Nick Lubens - Oh Du Fröhliche

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Advent, Advent, die Hütte brennt.
Klaus hatte sich die Vorweihnachtszeit so schön ausgemalt. Dieses Mal sollte es die perfekte Adventsstimmung geben. Romantische Kerzenlichtdinner mit seiner Frau Yvette, der ein oder andere entspannte Verwandtenbesuch und Weihnachtsmarktbesuche mit seinem Freund Peter.
Doch wie alle Jahre wieder jagt eine Katastrophe die nächste und Klaus' Leben schlittert Tag für Tag weiter auf den Abgrund zu. Da trifft es sich gut, dass er im Altenheim, in dem er als Pfleger arbeitet, plötzlich und völlig unerwartet Heldenstatus erlangt. Und wenn es an einer Front endlich mal klappt, warum dann nicht auch im Rest des Lebens?

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„Du willst mir doch nicht erzählen, dass du die Lebkuchen durch die Verpackung durchgerochen hast, oder? Das einzige, was damals gemüffelt hat, waren wahrscheinlich deine Socken.“ Mit spitzer Nadel lässt Yvette meine Wolke platzen wie eine Seifenblase an einem Tannenast.

„Müssen wir da wirklich rein?“, fragt Yvette mit leicht verzweifelter Tonlage in ihrer Stimme. Ich mustere das Gewimmel vor dem Rewe-Markt. Menschenmassen schieben und stoßen sich durch die viel zu enge Tür, deren Automatik hin und wieder den sinnlosen Versuch unternimmt, sich wenigstens ganz kurz zu schließen und ein bisschen warme Luft im Markt drin zu behalten. Aber gegen diese Menge an mehr oder weniger fröhlichen Voradventseinkäufern kommt sie nicht an. Ich schaue kurz auf meine Uhr.

„Ist erst kurz vor vier. In den nächsten drei Stunden wird es nicht besser. Am besten, wir bringen es gleich hinter uns.“

„Na, dann mal los!“, seufzt Yvette resigniert und fixiert den Eingang auf der Suche nach einer Lücke, durch die wir uns kämpfen könnten. Als erfahrener Einkäufer wende ich meinen Blick zuerst dem Gitter mit den Einkaufswagen zu. Alles leer - natürlich. Ich lasse meinen Blick über die Menschenmenge schweifen und sehe einen Mann, der versucht, einen leeren Wagen gegen den Strom der Menge zurück zum Abstellplatz zu schieben. Zielsicher halte ich auf ihn zu, Yvette im Schlepptau.

Es sind nur noch wenige Meter bis zu meinem Zielobjekt, als ich aus den Augenwinkeln sehe, dass wir nicht die einzigen sind, die auf den Mann zusteuern. Eine große, dicke Frau schiebt sich rücksichtslos durch die schwer bepackten Grüppchen links von uns. Ich beschleunige meine Schritte, doch sie scheint uns bereits bemerkt zu haben. Flüche und Beschimpfungen, die hinter ihr herfliegen, lassen uns erahnen, mit welchem Einsatz sie versucht, uns zuvorzukommen.

Offensichtlich habe ich zu sehr auf unsere Konkurrentin geachtet, denn plötzlich stoße ich mit der Nase auf einen Widerstand. Ich kann meinen Körper nicht schnell genug bremsen und pralle mit voller Wucht gegen das breiteste Kreuz, dass mir in meinem ganzen Leben begegnet ist. Ganz langsam dreht sich ein Berg von Mann zu mir um. Ich blicke nach oben, direkt in ein Gesicht, bei dem mir als vorherrschendes Merkmal das Fehlen jeglicher Haare darüber auffällt. Bevor ich noch analysieren kann, ob die Glatze natürliche oder künstliche Gründe hat, raunzt er mich schon mit tiefer, befehlsgewohnter Stimme an: "Keene Oogen im Kopp, oder wat?"

Die kurze Zeit, die ich benötige, um zu verstehen, was der Fleischberg von mir will, nutzt Yvette geschickt, indem sie mich am Arm packt, um den Glatzkopf herumzieht und ihm gleichzeitig mit einem fröhlichen „Entschuldigung. Er ist immer so vertrottelt.“, erklärt, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Wahrscheinlich hat sie mir damit das Leben gerettet, was ich ihr hoch anrechnen sollte, aber meine Gedanken kennen immer noch nur ein Ziel - den Einkaufswagen.

Die letzten Schritte sind schnell gemacht, aber der kurze Aufenthalt in der Gefahrenzone hat uns entscheidende Sekunden gekostet. Die Dicke ist vor uns da. Sie grinst uns hämisch an und wir hören gerade noch, wie der Mann sagt: „Tut mir leid, aber ich habe einen Chip im Wagen.“ Unsere Gegnerin schaut für einen Moment zweifelnd auf das 1-Euro-Stück in ihrer Hand. Wieder ist es Yvette, die schneller schaltet als ich. „Macht nichts. Wir nehmen den Wagen trotzdem.“ Dann drückt sie dem Mann eine Münze in die Hand, zerrt mich hinter den Wagen, schenkt der dicken Frau ein breites Lächeln und schiebt mich samt Wagen so schnell es geht Richtung Eingang. Die halbherzigen Proteste des Mannes verhallen bald, dafür können wir noch einige Sekunden das Gezeter der Frau hören, das aber bald im Gemurmel der Masse verschwimmt.

