.
Niemand glaubt ihm, auch nicht, dass er verfolgt wird. Sein Chef schickt ihn in Urlaub, seine Lebenspartnerin verlässt ihn.
Er ist ratlos und versucht sich abzulenken, sich mit der Ungleichzeitigkeit zu arrangieren.
Kein Mensch hat derartiges vorher erlebt …

Im Moment die Ewigkeit — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Im Moment die Ewigkeit», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Einer Gruppe von Männern in grauen und dunklen Anzügen, eine Krawatte sichtbar darunter, schien der Blick auf die Uhr die Schritte zu beschleunigen, ein Mann mit einem Rollkoffer machte den Eindruck, als traue er der Uhrzeit nicht, und schüttelte immer wieder den Kopf, so oft er an der Uhr hinauf schaute. Einigen Personen, so hätte es dem Betrachter erscheinen mögen, regelte der öffentliche Zeitmesser die Richtung ihres Ganges. So gingen sie nach einem Blick auf die Bahnhofsuhr entweder schnelleren Schrittes zum Eingang des Bahnhofsgebäudes oder drehten sich leicht gelangweilt oder mit beruhigt wirkender Mimik in Richtung eines der Cafés am Bahnhofsplatz, um dort ein offensichtliches Übermaß an Zeit zu verbringen. Eine Frau wartete erkennbar ungeduldig auf ihren Freund, den sie, als dieser sich ihr näherte, mit vor sich verschränkten Armen und vorwurfsvollem Blick erwartete. Der Freund tat achselzuckend überrascht und hob schließlich unschuldig die Arme, legte eine Hand auf ihre Schulter, um sie halb schiebend, halb ziehend zu einem der genannten Cafés zu begleiten und ihr aus Angst vor einer Szene ein Getränk zu spendieren. Eine Mutter wartete am links vor dem Bahnhofsgebäude gelegenen Busbahnhof auf die Ankunft des Busses, der wenig später ihre kleine Tochter zu ihr brachte und eine Reaktion bei der Mutter hervorrief, als habe sie die Kleine nicht erst seit dem frühen Morgen, sondern seit ihrer Entbindung nicht mehr gesehen. Nur wenige Meter entfernt hatten zwei Erzieherinnen viel Mühe mit etwa zwanzig Kindern, die ungeduldig auf ihre Linie warteten und all das gerne machten, was die Erzieherinnen ihnen verboten.

Viele Menschen, Männer und Frauen, Jung und Alt, verbrachten ihre freie Zeit bis zur Abfahrt des nächsten Zuges oder des nächsten Busses, teilweise wohl auch ihre mittägliche Pause, in den genannten Cafés. Die meisten Gäste saßen draußen in der spätsommerlichen Sonne.

Vor einem solchen Café saß Markus Nell unter einem großen Sonnenschirm vor seinem Laptop und einer Tasse Kaffee an einem Tisch. Er fühlte sich angestrengt und bediente mit ernstem bis genervtem Blick die Tastatur und schaute dabei auf das Display. Er war Journalist, Redakteur des Feuilletons der regionalen Zeitung und bereitete sich auf einen Besuch in einem biochemischen Institut vor. Wenn die Arbeit es erlaubte, verrichtete er sie gerne in einer ungezwungenen Umgebung, wie eben vor jenem Café.

Das Institut, das Ort des vor ihm liegenden Termins war, lag nahe der Universität und war auch organisatorisch mit dieser eng verbunden.

