Ilse Wind - Lebenszeichen
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Ich klappte mein Laptop auf, um die anstehenden Termine in unser Planungssystem einzutragen. Doch noch bevor ich das Programm geöffnet hatte, wurde mir bewusst, dass ich Michaela Wind und meinem Vater denselben Termin gegeben hatte. Meine Gefühle hatten mich ganz schön durcheinander gebracht. Die Entscheidung, wem ich absagte, fiel mir leicht, zumal ich meinen Vater ohnehin nicht persönlich erreichte. Seine Sekretärin wollte einen zeitnahen Rückruf veranlassen. Ich hinterließ meine Handynummer, obwohl ich sicher war, dass mein Vater sie hatte. Warum hatte er eigentlich heute Morgen nicht auf dem Handy angerufen? Ich kramte danach in meiner Handtasche und sah, dass der Akku leer war. Klasse! Wie dämlich kann man eigentlich sein? Obwohl, eigentlich war es eine glückliche Fügung, meinem Vater nicht unvorbereitet in die Hände gefallen zu sein.
Die Vorstellung, Michaela Wind persönlich kennen lernen zu dürfen, fand ich ungemein aufregend. Schon als ich ein Kind war, hatte ich sie in vielen Filmen bewundert. Sie war ungemein vielseitig und als sie vor ein paar Jahren feststellte, dass ihr Mann sie mit einer Jüngeren betrog, litt ich gewissermaßen mit ihr. Die gesamte Leserschaft der Yellow-Press zollte ihr Solidarität. Das half ihr vielleicht ein bisschen. Danach nannte sie sich „eine Suchende“, nicht im Sinne der Partnervermittlungen, sondern um sich selbst zu finden. Dabei hat sie wohl ihre esoterischen Neigungen entdeckt und stark ausgelebt. So zumindest schildert sie es gerne in den Talk-Shows.
Bis ich aus dem Haus musste, um Michaela Wind zu treffen, waren noch ein paar Minuten Zeit und ich überlegte, wie ich diese Zeit sinnvoll nutzen konnte. Mir fielen die Ratten im Hof eine und ein Blick in mein Planungssystem zeigte eine ganze Reihe von Aufgaben, die alle auf Erledigung warteten. Dennoch entschied ich mich für das Schreiben an die Hausverwaltung. Die geistige Visualisierung von Ratten in unserem Haus machte die Angelegenheit unheimlich brisant. Da fiel mir ein, dass ich Ali noch sein Taschentuch bringen wollte und so verschwanden die Ratten wieder von meinem Schirm. Ich fuhr meinen Laptop runter und legte mir die Handtasche und einen Block zurecht, um mir eventuell bei Michaela Wind Notizen machen zu können. Als ich schon im Hinausgehen war, fiel mein Blick noch einmal auf die heutige Zeitung. Da waren ein Bild von Michaela Wind und die Ankündigung, dass sie bald in einer völlig neuartigen Talkshow zu sehen sein würde. Ich steckte die Zeitung in meine Handtasche, um später den ganzen Artikel zu lesen. Als ich an Alis Bürotür klopfte, bekam ich keine Antwort. Ich öffnete vorsichtig und ging in sein Zimmer. Zum ersten Mal fiel mir auf, dass ich mich nie mit der unterschiedlichen Gestaltung unserer Räume beschäftigt hatte. Beim Einzug hatten wir uns darauf verständigt, dass jeder sein Zimmer individuell gestalten könne, lediglich der Empfang und das Besprechungszimmer sollte eine harmonische Einheit sein. Die schweren altenglischen Holzmöbel bei Ali erinnerten an das königlich bayerische Amtsgericht oder ein Notariat im Stile der siebziger Jahre. Ich glaubte mich zu erinnern, dass Ali diese Möbel als Honorar von einem Mandanten bekommen hatte. Das war wohl das einzige, was dieser aus seiner Insolvenz noch zur Verfügung hatte. Dennoch hätte ich die schweren Teile lieber verkauft, als mich täglich davon im Büro erschlagen zu lassen. Aber vielleicht gefiel Ali diese Dominanz seiner Möbel. Vielleicht entsprach ich ja mit meiner femininen hellen Einrichtung ganz und gar nicht dem Bild einer Anwältin. Ich setzte mich auf den mit dunklem, hartem Leder bezogenen Besucherstuhl an Alis Schreibtisch, weil ich davon ausging, dass er nur kurz den Raum verlassen hatte. Doch nach fünf Minuten beschloss ich, zu gehen. Michaela Wind wartete. Auf meinem Weg durch den noch immer dicht bevölkerten Flur erfuhr ich von Sonja, dass Ali mit einem Mandanten im Besprechungszimmer sei.
