Eva Johne - Sebastian in der Mühle

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Sebastian ist ein Auskenner von Technik und Funktion der alten Wassermühle und kann diese auch gut erklären. Seine fiktive Zeitreise führt ihn mit dem Sprung in den hohlen Weidenbaum zum historisch verbrieften Müller Gregor Götze und den anderen Bewohnern der Mühle vor rund 400 Jahren. Fortan lebt, wohnt und arbeitet er bei den Müllersleuten und verliebt sich ein wenig in die Magd Anna. Bei einem Ausflug mit dem Karrenwagen in die nahegelegene Residenzstadt Dresden bestaunt er das Festspektakel anläßlich der Hochzeit des Kurfürstensohnes Christian I. Bei allem Abenteuer mit Augenzwinkern wird die Funktionsweise und Technikgeschichte von Wassermühlen sehr anschaulich erklärt. Es zeigt sich seit dem Ersterscheinungsjahr 1996, dass mit diesem Lesestoff, Heimatgeschichte, Sachkunde- und Deutschunterricht bis zur 5. oder 6.Klasse eine informative und lebendige Ergänzung erfahren haben. Leider muss in dieser Digitalausgabe auf die erklärenden Grafiken verzichtet werden.

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Nach dieser langen Rede schaute sich Sebastian wieder nach dem Müller um. Dieser nickte. Also war alles in Ordnung. Er hatte keine Fehler gemacht.

Nun zeigte er auf ein kleines Eisen oben auf dem Mühlsteineisen und fuhr fort: „Das hier, dieses kleine Eisen, muss sich in der gleichen Geschwindigkeit drehen wie das große Mühlsteineisen, immer rund herum, immer rund herum. Wie wird es wohl heißen?“

„Rundendreher!“ rief der Opa in die Menge. Alle waren plötzlich still und kicherten dann.

„Da gibt es nichts zu lachen“, meinte Sebastian, „so falsch ist das gar nicht. Seht, vielleicht findet ihr jetzt den richtigen Ausdruck!“

Schnell drehte er sich mehrere Male um die eigene Achse und hob dabei die Arme.

„Ballerina“, flüsterte das kleine Mädchen.

„Quatsch!“ rief einer der Jungen, „ein Tänzer vielleicht.“

„Ja, genau“, bestätigte Sebastian, „ein Tänzer! Das ist der Tänzer, ein tüchtiger kleiner Kerl. Zwischen ihm und der Gosse hängt nämlich dieser Holzkasten hier, der von ihm gewaltig durchgerüttelt wird.“

„ ... und deshalb Rüttelkasten heißt“, ergänzte eine Mutti.

Sebastian lächelte.

„Na ja, so ähnlich, aber die Müller haben einen anderen Namen dafür gefunden.“ Er hob sein Bein ein wenig nach vorn an, wackelte ganz schnell mit dem Fuß hin und her und rief:

„Er nennt sich Rüttelschuh. Aus diesem Holzkasten, dem Rüttelschuh, gelangt das Getreide durch ein kleines Loch zwischen die Mühlsteine und wird zerrieben.“ Da diskutierten alle durcheinander. Einer der Vatis sagte: „Aber erst muss man das Getreide doch in die Gosse, wie du den Trichter genannt hast schütten, ehe es überhaupt in den Rüttelschuh gelangt.“ Sebastian griff sich an den Kopf: „Na klar, das ist richtig! Also noch einmal die richtige Reihenfolge der Gerätschaften eines Mahlgangs: Das Getreide rutscht aus der Gosse in den Rüttelschuh, von dort in das Loch des Läufersteins, wird zwischen den Steinen zerrieben, aus dem Mahlspalt zwischen beiden Steinen herausgeblasen und in den Keller geleitet. Punkt. Und nun wieder: Die Augen zum Müller, die Ohren gespitzt ... Schaut her, auf meine Hand. Das ist nach dem ersten Mahlgang entstanden.“

„Oh! Aber das ist ja gar kein Mehl!“ rief eine Mutti aus.

„Nein“, sagte Sebastian, „das sind achtel, viertel, halbe Körner. Die entstehen hier im ersten Mahlgang, den der Müller auch Schrotgang nennt. Danach muss das geschrotete Korn in Säcke geschaufelt werden und zum zweiten Mahlgang getragen werden. Was glaubt ihr, wie oft muss der Müller das Mahlgut hier in der Zschoner Mühle mit der altdeutschen Mühlenkonstruktion in die Gosse schütten, ehe es Mehl wird?“

Man war sich unsicher. Die meisten hatten wohl gedacht, dass das Korn nur einmal durch das Mahlwerk wandert. Keiner wollte seine Meinung äußern.

