Ilse Wind - Lebenszeichen

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"Da hast Du aber einen guten Schutzengel gehabt" ist ein beliebter Spruch, wenn man einer brenzlichen Situation entkommen ist. Der Protagonistin Daniela Stolz gibt ihr Schutzengel ein klares «Lebenszeichen», als sie die schwere Aufgabe übernimmt, ihre Mutter in einem Mordprozess zu verteidigen.

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„Tut mir Leid, Frau Riedmann, ich bin noch nicht dazu gekommen. Aber ich vergesse es nicht. Gute Nacht“

Ohne eine Antwort abzuwarten spurtete ich die letzte Treppe hoch, sperrte meine Wohnungstür auf und warf die Tasche auf den Fußboden. Wo fange ich an? Vor meinem geistigen Auge erschien meine Mutter in einer nüchternen Zelle, womöglich mit einer anderen Frau eingesperrt auf ein paar Quadratmetern mit minimalem Komfort und noch weniger Hygiene. Durch eine Türluke wurde ihr trockenes Brot und eine schleimige Suppe gereicht. Ich schloss die Augen und versuchte, diesen Gedanken schnell zu verdrängen. Was nun? Hermes oder der Terminplaner? Sicher war die Polizei noch im Hause meiner Mutter. Die hätten das arme Tier ja auch füttern können. Doch wahrscheinlich hatte sich Hermes ihnen gar nicht gezeigt. Er war zwar nicht scheu, aber hatte ein gutes Gespür dafür, mit welchen Menschen er sich einlassen konnte und welche er besser mied. Die Aussicht, jetzt nach Grünwald fahren zu müssen, quälte mich. Doch weder meine Mutter noch Hermes hätten Verständnis dafür, wenn ich mich jetzt auf die Couch legte und schlief. Also suchte ich ein sicheres Versteck für meine unterschlagenen Beweise und entschied mich für die Gemüseschublade meines Kühlschranks. Die Horoskope und das Terminbuch hatten gerade darin Platz und die darüber drapierte Plastiktüte aus dem Supermarkt schien mir eine optimale Tarnung.

Trotz der großen Enttäuschung, die ich meinem Vater bereitet hatte, als ich mich gegen seine Kanzlei entschied, war er immer auf mein Wohl bedacht. Diese Tatsache hatte mir einen Satz Winterreifen beschert und so kam ich ohne Probleme in Grünwald auf der Eierwiese an. Die Zeitschaltuhren im Haus meiner Mutter taten ihren Dienst, hinter manchen Fenstern brannten kleine oder größere Lampen. Das Anwesen wirkte friedlich und bewohnt. Von außen deutete nichts darauf hin, dass hier heute morgen eine Verhaftung statt gefunden hatte. Anders als im Fernsehkrimi befand sich auch kein Polizeisiegel an der Tür. Man hatte wohl bereits alles sichergestellt, was man für beweiskräftig hielt. Ich klingelte, ohne zu wissen, was ich mir davon versprach. Denn meine Mutter war mit Sicherheit nicht zu Hause, Hermes würde wohl kaum öffnen und nach Polizisten im Haus sah es nicht aus. In der Garageneinfahrt parkte nur mein eigener Wagen und die Straße war frei von Fahrzeugen. Ich schloss auf, öffnete die Tür und rief laut nach dem Kater. Es war das ängstliche Rufen eines Kindes, das im dunklen Wald singt. Nichts als Stille hallte mir entgegen. Ich tastete nach dem Lichtschalter, den ich rechts von der Eingangstür in Erinnerung hatte. Doch da war er ganz offensichtlich nicht. Plötzlich gingen um mich herum verschiedene Lichter an, als ich den Flur betrat. Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich begriff, dass ein Bewegungsmelder diese Inszenierung bewirkt hatte. Meine Mutter ließ offenbar keine Gelegenheit aus, den Elektriker kommen zu lassen. Ich schloss die Tür, stellte meine Handtasche auf die kleine Kommode und begann die Suche nach Hermes. Das sicherste Lockmittel müssten wohl eindeutige Geräusche mit dem Fressnapf in der Küche sein. Es genügte das Öffnen der Kühlschranktür um einen leisen Druck an meiner Wade zu spüren. Er schmiegte sein Köpfchen an mein Bein und sah mich erwartungsvoll an. Für eine Katze war er ganz schön berechenbar. Eben ein Mann. Susanne legte Wert darauf, dass Hermes nur vom Feinsten bekam und die Futtermittelindustrie erfüllte ihr diesen Wunsch mit teuersten Menüs in Aluschälchen.

„Wonach steht Dir der Sinn, Bursche? Kalbsleber, Hühnerfrikassee, Wildragout, Fischtöpfchen oder Ententerrine an zartem Bärlauchpüree?“

Jetzt wurde mir klar, dass es gut war, das Geldbündel an mich gebracht zu haben, denn die Verpflegung des pelzigen Götterboten könnte mich in den nächsten Tagen ruinieren. Während ich Hermes beim Fressen zusah, dachte ich darüber nach, wie ich meine Mutter aus ihrer schrecklichen Situation befreien konnte. So sehr ich mich dagegen sträubte, so sehr wurde mir auch klar, dass ich möglicherweise meinen Vater zu Rate ziehen musste. Es stand zu viel auf dem Spiel, um nicht alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Nur wie würde mein Vater reagieren, wenn er erfuhr, dass seine Ex-Frau unter Mordverdacht einsitzt. Schließlich hatte er sie ja mal sehr geliebt und wäre da nicht diese übereifrige und mindestens ebenso attraktive Sekretärin Tanja Hahn gewesen, hätte er es sicher noch einige Jahre mit ihr ausgehalten. Für mich ist bis heute nicht ganz klar, ob Mama sich immer weiter in die Spiritualität vertieft hatte, weil er sie verlassen wollte, oder ob er sie verließ, weil sie in seinen Augen den Bezug zur Realität verlor. Dabei bewies sie uns aktuell, dass sie offenbar viel realistischer war, als Vater und ich das für möglich gehalten hatten. Sie verdiente ganz offensichtlich gutes Geld mit ihrem esoterischen Hobby. Es wurde Zeit, dass wir uns mit ihrer Welt beschäftigten.

