Truk Reuen - La Liberación

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Titel: La Liberación
Untertitel: Die Befreiung
Eine junge Ärztin wird aus einem Hilfscamp im Dschungel entführt. Ihr Vater, ein knallharter Medienmogul, schickt seinen verweichlichten Sohn mit einem Söldner auf eine gefährliche Mission, um sie zu befreien. Es beginnt ein abenteuerliches Katz und Maus Spiel zwischen den Befreiern, den Regierungstruppen und Rebellen in dem von der Revolution gebeutelte Nicaragua der späten 70 er Jahre. Aber es ist nicht alles so, wie es scheint…

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„Arriba!“, schnauzte sie der Mörder an und bedeutete ihr mit einer Bewegung der Waffe aufzustehen. Sie hielt es im Moment nicht für ratsam zuzugeben, dass sie ihn verstand und sah ihn verängstigt und fragend an.

„Get up now!“, schrie er in schlechtem Englisch. Mühsam und mit schwindelndem Kopf drehte sie sich auf die Knie und stand dann an einen Baum gestützt auf. Er stieß sie vor sich her zur Mitte des Lagers und beinahe wäre sie wieder gestürzt. Von weitem sah sie zwei Frauen in verschmutzten weißen Kitteln. Die Krankenschwestern. Gott sei Dank, sie lebten. Anna saß weinend in der Mitte des Platzes der von ihren verbrannten Zelten umgeben war. Sie war ca. 40 Jahre alt, etwas mollig und hatte fast schwarze kurzgehaltene Haare. Dem Teint nach zu urteilen würde sie ohne weiteres als Latina durchgehen. Ute, die Deutsche aus Göttingen, starrte teilnahmslos vor sich hin. Ute war der Inbegriff des Klischees einer deutschen Frau. Sehr groß, schlank und mit hellblonden Haaren. Ihre 35 Jahre sah man ihr nicht an.

„Was ist mit Doktor Robles?“, fragte sie die Beiden. Anna zuckte mit den Schultern.

„Er war in dem Zelt in das sie die Handgranate geworfen haben“. Schon bei dem Gedanken an den alten Mediziner wurde Ihr übel.

„No talk!“, brüllte ihr Wächter, und so versanken sie in brütendes Schweigen.

Ute war weiß wie eine Wand und hielt ihre Augen geschlossen. Ihr Atem ging viel zu schnell und die Ärztin machte sich Sorgen. Offensichtlich litt sie unter einem Schock. Die Ärztin entschied sich etwas zu tun. Sie stand auf und legte Ute die Hand auf die Stirn. Der Soldat stieß sie unsanft zur Seite und richtete erneut die Waffe auf sie.

„Meine Kollegin braucht Hilfe“, sagte die Ärztin. „Sie steht unter Schock“. „Un choque“, fügte sie hinzu.

Der Soldat schüttelte nur den Kopf. Die Ärztin ignorierte den Mann und begann die Kollegin in eine Schocklage zu bringen. Der Soldat stieß sie erneut mit dem Gewehr an. Hasserfüllt sah sie ihn an. Langsam krümmte sich der Zeigefinger um den Abzug. „Es ist vorbei“, dachte sie.

„Basta ya, cabrón!“, hörte sie eine Stimme hinter sich. Ein weiterer Soldat mischte sich ein und redete in schnellem dialektverbrämten Spanisch auf den anderen ein. Sie verstand einzelne Wortfetzen. Anscheinend erklärte ihm der Mann, dass eine unter Schock stehende Geisel sie beim Marsch nur aufhalten würde und dass sie nur gesund etwas wert waren. Ihr Peiniger warf ihr einen zornigen Blick zu und knurrte „Si, Teniente“. Er drehte sich um, spuckte aus, und ging davon. Der Offizier kam zu ihr und ging vor Ute in die Hocke. Der Mann war außergewöhnlich gutaussehend. Die dunkle Haut seines perfekt rasierten Gesichtes spannte sich über hochstehende Wangenknochen. Die etwas schräg stehenden Augen unter den gepflegten Brauen wiesen auf indianische Vorfahren hin. Sein schwarzes Haar war trotz der etwa 40 Jahre voll und militärisch kurz geschnitten. Er drehte ihr das Gesicht zu. „Kümmern sie sich um ihre Kollegin und hüten sie sich vor dem Sargente. Sie haben sich einen Feind gemacht.“ Sie konnte nicht anders als sarkastisch aufzulachen.

