P. Schmidt - Heimtücke

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Im Kriminalgericht Moabit in Berlin wird ein Mädchen erdrosselt.
Thies Jörgensen, neuer Staatsanwalt beim Kriminalgericht Berlin, findet die Leiche, als er dort auf der Suche nach Raum A 513 fasziniert von der monströsen, teils grotesken und imperialen Architektur, überrascht über den verwahrlosten Zustand, herumirrt.
"Moabit", wie das Kriminalgericht im Berliner Sprachgebrauch genannt wird, ist das Synonym einer «Justizfabrik», die mit veralteten Produktionsmitteln versucht, den Anforderungen der Neuzeit gerecht zu werden. Jörgensen fällt es schwer, sich hier zurechtzufinden
Brühne, der Oberstaatsanwalt, merkt, dass der Fall für die Berliner Justiz brisant werden könnte und übergibt Jörgensen den Fall.
Es führen verschiedene Spuren zu möglichen Tätern aus dem Kreis der Justiz, unter anderem einen Richter, als auch zu externen Verdächtigen wie einem Sozialarbeiter und den Mitgliedern einer Sekte. Doch….

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Jörgensen klopfte vorsichtig an die Tür, ein dickes Brett war über eine beschädigte Stelle geschraubt war. Da keine Reaktion aus dem Raum erfolgte, öffnete er die Tür und betrat den Raum. Auf dem mit Akten übersäten Schreibtisch stand ein Radio, aus dem Schlagermusik dröhnte. An sich war das am Arbeitsplatz verboten, aber Frau Vogel, die Justizobersekretärin, hatte über den Personalrat eine Sondergenehmigung erhalten, da sie ohne Musik die psychische Belastung am Arbeitsplatz nicht ertragen konnte.

Jörgensen gab Frau Vogel, einer blondierten Mittfünfzigerin, die schon lange in Moabit arbeitete, förmlich und ein wenig umständlich die Hand. Sie musterte ihn mit ihren stahlblauen Augen. Frau Benradt, eine junge Frau, die ihre Prüfung zur Justizsekretärin noch vor sich hatte, lächelte freundlich. „Ich bin der neue Staatsanwalt Jörgensen.“

Vogel kommentierte: „Ach, Sie sind das.“

„Ich brauche die Akten für die Sitzung ", murmelte er. Frau Vogel zeigte auf einen Stapel Akten. Er blätterte darin herum, als ein sichtlich erregter grauhaariger Mann mit Halbglatze, ohne zu klopfen, in den Raum trat, offensichtlich ein Anwalt, da über seinem rechten Arm eine Anwaltsrobe hing. König Friedrich Wilhelm I. hatte das Tragen der Robe für Anwälte angeordnet, damit man diese Spitzbuben schon von weitem erkennen und sich vor ihnen hüten konnte.

Der Anwalt kramte aus seiner Aktentasche ein zerknülltes Schreiben hervor, wedelte damit herum und prustete: „Das ist ja wohl wieder mal ein Husarenstück der Justiz in Moabit. Wegen des von mir für meinen Mandanten erstrittenen Freispruchs, hatte ich beantragt, meine Gebühren für diese Tätigkeit zu erstatten und was schreiben Sie?“

Er zitierte: „Die Akten sind außer Kontrolle geraten und trotz intensiver Suche konnten sie nicht gefunden werden. Wir können die Kosten erst auszahlen, wenn Sie uns eine Kopie Ihrer Handakte zur Verfügung stellen. Und jetzt kommt's“, erregte sich der Mann, der zwischenzeitlich im Gesicht puterrot angelaufen war, „Die Kosten hierfür können wir nicht übernehmen. gezeichnet Vogel.“

Der Anwalt öffnete seinen Aktenkoffer, holte eine komplett kopierte Akte heraus, die er mit Wucht auf den Schreibtisch schmiss. „Hier ist die Akte, gibt's gratis, aber bezahlen Sie endlich meine Gebühren. Den Antrag hatte ich schon vor mehr als vier Monaten eingereicht.“

Jörgensen beobachtete, dass Frau Vogel kurz zusammenschrak, den Mund verzog, die Augenbrauen hob und wortlos blieb. Der Anwalt verließ mit wehendem Mantel den Raum, ohne sich zu verabschieden. Im Hintergrund summte das Radio.

Frau Vogel gewann langsam wieder die Fassung: „Diese Anwälte können sich einfach nicht benehmen.“

Noch etwas Nettes sagen, dachte Jörgensen. Ihm fiel nichts ein.

Als er sich die Akten griff, klatschte eine davon auf den Boden. Während er sich bückte, um sie aufzuheben, spürte er Frau Vogels Blick im Nacken.

Beim Hinausgehen hörte er, wie sie mit der Kollegin tuschelte: „Dieser Neue, charmant, aber sonst scheint der nichts auf die Reihe zu kriegen. Frau Benradt haben Sie schon gehört….“

Lina hatte ihn anfangs charmanter Philosoph genannt, am Schluss nur noch intellektueller Trottel. Er hätte das Gespräch gerne mitgehört, musste aber die Tür schließen, bevor sie ihn beim Lauschen erwischten.

