Oliver Uhrig - Mythos Kaschmir

Здесь есть возможность читать онлайн «Oliver Uhrig - Mythos Kaschmir» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mythos Kaschmir: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mythos Kaschmir»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Wenn es ein Paradies gibt, dann ist es hier", rief einst der Mogulherrscher Jehangir (1509 – 1627) beim ersten Anblick des Kaschmir-Tals in Verzückung aus. Über die Jahrhunderte etablierte sich ein Mythos um das kleine Kaschmir-Tal, der dieses Fleckchen Erde mit dem Garten Eden gleichsetzte. Ein fast verborgenes Paradies voll Mystizismus und Exotik, das Abenteurer, Missionare und machthungrige Herrscher gleichermaßen anzog.
Waren es vor Jahrhunderten die königlichen Herrscher selbst, welche Kaschmir durch ihre Bewunderung für das kleine Fleckchen Land adelten, so stellt sich das Kaschmir-Tal heute als eine Region dar, deren Natur und Kultur voll paradiesischer Potentiale steckt, die jedoch unglücklicherweise gegen abgründiges Handeln eingetauscht wurden. Seit mehr als 65 Jahren streiten sich die beiden Staaten Indien und Pakistan um dieses Stückchen Erde. Fast ebenso lange streben die Menschen in der Region nach politischer Unabhängigkeit. Von 1989 bis 2006 tobte im Kaschmir-Tal ein blutiger Bürgerkrieg, der die Gesellschaft spaltete; Akte von Gewalt, Rache und Verzweiflung, die zehntausende von Menschenleben gekostet haben und bei denen noch kein Ende abzusehen ist, prägen den Alltag – allen Regierungsverlautbarungen von Frieden und Wohlstand in Kaschmir zum Trotz.
Die beiden Autoren und Ethnologen, Oliver Uhrig und Vera Kudlinski haben das Kaschmir-Tal im Laufe der vergangenen 20 Jahre immer wieder besucht und insgesamt zwei Jahre dort gelebt. Während dieser Zeit haben sie das Leben, das Leiden und das Hoffen der Menschen in der konfliktgeplagten Region Nordindiens miterlebt und dokumentiert. Ihre Beobachtungen finden sich in diesem Band wieder, und sie geben Anlass zur Besorgnis. Zahlreiche Farbfotografien, historische Dokumente und erläuternde Grafiken visualisieren und unterstreichen nachdrücklich die Erkenntnisse der Autoren.
Ein zeitgemäßer Beitrag zur Kulturgeschichte Indiens.

Mythos Kaschmir — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mythos Kaschmir», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Mirza Ghulam Ahmad begründet in seinem Pamphlet die These vom Leben und Sterben Jesu Christi in Kaschmir auf zwei Ebenen - religiös und historisch. Auch Fida Hassnain stützt sich in seiner Argumentation primär auf vermeintliche geschichtliche Originalquellen. Schließlich bemühen zahlreiche Autoren den Reisebericht eines gewissen Kosaken-Offiziers Notowitsch, der bereits im Jahr 1894 seine Ergebnisse einer staunenden Öffentlichkeit präsentierte. Folgt man den Ausführungen Mirza Ghulam Ahmads, so hatte Jesus Christus den göttlichen Auftrag, die „verlorenen Stämme Israels“ zu finden, die er im Gebiet zwischen Afghanistan und dem Punjab lokalisierte. Er beruft sich dabei auf „Beweise“ im Koran und macht sich die Tatsache zunutze, dass der Islam davon ausgeht, Christus sei eben nicht am Kreuz gestorben. Fragwürdige Kausalitätsketten gipfeln in der Aussage, dass „Kaschmir Scham (Syrien und das darumliegende Land - d. Autor.) ähnelt.“ und er daher geradezu verdammt war, „seinen Wohnsitz in diesem Land“ zu nehmen. Aus der Sicht Ahmads avanciert Jesus Christus quasi zu einer Art Proto-Tourist mit göttlicher Beauftragung. Immerhin sollte er nicht nur die „verlorenen Stämme“ ausfindig machen und ihnen die christliche Botschaft übermitteln, sondern er verband das Nützliche mit dem Angenehmen, denn Jesus, so Ahmad, „kam in den Punjab, wobei er letztlich die Absicht hatte, nach Kaschmir zu gehen, wenn er den Punjab und Hindustan gesehen hätte“.

