P. Schmidt - Heimtücke

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Im Kriminalgericht Moabit in Berlin wird ein Mädchen erdrosselt.
Thies Jörgensen, neuer Staatsanwalt beim Kriminalgericht Berlin, findet die Leiche, als er dort auf der Suche nach Raum A 513 fasziniert von der monströsen, teils grotesken und imperialen Architektur, überrascht über den verwahrlosten Zustand, herumirrt.
"Moabit", wie das Kriminalgericht im Berliner Sprachgebrauch genannt wird, ist das Synonym einer «Justizfabrik», die mit veralteten Produktionsmitteln versucht, den Anforderungen der Neuzeit gerecht zu werden. Jörgensen fällt es schwer, sich hier zurechtzufinden
Brühne, der Oberstaatsanwalt, merkt, dass der Fall für die Berliner Justiz brisant werden könnte und übergibt Jörgensen den Fall.
Es führen verschiedene Spuren zu möglichen Tätern aus dem Kreis der Justiz, unter anderem einen Richter, als auch zu externen Verdächtigen wie einem Sozialarbeiter und den Mitgliedern einer Sekte. Doch….

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Jörgensen wandte sich ihm zu: „Wir werden die Jugendlichen vorladen. Haben Sie eine Liste mit den Namen?“

Kluge übergab einen Zettel mit fünf Namen, der letzte Ozma Marie Becker.

Sie wussten immer noch wenig über das Opfer. Die Nachforschungen in der Wohngemeinschaft der Toten hatten eigentlich keine Erkenntnisse gebracht, die sie ernsthaft weitergeführt hätten.

Zuckowski hatte zwischenzeitlich den Wohnort der Mutter, ein kleines Dorf im Berliner Umland ermittelt. Dort war das Opfer bis zu ihrem Einzug in der Wohngemeinschaft gemeldet, der Vater unbekannt.

Jörgensen verbrachte eine unruhige, fast schlaflose Nacht, Gedanken jagten durch seinen Kopf und ließen ihn nicht zur Ruhe kommen.

Ihm fehlte Lina, jemand, mit dem er sprechen konnte. Es war wohl der Urlaub nach Montmorency auf den Spuren von Rousseau, dessen Leidenschaft für Madame d’Houdetot dort entbrannte, der sie letztendlich veranlasst hatte, die Scheidung einzureichen. Sie hatte nach sieben Jahren Ehe von unüberwindbarer Langeweile gesprochen, eine unerwartete Wendung in seinem Leben. Er lag in einem Hotelbett und starrte die Wand an.

3.

§ 152 I StPO

Die Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft sind in dieser Eigenschaft verpflichtet, den Anordnungen der Staatsanwaltschaft ihres Bezirks und der dieser vorgesetzten Beamten Folge zu leisten.

Mehrere Male hatte er das Kriminalgericht umrundet. Er wusste nicht, warum es ihn wieder hierhergezogen hatte. Vielleicht um etwas rauszukriegen. Eigentlich war es sinnlos, das Gericht war noch geschlossen, die Straßen leer, die Dunkelheit der Nacht nicht verschwunden. Er scheute den Tag, wie Al Capone die Steuer.

Jörgensen stand schon vor Sonnenaufgang auf. Als erstes würde er Zuckowski anrufen, um mit ihm ein Treffen zu vereinbaren.

Eine Stunde später stand Zuckowski mit dem Auto vor der Tür des Hotels. Jörgensen wartete bereits ungeduldig.

Durch die halbe Stadt, auf die Autobahn, die sie bald nach der Stadtgrenze wieder verließen, in ein kleines Dorf nördlich von Berlin. Aufgrund der Geschichte Stadt und Land exakt getrennt, anders als andere Metropolen hatte Berlin seine urbanen Flügel noch nicht auf das Umland gelegt. Die Umgebung dörflich, die Ruhe einer bäuerlichen Landschaft.

Durch die Brandenburger Alleen, kahl und ohne Grün vom Winter, Felder im flachen Land. Ein Anwesen abseits des Dorfes. Das Fahrzeug mussten sie außerhalb des Geländes abstellen. Jörgensen spürte die Sonnenstrahlen auf seinem Gesicht. Er schloss die Augen.

Sie standen vor einem grünen Holztor. Auf einem Schild: „Brüder und Schwestern des 11. Gebotes“. Zuckowski drückte auf den Klingelknopf. Jörgensen schlug seine Augenlider wieder auf.

Eine Frau, rosa Kleid, nein ein Gewand, schlicht, bis zu den Knöcheln, öffnete die Tür und fragte mit zaghafter Stimme: „Wohin wollen Sie?“

„Zu Frau Becker.“

Sie erwiderte: „Sie müssen erst zum Ozmo.“

Das Gelände ruhig trotz in matt rosa oder graublaue Gewänder gehüllter Menschen, die säten, pflanzten und den Boden hackten, viele Kinder mittendrin, ein Gemälde von van Gogh.

