Eileen Schlüter - Grünkohlsuppen-Blues

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Grünkohlsuppen-Blues: краткое содержание, описание и аннотация

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Eine Frau auf der Suche nach Wahrheit, Liebe und Freundschaft.
Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Tages auf und es gibt Grünkohlsuppe anstatt Beluga Kaviar und Trüffel. Ihr heißgeliebter Schuhschrank ist plötzlich ein Lager für Gesundheitslatschen und die Klamotten in Ihrem Kleiderschrank sind reif für die Altkleidersammlung.
Sie sind zwar Sie selbst, aber Ihr Leben ist das einer anderen. Sie tun Dinge, die Sie nie für möglich hielten. Sie lieben einen Mann, doch nicht den, mit dem Sie eine Familie gegründet haben. Und als wäre das nicht schlimm genug, läuft Ihnen eines Tages eine alte Dame mit Ihrer verschollenen Lieblings-Designerhandtasche in die Arme.
Wer würde sich nicht auf die Suche nach einer Erklärung machen?

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Aber noch mal zurück zu meinem Aussehen: Stella Edwards hatte grundsätzlich topgestylte Haare, denn Bjarne sorgte dafür, dass ich Frisuren- und schnitttechnisch permanent auf dem neusten Stand war. Mein voluminöses glänzendes Haar war mein ganzer Stolz. Na schön, zumindest was das obere Drittel meines Körpers betraf, dicht gefolgt von meinen Lippen, die von den meisten Leuten als sinnlich bezeichnet wurden. Damit hätte ich jedem Lippenstift-Model die Show stehlen können.

Meinen Kleidungsstil würde ich als extravagant beschreiben. Ich halte generell nichts von Klamotten von der Stange. Am liebsten trug ich Einzelstücke von gefeierten Modeschöpfern wie Roberto Cavalli und Marc Jacobs. Und bei Chanel, Dior und Prada war ich zudem hochgeschätzte Stammkundin, egal auf welchem Kontinent.

In meiner Heimatstadt München war ich quasi schon eine anerkannte Fashion - und Stilikone. Und wenn ich wollte, hätte ich sogar international Fuß fassen können, dank meiner zahlreichen Beziehungen zu einflussreichen Personen in Mailand, Paris, München und London. Angeblich war ich sogar um acht Ecken mit Vivienne Westwood verschwägert, was in näherer Zukunft mit Sicherheit förderlich im Hinblick auf meinen Werdegang sein würde! Ich Stella Edwards – war ein absolutes »It-girl«. Immer up to date. Die deutsche Paris Hilton sozusagen!

Ich öffnete die Augen. Angestrengt hielt ich mir den Spiegel vors Gesicht. Ich war wirklich neugierig, wie die Frau, in deren Körper ich steckte, aussah.

Noch etwas näher heran.

Häh…? Moment mal, was war hier los? Wie war es möglich, dass diese Frau Gaulkötter genauso aussah wie ich? Eine Sinnestäuschung? Spielte mein Verstand mir einen Streich?

Ich kniff meine Augen zu und zählte lautlos bis zehn.

So, jetzt noch mal.

Tatsächlich, sie sah mir wirklich verblüffend ähnlich, nur irgendwie älter. Sie hatte dieselben dunkelblauen Augen, allerdings wirkten sie müde, was an den leicht schlaffen Lidern liegen mochte. Außerdem hatte sie kleine Fältchen auf der Stirn, was bei mir undenkbar gewesen wäre. Und was die Frau da im Spiegel auf dem Kopf trug, konnte man nicht zwingend als Frisur bezeichnen. Für diese kackbraune Katastrophe war meines Wissens noch keine adäquate Vokabel erfunden worden. Unwillkürlich streifte ich mir mit der Hand durchs Haar, das sich anfühlte, als hätte jemand Biskin hinein geschmiert.

Igitt, ich bin die reinste Wanderfritteuse.

Im Notfall hätte man damit Pommes für ein Dutzend hungriger Bauarbeiter frittieren können.

Und dann diese spröden Lippen und erst die Nägel.

Ich, vielmehr sie , sah eher nach einem Jahrtausend in einem Mumiengrab aus, als nach einer Woche im Koma. Selbst eine 24-Stunden-Sitzung bei Bjarne hätte nicht mehr viel bewirkt. Wenn überhaupt, half hier nur noch eine Kernsanierung unter Anwendung von chirurgischem Werkzeug.

Der Handspiegel war nur wenige Zentimeter von meinem – besser gesagt Frau Gaulkötters – Gesicht entfernt. Keine Frage, die Möglichkeit, mich mit dieser Frau zu verwechseln, bestand definitiv, auch wenn sie ungepflegt und erheblich älter wirkte als ich. Die Frau da im Spiegel war mindestens Dreißig. Außerdem hatte sie viel mehr von diesen nervigen Sommersprossen und offenbar noch nie etwas von Camouflage gehört.

