Eileen Schlüter - Grünkohlsuppen-Blues

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Grünkohlsuppen-Blues: краткое содержание, описание и аннотация

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Eine Frau auf der Suche nach Wahrheit, Liebe und Freundschaft.
Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Tages auf und es gibt Grünkohlsuppe anstatt Beluga Kaviar und Trüffel. Ihr heißgeliebter Schuhschrank ist plötzlich ein Lager für Gesundheitslatschen und die Klamotten in Ihrem Kleiderschrank sind reif für die Altkleidersammlung.
Sie sind zwar Sie selbst, aber Ihr Leben ist das einer anderen. Sie tun Dinge, die Sie nie für möglich hielten. Sie lieben einen Mann, doch nicht den, mit dem Sie eine Familie gegründet haben. Und als wäre das nicht schlimm genug, läuft Ihnen eines Tages eine alte Dame mit Ihrer verschollenen Lieblings-Designerhandtasche in die Arme.
Wer würde sich nicht auf die Suche nach einer Erklärung machen?

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Er strich sich nervös über sein haselnussbraunes Haar, das dringend einen vernünftigen Grundschnitt benötigte. Es sei denn, er ließ das Deckhaar absichtlich so chaotisch wuchern, um damit seine beginnenden Geheimratsecken zu verstecken. Okay, das war nachvollziehbar. Wäre ich ein Mann mit Geheimratsecken gewesen, hätte ich natürlich auch alles daran gesetzt, diesen unschönen Makel zu vertuschen. Alexander hätte sich sicher schon längst neues Haar transplantieren lassen.

Mit aufeinander gepressten Lippen, die Augen zu Schlitzen verzogen, dachte ich nach. Doch so sehr ich auch grübelte, die Erleuchtung blieb aus. Ich kannte definitiv keinen dreifachen Familienvater namens Julius, der noch dazu Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe war. Mein Bekanntenkreis spielte in einer ganz anderen Liga. Insbesondere in einer kinderfreien.

»Hier liegt ein Irrtum vor, Herr Doktor«, verkündete ich. Ich wollte ihm die problematische Sachlage auf der Stelle erklären.

Er sah mich nur verwundert an.

»Hören Sie, Sie müssen mir helfen, meinen Körper zu finden! Ich heiße Stella Edwards und ich stecke in dem Körper Ihrer Frau. Und der Geist Ihrer Frau steckt höchstwahrscheinlich in MEINEM…!«

Na gut, ich hätte vielleicht nicht so hysterisch werden dürfen. Der Doc kam mir ein wenig irritiert vor. Wer wäre das nicht? So was Verrücktes kam ja normalerweise nur in albernen Hollywood-Komödien vor.

»Was redest du da, Schatz?« Er wirkte besorgt und warf der ebenfalls beunruhigten Schwester Resi einen Blick zu, die daraufhin die quirligen Drillinge einfing und mit ihnen das Zimmer verließ. Ich schaute den jungen Arzt immer noch flehend an. Er setzte sich auf die Bettkante.

»Hör mir zu. Du heißt Stella Gaulkötter. Dein zweiter Vorname ist Arntrud. Und dein Geburtsname ist Edwards. Weißt du’s nicht mehr, ich hab dich doch mehrmals vor der Hochzeit gefragt, ob du dir wirklich sicher bist, dass du meinen Nachnamen annehmen willst.« Er nahm meine Hand und begann, nervös an meinen Fingern herumzufummeln, doch ich entzog sie ihm rasch wieder.

Bei so einem Namen hätte ich nie im Leben zugestimmt. Und wie zum Geier, war er an die streng vertrauliche Information meines zweiten Vornamens gekommen, der im Prinzip so geheim war, dass ich ihn beinahe selbst schon vergessen hatte.

»Erinnere dich bitte, Stella!«

»Was wollen Sie von mir? Ich kenne Sie überhaupt nicht!«, konterte ich mit reservierter Miene.

Jetzt bedachte er mich mit beschwörenden Blicken. »Das da eben waren unsere Kinder. Du liebst sie!«

»Ich liebe Bouillabaisse mit Sauce Rouille und ofenfrischem Baguette. Und nicht zu vergessen, meine umfangreiche Louboutin-Schuhsammlung.«

Der Mann hatte wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Und überhaupt, was um alles in der Welt sollte ich mit solchen kleinen Hosenscheißern anfangen? Trugen Kinder dieses Alters noch Windeln? Nie im Leben, würde ich denen die vollgeschissenen Pampers wechseln!

Außerdem passte weder so ein sabberndes Kind, noch dessen kunterbuntes Spielzeug in irgendeiner Weise zu meiner stilvollen Wohnungseinrichtung. Nein, im Ernst, total undekorativ diese drei. Zumal ich äußerst allergisch auf Schokoladenhandabdrücke auf meiner cremeweißen Wohnlandschaft reagierte. Also, freiwillig würde ich mir sicherlich keine Kinder anschaffen. Eher hinge ich mir diese langweilige Krankenhauskunst an meine Wände.

