Claus Beese (Hrsg.) - Dünen, Sand und Meer

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und Meer
22 spannende und sehr lesenswerte Küstengeschichten sowie 13 Gedichte, erzählt von zwölf Autoren der Lager-feuer-Runde.
Typisch nord-deutsch sind die Erzählungen über die wortkargen Menschen an den Küsten, die täglich Wind und Meer trotzen oder sich einfach nur in die endlosen Weiten des Marschlandes und seinem hohen Himmel über dem Meer verliebt haben.
Unheimlich und mystisch geht es zu, wenn ein Tourist nach einem blonden Mädchen sucht oder ein Angler in der Nacht von einem Nebelgast besucht wird; wenn Kapitäne zu ihrer letzten großen Fahrt auslaufen und Leuchtturmwärter sich vor der Dunkelheit fürchten; wenn der Fliegende Holländer gesichtet wird oder der Klabautermann feststellt, dass in Bayern kein Strandhafer wächst. Schaurig-schön, wenn ein alter Seemann über Rungholt fährt. Gruselig wird's, wenn ein Angler über das Nachtangeln erzählt und jedem empfiehlt, eine stabile Tür zwischen sich und der Welt im Dunkel fest zu schließen.
Amüsant wird es, wenn Muscheln kuscheln, ein Drei-Sterne-Hotel kinderfreundlich ist oder über aristokratische Blässe referiert wird; wenn ein Bullenhai bei Helgoland einen Imbiss zu sich nimmt oder Meeresfrüchte einen Tanz im Kessel absolvieren.
Kurzgeschichten, die ideale Lektüre für den Urlaub, abwechslungsreich und unterhaltsam.

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Er füllt die Schnapsgläser und prostet mir zu.

„Auf das, was noch kommt, mien Deern!“

Am Morgen darauf reise ich ab. Gestern telefonierte ich noch mit Smilla und Stina Nielsen, die mich zur Geburtstagsfeier nach Römö einluden. Die Schwestern besitzen auf der Insel ein Ferienhaus, sodass es auf einen Gast mehr oder weniger es nicht ankäme, und da sie unbedingt die Person kennenlernen wollen, die ihre Flaschenpost gefunden hat, solle ich mich am besten sofort auf den Weg machen. Am Telefon klangen die beiden sehr sympathisch.

„Fahr hin!“, meinte Fiete. „Römö ist eine schöne Insel und deine Flaschenpost-Bekanntschaften scheinen nette Leute zu sein. Sitz nicht rum und trauere diesem Dösbaddel hinterher, auch die Dänen haben hübsche Söhne.“

Ich gehe zu meinem alten Freund um mich zu verabschieden und für die Unterstützung bei der Suche nach Smilla, Stina und Liv zu bedanken. Natürlich auch für den guten Köm, den er gestern Abend spendiert hat. Das war ein edles Tröpfchen und ich habe heute Morgen keinen dicken Kopp. Die Tür zu „Fietes Koje“ steht offen, und es duftet nach frischem Kaffee.

„Moin, moin, mien Deern! Willst du 'nen Pott Kaffee?“, dröhnt es aus dem Inneren des Ladens.

„Gern“, antworte ich. „Ich habe schon gepackt und fahre gleich los. Ich wollte dir Tschüss sagen.“ Fiete kommt mit zwei dampfenden Kaffeepötten vor die Tür.

„Komm, wir setzen uns hier draußen auf die Bank in die Sonne.“

Es weht ein frischer Wind, jedoch der Kaffee und die Morgensonne wärmen ordentlich.

„Soll ich dir aufschreiben wie du fahren musst?“, bietet mir der Seebär an. Da muss ich lachen.

„Nee, brauchst du nicht, ich habe doch ein Navi.“

„Neumodischer Kram!“, brummelt er in seinen roten Bart.

„Wann warst du denn auf Römö?“, frage ich nach. „Du hast gestern erzählt, dass du die Insel kennst.“

Fiete kratzt sich am Kopf.

