P. Schmidt - Heimtücke

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Im Kriminalgericht Moabit in Berlin wird ein Mädchen erdrosselt.
Thies Jörgensen, neuer Staatsanwalt beim Kriminalgericht Berlin, findet die Leiche, als er dort auf der Suche nach Raum A 513 fasziniert von der monströsen, teils grotesken und imperialen Architektur, überrascht über den verwahrlosten Zustand, herumirrt.
"Moabit", wie das Kriminalgericht im Berliner Sprachgebrauch genannt wird, ist das Synonym einer «Justizfabrik», die mit veralteten Produktionsmitteln versucht, den Anforderungen der Neuzeit gerecht zu werden. Jörgensen fällt es schwer, sich hier zurechtzufinden
Brühne, der Oberstaatsanwalt, merkt, dass der Fall für die Berliner Justiz brisant werden könnte und übergibt Jörgensen den Fall.
Es führen verschiedene Spuren zu möglichen Tätern aus dem Kreis der Justiz, unter anderem einen Richter, als auch zu externen Verdächtigen wie einem Sozialarbeiter und den Mitgliedern einer Sekte. Doch….

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Unwillkürliche Kontraktionen der Muskeln schütteln ihren Körper. Sie will einfach nicht sterben. Der Gurt bohrt sich weiter in die Haut ihres Halses. Ihr Gesicht schwillt an, verfärbt sich. Ihr starrer Blick mit den Augäpfeln, die sich aus den Höhlen wölben. Er kann nicht hinsehen.

Sie muss sterben, mit einem kräftigen Ruck zieht er an den Enden des Gürtels.

Endlich liegt sie reglos und mit erschlafftem Körper da.

1.

§ 152 II StPO

Die Staatsanwaltschaft ist, soweit nicht gesetzlich ein anderes bestimmt ist, verpflichtet, wegen aller verfolgbaren Straftaten einzuschreiten, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen.

Der kalte schneelose Winter war noch nicht vorbei. Der hatte sein Leben verändert. Hätte Lina sich nicht von ihm getrennt, wäre alles so geblieben, wie es war. Eine Weile stellte er sich vor den Eingang, betrachtete ihn, verschränkte die Arme vor seinem Körper. Einige Männer kamen auf ihn zu, drängten ihn beiseite und gingen in das Gebäude. Er kam ins Straucheln, taumelte. Figuren in den eisernen Türrahmen geschmiedet, dunkel und beklemmend. Justitia, ihr schwarzes stählernes Gesicht mit der Augenbinde, mehr Batman oder Zorro. Links und rechts skurrile Fratzen, mittelalterliche Handschellen und Stahlketten. Die Figuren waren bisher wohl niemanden aufgefallen. Der eine oder andere hätte sich geweigert, das Gebäude zu betreten. Er ging die flachen Stufen hinauf, über ihm die Streitaxt. Sein erster Tag am Kriminalgericht Moabit.

Am Eingang eine Kontrollstelle, davor eine Schlange, daneben ein einfaches Drehkreuz. Dort versuchte er hindurch zu gelangen. „Halt! Haben Sie einen Dienstausweis, “ sprach ihn ein uniformierter Justizwachtmeister an. „Nein, ich bin Jörgensen, der neue Staatsanwalt.“ „Das kann ja jeder sagen. Sie brauchen einen Ausweis oder müssen durch die Kontrolle.“

Jörgensen stellte sich an, starrte auf seine Uhr, doch es war noch Zeit. Das wäre ihm früher in Lüneburg nicht passiert, aber das war Vergangenheit. Er musste sich einreihen und abwarten.

Langsam rückte er in der Warteschlange vorwärts. Er leerte seine Taschen, vergaß einen Schlüssel, Fiepen des Metalldetektors. Eigentlich hätte er ihn im Hotel lassen können. Nach einigem Suchen fand er ihn, zwängte sich dann durch die Sicherheitsschleuse, stand in der Eingangshalle, Barock, Gotik, Stilrichtungen vermischt wie in einem Cocktail. Von der Menschenschlange gelöst, war er unter der sich hoch über ihn wölbenden Kuppel fast allein dem Machtanspruch des wilhelminischen Gebäudes ausgeliefert, er klein, unbedeutend, ein Pixel im Bild.

Was erwartete ihn? Er versuchte, sich seine neuen Kollegen, seinen Arbeitsplatz vorzustellen, gab es allerdings im nächsten Moment wieder auf, da er keinen klaren Gedanken fassen konnte.

Er suchte Raum A 513, da er sich dort melden sollte. Das Gebäude hatte aber nur ein Erdgeschoss und 3 Etagen darüber. Es gab keinen 5. Stock.

Jörgensen ging einfach los, ohne sich weiter zu orientieren oder nachzufragen. Doch rechnete er hinter den wuchtigen Treppenaufgängen nicht mit dem Labyrinth von Fluren, Zwischengeschossen und Etagen. Sie schienen menschenleer. Alle waren plötzlich verschwunden, einfach vom Gebäude verschluckt.

