Claus Beese (Hrsg.) - Dünen, Sand und Meer

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und Meer
22 spannende und sehr lesenswerte Küstengeschichten sowie 13 Gedichte, erzählt von zwölf Autoren der Lager-feuer-Runde.
Typisch nord-deutsch sind die Erzählungen über die wortkargen Menschen an den Küsten, die täglich Wind und Meer trotzen oder sich einfach nur in die endlosen Weiten des Marschlandes und seinem hohen Himmel über dem Meer verliebt haben.
Unheimlich und mystisch geht es zu, wenn ein Tourist nach einem blonden Mädchen sucht oder ein Angler in der Nacht von einem Nebelgast besucht wird; wenn Kapitäne zu ihrer letzten großen Fahrt auslaufen und Leuchtturmwärter sich vor der Dunkelheit fürchten; wenn der Fliegende Holländer gesichtet wird oder der Klabautermann feststellt, dass in Bayern kein Strandhafer wächst. Schaurig-schön, wenn ein alter Seemann über Rungholt fährt. Gruselig wird's, wenn ein Angler über das Nachtangeln erzählt und jedem empfiehlt, eine stabile Tür zwischen sich und der Welt im Dunkel fest zu schließen.
Amüsant wird es, wenn Muscheln kuscheln, ein Drei-Sterne-Hotel kinderfreundlich ist oder über aristokratische Blässe referiert wird; wenn ein Bullenhai bei Helgoland einen Imbiss zu sich nimmt oder Meeresfrüchte einen Tanz im Kessel absolvieren.
Kurzgeschichten, die ideale Lektüre für den Urlaub, abwechslungsreich und unterhaltsam.

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Hannes musterte die Gestalt noch aufmerksamer. Etwas kam ihm merkwürdig vor, passte so gar nicht ins Bild. Noch immer stand sie regungslos da, nur ihre langen blonden Haare wehten im Wind. Sie war schlank, hatte eine aufregende Figur, die der wollene Mantel noch betonte. Der Stoff endete auf halber Strecke über dem Knie, und ließ den Blick frei auf zwei wohlgeformte Beine fallen. Ein breiter Gürtel schlang sich um die schmale Taille, und ihre Füße steckten in hochsohligen Plateauschuhen, wie man sie in den siebziger Jahren getragen hatte. Es waren weiße Riemchenschuhe, die so gar nicht zu dem noch beinahe winterlichen Frühlingswetter passen wollten. In solcher Kleidung konnte man an kühlen Tagen im Sommer herumlaufen, aber doch nicht jetzt, nicht hier, wo der Wind einen fast wegwehte.

Erneut knurrte Winni und machte einen zögernden Schritt vor. Hannes reichte es. Die junge Frau konnte sich ja gerne eine Erkältung holen, er hatte Besseres zu tun. Er pfiff laut und Winni drehte den Kopf, unschlüssig, ob er dem Pfiff seines Herrchens folgen sollte. Noch einmal stieß Hannes diesen Pfiff aus, dieses Mal lauter und fordernder. Winni warf sich herum und rannte auf ihn zu, schien die Frau im selben Moment vergessen zu haben. Hannes machte eine auffordernde Geste mit seinem Arm, drehte sich herum und lief davon. Winni folgte ihm willig und sprang spielerisch an seinem Herrchen hoch, der nun ein Stöckchen aus seiner Jacke zog und es weit von sich warf. Laut bellend jagte Winni hinterher und apportierte das Hölzchen.

Von nun an begegnete ihnen die Frau öfter, manchmal sogar mehrfach am Tag. Mal stand sie mutterseelenallein am Wasser, mal weit oben auf einer hohen Düne. Immer umwehte ihr langes blondes Haar ihren Kopf, sodass Hannes nicht einen Blick auf ihr Gesicht werfen konnte. Er hätte zu gern gewusst, ob es zu dem hübschen Rest passte. Doch war sie immer gerade so weit von ihm weg, dass ein Hinüberlaufen nicht wirklich angesagt war. Und jedes Mal, wenn sie die Frau in dem grauen Mini-Wollmantel sahen, zeigte Winni genau dasselbe eigenartige Verhalten wie beim ersten Mal am Strand.

Abends saß Hannes gemütlich bei einem Grog im „Strandvogt“ in Wittdün und erzählte den Wirtsleuten von dieser eigenartigen Person. Er bemerkte den schnellen Blick, den die beiden untereinander tauschten, dann lenkte der Wirt auf ein anderes Thema um, während seine Frau geschäftig in der Küche verschwand. Hannes ging darauf ein, doch hatte dieses Verhalten seine Neugier geradezu angestachelt. Am nächsten Morgen in der Fleischerei startete er den nächsten Versuch, etwas über die Frau zu erfahren. Doch stieß er auch hier auf eine Mauer des Schweigens. In der kleinen Poststelle der Insel ging es ihm nicht anders, und beim Insel-Kaufmann gefroren die Minen zu freundlich lächelnden, doch undurchdringlichen Masken.

„Keen Tied!“, wehrte der Briefträger ihn ab, winkte mit einem Stapel Briefe und schwang sich auf sein Moped. Knatternd jagte er davon.

Hannes beugte sich zu Winni herab, kraulte ihn am Kopf und tätschelte seine Flanke.

