Heinz Hofmann - Ein Kriegskind packt aus

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1940, als eine Luftschlacht in einem bisher noch nicht gekannten Ausmaß über England tobte, wurde in Dresden ein Kind geboren, das bereits 1943 seinen Vater an der Ostfront verlor. Im Jahr 1945 überlebte dieses Kind zwei Luftangriffe und verlor 1946 seine Mutter. Das dabei Erlebte wird in diesem Buch authentisch geschildert. Fast verhungert gelangte der Knabe 1947 mit seinem Bruder in ein Heim für Schwererziehbare.
Sein weiterer Lebensweg, eingebettet in die geschichtlichen Randbedingungen, wie es ihm gelingt einen Abitur- und Studienabschluss zu erreichen, erfolgreich in der Chemieanlagen – Forschung tätig zu sein und schließlich den totalitären DDR Staat zu verlassen, wird in diesem Buch Teil 1 geschildert

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Meine Mutter hastete in das nächst gelegene, brennende Haus am Neustädter Markt auf der rechten Seite und rettete uns in den dortigen Luftschutzkeller. Kaum waren wir in diesem wieder mit Kerzen beleuchteten Raum angelangt, bebte die Erde fürchterlich – das Abwerfen von Luftminen und Bomben schwersten Kalibers hatte begonnen. Die Luft war kaum noch zu durchdringen so viel Staub war durch die Wucht der Explosionen im Raum. Die Menschen beteten herzzerreißend und warteten auf den fast sicheren Tod. Wie lange dieses Martyrium dauerte ist mir nicht mehr bewusst. Irgendwann lebten wir immer noch und mussten schleunigst dieses brennende Haus, das in sich zusammenfiel, fluchtartig verlassen. Wieder nahm mich meine Mutter auf die Schultern. Was ich nicht wusste – sie watete bis fast zu den Knien im Wasser, das durch die zerstörte Infrastruktur aus dem Boden ausgetreten war. In dieser Phase begannen Häuser in sich zusammenzufallen und das Laufen auf der Straße war noch gefährlicher geworden. Schreiende Menschen die durch Herabfallendes getroffen oder erschlagen wurden, habe ich gesehen. Meine Mutter lief an der Dreikönigskirche vorbei, eigenartigerweise ist mir dieses Bauwerk noch in Erinnerung, nur wusste ich damals nicht, dass es die Dreikönigskirche war. In deren Nähe war von der deutschen Wehrmacht eine Art Lazarett eingerichtet, in der meine Mutter mit mir Unterschlupf fand. Hier verbrachten wir den Rest der Nacht. Ich musste wohl eingeschlafen sein, denn es war plötzlich heller Morgen und meine Mutter hatte es irgendwie geschafft, mithilfe der Wehrmachtssoldaten eine Mitfahrgelegenheit auf einem Lkw zu ergattern, der in Richtung Industriegelände fuhr. Wir wurden mit vielen anderen auf die offene Ladefläche gehievt und dann ging die Fahrt los. Kurz vor Erreichen der Planitzstrasse wurde auf das Fahrerdach gehämmert, damit der Wagen anhalten solle. Er fuhr aber weiter und kam erst dann zum Stehen als wir die Brücke über die Eisenbahn am Schenkhübel schon längst passiert hatten. Nun konnten wir aussteigen und mussten die lange Strecke zu Fuß zurückgehen. Endlich kamen wir bei Großvater auf der Planitzstrasse 25 A an. Mir ist unvergessen, wie die Tür geöffnet wurde und meine Mutter sagte: “ Das ist alles was wir retten konnten“, wies dabei auf die wenigen Habseligkeiten, die sie in ihrer Hand hatte und sagte weiter – „aber wir leben noch!“

Die Geschehnisse des 3. Angriffes kenne ich nur aus Schilderungen Überlebender, die sich zum Beispiel im großen Garten aufgehalten hatten. Auch meine spätere Frau (Jahrgang 1931) berichtete aus eigener Erinnerung von Jagdfliegerangriffen mit Maschinengewehren auf Zivilisten und auch auf spielende Kinder. Da die Bomberpulks kaum deutsche Jagdflugzeugangriffe zu befürchten hatten, weil es an Treibstoff mangelte, waren diese Begleitjäger dazu da, andere Ziele am Boden zu bekämpfen. Da ist wohl bei vielen Jagdflugzeug – Besatzungen der Jagdtrieb entfacht worden… Natürlich wird das heutzutage von den Militärs der damaligen Allianz energisch geleugnet.

