Klaus Ulaszewski - Selbstverständlich Pistolen

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Der gewiefte Kunstsammler Hans von Ketteler unterbreitet der auf ausgefallene Wünsche spezialisierten Agentur 'Dschinn und Jeannies' ein heikles Angebot.
Zwei Wochen später steht Willi Haffke, Kommissar und naturverbundener Junggeselle, nicht nur am romantischsten Tatort, sondern auch vor dem sonderbarsten Fall seiner langen Karriere: einem Duell – im 21sten Jahrhundert.
Das Motiv vermutet er in einer zufälligen Laune gelangweilter Exzentriker. Doch der Hinweis seines Kollegen Quirin Stiens, dass eine der beteiligten Personen im Fall einer Serie organisierten Kunstdiebstahls involviert sei, lässt ihn bald daran zweifeln.

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Ohne das soeben erhaltene Wissen um von Kettelers sowohl physische als auch psychische Verfassung hätte er ihn für einen Ausdauersportler, vielleicht Langstreckenläufer gehalten. Jedenfalls gehört er zu den vergleichsweise jungen Klienten. Die meisten haben bereits ein betagtes Alter erreicht, wenn sie den Kontakt zur Agentur aufnehmen. Einer der ersten Auftraggeber war schon zur Feier des Einjährigen verstorben. In ein paar Wochen feiert man das Siebenjährige. Er könnte noch im Beruf stehen. Akademiker, vielleicht Jurist, spekuliert er. Jemand, der die Dinge in die Hand nimmt. »Sie haben sicher genaue Vorstellungen!?«, animiert er den Gast den Anlass seines Besuches zu erläutern.

Von Ketteler erhebt sich, geht um den Tisch herum und betrachtet die restlichen, noch nicht in Augenschein genommenen Fotos. Vor dem Schnappschuss eines sich aus dem Flugzeug werfenden Fallschirmspringers bleibt er stehen. Nach einer Weile bemerkt er: »Die habe ich. Allerdings wird Ihnen mein Plan - oder sagen wir angemessener mein Wunsch - in verschiedener Hinsicht Schwierigkeiten bereiten. Deswegen erwarte ich keine voreilige, aber dennoch kurzfristige Entscheidung. Besprechen sie sich ausführlich.« Er zieht eine Brieftasche aus dem grauen Jackett, sucht eine Visitenkarte heraus und überreicht sie Delius. »Ich bin gewillt, Ihren Entschluss zu akzeptieren.«

›Was bleibt ihm auch anderes übrig‹, denkt Delius.

Er war schon einigen absonderlichen Klienten begegnet. Auch hatte man ihm die seltsamsten Wünsche anvertraut. Und wenn zusammentraf, dass absonderliche Klienten seltsame Wünsche äußerten, ließen sich ebenso außergewöhnliche Aufträge erwarten.

Nicht, dass er von Ketteler in eine Schublade stecken möchte, doch der erste Eindruck lässt einen zumindest 'speziellen' Auftraggeber erwarten.

Emotionslos formuliert von Ketteler seinen Wunsch: »Ein Duell. Ich möchte mich duellieren.«

»Wie bitte, ... ein Duell? Ähh ..., Sie meinen ..., also ..., ein richtiges Duell?«.

»Selbstverständlich ein richtiges Duell. Kennen sie ein falsches?«

Delius hebt die Schultern. »Na ja, keine Ahnung. Aber verzeihen Sie - ob ein richtiges oder falsches -, spielt das irgendeine eine Rolle? ›Selbstverständlich‹ jedenfalls, finde ich daran gar nichts - im Gegenteil. Und außerdem ..., ein Duell bestreiten doch zwei Personen, oder nicht!?«

»So ist es.«

»Und ihr ... - sagt man Gegner? - nahm die Herausforderung an?«

»Mein Duellant wird es erst noch erfahren.«

»Er weiß es noch nicht? Er könnte sich weigern!«

»Das wird er nicht.«

»Was macht Sie da sicher?«

Als wäre die Frage abwegig und die Antwort naheliegend entgegnet von Ketteler: »Argumente.«

»Mhh ...« Skeptisch aber auch neugierig hakt Delius nach: »Und um wen handelt es sich bei Ihrem ... Duellanten , wenn ich fragen darf?«

Von Ketteler nimmt die feierliche Haltung eines Würdenträgers ein, der einen verdienten Bürger ehrt. »Um keinen Geringeren als Sie , Herr Delius.«

Der lässt sich konsterniert in die Rückenlehne sinken. ›Habe ich richtig gehört?‹, denkt er ungläubig.

Von Ketteler bemerkt Delius' nach oben gezogene Augenbrauen und die in Falten gelegte Stirn.

»Sie verstehen mich?«, fragt er nach.

»Inhaltlich schon, ja«, versichert Delius. »Aber ich frage mich: Was - um Himmelswillen - habe ich Ihnen getan?«

»Nichts, gar nichts, Herr Delius. Nehmen Sie es nicht persönlich. Die Rolle könnte genauso gut eine Ihrer Partnerinnen übernehmen.«

Delius lächelt gequält. »Ach, wenn das so ist ..., da bin ich aber erleichtert, das beruhigt mich doch ungemein«.

