Reiner Kotulla - Marijana

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Der Protagonist des Romans ist Alexander Fabuschewski, ein Schriftsteller. Er hat eine Schreibidee, will aber gleichzeitig mit Freunden die Lahn erkunden. Zusammen bauen sie aus ehemaligen Ölfässern, Balken und Brettern ein Floß. Auf Deck errichten sie ein Zelt mit zwei Schlafkabinen.
Die Haupthandlung ist eine über mehrere Tage sich erstreckende Floßfahrt auf der Lahn, an der neben dem Schriftsteller Alexander und seiner jugendlichen Partnerin noch ein befreundetes Paar teilnimmt. Es wird über eine Flussleiche berichtet, die auch immer wieder Bezugspunkt der auf dem Floß geführten Gespräche wird. Bei ihren Ausflügen an Land begegnen die vier immer wieder geheimnisvollen Menschen und ihren Rätseln.
Das enge Zusammenleben führt zu Beziehungskonflikten.
Am Ende schreiben Charlene und Alexander gemeinsam eine erotische Story, die sie in die Praxis umsetzen.
Die Geschichte der Titelheldin Marijana bildet den tragischen Höhepunkt.

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„Ja, wir waren, wie gesagt, viel zusammen in der letzten Zeit. Demnächst wird sie zu mir ziehen, denn meine Wohnung ist größer als die ihre.“

„Da freue ich mich für dich.“

„Nun aber zu dir, Alexander, wie geht es dir, und was macht Simone?“

Alexander erzählte, und bald hatten sie die zweite Tasse Kaffee getrunken. Zum Schluss verabredeten sie sich zu einem gemeinsamen Abendessen, zu Hause bei Simone und Alexander. „Ich werde kochen“, sagte Alexander, bevor sie sich verabschiedeten.

Zwei

Alexanders Wohnung befand sich in der ersten Etage eines Hauses in der Weißadlergasse. Er stieg die Treppe hoch. Vom Flur aus gelangte man rechter Hand zuerst in die Küche, die zweite Tür führte ins Wohnzimmer. Von der Küche und dem Wohnzimmer aus blickte man hinunter auf die Weißadlergasse. Vom Flur aus linker Hand kam man ins Schlafzimmer und in das Arbeitszimmer. Von hier aus schaute man in einen Hof und auf andere Häuser in Richtung Dom, den man aber nicht sehen konnte.

Er ging zuerst in die Küche, holte sich aus der Vorratskammer eine Flasche Bier, lief zurück ins Wohnzimmer, öffnete beide Fenster und setzte sich in einen Sessel, der gegenüber des einen Fensters stand. Simone war noch nicht zu Hause. Er wollte nachdenken, hatte noch keine Idee für einen neuen Roman. Und wie das so ist mit den Ideen, man hat sie oft dann nicht, wenn man sie braucht. Doch dann, unvermutet, als das Ergebnis sich kreuzender Gedankengänge, erscheinen sie, wie aus dem Nichts. Jedoch nur dann, wenn man denkt. Alexander überlegte, was er kochen könnte. Und plötzlich, wie gesagt, aus dem Nichts, taucht sie auf, die Erinnerung an schöne Tage in Straßburg. Eine Reportage über das Europaparlament hatte er schreiben sollen, und Sylvia war als Fotografin mitgefahren. Woher sie die Fotos dann letztendlich hatte, war Alexander ein Rätsel geblieben. Er jedenfalls hatte den Artikel erst geschrieben, als sie schon wieder zu Hause gewesen waren. Die nötigen Informationen stammten aus dem Internet.

In Straßburg hatten sie das Hotel nicht verlassen und das gemeinsame Zimmer beziehungsweise das Bett nur zum Essen. An einem Abend hatte sie aus der Speisekarte Elsässer Flammkuchen gewählt. Der hatte ihnen so gut geschmeckt, dass er nach dem Rezept gefragt hatte. Der Zettel musste noch in seinen alten Unterlagen zu finden sein. Bald fand er den Ordner und in ihm den Zettel. Zuerst der Einkauf. Er benötigte Dörrfleisch, saure Sahne und Schmand, Zwiebeln, Salz, Knoblauch und Brotteig.

Den Brotteig bekam er erst in der dritten Bäckerei am Schillerplatz. Er hätte natürlich den Teig auch selbst herstellen können, doch in gewisser Weise neigte Alexander Fabuschewski zur Bequemlichkeit, und weil er beides schon einmal ausprobiert hatte, war er der Ansicht, dass der Brotteig aus einer Bäckerei vom Geschmack her besser geeignet war, als der selbst hergestellte.

Wieder zu Hause angekommen, begann er sofort mit den Vorbereitungen. Das Backblech bestrich er mit Olivenöl, heizte den Ofen auf zweihundert Grad vor, rollte den Teig auf Mehl aus, legte ihn auf das Blech und passte ihn dessen Form an. Das Dörrfleisch schnitt er in möglichst dünne Scheiben und die Zwiebeln in Ringe. Die saure Sahne mit Schmand und Käseresten, mit Knoblauch, Salz und Schnittlauch vermischt, verteilte er gleichmäßig auf den Teig im Backblech, belegte die Fläche mit den Zwiebelringen und dem Dörrfleisch. Jetzt drosselte er die Temperatur im Backofen auf hundertsiebzig Grad und schob das Blech hinein. Er rechnete mit einer knappen Stunde an Backzeit.