Der Arzt schaute mich unsicher an. Ich schaute misstrauisch zurück. Irgendetwas war doch faul an der ganzen Sache!

Ha! , plötzlich überkam mich ein Geistesblitz. Jetzt hatte ich die Nummer durchschaut. Davon war ich überzeugt. Ich setzte schnell eine arglose Miene auf und hielt so unauffällig wie möglich Ausschau. Wo war sie bloß – die verdammte versteckte Kamera? Wie lange wollte dieser TV-Moderator nebst Fernsehteam noch draußen auf dem Flur warten und mich zappeln lassen?

***

Ich blickte meinem angeblichen Ehemann regungslos hinterher, der mit seinem Handy am Ohr mit einem scheinbar dringenden Telefonat das Zimmer verließ. Ich atmete erleichtert aus, als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel. Nie und nimmer war ich mit diesem schnöden Typen liiert. Schließlich war ich mit Alexander Ahlborn verlobt, meinem Traummann – groß, blond, sportlich und noch dazu ein erfolgreicher Unternehmensberater und Geschäftsmann, der irgendwann in die Fußstapfen meines Vaters treten würde. Was sollte ich also mit so einem Gynäkologen?

Mit seinem lächerlichen Stationsarzt-Gehalt hätte er sich nicht mal die Parkplatzgebühr vor dem La Margna Swiss Quality Hotel in St. Moritz leisten können, in dem mein Alex unsere exklusive Verlobungsfeier mit fünfhundert geladenen Gästen ausrichten ließ. Was für ein unvergesslicher Moment war das gewesen, als er völlig überraschend in meinem wohlverdienten, alljährlichen Skiurlaub aufkreuzte und mir einen atemberaubenden Platinring mit lupenreinem 1,98 Karat Cartier Solitair Altschliff Diamanten – Kostenpunkt: 46.000 Euro – an den Finger steckte.

Bei dem Stein wäre sogar die russische Öl-Oligarchengattin aus der Nachbarsuite, deren blasenschwacher Pekinese sich jeden Morgen erdreistete, vor meine Zimmertür zu pischern, vor Neid erblasst.

Vera übrigens auch, aber das hätte sie selbstverständlich niemals zugegeben. Doch ich kannte meine Freundin einfach zu gut. Ihre geheuchelten Glückwünsche, dieses überzogene Zahnpastalächeln. Es war ein Kinderspiel ihre missgünstigen Blicke zu interpretieren und ihre Gedanken zu lesen. Oh ja, ich wusste, dass Vera mir meinen Ringfinger samt der luxuriösen Kostbarkeit am liebsten abgehackt hätte.

Ich muss zugeben, so ein hochkarätiges Cartier-Dauergrinsen (wie ich es an jenem Tag darbot), hätte auch ich definitiv keinen ganzen Abend lang ertragen können, wäre ich nicht selbst die zukünftige Braut gewesen. Vermutlich hätte ich die Feierlichkeit mit irgendeiner faulen Ausrede vorzeitig verlassen.

Apropos Verlobungsring, wo war das edle Schmuckstück überhaupt? Spontan fiel mein Blick auf meinen Ringfinger. Was war das nun wieder? Ich starrte auf den schlichten Goldring, der mit einem unmerklichen Glitzersteinchen versehen war. Von lupenrein konnte hier kaum die Rede sein. Im schlimmsten Fall handelte es sich um einen Zirkonia. Allmählich war ich der Verzweiflung nahe.

» Hilfe…! «, rief ich intuitiv. »…Ist hier irgendjemand, der mir helfen kann? Warum bin ich hier? Was ist mit mir passiert? Und warum trage ich Schmuck aus Überraschungseiern!?« Doch niemand war da, der mir meine Fragen beantwortete.

Bei näherer Untersuchung entdeckte ich im Innenteil des Rings ein Datum und die Gravur:

In Liebe, dein Julius

Ich? Verheiratet mit dem? Derjenige, der sich diese Absurdität hatte einfallen lassen, musste unbedingt bei der nächsten Preisverleihung mit der Siegespalme in der Kategorie » bester Komiker « ausgezeichnet werden.

Und um noch mal auf das Thema Kinder zurück zukommen: Falls ich überhaupt jemals Kinder haben sollte, dann ja wohl logischerweise mit meiner großen Liebe Alex. Und mit Sicherheit würde ich sie nicht mit solchen anachronistischen Apostel-Namen bestrafen. Simon, Johannes und Jakob. Lächerlich, diese Namensvergabe! Ich, als bekennende Atheistin. Ich muss dazu sagen, dass meine Familie nie besonders fromm gewesen war. Seit meiner Taufe wohnte ich genau achtzehn Mal einem Kirchgottesdienst bei – um genau zu sein, jedes Jahr an Heiligabend. Am Tag meiner Volljährigkeit trat ich dann endgültig aus der Kirche aus.

Ich hatte mich noch nicht ganz von dem Schock mit dem Ehering erholt, da kehrte Dr. Gaulkötter zurück ins Zimmer. Wieder setzte er sich an meine Bettkante und wieder sah ich ihn an wie einen Außerirdischen.

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