Ben Worthmann - Etwas ist immer

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"Etwas ist immer" ist der erste Teil der Familien-Trilogie von Ben Worthmann. Teil 2: «Meine Frau, der Osten und ich», Teil 3: «Leben für Forgeschrittene». Alle drei Teile können auch abhängig von einander gelesen werden.
Auf den ersten Blick sind sie eine richtige Bilderbuchfamilie: ein hübsches Paar mit zwei aufgeweckten Kindern. Doch hinter der idyllischen Fassade lauert so manche Fallgrube. Denn die Wechselfälle des Lebens und eine Reihe äußerst exzentrischer Verwandter sorgen dafür, dass ständig Aufruhr herrscht. Es geht im wahrsten Sinne immer wieder um Leben und Tod. Und als sich der geplagte Familienvater auch noch auf das Abenteuer einlässt, ein Häuschen im Grünen zu bauen, nehmen die Turbulenzen kein Ende.
Mit diesem komischen Familienroman, der zunächst bei Goldmann erschien, gelang Benjamin Worthmann vor einigen Jahren ein Bestseller. Jetzt gibt es ihn erstmals als eBook. Weitere Bücher des Autors im Handel: «Die Frau am Tor», «In einer Nacht am Straßenrand», «Das Grab der Lüge» und «Nocturno».

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„Meine neue Orgel“, erklärte er uns. „Habe ich mir gerade gekauft.“ So, so, dachte ich bei mir, das ist also seine neue Orgel, aber muss mich das wirklich etwas angehen? Er indes nahm Platz, klappte den Deckel auf, hantierte an Schaltern und Knöpfen herum und begann, während das Instrument seinen Betrieb aufnahm, zu singen. Ich erstarrte innerlich. Ich wagte nicht, Anna anzuschauen, ich wäre am liebsten aus dem Fenster gesprungen. In diesem Moment beneidete ich die hysterischen Damen des Rokoko, die in unerfreulichen Situationen einfach eine Ohnmacht vortäuschen und theatralisch hauchen konnten: „Frau Nachbarin, das Fläschchen bitte.“ Ich hatte nicht die geringste Chance. Ich musste bei vollem Bewusstsein hier durch, das war mir klar.

Der Architekt in der eiterfarbenen Hose und dem zu engen Polohemd sang „I did it my way“, und ich kann bis heute nicht sagen, was das Schlimmste daran war: sein Orgelspiel, sein Singen oder sein Englisch. Alles zusammen erfüllte zweifellos mehrere Tatbestände des deutschen Strafgesetzbuchs, aber es gelangte zur Aufführung, ohne dass weit und breit vom Arm des Gesetzes auch nur eine Manschettenspitze zu entdecken war. Stawitzki seinerseits war offenkundig begeistert von seinem Tun. Er schwelgte förmlich in falschen Akkorden, falschem Gesang und falschem Englisch. Ich bin immer wieder erstaunt, wie heil manche Menschen ihr ungebrochenes Selbstwertgefühl aus Kindertagen bis in die mittleren Jahre hinüberretten und welch unterschiedliche Auffassungen doch in der Bevölkerung darüber bestehen, was eine erhebliche Peinlichkeit ist und was nicht.

Als Stawitzki geendet hatte, fragte ich ihn, wo die Toilette sei, und indem ich mich an Anna vorbei in den Flur verdrückte, raunte ich ihr zu: „Wenn seine Häuser so sind wie seine Lieder, sollten wir uns schleunigst davonmachen.“

Sie raunte zurück: „Schließlich ist unser Haus nicht das erste, das er baut. Und wenn er nicht seriös wäre, würde die Bausparkasse ihn nicht empfehlen.“

Weil uns gegen diese Logik kein schlagendes Argument einfiel, jedenfalls nicht auf die Schnelle, saßen wir einige Minuten später, trotz allem, einigermaßen gefasst auf unseren Stühlen vor Stawitzkis Schreibtisch und drehten die Köpfe, um, seinem wurstförmigen Zeigefinger folgend, in uns aufzunehmen, was er uns hinsichtlich des Bauvorhabens mitzuteilen hatte. „Die Einheit umfasst drei Reihenhäuser“, sagte er, „aber das Ganze wirkt im Prinzip wie ein einziges großes Haus, sehen Sie? Der Bauplatz ist übrigens ganz in Ihrer Nähe. Sie wohnen doch jetzt an der anderen Seite des Stadtparks, das sind nur ein paar hundert Meter.“

Wir betrachteten den Lageplan, dann die Frontskizze. Sie war sehr anschaulich, ein Bauzeichner aus Stawitzkis Büro hatte sich wirklich Mühe gegeben , im Vorgarten standen sogar schon schraffierte Büsche und Bäumchen, und eine Frau im Trench und Kinder waren auch darauf zu sehen. „Nach hinten raus sind Terrassen und Gärten“, fuhr Stawitzki fort.

Wir betrachteten die Skizze der Rückseite. „Zwei Stockwerke, und den Keller und das Dach können Sie auch noch ausbauen, wenn Sie wollen.“

Wir betrachteten die Etagengrundrisse.