Abends in der Hotelbar, vor ihm ein schales Bier, dachte Jörgensen über sein Leben nach. Er allein zwischen Millionen mit einer Leiche. Sein inneres Requiem erklang, tonlos, die Sehnsucht nach Lina.

6.

§ 52 I Nr.1 StPO

Zur Verweigerung des Zeugnisses sind berechtigt, der Verlobte des Beschuldigten oder die Person, mit der der Beschuldigte ein Versprechen eingegangen ist, eine Lebenspartnerschaft zu begründen.

Nein, heute blieb er zu Hause. Die Zeitungen berichteten über diesen Jörgensen, den ermittelnden Staatsanwalt. Wer war dieser Jörgensen? Bekannt war der in Berlin nicht, eine Folie ohne Beschriftung.

Brühne rief an: „Jörgensen, die Tatortabsperrung soll in den nächsten Tagen abgebaut werden. Also, wenn Sie, Zuckowski oder sonst irgendwer noch Spuren sichern will, wird's Zeit.“

„Ich werde mich mit Zuckowski in Verbindung setzen.“ Eigentlich hätte er lieber Luisa Freudenreich gefragt, Zuckowski könnte aber falsche Schlüsse ziehen.

Lina hatte sich nicht mehr gemeldet. Er fragte sich, ob sie jetzt auf Mallorca war. Vielleicht hätte er mit ihr dorthin fahren sollen und nicht nach Montmorency, aber er hasste Massentourismus, Sonne und Strand.

Während er noch darüber nachdachte, wählte er Zuckowskis Nummer. „Ach, Sie.“ Jörgensen spürte den verächtlichen Unterton. „Ich wollte heute den Tatort besichtigen, da er wieder freigegeben werden muss.“

„Habe leider keine Zeit, schicke Freud. Die ist so in einer Stunde da. Bis demnächst.“ Ohne dass Jörgensen erwidern konnte, hatte Zuckowski die Verbindung unterbrochen.

Als er aufblickte, bemerkte er, dass Frau Morgenroth ihn beobachtet hatte, sich aber gleich wieder in die Akten vertiefte. Dann doch aufblickte und fragte: „Haben Sie eigentlich schon eine Wohnung gefunden?“ So persönlich?

„Nein, immer noch im Hotel. Kommen Sie aus Berlin?“ Sie lachte.

„Hören Sie das nicht. Ich komme ursprünglich aus Nürnberg und habe vor zehn Jahren hier als Staatsanwältin angefangen. Ich bin eigentlich wegen meines Mannes nach Berlin gekommen, aber das hat nicht lange gehalten. Ich bin geschieden.“

„Haben Sie Kinder?“

„Ja, eine Tochter. Die ist jetzt neun und ich sage Ihnen, einen Sack Kröten zu beaufsichtigen ist einfacher. Manchmal komme ich nach Hause, sie sitzt da mit vier oder fünf Freundinnen, spielt gerade verkleiden. Das mit meiner Garderobe. Oder sie haben beschlossen einen Kuchen zu backen. Mehl in jeder Ritze der Wohnung.“

In diesem Moment klopfte es an der Tür, Luisa Freudenreich, früher als erwartet, eine Aktentasche unter dem Arm. Jörgensen rückte einen Stuhl zurecht, Luisa Freudenreich bemerkte diese Aufmerksamkeit.

Aus ihrer Tasche kramte sie eine Akte hervor, öffnete sie: „Hier ist der Bericht von der Tatortsicherung. Danach ist Tat- und Auffindeort nicht identisch. Aber lassen Sie uns einen eigenen Eindruck verschaffen. Ich habe auch den Bericht der Rechtsmedizin dabei.“

Jörgensen und Freud am Verlobungsring, ein Rondell. Dort verlobten sich Angeklagte kurz vor der Hauptverhandlung mit Zeugen, damit sich der Zeuge auf das Aussageverweigerungsrecht berufen konnte. Romantisch, die darüber sich wölbende Kuppel mit den Tierkreiszeichen. Jörgensen lehnte am Geländer, Freud neben ihm. Justitia, über deren Kopf das Auge der Vorsehung.

„Gibt es die Vorsehung? Ist Mord im Charakter eines Menschen vorprogrammiert?“

„Das allsehende Auge der Justiz, göttlich“, kicherte Luisa Freudenreich.

Die Absperrbänder sahen sie bereits von weitem. Sie stiegen darüber hinweg, wobei er Freud die Hand reichte, selbst aber ins Stolpern geriet, so dass sie ihn festhalten musste.

Sie verschafften sich einen Überblick. Freud holte den Bericht der Tatortsicherung aus ihrer Tasche.

„Also hier vor der Toilette, muss der Täter sie von hinten angegriffen haben.“

„Es kann doch auch eine Täterin gewesen sein.“

„Laut Gerichtsmedizin ist dies unwahrscheinlich. Sie wog zwar nur 45 kg, wirkte nicht wie eine Sechzehnjährige sondern eher wie ein Kind, aber zu einer solchen Tat gehört erhebliche Kraft.“

„Wir gehen also von einem männlichen Täter aus.“

„Oder von einer sehr durchtrainierten kräftigen Frau, aber eher unwahrscheinlich. Also vor der Toilette wurden Speichelspuren, die mit Blut durchsetzt waren, gefunden. Hier“, sie deutete auf einige von der Spurensicherung markierte Stellen.

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