Bereits nach den ersten Bissen lobten alle seine Kochkunst. „Manchmal frage ich mich, warum ich eigentlich schreibe.“

Volker schaute ihn verwundert an. „Schreibst du nicht, um Geld zu verdienen?“

„Das auch, Volker, aber fragt sich denn nicht jeder irgendwann, warum er diese oder jene Arbeit macht?“

„Natürlich, da hast du recht. Auch ich überlege manchmal, schon während meines Unterrichts, ob die, die da vor mir sitzen, überhaupt etwas lernen wollen. Und oft glaube ich, diese Frage mit einem glatten Nein beantworten zu können. Da frage ich mich natürlich, warum ich das überhaupt tue.“

„Genau, Volker, so habe ich das gemeint.“

Simone und Charlene hatten bisher nur zugehört. Jetzt mischte sich Simone ein. „Also, ich stelle mir die Frage in dieser Weise nicht. Ich lerne, um ein bestimmtes Ziel erreichen zu können.“

„Genauso geht es mir auch, Simone“, bestätigte Charlene.

Es entstand eine Pause. Alexander dachte über das nach, was die beiden Frauen gesagt hatten. „Ihr seid in einer anderen Situation, weil ihr euer Berufsziel noch nicht erreicht habt.“

„Doch, Alexander, nur stelle ich mir die Frage anders. Ich frage mich manchmal, warum ich dieses oder jenes überhaupt lernen muss.“

„Sicher, Charlene, das frage ich mich auch manchmal, aber zu deiner Frage, Alexander, hast du darauf schon eine Antwort gefunden?“

„Nein, ihr seid aber Leserinnen. Mich interessiert schon, warum ihr lest.“

„Das kommt darauf an, was ich lese“, wandte Charlene ein.

„Ich verstehe, Sachbücher, um zu lernen, aber warum liest du einen Roman?“

„Einfach nur so, um mich zu unterhalten.“

„Nur darum?“

„Ja, manchmal nur darum.“

„Und die anderen Male?“

„Wenn ich jetzt sage, auch um etwas zu lernen, dann klingt das vielleicht doch etwas blöd, aber ich meine da eine andere Art zu lernen. Im Moment fällt mir aber kein Beispiel dazu ein.“ Wieder entstand eine Pause.

„Ich will es versuchen. Wir sind beim Essen. Vielleicht ein Beispiel dazu.“ Alexander hatte Messer und Gabel auf seinen Teller gelegt, aus dem Weinglas getrunken, den Stuhl ein wenig nach hinten geschoben und seine Beine übereinandergeschlagen. „Vor Kurzem saß ich im Einkaufszentrum Forum in einem der Cafés. An einem Tisch, mir gegenüber, saßen vier Männer, alle so um die dreißig. Sie aßen, und ihre Essweise unterschied sich nur darin, dass sich ihre Köpfe beim Aufnehmen der Speise in unterschiedlicher Höhe zum Teller befanden. Alle vier benutzten nur die Gabel, die sie in der rechten Hand hielten, etwa so, wie man einen Hammer hält. Ihren linken Unterarm hatten sie komplett auf den Tisch gelegt, wie um ihren Teller vor fremdem Zugriff zu schützen. Nur einer der Männer löste beim zum Mundführen der Gabel seinen rechten Ellenbogen von der Tischplatte. Ihr versteht, was ich meine?“

„Sie saßen also etwa so“, sagte Volker und versuchte die von Alexander beschriebene Sitzhaltung nachzuahmen.

„Genau so, Volker.“

„Jetzt komm schon zur Sache, Alex.“ Simone schien ungeduldig zu werden.

„Da bin ich doch die ganze Zeit. Wenn ich das so beschreibe, was will ich erreichen, wenn ich diese Art zu essen einer Person meiner Handlung zuordne?“

„Ich denke, sie soll dem Leser unsympathisch erscheinen.“

„Und wenn der Leser auf dieselbe Weise isst?“

Jetzt ergriff Charlene das Wort. „Na ja, die Art zu essen wird ja nicht das einzige Charaktermerkmal sein, mit dem du beim Leser eine Antipathie gegen die Person erzeugen willst.“

„Jetzt verstehe ich, was du meinst, Alexander. Du machst die Person, indem du ihre Tischsitten beschreibst, in den Augen der Leser zum Kotzbrocken. Der Leser oder die Leserin, die in gleicher Weise die Gabel zum Mund führt, soll sich deinen Hinweis zu Herzen nehmen und sofort bei der Volkshochschule einen Kurs buchen: ‚Wie gebrauche ich beim Essen Messer und Gabel richtig‘. Sie hat also beim Lesen deines Romans etwas gelernt.“

Alexander kannte Simone, was ihre Art, die Ironie zu gebrauchen, betraf, recht gut. Also ging er darauf ein.

„Genau, Simone, so meine ich das. Und was deinen Freund Goethe betrifft“, Alexander spielte auf eine Arbeit an, die Simone im Fach Deutsch an ihrer Schule gefertigt hatte, „ist ja bekannt, dass der eine politisch operative Funktion der Literatur ablehnte. Diese sollte nicht, wie er sich ausdrückte, zu einem unmittelbaren, irdischen Zwecke, sondern zu einem höheren, geistigen, allgemeinen Zweck dienen.“

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