Dabei musste er eine starke Abneigung gegen diesen Auftrag überwinden, als hätte er eine Vorahnung gehabt, welche Änderung in seinem Leben er diesem Termin später würde zuschreiben müssen. Er hatte noch nie ein Interview mit einem Chemiker oder überhaupt einem Naturwissenschaftler geführt, denn es war nicht sein Metier, und er ärgerte sich über seine Zusage gegenüber einem Redakteur und Kollegen, dessen Redaktion er selbst nicht angehörte. Er sah sich eher als Intellektueller, das entsprach auch seinem Image, das er sich angelegt hatte und das ein Jeder an seinem dunklen Sakko sowie einem schwarzen Hemd und ebensolcher Weste, erkennen sollte. Und er zählte sich zu jenen Intellektuellen, die einer vermuteten rationalen und berechnenden Haltung von Naturwissenschaftlern grundsätzlich ablehnend gegenüber standen. Auch empfand er eine gewisse Arroganz entsprechender Forscher, die ohne Diskurs und Disput einfach ihre Meinung über andere stellten und die zusammen mit Ökonomen die Welt regieren wollten. Seine Kleidung stand in farblichem Kontrast zu seinem hellblonden Haar, das er leicht zurück gekämmt trug.

Markus Nell schrieb als Redakteur zwar für das Feuilleton seiner Zeitung, aber er war bereit, heute einen Kollegen der Wissenschaftsredaktion zu vertreten, weil sich dieser kurzfristig hatte krank melden müssen. Erst vor zwei Stunden hatte er den Auftrag übernommen, zu unüberlegt und gutmütig, dachte er im Nachhinein. Normalerweise ließ er sich immer ausreichend Zeit, wenn er sich auf solche Termine vorbereitete. Unter Zeitdruck konnte und wollte er nicht arbeiten, sah sich als gemütlichen Menschen. Er hatte keine Idee, was er diese Person, einen Herrn Professor Denk, mit ihrem Labor fragen sollte, und im Grunde hatte er keine Lust, sich mit dieser Frage auch nur zu beschäftigen, obwohl der Forscher wohl berühmt war und bereits eine Reihe von internationalen Forschungspreisen erhalten hatte. Er las auf der Internetseite des Instituts, um sich ein ungefähres Bild machen zu können, was dort geforscht und veröffentlicht worden war. Er hatte von Chemie kaum eine Ahnung, erinnerte sich nur ungern an seinen Chemieunterricht, den er in der Schulzeit genossen hatte, unfreiwillig hatte genießen müssen, und hatte den Eindruck, dass er mit dieser Abneigung nicht alleine dastand, einer Schulzeit, die obendrein oder auch zum Glück schon zwanzig Jahre zurück lag, und er stimmte sich selbst zu, dass der Chemielehrer Kolbe unfähig gewesen war, irgendetwas sinnvoll zu erklären. Er wunderte sich daher, warum ausgerechnet er von seinem Kollegen gefragt wurde, diese Aufgabe zu übernehmen, denn er konnte sich beim besten Willen nicht erinnern, sich bei seiner Arbeit mit naturwissenschaftlichem Wissen hervorgetan zu haben. Noch mehr wunderte er sich über sich selbst, dass er sich zu diesem Gefallen hatte überreden lassen, ja, er fühlte sich dazu überredet, denn er hatte schlecht einfach ablehnen können. Welchen Eindruck hätte das auf die Kollegen gemacht? Und wären Kollegen, wenn er der Bitte nicht zugesagt hätte, später einmal ihm in einer entsprechenden Situation entgegen gekommen? Um ihm den Auftrag schmackhaft zu machen, wies ihn sein Chefredakteur darauf hin, der Interviewpartner forsche in einem Bereich, in dem es um ein Grenzgebiet zwischen Chemie und Psychologie, insbesondere um Bewusstseinsforschung gehe. Das fand er zunächst recht interessant, denn psychologische Themen gehörten zumindest zum Teil auch zu den Inhalten des Feuilletons. Er schaute sich den Internetauftritt des Instituts an, las einige Seiten und verstand kaum etwas. Er hätte die Bitte zurückweisen sollen, dachte er abermals. Sicher kannte der Wissenschaftler den inzwischen wohl pensionierten Chemielehrer Kolbe nicht, auch wenn letzterer den ungewollten Eindruck vermittelt hatte, als sei er mit allen großen Chemikern dieser Welt persönlich bekannt gewesen. Die Zeit verging Markus Nell sehr schnell, schneller als er es bei einem Blick auf seine Uhr wahrhaben wollte, und so räumte er sein Notebook und seinen Schreibblock mitsamt Kugelschreiber zusammen und bezahlte. Er fühlte sich wie vor einer Chemiearbeit in der Schulzeit, eine Erinnerung, die er nicht gerade mit dem Wort Nostalgie in Verbindung gebracht hätte. Er hoffte, dass er als erfahrener Redakteur die Sache professionell hinter sich bekomme und freute sich schon jetzt, später wieder vor dem Café sitzen zu können, eine Empfindung, die sich bereits bei der entlastenden Abgabe einer solchen Chemiearbeit in seiner Jugend unabhängig von dem zu erwartenden Ergebnis einstellte. Die Freude darüber, das von nervöser Hand gefertigte Gekritzel endlich abgeben und die Aussicht darauf, die Zeit bis zur schmerzlichen Rückgabe der von roter Farbe übersäten Blätter genießen zu können, überwogen.