„Ja“, sagte da Sebastian, ganz stolz auf sein Wissen, „das Müllerhandwerk ist schwere Arbeit, denn sieben bis acht Mal muss der Müller das Mahlgut hier hoch schleppen. Durch die schnelle Bewegung des Läufersteins wird es zerkleinert. Es wird durch den Wind, der durch die schnelle Bewegung entsteht, durch die Furchen des Mahlsteins nach außen an den Rand getrieben, knallt an die Holzbütte und wandert im Mahlrohr in den Keller. Hier wird es gesiebt. Das grobe Mahlgut trägt der Müller wieder nach oben, malt es und so weiter, und so weiter ...“

Alle redeten wieder durcheinander und tauschten ihre Meinungen aus. Sebastian schlug mit dem Knochen gegen die Holzbütte. Da wurde es still. In diese Stille hinein fragte das kleine Mädchen:

„Ist dieser Mühlstein hier kaputt?“

,Ganz stark, die Kleine ist ja Gold wert, dachte Sebastian und ergriff sofort wieder das Wort:

„Mühlsteine können aus ganz verschiedenem Gestein gemacht sein. Die alten Bauernmühlen hier im Zschoner Grund nahmen das Gestein, das sie in der Gegend vorfanden, nämlich Sandstein. Obwohl dieser sehr hart ist, arbeiten sich die Steine ab, denn das Korn wird zwischen ihnen nicht gequetscht, sondern geschnitten. Kaputt sind sie deshalb nicht gleich. Aber wenn der Müller feststellt, dass die Mühlsteine nicht mehr richtig mahlen, hebt er sie aus der Bütte und schärft sie wieder.“

„Das kannst du deiner Großmutter erzählen“, rief einer der Jungen, „nie im Leben hat ein Müller die Kraft, den Mühlstein zu heben!“

„Natürlich hat er Hilfsmittel“, erklärte Sebastian, „zum Beispiel den Mühl-steinkran, auch Mühlsteingalgen genannt. Wie ihr jetzt wisst wiegt solch ein Stein immerhin sechs Zentner. Da muss sich der Müller zu helfen wissen. Er legt zuerst die beiden Mühlsteine frei, indem er die Gosse mit dem Rüttelschuh entfernt und danach die Holzbütte abhebt. Dann wird der obere Mühlstein aus dem Mühlsteineisen geschlagen, in den Mühlsteingalgen eingehängt, hochgezogen, gedreht und zur Seite bewegt, damit er geschärft werden kann.“

Nachdenklich betrachteten alle Zuschauer den herausgehobenen Stein.

„Und die Schärferei, wie geht die denn vor sich, maschinell?“ fragte der Opa.

Sebastian griff sich zwei hammerartige Werkzeuge, die neben den Steinen lagen, hob sie hoch und sagte:

„Das sind zwei der Helfer des Müllers, hier ist die Picke, und das ist der Kraus-hammer. Mit der Picke kann der Müller die Rillen nachschlagen und mit dem Kraushammer anschließend die Mühlsteinwangen wieder aufrauen.“

Die andächtige Stille zeigte ihm, dass alle über die schwere Arbeit nachdachten. Wie viele Schläge mit der schweren Picke musste der Müller wohl führen, ehe eine einzige Furche geschärft war? Wie viele Schläge mit dem Kraushammer waren nötig, um eine Mühlsteinwange aufzurauen?

Sebastian holte seine Zuhörer aus ihren Gedanken zurück.

„Kommt jetzt mit in den Mühlenkeller. Es gibt noch mehr zu sehen.“

Das Beutelwerk

Grüppchenweise stiegen sie die steile Treppe hinab, während zwei Vatis den Müller noch in eine Diskussion verwickelten. Einer der Jungen versuchte, mit der Picke eine Furche zu treffen, griff sich dann aber den Kraushammer und raute eine Wange auf. Sebastian aber klopfte bereits mit dem Knochen an große hölzerne Räder.

„Hallo, hier wird gemahlen! Die Münder geschlossen, die Augen zum Müller, die Ohren gespitzt. Sehen wir uns das Räderwerk der Mühle an. Da hinten, das große Kammrad oder Stirnrad kennt ihr ja schon. Es greift mit seinen vielen Kämmen in die der beiden Stockräder hier links und rechts ein und treibt sie an. Diese sitzen auf je einer Welle. Diese Wellen nun bringen die vorderen beiden Kammräder in Bewegung. Die beiden Kammräder wiederum greifen in die senkrecht stehenden Mühlsteineisen ein und bewegen sie. Und die Mühlsteineisen gehen durch die Decke, den unteren Mahlstein, und der Läuferstein ist auf ihm festgemacht... na ihr wisst es ja. Aber eine Sache kennt ihr noch nicht.“

Alle schauten sich gespannt um.

„Hier, diesen Kasten“, meinte einer, „da ist Mehl drin.“

„Ja, genau“, rief Sebastian. „Hier über das Mahlrohr gelangt das Mahlgut aus der Bütte in das Beutelwerk, so nennt sich das Ganze nämlich. Es kommt in den Beutelkasten, wo es so lange gebeutelt wird, bis das feine Mehl ausgesiebt ist. Der Rest, das sagte ich schon, wird wieder und wieder gemahlen, bis nur noch eine Doppelhand voll Kleie übrig ist. Kleie ist der Mahlabfall. Sie ist ein gutes wertvolles Tierfutter. Ach, übrigens kommt der Spruch ‚Der ist in seinem Leben ganz schön durchgebeutelt worden‘ hier aus dem Beutelkasten.“

Die Worte Beutelwerk, Beutelkasten und Beutel mussten alle wiederholen, da hatte Sebastian keine Nachsicht. Der Müller setzte das gesamte Mahlwerk noch einmal in Gang, und alle erlebten das Beutelwerk in Aktion.

„Das Beutelwerk ist ja viel lauter als alles andere in der Mühle“, stellte dann einer der Vatis fest.

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