Zufrieden leckte Hermes sich das Mäulchen und sah mich erwartungsvoll an.

„Bist Du etwa nicht satt geworden?“.

Hermes setzte sich auf sein Hinterteil und legte seinen buschigen Schwanz dekorativ um den rötlich getigerten Körper. Wir sahen uns eine Weile an, ratlos und allein gelassen. Ich hatte selten eine solche Seelenverwandtschaft mit dem Tier empfunden. Da wurde mir klar, dass ich ihn mit zu mir nehmen musste, denn ich konnte wohl kaum jeden Tag zum Katzen-Sitting nach Grünwald fahren. Noch dazu jetzt, wo ich neben all den lächerlichen aber zeitaufwändigen Mandaten einen richtigen Mord zu bearbeiten hatte.

2. Kapitel

Schon im Treppenhaus hörte ich lautes Palaver aus unseren Kanzleiräumen im zweiten Stock dringen. Vorsichtig öffnete ich die Tür und befand mich auf einem türkischen Bazar. Der lange Flur, an dessen Ende mein Büro lag war von Frauen mit Kopftüchern und Männer mit Perlenschnüren bevölkert. Ich konnte vor lauter Menschen nicht einmal unsere Empfangstheke sehen, für die wir zur Kanzleieröffnung richtig investiert hatten. Damals waren Martin, Ali und ich uns einig gewesen, die Theke ist die Visitenkarte der Kanzlei und muss Eindruck machen. Daher hatten wir eine zeitlose Designertheke von einem nahe gelegenen Einrichtungshaus aufbauen lassen. Nur im Moment war sie beim besten Willen nicht zu erkennen. Die Menschenmasse war mit Blicken nicht zu durchdringen. Aber auf meinen freundlichen Gruß hin, bildeten die arabisch anmutenden Gestalten eine kleine Gasse, damit ich die Theke erreichen konnte, hinter der Sonja, unsere angehende Rechtsanwaltgehilfin ihren Dienst mit großer Hingabe tat.

„Feiert Ali ein Familienfest?“ fragte ich. Sonja lächelte mich mitleidig an, überreichte mir eine zusammengefaltete Tageszeitung und einen Notizzettel mit der Telefonnummer meines Vaters.

„Guten Morgen, Daniela. Du sollst ihn sofort anrufen. Wenn er in einer Besprechung ist, lass ihn rausholen. Es ist wichtig.“

Das hatte sich ja schnell rum gesprochen. Ein Blick auf die Zeitung erklärte die Dringlichkeit. Da stand ziemlich genau das, was ich mir gestern vorgestellt hatte: Susanne Stolz verhaftet: Mord? Offenbar gehörte meine Mutter doch so sehr zur Münchener Schickeria, dass ihr Name allein die Schlagzeile rechtfertigte. Der Bezug zu ihrem prominenten Gatten war gar nicht nötig. Das Fragezeichen hinter Mord gab mir eine kleine Beruhigung. Noch war sie nicht verurteilt. Auch nicht in der Öffentlichkeit.

Während ich in mein Büro ging, läutete mehrmals das Telefon und ich hörte, wie Sonja immer wieder beteuerte, dass ich noch nicht im Haus sei. In der Zeit, in der ich mit Hermes das Bett geteilt hatte und nach langem Grübeln in tiefen Schlaf gefallen war, hatte die Story enorme Wellen geschlagen. Der Artikel in der Abendzeitung zeigte mir, dass sich der Presse die Hintergründe noch nicht offenbart hatten. Man konzentrierte sich vorwiegend auf ein Mitglied der Münchener Society, das unter Mordverdacht stand. Zwar war von dem Brasilianer Gabriel de Santos als Opfer die Rede. Aber welche Bedeutung diesem Mann zukam, wusste man offenbar nicht. Geschrieben wurde etwas über einen Freund der Familie Stolz aber mit Recherchen hatte sich ganz offensichtlich niemand aufgehalten. Dabei hätte es vermutlich genügt, den Namen in die einschlägigen Internetsuchmaschinen einzugeben, um der Geschichte eine wirklich spektakuläre Wendung zu geben. Für eine Titelstory reichte es allerdings aus, dass meine Mutter einen Freund der Familie ermordet hatte. Bis zum Redaktionsschluss waren die Hintergründe nicht zu ermitteln gewesen. Allerdings stand da, dass nicht der prominente Ehemann der Verdächtigen sondern ihre Tochter Daniela die Verteidigung übernommen hatte. Das musste meinen Vater ins Mark erschüttert haben. Ich griff zum Hörer und wollte seine Nummer wählen. Die lauter werdenden Flurgeräusche verrieten mir, dass sich meine Bürotür geöffnet hatte. Sonja hielt eine Tasse Kaffee in der Hand.

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