Während die Sonne auf den Hof fiel, bemerkte Jörgensen den Lärm und den Stress der Stadt, der plötzlich nicht mehr vorhanden war, als Zuckowski ihn mit lautem Ton von der Seite ansprach: „Wollen Sie nicht mitkommen?“

Seine Stimme hallte über den Hof und ließ die Bewohner für einen Moment aufhorchen.

Der Ozmo, ein hochgewachsener dünner Mann, auf dem Kopf eine dunkelblaue Samtkappe mit rosa Sternen bestickt. Haare weder am Körper noch auf dem Kopf. Eine dunkelblaue indische Kurta, ein knielanges Hemd mit Stehkragen, die flatternde Hose in gleicher Farbe, das wohl gewollte Bild eines spirituellen Lehrers. Der Geruch von Duftöl, vielleicht von Flieder, Lavendel oder Patchouli, füllte den Raum.

Die Sonne schimmerte durch das kleine Sprossenfenster und ließ einen Lichtstrahl auf den Ozmo fallen, viele Tücher sowie Kissen, in Indigoblau und Weiß wie in den Himmel getaucht.

„Jan Zuckowski, Hauptkommissar, wir müssen mit Frau Becker sprechen. Ihre Tochter ist verstorben.“

„Oh, Ozma Marie ist von uns gegangen“, sagte der Ozmo mit warmer Stimme. Er senkte die Augen, faltete die Hände, als wolle er beten, murmelte. Ungeduldig wippte Zuckowski auf seinen Füßen, konnte das Mantra kaum ertragen.

„Haben Sie noch Fragen an mich?“

Zuckowski antwortete sofort: „Nein.“ Jörgensen interessierte die Gemeinschaft. Deshalb ging Zuckowski zu Frau Becker, Jörgensen blieb bei dem Ozmo und fragte: „Was machen Sie hier?“

„Wir sind eine Gemeinschaft, die sich der Fürsorge und Liebe von Kindern widmet. Ich bin der Ozmo.“

„Was ist ein Ozmo?“

„Ich bin Mentor der Gemeinschaft. Ozma sind die Mädchen und Frauen, die Prinzessinnen. Die Jungen und Männer sind die Oz, die Zauberer.“

Kindergarten, dachte Jörgensen und schmunzelte.

„Sie werden das albern finden. Dies ist ein sicherer und friedlicher Raum für Kinder fern von Hass und Gewalt. Sie sind das Zentrum unseres Denkens. Die Welt voll Kinderfeindlichkeit, hier ein Ort der Liebe.“

Dagegen war nichts zu sagen Der Ozmo fuhr nach einer kleinen Pause fort: „Unsere Vision ist weder religiös noch wissenschaftlich, sondern die Sonne der Selbsterkenntnis, die im Inneren des Menschen aufgeht, wenn er seinem Weg folgt.“

Er schaute für einen Augenblick auf seine gefalteten Hände, was Jörgensen dazu veranlasste, dies ebenfalls zu tun. Demut, dachte er.

Der Ozmo setzte seine Rede fort:„Platons Höhlengleichnis zeigt den Pfad der Erkenntnis. Die Gesellschaft fürchtet das Licht und verharrt in Gefangenschaft. Wir aber gehen Schritt für Schritt im Algorithmus ins Licht.“

Jörgensen schaute ihn fragend an.

„Sie kennen den Begriff im Zusammenhang mit Computern.“

„Ich weiß nur, dass es sich eigentlich um den Namen Muhammed al-Chwarizmi handelt, dessen Namen in der lateinischen Übersetzung falsch übertragen wurde.“

„Seit Jahrtausenden existieren Algorithmen. Heute glaubt man, dass sie der Lösung von Rechenprozessen dienen und Computeraufgaben lösen. Das Geheimnis des Menschen liegt in seinen Algorithmen, denen er folgt. Eindeutige Handlungsvorschriften führen uns zum Erfolg. So finden wir das Licht, das uns die Zukunft bringt.

In Ihrer Gesellschaft leben Sie rückgewandt. Ihre Gesetze greifen erst, wenn etwas geschehen ist.

Ein Täterprofil ist ein Algorithmus. Der Profiler kennt den Ort, die Indizien und die Umstände der Tat und kann auf den Charakter des Täters schließen. Kennen wir den Algorithmus, können wir Kriminalität verhindern.“

Jörgensen schaute ihn nachdenklich an.

„Man kann das Tun im positiven Sinne beeinflussen, die Menschen können friedlich erleuchtet zusammenleben. Wissen wir, was ein Mensch tun wird, können wir eingreifen, das Schicksal beeinflussen. Das Licht erkennen. Dann brauchen wir für unser Zusammenleben weder Gesetze noch Strafen .“

Der Ozmo lächelte Jörgensen an, „Halleluja“, er hatte vom Baum der Esoterik gekostet. Ihm wurde aber nach einiger Zeit wieder klar, warum er überhaupt dort war und fragte: „Warum hat Marie die Gemeinschaft verlassen?“

„Ozma Marie ist vor ein paar Monaten fortgegangen. Ich habe es gesehen. Es war Ozma Maries Weg.“

„Warum haben Sie oder die Mutter keine Vermisstenanzeige aufgegeben?“

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