„Das ist eine Ewigkeit her. Es gab da mal eine Deern auf der Insel, die war meine große Liebe. Sie hieß Greta. Aber ein gewisser Gunnar Nielsen hat sie mir damals ausgespannt.“

„Nielsen? So heißen doch Smilla und Stina.“

„Nielsen heißt in Dänemark fast jeder Dritte. Ich bin dann zur See gefahren und habe später meine Alma kennengelernt, Gott hab sie selig. Meine Alma war eine tolle Frau. Acht Jahre ist sie schon nicht mehr da.“

Schweigend trinken wir unseren Kaffee.

„Ich muss los! Danke für den Kaffee und für alles.“

Ich stehe auf und auch mein Freund Fiete erhebt sich. Dann folgt die unvermeidliche Umarmung, die mich stets nach Luft schnappen lässt. Auf dem Weg zum Parkplatz drehe ich mich nochmal um und winke. Der Seebär steht vor seinem Laden, schwenkt seine große Pranke durch die Luft und ruft: „Melde dich, damit ich weiß, ob es dir gut geht!“

„Wird gemacht!“, schreie ich gegen den Wind zurück.

Zwei Tage später habe ich meinen alten Freund Fiete am Telefon.

„Hallo Fiete! Ich rufe von Römö an.“

„Moin, moin, mien Deern! Schön, dass du dich meldest. Alles okay bei dir?“, will er besorgt wissen.

„Ja, mir geht es gut! Hast du einen Moment Zeit? Ich muss dir etwas Wichtiges erzählen.“

„Leg mal los“, fordert mich der Seebär auf. „Es ist gerade keine Kundschaft im Laden.“

„Ich habe Smilla, Stina und Liv kennengelernt. Es sind übrigens sehr nette Frauen, und Smillas und Stinas Mutter, Greta Nielsen, verwitwete Nielsen, geborene Malmquist ist auch auf der Insel. Kennst du die vielleicht?“

Das Schweigen am anderen Ende der Leitung irritiert mich.

„Fiete! Bist du noch dran?“

„Ja, mien Deern“, antwortet er leise. Doch dann hat er eine wichtige Frage. „Ist diese Greta Nielsen, geborene Malmquist, noch ein paar Tage auf der Insel? Ich würde sie gern wiedersehen.“

„Dachte ich mir“, erwidere ich grinsend. „Wann kommst du? Greta erwartet dich!“

„Is nich wahr?“, antwortet Gretas Jugendliebe. Schade, dass ich Fietes Gesicht jetzt nicht sehe.

„Morgen komme ich!“, tönt es nach einer kurzen Pause lautstark aus meinem Handy. „Ich mache sofort mein Boot klar und finde hoffentlich jemanden, der mich hier im Laden vertritt.“

„Fiete“, antworte ich, „heute Abend rufe ich dich wieder an, wenn ich vom Segeltörn mit Gretas Sohn zurück bin. Dann kannst du mir sicher sagen, ob du alles regeln konntest.“

„Ich komme in jedem Fall“, beteuert der friesische Seebär, „und wenn ich keine Vertretung für den Laden finde, wird er halt wegen dringender Herzensangelegenheiten geschlossen. Ich habe bei Greta einmal was verdaddelt und bin zu spät gekommen, das passiert mir nicht noch ein zweites Mal.“

„Gretas Sohn Malte ist übrigens sehr groß und rothaarig“, erzähle ich meinem alten Freund.

Schallendes Lachen dröhnt aus meinem Handy.