„Hier ist was faul, mein Alter!“, murmelte er und Winni ließ ein zustimmendes Winseln hören. Hannes fasste einen Entschluss. Noch an diesem Tag würde er der Sache auf den Grund gehen und sie ansprechen. Die Sonne strahlte von einem leuchtendblauen Himmel herab und ihre schon kräftigen Strahlen wärmten Körper und Seele. Hannes und Winni liefen ihre Runde am Strand bis hinauf zum nördlichen Bogen, wo die Insel einen Knick nach Norddorf hin macht. Beide waren angespannt und gaben sich heute nicht dem unbefangenen Spiel mit Ball und Stöckchen hin. Ihre Blicke suchten die Umgebung ab, doch die merkwürdige junge Frau zeigte sich nicht.

Erst als die Sonne weit im Westen in der Nordsee versank und der Abend dämmerte, sah Hannes den grauen Mantel auf einer der Dünen. Er leuchtete kurz im letzten Sonnenlicht auf, dann verschwand das Himmelsgestirn hinter dem Horizont. Winni saß stocksteif im Sand und knurrte leise. Hannes gab ihm einen leichten Stoß.

„Da ist sie. Los, Winni! Lauf zu ihr!“

Doch der Hund machte keine Anstalten, sich zu erheben, geschweige denn loszulaufen. Stattdessen drehte er den Kopf zu seinem Herrchen und warf ihm einen Blick zu, als wolle er sagen: „Das kannst du nicht von mir verlangen!“

Hannes wurde fordernder.

„Winni! Such! Los, Winni! Such!“ Sein Finger wies dabei unmissverständlich die Richtung, und plötzlich jagte der Hund los, genau auf die hohe Düne zu, auf der noch immer die Gestalt mit den schönen Beinen und dem langen blonden Haar stand. Sie hielt ihre Schuhe in den Händen und rührte sich nicht, während der Hund über den Strand genau auf sie zu stürmte. Jetzt hatte Winni die Düne erreicht, gleich würde er den Hang hochrennen und bei ihr sein, da hörte Hannes seinen Hund aufheulen. Winni jaulte kläglich, als sei er gegen ein unsichtbares Hindernis geprallt. Er überschlug sich im Sand, sprang dann auf seine Pfoten und rannte wie von Furien gehetzt zurück zu Hannes. Mit eingeklemmter Rute suchte er Deckung hinter seinem Herrchen, drängte sich dicht an seine Beine. Hannes schaute verdutzt auf den Hund, dann zurück zur Düne. Sie war leer, das Mädchen mit dem blonden Haar war nicht mehr zu sehen.

Die Dunkelheit schritt voran, es hatte wenig Sinn noch etwas zu unternehmen. Doch eines war Hannes klar, er würde nicht aufgeben, nicht von der Insel abreisen bevor er wusste, was hier gespielt wurde.

Am nächsten Vormittag waren er und Winni wieder an der Düne. Nichts deutete auf irgendetwas hin, mit dem der Hund hätte zusammenstoßen können. Auf dem Dünenscheitel gab es auch keine Fußspuren, wie Hannes sie erwartet hatte. Der Sand schien seit geraumer Zeit unberührt, der Wind hatte ihn glattgefegt. Winni hingegen schien ein Kaninchen gewittert zu haben. Er schnüffelte aufgeregt am Fuß der Düne umher, begann dann im Sand zu scharren. Hannes stieg vom Dünenkamm und setzte sich neben seinen Hund, der etwas aus dem Sand gebuddelt hatte. Hannes achtete nicht auf ihn, seine Gedanken wirbelten umher auf der Suche nach einer Spur, die ihm die Lösung dieses Rätsels bringen konnte. Seine Finger griffen mehr automatisch tief in den Sand, bis sie auf etwas stießen. Etwas war dort, etwas hemmte das Spiel seiner Finger im Sand. Sein Blick fiel auf Winni, der vor ihm lag und an den Überresten eines alten Schuhes kaute. Es war ein weißer Riemchenschuh mit einer sehr hohen Plateausohle, wie man sie in den siebziger Jahren trug.

Unwillkürlich tasteten seine Finger weiter im Sand herum, bekamen etwas Weiches zu fassen und zogen daran. Sandkörner rieselten zur Seite, als er einen Zipfel grauen Wollstoffes erkannte, den er jedoch nicht weiter aus dem Sand herauszuziehen vermochte. Hannes ahnte dunkel warum. Er hatte das Mädchen mit den blonden Haaren und dem Minimantel gefunden.

Der Bullenhai

Von Klaus-Dieter Welker

Ein schöner junger Bullenhai

schwamm einmal voll Behagen,

an Helgoland so knapp vorbei,

da knurrte ihm der Magen.

Nun ja, das war bei ihm nicht neu,

sein Hunger war unbändig.

Beim Fressen kannte er keine Scheu,

drum fraß er eigentlich ständig.

Da kam ihm grad der Dicke recht,

der in den Wellen hat gestrampelt.

Der war für ‘n Anfang gar nicht schlecht,

so wurde er angerampelt.

Ein kleiner Happs, das Bein war ab,

danach der Kopf mitsamt Toupet

Zwar war das Fleisch ein wenig schlapp,

doch der Hai war kein Gourmet.

Danach der Bauch, ein schöner fetter,

er fraß ihn mit Behagen.

„Oh, Mann“, dacht er, „´s wird noch netter,

der füllt fast meinen Magen.“

Als Dessert blieb nur der Arsch,

er musste zweimal schlucken,

doch der Geschmack war ihm zu harsch,

so tat er ihn ausspucken.

Auf Nordseewellen trieb er nun,

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