Zweites Kapitel

Missmutig ging Markus Nell über das Universitätsgelände, da auf der gegenüberliegenden Seite des von ihm betretenen Eingangs das Institut für Biochemie lag. Inzwischen hatten Wolken den Himmel verdunkelt und kündigten einen Spätsommerregen an. Das passte zu seiner inneren Stimmung. Er hatte Probleme, den richtigen Weg zu finden, obwohl er selbst auf diesem Campus einst studiert hatte. Auch wenn diese Zeit einige Jahre zurücklag, so wunderte er sich doch, wie viel sich seither verändert hatte. Neue Gebäude bauten sich vor ihm auf, während andere Bauten, an die er sich noch erinnern konnte, nicht mehr vorhanden waren, und den neuen wohl hatten Platz machen müssen. Neue Straßen und Gehsteige wiesen ihm einen unbekannten Weg, selbst Gassen, die er noch kannte, hatten ihr Aussehen verändert, teilweise gab es ihm unbekannte Straßenkurven, Biegungen und Verzweigungen, umgaben ihn universitäre Institute, von deren Existenz er bisher nichts wusste. Junge noch relativ kleine Birken und Weiden säumten den Weg, wo früher ehrwürdige alte Bäume mit mächtigen Stämmen standen. Bald erreichte er die andere Seite des Geländes, Bäume und Rasenflächen waren verschwunden, romantisch anmutende Pfade, die er während des Studiums, teilweise zu später Stunde mit Freunden gegangen war, Kieswege, die eher provisorisch zwischen Sträuchern und Teichen mäanderten, waren zu Plätzen und geteerten Fußwegen mutiert, alles sah sehr aufgeräumt aus, irgendwie sauber und langweilig. Er hatte unterwegs den Drang, sich auf eine der metallenen Bänke zu setzen, sich an seine Studienzeit zu erinnern und sich an das neue Bild der ihm früher so bekannten Umgebung zu gewöhnen. Aber das bevorstehende Interview nahm ihm die Muse, das zu tun, obwohl er noch etwas Zeit gehabt hätte. Nachdem er das Universitätsgelände in Gedanken versunken überquert hatte, erreichte er einen Gebäudekomplex mit einem großen Schild davor und der Aufschrift, die ihn darüber informierte, dass er vor dem Institut für Biochemie stand. Die begehbaren Kästen, in denen sich Glas und Beton zu einer unschönen Freundschaft die Hand gaben, sahen aus, als stünden sie noch nicht lange an dieser Stelle. Hier war er, so glaubte er, ohnehin noch nie gewesen. Er mochte diese moderne Bauweise nicht, empfand sie als kalt und leblos. Er hatte den Eindruck, dass der Nutzen des Bauwerks darin läge, Studierende möglichst schnell durch das Studium zu schleusen, da er sich nicht recht vorstellen konnte oder wollte, dass jemand darin längere Zeit zu verweilen hätte Gefallen finden können.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Im Moment die Ewigkeit»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Im Moment die Ewigkeit» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Im Moment die Ewigkeit»

Обсуждение, отзывы о книге «Im Moment die Ewigkeit» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x