Die Flure im Halbdunkel, die Wände, teilweise wie ein in die Jahre gekommenes Badezimmer blau gekachelt oder einfach weiß getüncht, häufig ausgebessert. Er krabbelte darin herum als wäre es ein Ameisenhaufen. Genauso ruhig, dunkel und die Ahnung, dass man doch nicht allein war, manchmal Rascheln, Stiche, die die Haut brennen ließen.

Irgendwann ein leicht süßlicher, unangenehmer Geruch. Er näherte sich einem Warteraum ohne Tür. Er war vollgestellt mit altem Mobiliar, dazwischen Bonbonpapier, zerfledderte Aktendeckel, überall Staubflocken- und –flusen, wie bei Lina unterm Bett.

Seine Neugier packte ihn. Zwischen Schreibtischen etwas mit einem Plastikmüllsack bedeckt. Er schob den beiseite, darunter ein lebloser Körper. Der Geruch verstärkte sich in diesem Moment, zwang ihn, sein Gesicht abzuwenden. Er richtete seinen Blick auf die Leiche, ein Mädchen, das Gesicht vom Todeskampf verzerrt, die Zunge weit herausgestreckt.

Er wurde aus seinen Betrachtungen gerissen: „Eh, was machen Sie denn da? Hier haben Sie nischt zu suchen.“ Der Justizwachtmeister hatte ihn von einem Treppenabsatz aus beobachtet. Als Jörgensen sich umdrehte, gab er den Blick auf die Tote frei.

„Ich suche Raum A 513.“

„Da sind Sie hier falsch.“

„Ich bin der neue Staatsanwalt.“

„Aha!“

„Heute ist mein erster Arbeitstag.“

„Aha!“

„Ich soll mich in Raum A 513 melden. Tja, - und dann fand ich hier die Leiche.“

Der Justizwachtmeister deutete auf den Müllsack. „Das erklärt das aber nicht.“

„Liegen hier noch mehr Leichen herum?“

„Na, nun werden Sie man nicht anzüglich. Ich treffe hier nicht jeden Tag angeblich neue Staatsanwälte, die hier nach Leichen suchen.“

Der Justizwachtmeister ließ ihn mit den Worten: „Sie warten hier!“ stehen.

Nach einer Weile stand Oberstaatsanwalt Brühne vor ihm, ein großer stämmiger Mann. Seine Glatze glänzte trotz des matten Lichts. „Sind Sie dieser Jörgensen?“

Ohne eine Antwort abzuwarten, setzte er seine Rede fort. „Sie kommen aus Lüneburg, wollen jetzt zur Staatsanwaltschaft Kap.?“ Bei dem Wort Lüneburg zog er die Brauen hoch und schaute leicht verächtlich. „Sie hatten dort wohl hauptsächlich mit Gleishockern, Ökos und Viehdieben zu tun. Ach, Sie wollen mal richtige Verbrechen bearbeiten. Naja, da gehört ein bisschen mehr zu. Die Leichen finden Sie ja schon, oder haben Sie die gleich mitgebracht?“

Jörgensen schwieg.

Der Flur füllte sich. Neugierige versuchten, einen Blick in den Warteraum zu werfen.

Mit festem Schritt ging ein Mann auf Brühne zu, der auf Jörgensen zeigte: „Der neue Staatsanwalt aus Lüneburg.“

„Jan Zuckowski, Hauptkommissar.“

Zuckowski, kräftige Statur, der Typ Macher, mit Outdoor-Funktionsjacke, eher Abenteurer im Busch als Hauptkommissar in Berlin. Jörgensen überragte ihn um einen Kopf. Mit dem neuen Kaschmirmantel, feinstes Tuch aus der Mongolei, fühlte der sich am Kriminalgericht und neben Zuckowski fehl am Platze.

„Bearbeiten Sie den Fall?“ fragte Zuckowski und wandte sich dabei Jörgensen zu, der sich über sein kurzes graues Haar strich und seine Brille zurechtrückte.

„Nei….“, er konnte nicht antworten. Brühne unterbrach ihn. „Keine schlechte Idee. Die Presse wird sich auf die Sache stürzen, vermuten, dass die gesamte Berliner Justiz in den Fall verstrickt ist. Sie sind hier noch ein ungeschriebenes Buch. Sie können in noch nichts verwickelt sein.“

„Am Hals befinden sich zirkulär verlaufende Striemen aus vertrocknetem, braunem Blut und weitere tiefrote Verfärbungen, wahrscheinlich erdrosselt.“

„Ach, jetzt ist der Jörgensen noch Rechtsmediziner.“

Warum war er nur nach Berlin gegangen? Er hatte sich das anders vorgestellt und mit einer Leiche am ersten Tag sowieso nicht gerechnet. Das Getuschel der Kollegen, als sich seine Frau Lina von ihm getrennt hatte, war für ihn unerträglich geworden. Deshalb die Idee wegzugehen.

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