Nick Lubens - Oh Du Fröhliche

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Advent, Advent, die Hütte brennt.
Klaus hatte sich die Vorweihnachtszeit so schön ausgemalt. Dieses Mal sollte es die perfekte Adventsstimmung geben. Romantische Kerzenlichtdinner mit seiner Frau Yvette, der ein oder andere entspannte Verwandtenbesuch und Weihnachtsmarktbesuche mit seinem Freund Peter.
Doch wie alle Jahre wieder jagt eine Katastrophe die nächste und Klaus' Leben schlittert Tag für Tag weiter auf den Abgrund zu. Da trifft es sich gut, dass er im Altenheim, in dem er als Pfleger arbeitet, plötzlich und völlig unerwartet Heldenstatus erlangt. Und wenn es an einer Front endlich mal klappt, warum dann nicht auch im Rest des Lebens?

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Ich überlege kurz, wie ich meinem Freund, dem notorischen Single und dem Menschen auf der Welt, der Familienkram am allerwenigsten verstehen kann, erklären könnte, was im Advent bei uns so los ist. „Naja, heute und morgen ist schlecht. Wir haben ja ersten Advent, weißt du? Ist doch immer was besonderes mit Familienkaffeetrinken und so.“

„Achso, verstehe schon.“ Bilde ich es mir nur ein oder klingt er ein kleines Bisschen enttäuscht?

„Wie sieht's denn am Montag bei dir aus?“, mache ich ein Kompromissangebot.

„Naja, ich würde schon gern.“ Peter ergreift meine ausgestreckte Hand wie ein Ertrinkender. „Aber ich hab Probe.“

„Macht nichts. Dann komme ich im Probenraum vorbei und danach gehen wir noch auf ein Bierchen irgendwo hin, okay?“

„Ja, klingt gut.“, geht er auf meinen Vorschlag ein. „Wie läuft's denn sonst so?“

Irgendwas scheint mit Peter los zu sein. Normalerweise macht er nicht so viele Worte am Telefon. Er gehört eher zu der Sorte „Hallo-Wollen wir uns treffen-Wann und wo-Ja, bis bald!“-Telefonierern.

„Ist bei dir alles in Ordnung?“, frage ich besorgt.

„Jaja, alles bestens.“, versucht er mich zu beruhigen. „Wollte halt nur wissen, wie's dir so geht.“

„Naja. Das Übliche halt. Man dümpelt so vor sich hin und dann rennt man nichtsahnend in ein Fettnäpfchen und muss sich eine Strafpredigt anhören. Immer wegen solchen Kleinigkeiten. Ich sag über ihre Freundinnen das Falsche, ich hab die Weihnachtssachen nicht rechtzeitig besorgt, ich respektiere ihre Wünsche nicht - irgendwie hab ich das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.“, sage ich etwas aufgekratzt. Sowas passiert mir oft, wenn ich mit Peter rede. Selbst, wenn ich mir noch einrede, alles wäre in bester Ordnung, schafft er es, meinen angestauten Frust aus mir herauszukitzeln. „Heute haben wir 24 Lebkuchen für 8,80 Euro gekauft. Nur weil sie meinte, das muss unbedingt sein.“

Am anderen Ende der Leitung pfeift es anerkennend. „Das sind ja pro Stück…“

„...37 Cent. Ich weiß.“

„Und das nervt dich wieder mal. Ist doch klar. In so einer Krise legt man jedes Wort auf die Goldwaage.“, beginnt Peter mit einer Paaranalyse.

„Welche Krise?“, frage ich verdattert.

„Na, die in deiner Ehe.“, psychoanalysiert er munter weiter. „Ständig beschwerst du dich, dass ihr euch streitet und Yvette hat jede Menge an dir auszusetzen. Das sind ganz klar Symptome einer Krise.“, stellt er mit einer Stimme fest, die keinen Widerspruch duldet.

„Was weißt du denn schon davon? Bist du jetzt Psychiater, oder was?“, kontere ich trotzig. „Wann hast du denn das letzte Mal eine Beziehung gehabt? Du kannst sowas doch gar nicht beurteilen.“

„Moment, Moment.“, erwidert Peter mit Dozententon. „Nur, weil man selbst nicht in einer bestimmten Situation steckt, heißt das nicht, dass man sie nicht durchschauen kann. Im Gegenteil, von außen lassen sich viele Dinge viel objektiver betrachten als aus der Innensicht.“

„Was für einen Blödsinn hast du denn schon wieder gelesen?“ Langsam werde ich ungehalten von so viel Klugscheißerei. „Und überhaupt. Von so einer Krise müsste ich ja trotzdem etwas merken, oder? Ich liebe Yvette. Sie ist die einzige Frau für mich. Ich habe sogar mit Erschrecken festgestellt, dass mich in letzter Zeit andere Frauen gar nicht mehr interessieren. Selbst die Girls im Playboy lassen mich kalt.“

„Das ist gruselig.“ Peters lakonischer Kommentar bringt mich erst richtig auf die Palme.