3. Kapitel
Jedermann wusste, dass Michaela Wind nur einen Steinwurf von den Bavaria Film Studios entfernt wohnte. Hier hatte sich schon vor Jahrzehnten das Who-is-who der Film- und Fernsehwelt angesiedelt. Schauspieler, Regisseure, Produzenten und solche, die gerne dazu gehören wollten. Doch niemand wohnte hier mit größerer Berechtigung als Michaela Wind. Menschen ihrer Popularität waren immer umstritten, doch ich glaube, es tangiert sie nicht allzu sehr, was andere über sie denken.
Hätte ich gestern Abend gewusst, dass ich heute schon wieder nach Grünwald unterwegs war, hätte ich Hermes vielleicht nicht nach Schwabing verfrachtet. Doch seit gestern hatte ich aufgehört zu glauben, dass mein Leben kalkulierbar war. Ich fuhr die noble Allee mit den eleganten Villen entlang. Die meisten waren hinter hohen Mauern verborgen. Auch das Anwesen von Frau Wind konnte man von der Straße aus nicht sehen. Ein großes Tor in der Breite einer Garageneinfahrt bedeutete mir, dass es vielleicht möglich war, auf dem Grundstück zu parken, denn auf der Straße galt absolutes Halteverbot. Dennoch parkten einige edle Limousinen dort, die offenbar ein ungeschriebenes Ausnahmenrecht hatten, das mit Sicherheit für mein kleines Auto nicht galt. Ich steuerte also das Tor an und bemühte mich, aus dem heruntergelassenen Seitenfenster den Klingelknopf ohne Namensschild zu erreichen. Eine Kamera war gut sichtbar von links auf mich gerichtet. Sicher war es nicht die einzige. Ohne Rückfrage wurde das Tor geöffnet und ich konnte passieren. Unter den Reifen meines Cabrios knirschte grober Kies und ich fuhr langsam durch eine winterliche Gartenlandschaft auf eine riesige weiße Villa zu. Aus einem großen hölzernen Tor kam Michaela Wind mir entgegen. Sie war ganz in cremefarbenem Strick gekleidet und sah schon von weitem hinreißend aus. Sie winkte und bedeutete mir, den Wagen dort stehen zu lassen. Ich hatte mit einem Dienstmädchen gerechnet, war aber nicht böse darüber, von der Hausherrin selbst empfangen zu werden. Ich stieg aus und versuchte den imposanten Eindruck der Villa zu verarbeiten. Das Haus war vermutlich in den Siebzigern entstanden und seither kontinuierlich renoviert und bestens in Schuss gehalten worden. Der Anstrich war makellos und das Walmdach erinnerte mich an Ferien in Österreich. Frau Wind wurde ungeduldig, sie fror offensichtlich.
„Kommen Sie, kommen Sie. Ich habe Tee für uns gemacht.“
Sie streckte mir die Hand zum Gruß entgegen und drückte unerwartet fest zu, als ich die Geste erwiderte. Wir gingen hinein und ich genoss die Aura dieser erfolgreichen und berühmten Frau. Hatte ich Aura gesagt? Allmählich ergriff mich wohl die Ahnung, dass ich mich auf ein großes Abenteuer einlassen musste, um meiner Mutter zu helfen.
Allein die Tatsache, dass sie bereits auf mehr als vierzig Jahre Bühnen- und Filmerfahrung verweisen konnte, ließ mich auf ihr Alter schließen. Ihre Bewegungen waren die einer jungen Balletteuse und ihr Gesicht strahlte die Frische eines Teenagers aus. Lag es an ihrer neuen Liebe, von der sie nicht müde wurde, der Presse zu erzählen oder gab es eine Kosmetikserie, für die sie als Testimonial agierte, ohne dass es mir bekannt war. Sie nannte den Raum ihr Arbeitszimmer und bat mich, auf einer weißen Ledercouch Platz zu nehmen. Auf dem dunklen Holztisch davor stand ein asiatisch anmutendes Teeservice in rot und schwarz. Der Raum wirkte wie aus einem Deco-Magazin, aber hatte eine angenehm wohnliche Atmosphäre. Ich merkte, dass die Anspannung, die ich auf der Fahrt hierher aufgebaut hatte, allmählich etwas von mir wich, obwohl mich die Bewunderung für Michaela Wind weiter gefangen hielt.
„Ihre Mutter ist eine wundervolle Frau“ eröffnete Michaela Wind das Gespräch.
„Es ist ausgeschlossen, dass sie etwas mit Gabriels Tod zu tun hat. Sie verehrt Gabriel über alle Maßen. Wenn Gabriel eine Liebesbeziehung zulassen würde, dann käme Ihre Mutter sicher als erste in Betracht.“
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