„Jetzt stell bloß keine Vermutungen an. Malte ist nicht mein Sohn. Wir sind ja nicht in einem ‘Inga-Lindström-Roman‘. Gunnar Nielsen war auch rothaarig. Greta hat wohl eine Vorliebe für Männer mit roten Haaren. Aber wenn du mit diesem Malte heute rausfährst, sei vorsichtig. Du weißt ja, die Dänen stammen von den Wikingern ab.“

„Na, wenn da man nicht auch ein paar Friesen mitgemischt haben?“, denke ich und muss nun auch lachen. „Danke für den Hinweis. Das klingt sehr verlockend, Tschüss, Fiete.“

„Bis morgen, mien Deern! Mast- und Schotbruch!“

Ich drücke auf die rote Taste an meinem Handy, beende das Gespräch und stelle mir den ruhigen, abgeklärten Fiete vor, der mit Schweiß auf der Stirn in seinem Laden stehen und nicht wissen wird, was er als erstes tun soll. Nur eines weiß ich: Selbst wenn über Nacht die Nordsee zufrieren würde, könnten wir Fiete am nächsten Tag auf Römö erwarten. Ich stecke das Handy ein und freue mich für den Seebären auf das Zusammentreffen mit seiner großen, alten Liebe.

Das Mädchen mit den blonden Haaren

Von Claus Beese

Noch hatte die Saison nicht begonnen, die Insel Amrum erwachte gerade aus der Winterstarre und begann sich für die neue Touristensaison herauszuputzen. Hannes war sich nicht sicher gewesen, ob Ziel und Jahreszeit zu seinem Kurzurlaub passten, doch als ihn die Fähre Hilligenlei auf der Insel abgesetzt hatte, war er überzeugt hier in aller Ruhe ausspannen zu können. Sein Labrador-Rüde Winni fand alles aufregend, er schnüffelte sich durch das ganze Dorf bis zu dem Ferienhäuschen, das Hannes für ein paar Tage gemietet hatte. Es lag am Rand eines ausgedehnten Dünengebietes, und Winni begann sofort damit, tiefe Löcher in den Sand zu buddeln. Er schien besessen von der Idee, die hohen Sandhaufen einfach an einen anderen Ort zu kratzen. Der Sand stiebte im böigen Ostwind davon, wenn der Hund eifrig wühlte.

Es gab nicht viel auf der Insel zu erkunden, und Hannes trieb sich entweder am Strand oder in dem kleinen Örtchen mit dem bezeichnenden Namen Nebel herum. Hier erledigte er auch seine Einkäufe, und in der Inselfleischerei waren er und sein Winni schnell bekannt. Der wohlerzogene Hund machte brav Sitz vor dem Laden und wedelte mit dem Schwanz, wenn eine Verkäuferin ihm ein Stück Wurst brachte. Hannes war schnell die ganze Insel vertraut, er kannte sich aus wie in seiner Sporttasche, die seine Trainingskleidung enthielt. Laufen, das war seine liebste Beschäftigung. Zusammen mit Winni den Strand entlang traben, hin und zurück, rauf und runter. Der feste Sand war der ideale Untergrund und knirschte leise unter den Sohlen von Hannes‘ Laufschuhen, bevor er nach hinten wegspritzte.

Es war windig und der Himmel grau in grau. Das Wetter versprach nichts Gutes, doch Hund und Herrchen machte es nichts aus. Sie traten aus dem Schutz der Dünen heraus auf den breiten Sand, an dessen westlichem Rand die Wellen der Nordsee an den Strand brandeten. Hannes zog seine Mütze über die Ohren und fiel in einen leichten Trab. Er war sicher, dass Winni ihm folgen würde und merkte erst nach einer Weile, dass der Hund nicht an seiner Seite war. Abrupt stoppte er und drehte sich um. Winni stand wie angewurzelt auf einer Stelle, seine Augen waren aufmerksam auf eine Frau gerichtet, die bewegungslos am Wellensaum stand und auf das Meer hinaus schaute. Hannes hatte sie nicht bemerkt, als sie an den Strand gekommen waren. Jetzt schaute auch er nach der Frauengestalt. Was hatte Winni nur? So ein Verhalten kannte Hannes nicht von seinem Hund. Winni machte ein paar zögernde Schritte auf die Gestalt im grauen Minimantel zu, verhielt dann aber wieder. Ein leises Knurren kam aus seiner Kehle.

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