»Es geht um eine ehrenvolle Aufgabe, Herr Delius. Süffisanz ist hier unangebracht und der Sache abträglich. Ich muss davon überzeugt sein, dass Sie ernsthaft und professionell der Aufgabe begegnen.«

»Ja gut, aber ..., ich meine ..., soll ich Sie vielleicht erschießen? Oder wollen Sie etwa mich erschießen? Oder kämpfen wir mit Degen bis aufs Blut? Was stellen Sie sich vor? Außerdem bliebe da noch die Kleinigkeit des Honorars ...«

»Ich bin davon überzeugt, Herr Delius«, unterbricht von Ketteler, »dass der finanzielle Aspekt gewiss das geringste Problem darstellen sollte. Und auch Ihre verständliche Sorge um die Unversehrtheit der Beteiligten kann ich Ihnen nehmen. Ich werde es Ihnen erklären ...«

Zehn Minuten später begleitet Delius den Gast zum Ausgang. An der Tür blickt von Ketteler zurück zum Tresen. Frau Gonzales zwinkert ihm zu. Die Uhr zeigt noch immer 10:01. Er lächelt - eher mitleidig denn amüsiert.

2 Klackklack

Von Kettelers Wunsch wirft Fragen auf. Fragen, zu denen Delius Position beziehen muss, bevor er die Partnerinnen informiert.

Er lässt Frau Gonzales wissen, dass er eine 'Findungsauszeit' benötige und morgen früh erst wieder zur wöchentlichen Lagebesprechung im Büro zu erwarten sei. Wenn Delius eine Auszeit ankündigt, lassen ihn Frau Gonzales und die 'Jeannies' in Ruhe.

Er braucht Entspannung, einen klaren Kopf. Um das zu erreichen, greift er auf eine bewährte Methode zurück. Sein Weg führt ihn geradewegs auf die mit Campingtisch, Klappstuhl, Wäscheständer und einem Kasten Mineralwasser fast vollständig zugestellten Terrasse seiner Dachwohnung im vierten Geschoss des Vorderhauses. Er nimmt Sportshort und Funktionsshirt von der Leine, ergreift die unter dem Tisch stehenden Joggingschuhe und zieht eine Flasche Mineralwasser aus dem Kasten.

Fünf Minuten später öffnet er das Verdeck des Saab, schiebt die Sonnenbrille ins Gesicht und fährt die Rittensteiner Straße hinauf. Kurz vor dem Nobelstadtteil Hügelberg biegt er links ab, durchfährt ein paar Wohnstraßen und stellt den Wagen auf dem Parkplatz am Beginn der vier Kilometer langen Waldlaufrunde ab.

Nach Absolvierung der ungeliebten Dehnübungen zieht er die Schleifen der Schnürsenkel stramm und läuft los. Schon nach hundert Metern ist ihm klar, dass ihn das Laufen nicht ablenkt - zumindest heute nicht. Später ja, später würde er gerne nachdenken und Argumente abwägen wollen. Aber nicht jetzt. Jetzt möchte er abschalten, seine Wahrnehmung auf die Natur und die eigenen Bewegungen konzentrieren. Es gelingt ihm nicht. Von Kettelers Wunsch und das Honorarangebot laufen mit.

Zwei Runden später beendet er die Einheit, misst erschöpft den Puls und zwingt sich wiederholt zu Dehnübungen. ›Acht Kilometer sind eine Menge, fast ohne Training‹, denkt er.

Nachdem er wieder im Wagen sitzt, kommen ihm Zweifel. War er nicht um 11:35 Uhr angekommen? Jetzt zeigt die Uhr 12:45 Uhr. Wenn er zehn Minuten für die Dehnübungen abzieht, hätte er für die acht Kilometer eine Stunde benötigt. Niemals war er dermaßen lahm. Dafür gibt es nur eine Erklärung. Anstatt zwei ist er drei Runden gelaufen.

Wieder Zuhause, duscht er ausgiebig, zieht Shorts an, streift ein T-Shirt mit dem Aufdruck 'Who's Next' auf dem Rücken über und geht in die Küche. Er nimmt die überregionale Tageszeitung vom Tisch, holt ein Bier aus dem Kühlschrank und setzt sich mit Zeitung und Sonnenbrille an den Campingtisch, wohl wissend, dass er damit die Auseinandersetzung mit dem Auftragsangebot vor sich herschiebt.

Am frühen Abend legt er die Zeitung zur Seite, holt sich ein zweites Bier und beobachtet die Aktivitäten vor den Fassaden des gegenüberliegenden Blocks. Auf einem Balkon bereitet ein Paar den Grill vor. Einige Häuser weiter rekelt sich eine fettleibige Frau im gelben Bikini auf dem flachen Teerpappendach eines Erkervorbaus. Irgendwo hinter einer Brüstung versteckt, schreit ein Baby atemlos. Und überall sorgen aufgespannte Sonnenschirme für Farbtupfer vor den grauen Hinterhoffassaden.

Die mittlerweile untergehende Sonne taucht den zur Agentur gehörenden Hof in ein warmes gelblich-rotes Licht. Das Grün des Efeus wirkt frischer als noch am Tag. In seinem Laub suchen Vögel nach Kleingetier.

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