Im Rewe geht es wesentlich gesitteter zu als vor dem Eingang. Wenn sich einmal der Verkehr eingefädelt hat, läuft so ein Einkaufsstrom im Supermarkt ja fast wie von selbst. Einziger Störfaktor sind die Männer - ja, meistens sind es tatsächlich Männer, wie mir gerade auffällt - die sich gegen den Strom schieben müssen, weil sie entweder irgendwo am Anfang des Marktes etwas Wichtiges vergessen haben, oder aber das Regal mit den Damenbinden nicht finden können. Ich klopfe mir innerlich auf die Schulter. So etwas ist mir schon seit Jahren nicht mehr passiert. Schließlich kenne ich unseren Rewe-Markt in- und auswendig. Mein Einkaufszettel ist natürlich auf die Abfolge der Regale abgestimmt. Ich kann jedem, der es wissen will, sofort sagen, wo die Haferflocken, der Reis und die Damenbinden stehen, ja, sogar die Hefewürfel könnte ich mit geschlossenen Augen finden und ich weiß auch, wo sich der Kundschaft die jahreszeitlichen Sonderangebote präsentieren. Deshalb kann ich mich auch ganz entspannt in die Karawane der Einkaufswagen einreihen und gemütlich hinter dem Wagen hertrotten. Yvette hat es übernommen, die Sachen aus den Regalen in den Wagen zu räumen, ich bin nur fürs Steuern und Bremsen zuständig.

Mir fällt auf, dass wir nicht die Einzigen sind, die diese Form der Arbeitsteilung praktizieren. Über die Hälfte der Einkaufswagen wird heute nach diesem Prinzip bewegt. Die meisten Männer haben diesen stoischen Blick aufgesetzt, der die hintere untere Kante des Gitternetzes, in dem die Waren landen, fixiert und bemühen sich redlich, bloß nicht nachzurechnen, was das Ganze am Ende kosten wird. Es scheint auch keiner zu hinterfragen, was da alles im Wagen landet. Dabei sehe ich nur wenige, die so wie ich einen Einkaufszettel dabeihaben, auf dem sie sorgfältig abhaken, was alles in den Wagen wandert. Das nenne ich mal Gottvertrauen. Alle Achtung!

Ein Stocken in der gleichförmigen Geschwindigkeit der Wagenkolonne lenkt mich von meinen Gedanken ab. Ich hebe den Blick und sehe in Yvettes fragendes Gesicht.

„Was ist denn los?“, frage ich irritiert und schaue mich um.

Yvette weist mit einer ausladenden Geste auf ein riesiges leeres Korbteil, das zu unserer Rechten steht. „Sollten hier nicht die gefüllten Lebkuchenherzen liegen?“

Ich schaue mir die Beschilderung genau an. Dann nicke ich zögerlich. „Ähm, ja. Hier lagen sie die ganzen letzten Wochen.“

„Aber jetzt liegen keine mehr da.“, ruft sie, halb triumphierend, halb aufgebracht.

Ich schaue mich noch einmal genau um. Keine gefüllten Lebkuchenherzen weit und breit. Ein Blick auf meinen Zettel verrät mir, dass ich davon vier Packungen vorgesehen hatte. Verwirrt drehe ich mich einmal um die eigene Achse.

„Kann ich ihnen irgendwie helfen?“, fragt mich eine Stimme, die von weiter unten kommt. Eine zierliche Verkäuferin steht vor mir und strahlt mich an.

„Ähm, naja, also, wir suchen die gefüllten Lebkuchenherzen.“, stammle ich.

„Oh, tut mir leid.“, sagt sie mit ehrlicher Betroffenheit in der Stimme. „Die sind schon ausverkauft.“

„Ausverkauft?“ Ich brauche ein paar Sekunden, um diese Information zu entschlüsseln. „Sie meinen, es ist noch nicht mal Advent und schon sind die Lebkuchenherzen ausverkauft?“

„Ja, leider.“, sagt sie und scheint noch etwas kleiner zu werden, wenn das überhaupt möglich ist.

Ich drehe mich zu Yvette um, die mich immer noch mit diesem halb spöttischen Blick ansieht. „Was ist denn das für ein Scheiß? Keine Lebkuchenherzen mehr? Und wo bleibt da das Prinzip von Angebot und Nachfrage? Ich habe eindeutig Nachfrage, aber die haben kein Angebot!“ Dabei deute ich auf den Platz, auf dem eben noch die Verkäuferin stand. Die hat sich heimlich, still und leise davongemacht, während ich in einem unaufmerksamen Augenblick meine Frau angeschaut habe.

„Hättest sie halt zeitiger kaufen sollen, als noch welche da waren.“, versetzt mir Yvette einen zusätzlichen verbalen Tritt.

„Zeitiger kaufen? Welcher Trottel kauft denn schon Lebkuchen, bevor es überhaupt Adventszeit ist?“, erwidere ich.

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