„Das ist nicht gruselig. Das ist Liebe, du Idiot. Mag ja sein, dass wir uns häufig wegen Kleinkram in den Haaren haben, aber wer hat das nicht? Und ich werde dafür sorgen, dass wir eine bessere Basis für unsere Beziehung haben und alles harmonischer wird. Und Advent ist die beste Zeit, damit anzufangen. Und deshalb kann ich dich morgen nicht treffen, weil ich mit meiner Familie zusammen sein und meine Frau glücklich machen werde, unter anderem mit Lebkuchen zu 37 Cent das Stück. So, jetzt weißt du's.“ Damit drücke ich Peter weg und knalle den Deckel des Müllcontainers zu. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hinkriege.

Aus dem Augenwinkel nehme ich eine Bewegung wahr. Neben mir steht Frau Lüders, unsere Nachbarin aus dem dritten Stock und strahlt mich an. Bevor ich etwas sagen kann, zwinkert sie mir zu und zuckelt auf ihren Stock gestützt auf dem Gehsteig davon. Ich schaue ihr nach und kratze mich am unrasierten Kinn.

II. Sonntag, 28. November (1. Advent): Tom Petty & the Heartbreakers - Christmas All Over Again

Ich liebe es, sonntags etwas eher in der Kirche zu sein. Erstens habe ich so meinen Stammplatz sicher, den ich so gewählt habe, dass man sich beim Singen der Lieder, deren Texte ein Beamer auf eine große Leinwand projiziert, nicht den Hals verrenken muss, und zweitens ist es einfach spannend, sich Gedanken darüber zu machen, was in den anderen gerade vor sich geht.

Entspannt sitze ich auf einem Stuhl in der vierten Reihe von hinten und begutachte die Menschen, die nach und nach eintrudeln. Blumbergs, das wahrscheinlich älteste Seniorenpaar unserer Gemeinde, kommen herein und klopfen sich die Jacken ab. Sie hat sich bei ihm eingehakt und in trauter Zweisamkeit zuckeln sie mit kleinen Trippelschritten an uns vorbei ganz nach vorn. Eine Schar Teenies balgt sich um die besten Plätze in der letzten Reihe und die Kinder begrüßen sich lautstark in ihren Bankreihen, von denen aus sie bald zum Kindergottesdienst aufbrechen werden.

Jetzt wird es interessant. Hans-Peter und Wilhelm sind fast gleichzeitig eingetroffen und eilen mit dem schnellsten Schreiten, das ihnen die Würde des Alters noch erlaubt, auf den Platz vorn am Fenster zu. Beide lieben diesen Platz, denn wer dort sitzt, kann mit ein bisschen Glück die jungen Frauen aus der WG gegenüber beim Aufstehen beobachten. Ich habe ja den Verdacht, dass die Mädels das wissen und sich am Sonntagmorgen zwischen zehn und elf besonders eifrig vorm Fenster recken, aber so alt bin ich noch nicht, dass ich mich mit den beiden Gockeln deshalb um diesen Platz streiten muss. Hans-Peter gewinnt heute den stummen Wettstreit mit drei Schritten Vorsprung und macht sich mit zufriedenem Grinsen auf dem Stuhl breit. Missmutig setzt sich Wilhelm neben ihn, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Ich schmunzle in mich hinein, während sich um uns herum schnell die Plätze füllen. Yvette neben mir bekommt von all dem kaum etwas mit. Sie ist wie immer mit dem Inhalt ihrer Handtasche mehr als beschäftigt.

Als die Band ihre Instrumente bereitmacht, stupse ich sie an. Erschreckt zuckt sie zusammen, lässt ihr Smartphone in die Tasche fallen und schaut schuldbewusst zu mir herüber. „Vera.“, flüstert sie, als ob sie sich bei mir entschuldigen müsste.

Die Band beginnt zu spielen und enthebt mich so einer Antwort. Ich stimme in den Gesang ein und versuche, die Lautstärke von Familie Krone zu übertönen. Alle fünf singen in diversen Chören und versuchen immer, den Gesangspart der gesamten Gemeinde zu übernehmen. Nicht nur ich scheine mich daran zu stören, denn immer, wenn Krones da sind, singen alle anderen extra laut. Das klingt dann zwar nicht sehr gut, macht aber allen eine Menge Spaß.

Der Lobpreisteil ist für mich sowieso das beste am Gottesdienst. Dafür gehe ich hin. So wie jetzt nehme ich mir fast jeden Sonntag vor, mal bei einer der Bands anzufragen, ob sie nicht noch einen Sänger brauchen, aber nach dem Gottesdienst trau ich mich dann doch nie. Also lebe ich meine geheime Begabung im Wettstreit mit Leuten wie den Krones aus.

Yvette geht lieber wegen der Predigten in die Kirche. Ich gebe gern zu, dass die meisten davon durchaus interessant sind, aber heute weiß ich schon, was kommen wird. Es ist schließlich erster Advent und alles andere als das Thema „Ankunft und Mitmenschlichkeit in der Nachfolge Jesu“ wäre eine arge Enttäuschung. Es gibt einfach gewisse Dinge im Leben, die einen festen Platz im Jahreskreis haben und die Adventspredigten gehören dazu.

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