„Warum lachen Sie, Señora?“

„Sie sagen ich habe mir einen Feind gemacht? Ich bin umgeben von Feinden und von feigen Massenmördern.“

30. August 1978 - Madrid, Spanien

Es war früh für seine Begriffe. Er saß auf der Terrasse des Gin Room beim Frühstück. Auf der Calle Academia war noch wenig Verkehr. Einige Busse mit Touristen waren auf dem Weg zum nahen Parque del Retiro. Einige Nachzügler, die zu spät zur Arbeit fuhren. Er, das war Benjamin Karst, genannt Ben, der Sohn des erfolgreichen Verlegers Albert Karst. Bekleidet mit einer grauen Bundfaltenhose und einem weisen Poloshirt von Hugo Boss, seine Ray Ban Sonnenbrille auf die hellblonden Haare geschoben und trotz einem kleinen Bauchansatz mit guter Figur zog er so manchen Blick einer feurigen Schönheit auf sich. Auch der Breitling Chronograph und die goldene Ankerkette um seinen Hals wiesen darauf hin, dass es ihm nicht an Mitteln mangelte. Die feingliedrigen Hände waren die eines Denkers, nicht die eines Mannes, der in seinem Leben hart gearbeitet hatte.

Sein Vater hatte mit eisernem Regiment und nicht immer ganz fairen Mitteln ein Imperium von Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen aufgebaut über das er patriarchalisch herrschte. Mit demselben Regiment und denselben Mitteln herrschte er über seine Familie. Seine Frau, Margarethe, hatte es längst aufgegeben ihrem Mann humane Formen im Umgang mit Menschen zu predigen. Menschen waren für Karst nichts weiter als Ressourcen in seinem großen Monopoly Spiel.

Seine älteste Tochter, Bens große Schwester, warf in jungen Jahren den Rettungsanker in Form einer schnellen Heirat aus, und Ben war nicht sicher, ob sie es damit besser getroffen hatte. Sie ehelichte einen Rechtsanwalt aus Tübingen, weit weg vom heimatlichen Hamburg, und bekam in schneller Folge zwei Kinder. Sie tauschte ein mögliches Luxusleben mit hohen väterlichen Erwartungen gegen ein wohlgestelltes, wenn auch spießiges Bürgerleben als Anwaltsgattin ein. Über die vielen spätabendlichen Termine ihres Mannes sah sie hinweg, auch wenn sie wusste, dass seine überaus hübsche Assistentin sich aufopfernd um die Belange der Kanzlei kümmerte.

Sie hatte sich mit dem Schicksal arrangiert und engagierte sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen und in der Kirche. Ansonsten tat sie dasselbe wie Ben; sie betrank sich von Zeit zu Zeit.

Bei dem Gedanken an den Alkoholismus seiner Schwester konnte er nicht anders als an letzte Nacht zu denken. Auch bei ihm war es mal wieder so weit gewesen. Er wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde bis sich die bohrenden Kopfschmerzen einstellten, die er immer bekam wenn er langsam nüchtern wurde. Er hatte viel zu viel getrunken, viel zu laut geredet und viel zu wenig nachgedacht. Und wie immer war es ihm trotzdem nicht gelungen seine Gedanken zum Schweigen zu bringen. Die Gedanken, die er nicht denken wollte, die ihn fragten was er denn nun mit sich anfangen würde. Nicht nach dem Sinn des Lebens fragte er sich, aber nach dem Sinn seines eigenen erbärmlichen Daseins. Denn auch er war vor den väterlichen Erwartungen geflohen. Jetzt, mit seinen dreißig Jahren, wie auch schon früher. Eigentlich war er sein ganzes erwachsenes Leben geflohen. Als Kind war er noch eifrig bemüht dem Vater alles recht zu machen. In der Schule lernte er wie besessen, denn weniger als die Bestnote war Versagen. Es gab in der Weltanschauung seines Vaters keine ehrenvollen zweiten Plätze. Es gab Sieger und es gab Verlierer. Und ein Karst gehörte zu der ersten Kategorie. Und so lebte er eine Kindheit ohne Freizeit, ohne Spiel und ohne Freunde. Er lernte und er lebte quasi mit eingezogenem Kopf zwischen den Schultern. Als er das Abitur mit einem Numerus Clausus von 1,2 bestand, waren alle Wege geebnet. Aber natürlich gab es kritische Nachfragen wegen der Komma Zwo.

Auf väterlichen Vorschlag belegte er Journalismus und Politikwissenschaften. Die Nachfolge der Global Print Media Group schien geregelt. Es war 1968 als die Jugend Deutschlands gegen das Establishment revoltierte und an Universitätsstädten ersten linksradikalen Bewegungen entstanden, als auch er in Kreise geriet die elterliche Vorgaben nicht wie Schafe hinnehmen wollten. Als er begann zu hinterfragen. Als er bemerkte, dass er absolut kein Interesse an Journalismus und noch weniger an Politik hatte. Quasi als Kompromiss schrieb er sich in Wirtschaftswissenschaften ein und beendete das Studium zwischen Kommunenleben, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und Marihuana eher schlecht als recht.

Albert Karst war alles andere als begeistert von der leicht linksgerichteten politischen Färbung seines Sohnes und beendete versuchte Diskussionen mit Argumenten wie „ich weiß, der Kapitalismus macht soziale Fehler. Aber der Sozialismus macht kapitale Fehler“.

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