Das sah eigentlich alles ganz ordentlich und überzeugend aus. Ich blickte Anna an und meinte in ihren Augen Zustimmung zu lesen. Außerdem las ich, dass sie ihrerseits Zustimmung in meinen Augen zu lesen meinte, und folglich nickten wir beide beifällig. Ich wollte wissen, wer denn die beiden anderen Bauherren außer uns seien. Oh, da gebe es zahlreiche Interessenten, aber im Prinzip seien Schneiders, eine Familie mit ebenfalls zwei Kindern, sowie Assmanns, ein Ehepaar, entschlossen, sich zu beteiligen, sodass es wohl auf uns drei hinauslaufen werde. Woher er die Gewissheit nahm, dass wir tatsächlich schon gewillt waren, blieb mir in diesem Augenblick zwar rätselhaft, ich widersprach aber auch nicht.

Im Prinzip, sagte ich, seien wir durchaus interessiert. Wenn ich geahnt hätte, welchen fatalen Beigeschmack die Floskel „im Prinzip“ beim Bauen ganz generell und besonders bei einem Bauvorhaben wie diesem annehmen kann, hätte ich es vermutlich als frivol empfunden, sie einfach so zu verwenden. Eigentlich wollte ich auch nur testen, wie Stawitzki, bei dem jeder zweite Satz ein „im Prinzip“ enthielt, reagierte, wenn man auf diese Marotte anspielte. Ich treibe hin und wieder gern solche kleinen psychologischen Studien, um herauszufinden, wie empfindlich meine Mitmenschen für harmlose Sottisen sind. Stawitzki erwies sich als absolut resistent. Er hatte offenbar das Gemüt eines Fleischerhundes. Ich wusste nicht, ob es vorteilhaft oder eher von Schaden ist, sich in die Hände eines Baumeisters zu begeben, dessen Sinne so unentwickelt und stumpf sind, dass er sich erstens mit Hilfe einer nussbaumfarbenen Heimorgel an Frank Sinatra vergeht und zweitens nicht bemerkt, wenn man ihn auf die Schippe nimmt. Ich wusste, genau wie Anna, vom Bauen so gut wie gar nichts.

„Wir sollten dann möglichst bald einen Termin mit Haltemeier vereinbaren“, sagte Stawitzki.

„Wer ist denn das?“, fragte ich.

„Der Bauunternehmer.“

„Wieso...ich dachte, dass Sie...“

„Wir arbeiten zusammen, ich, das heißt, mein Büro, wir entwerfen und planen, und Theo Haltemeier, der macht die Bauausführung. Wir haben schon öfter projektmäßig zusammengearbeitet. Er macht das im Prinzip sehr günstig.“

Kapitel 3

Abends, als die Kinder im Bett lagen, fing Anna damit an, das neue Haus einzurichten. Sie lief in unserer Wohnung hin und her und erzählte mir, was wir von unserer Einrichtung noch gebrauchen könnten und was wir neu anschaffen müssten. Es kam, so weit ich das verfolgen konnte, darauf hinaus, dass wir praktisch alles neu brauchten – für das große Wohnzimmer, das fast das gesamte Erdgeschoss einnahm, für ein zusätzliches Kinderzimmer – bisher teilten sich Max und Paul einen Raum -, für das Gästezimmer, für unser eheliches Gemach unter dem geräumigen Giebeldach. Im Handumdrehen hatte Anna einen potenziellen Bedarf an Einrichtungsgegenständen zusammengerechnet, mit dessen Deckung ein mittleres Möbelhaus seinen Jahresumsatz hätte verdoppeln können. Ich sah schon geschniegelte Geschäftsführer mit devotem Augenaufschlag um ihre neue Großkundin herumspringen, ihr die Tür aufhalten und sie mit Beweisen höchster Ehrerbietung überschütten, um sich dann anschließend, wenn sie hinaus war, feixend die Hände zu reiben.

„Wenn man ein bisschen geschickt ist, kann man das alles über die Baufinanzierung regeln“, sagte Anna. „So machen das doch alle.“

Ich hatte das etwas anders gehört. Ich hatte es in diversen Gesprächen mit erfahrenen Kollegen so verstanden, dass man eine geschickte Baufinanzierung daran erkennt, dass hinterher Geld genug für ein neues Auto übrig bleibt, nicht aber für Möbel, Lampen und Vorhänge. „Ein Daimler müsste dabei immer rausspringen“, sagten sie. Mannhaft unterdrückte ich den Drang, Anna auf diesen kleinen Unterschied hinzuweisen – schon deshalb, weil wir uns eben erst ein neues Auto gekauft hatten. Wir hatten beide gemeint, dass es, wenn wir erst bauten, auf ein paar tausend Mark mehr oder weniger auch nicht mehr ankomme und also kühn unsere Ersparnisse angegriffen. Ich hatte das Projekt „Autokauf vor Hausbau“ für mich dahingehend zu legitimieren versucht, dass man nicht zum Sklaven zeitlicher Abläufe werden dürfe, dass es mithin also gleichgültig sei, ob man das mittels Baufinanzierung zu erwerbende Auto vor Baubeginn oder erst nach dem Einzug anschaffe. Außerdem hatten wir den neuen Wagen wirklich dringend gebraucht, schon aus Vernunftgründen, weil der alte nicht mehr durch den TÜV gekommen wäre.

Im Übrigen hatte ich nicht die geringste Lust, mich an diesem Abend mit Anna über Autos, Häuser und Geld zu unterhalten. Ich wollte noch ein Glas Rotwein trinken, in Ruhe eine Zigarette rauchen und ins Bett, mit ihr. Sie wusste das auch, wir wussten das beide schon seit dem Nachmittag.

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