Die Quellenlage

Sowohl Ahmad als auch Hassnain und Notowitsch führen buddhistische und Sanskrit-Quellen als Beleg für ihre These vom Leben, Missionieren und Sterben Jesu Christi in der Himalaja-Region an. Bedauerlicherweise wirken all diese Belege konstruiert, denn es findet sich in den zitierten Schriften kein eindeutiger Hinweis, der die Behauptungen der entsprechenden Autoren belegen würde, wenngleich Fida Hassnain der Meinung ist, dass seine Beweiskette „lückenlos“ sei und sie „vor jedem Gericht bestehen“ könne. Schlimmer noch, der russische Reisende Notowitsch versteigt sich in seinem Bericht zu der gewagten Aussage, er habe die entsprechenden Quellen auf seinem Trip durch den Himalaja selbst gesehen. Pech für ihn, dass der deutsche Indologe Max Müller herausfand, dass in den von Notowitsch aufgeführten Klöstern Ladakhs kein Mann seines Namens bekannt war. Weitere Unvereinbarkeiten im Bericht des russischen Reisenden werden von zeitgenössischen Kolonialbeamten und Forschern als Scharlatanerie des fantasievollen Kosaken entlarvt.

Mirza Ghulam Ahmad selbst scheint niemals in Kaschmir gewesen zu sein, ganz im Gegensatz zu Hassnain und Notowitsch. Somit spielen in seinen Ausführungen kulturhistorische Belege keine Rolle. Auch die beiden anderen Autoren können nicht mit entsprechenden Nachweisen dienen, ganz einfach weil sie nicht existieren. Dies ist insofern bezeichnend, als die Geschichte Kaschmirs vergleichsweise gut dokumentiert ist. Wäre ein Mann in dieser Region aufgetaucht, der sich selbst Ishaputram (Gottes Sohn) nannte, so wäre dies nicht ohne Auswirkungen auf die historische und orale Tradierung in der Gesellschaft Kaschmirs geblieben, die wohl als ausgesprochen volksfrömmig gelten kann. Doch weder das Rajatarangini noch mündlich überlieferte Geschichten aus der Bevölkerung erwähnen eine Person mit den beschriebenen Attributen. Das ist umso bedeutsamer, als ansonsten die Reihe „heiliger Männer“, die sich im Verlauf der Jahrhunderte in Kaschmir betätigt haben, äußerst präsent im kulturellen Gedächtnis dieser Region ist.

Foto Tür zum RozabalSchrein Ungeachtet dessen besteht Fida Hassnain darauf - фото 38

Foto: Tür zum Rozabal-Schrein

Ungeachtet dessen besteht Fida Hassnain darauf, das Jesus-Grab in Srinagar ausfindig gemacht zu haben. Als Beleg für seine bahnbrechende „Entdeckung“ führt Hassnain ein Holzkreuz, einen Sarkophag und zwei Fußabdrücke auf einer Steinplatte an, die sogar die Wundmale der Kreuzigung Christi aufweisen sollen. Selbst wenn man akzeptiert, dass es sich bei diesen Abdrücken um stilisierte Artefakte handelt, die von Gläubigen der damaligen Zeit angefertigt wurden, um ihrer Verehrung Ausdruck zu verleihen, fehlen die korrespondierenden volksreligiösen Überzeugungen in der kaschmiri Gesellschaft gänzlich. Selbst in der unmittelbaren Nachbarschaft des kleinen Rozabal-Schreins, der die drei „Reliquien“ Jesu Christi enthält, gilt der Schrein als das, was er vermutlich ist - das Heiligtum zweier Sufis, die hier verehrt werden, und sonst nichts. Es ist selbstverständlich nicht auszuschließen, dass frühe Christen - immerhin soll der Heilige Thomas bereits im Jahre 52 n. Chr. die christliche Lehre nach Südindien gebracht haben - an dieser Stelle eine Verehrungsstätte für ihren verstorbenen Meister errichteten, die zu einem späteren Zeitpunkt in einen Sufi-Schrein umgewandelt wurde. Entsprechende Belege hierfür existieren jedoch ebenfalls nicht.

Конец ознакомительного фрагмента.

Текст предоставлен ООО «ЛитРес».

Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.

Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mythos Kaschmir»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mythos Kaschmir» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Mythos Kaschmir»

Обсуждение, отзывы о книге «Mythos Kaschmir» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x