Das Geschrei der herumtollenden Kinder grub sich allmählich zu meinem Trommelfell vor. Ich ließ den Spiegel sinken. Mein Arm schmerzte. Gleichwohl machte sich das Gefühl der Erleichterung in mir breit. Es hätte wirklich schlimmer kommen können. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie ich reagiert hätte, wäre mein Geist im Körper eines herzschwachen Urgroßvaters mit akuten Prostatabeschwerden gelandet. Horror! Schlimmstenfalls wäre ich, beziehungsweise er, beim Blick in den Spiegel vor Schreck an einem Herzstillstand gestorben.

Trotzdem, ich wollte so schnell wie möglich meinen eigenen Körper zurück haben. Und dann nichts wie weg hier!

Ich hatte mit Sicherheit eine Menge Arbeit nachzuholen.

Als Designerin eines etablierten Edelmodelabels, konnte man sich selbstverständlich keine Woche Koma leisten. Nicht, dass ich es als Tochter eines millionenschweren Geschäftsmanns nötig gehabt hätte zu arbeiten. Aber irgendwo musste ich ja meinem unermüdlichen Drang zur Kreativität freien Lauf lassen. Dank meines beispiellosen Schöpfergeists schrieb das Unternehmen konstant schwarze Zahlen, und meine Pläne für die kommende Sommerkollektion hatten bei der Präsentation eine Riesenwelle der Begeisterung ausgelöst. Allein der Gedanke daran, verursachte mir noch immer eine Gänsehaut.

Ich musste dringend mein Handy suchen und Lydia, meine Chefin, anrufen, um ihr mitzuteilen, dass ich Gott sei Dank aufgewacht war und spätestens übermorgen wieder arbeiten würde.

Und dann müsste ich natürlich umgehend Alex anrufen. Meinen Verlobten. Bestimmt machte er sich schon große Sorgen um mich (und um das Porsche - Cabrio) Jede Wette, dass er gerade damit beschäftigt war, die perfekte Farbe für die neue Lackierung auszusuchen, sofern ich wirklich einen Autounfall hatte. Verständlich, dass er deswegen nicht hier sein konnte, bei mir am Krankenbett, meine ich. Ich hätte halt ein bisschen später erwachen müssen. Alex war immerhin ein vielbeschäftigter Mann und gutes Timing war bei ihm das A und O.

Der nächste Anruf würde meiner besten Freundin, Vera Merlinger, gebühren. Ja , wir beide hatten uns wieder vertragen, nachdem Goldlocke-Oliver-Oberstetter sie nach dieser unromantischen Spritztour im Oldtimer seines Vaters abserviert hatte. Genau genommen handelte es sich ja dabei um einen Bentley Derby Door Coupé aus dem Jahre 1937 und, Olivers kategorischer Bekundung nach, eine unersetzbare Rarität. Leider. Also ehrlich, wenn er doch wusste, dass das Auto so unglaublich wertvoll war, warum hatte er dann überhaupt eine sturzbetrunkene Achtklässlerin dort einsteigen lassen? Jeder weiß doch, dass das Gemisch aus Amaretto mit Kirschsaft, Coffein-Drinks mit Wodka, Pommes rot-weiß und jeder Menge Magensäure äußerst hartnäckige Flecken auf weißen Wildlederbezügen hinterlässt, vom widerlichen Gestank mal ganz abgesehen.

Nicht, dass wir seitdem unzertrennlich gewesen wären, Vera und ich. Zwischen uns herrschte von jeher so eine gewisse Rivalität, die hin und wieder zu Spannungen in unserem Freundschaftsverhältnis führte. Doch früher oder später entluden sich diese Spannungen, was letztlich bedeutete, dass es ordentlich zwischen uns krachte und dann war meistens wieder gut. Vera und ich waren quasi aus dem gleichen Holz geschnitzt, was vielleicht der Grund dafür war, dass wir weder miteinander noch ohne einander auskamen. Wir liebten und wir hassten uns. Wobei ich sie oftmals etwas weniger liebte, dafür aber etwas mehr hasste, was meiner Ansicht nach absolut legitim war. Immerhin war Oldtimerliebhaber-Oliver nicht der Einzige Typ, den Vera mir im Laufe der Jahre vor der Nase wegschnappt hatte.

Vera und ich kannten uns schon seit unserer Kindheit, die sich bei uns beiden gleichermaßen sorgenfrei abzeichnete, dank unserer gutbetuchten Eltern. Aber ich muss dazu sagen, dass Vera auf jeden Fall die Verwöhntere von uns beiden war.

Vera hatte reichlich viel Zeit an diversen Universitäten verbracht, ohne dabei ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben, gemäß der Devise: »Von allem ein bisschen, aber bloß nicht zu tief ins Detail gehen«, denn dann wurde es ihr schnell zu anstrengend. Tatsächlich hatte sie schon alles Mögliche begonnen zu studieren. Angefangen bei Kunstpädagogik und Japanologie. Gefolgt von Europäischer Literaturgeschichte, Ethnologie und Biochemie. Letzten Endes kam sie jedoch zu der bahnbrechenden Überzeugung, dass nichts davon zur Entfaltung ihrer vielfach vorhandenen, individuellen Begabungen beitrug, was ich ihr natürlich von vornherein hätte sagen können. Und ich war bei weitem nicht die Einzige, die ahnte, dass der Schwerpunkt ihrer begnadeten Fähigkeiten nicht unbedingt in ihrer Scheitelregion lag.

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