Kriegsverbrechen gab es auf beiden Seiten, aber der Holocaust und die systematische Vernichtung Andersdenkender in Konzentrationslagern waren und sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, begangen von Nazis, ihren Helfershelfern und Unterstützern!!!

1.3 Bei Grossvater im Industriegelände

Nun waren wir Geschwister wieder vereint. Mein Bruder hatte da schon eine Menge Kontakte mit Gleichaltrigen geknüpft und ich gehörte nun auch mit dazu. Da gab es Kinder, die hatten tolles Spielzeug, wie beispielsweise Panzer zum Aufziehen, die während der Fahrt Funken aus der Kanone sprühen konnten und jede Menge Zinnsoldaten, Kanonen und Ähnliches. Aber auch einen großen Lkw sah ich, der Fahrtrichtungsanzeiger mit nach oben und unten beweglichen Fahrtrichtungsanzeigern hatte. Den Umständen entsprechend wurde eben Krieg gespielt. Da kamen auch imitierte Radiomeldungen vor, wie etwa: „Große Bomberverbände in Richtung Martha Heinrich (und eine Zahl fürs Planquadrat) sind zu erwarten!“ Sobald das Sirenengeheul ertönt, so geht es mir heute noch, ziehe ich den Kopf ein und ein gewisser Fluchtreflex stellt sich automatisch ein.

Einige Tage nach dem 13. Februar sind Großvater, meine Mama, mein Bruder und ich noch einmal zur Ruine des Hauses Ammonstrasse 22 gekommen, auf welche Weise ist mir nicht mehr erinnerlich. Noch immer gab es Rauchfahnen, ein Brandgeruch all überall und ein fürchterlich trostloses Bild der allgegenwärtigen Ruinen. Als Kind fiel mir sofort auf, dass immer die Schornsteine noch gestanden haben, während alles andere einem Schuttberg glich. Während Opa und Mama versuchten irgendwie in den Keller zu gelangen um eventuell noch vorhandenes Eigentum zu sichern, haben wir Kinder uns auf der Straße umgesehen und einen ausgebrannten kleinen Hechtwagen entdeckt. Natürlich sind wir dort sofort hingegangen. Mein Bruder hatte sich auf den ausgebrannten Fahrersitz niedergelassen und ich habe mit Steinen die ja zuhauf herumlagen die Glocke bedient. Und dann haben wir Straßenbahnfahren gespielt. Leider war der Trümmerhaufen so beschaffen dass kein Eindringen in den Kellerbereich möglich war und wir mussten unverrichteter Dinge wieder ins Industriegelände zurückkehren.

Am 2. März 1945 hatte mein Großvater Geburtstag und wir Brüder spielten in der Nähe der Wohnung auf dem Fußweg. Es war ein schöner, sonniger Tag. Plötzlich gewahrten wir am Himmel von der Sonne angestrahlt einen größeren Bomberpulk. Mit offenem Mund starrten wir auf dieses Schauspiel und konnten sehen wie aus den Bombenschächten dieser Flugzeuge jede Menge Bomben herauskegelten. An Warnungs-Sirenen kann ich mich nicht erinnern, jedoch wurden wir Buben plötzlich energisch veranlasst (wahrscheinlich vom Luftschutzwart) in den Luftschutzkeller des Hauses Planitzstrasse 25 A zu rennen. Dort war auch der Rest der Familie im Keller (LSR) versammelt - und wieder saß man bei Kerzenschein ängstlich zusammen. Plötzlich erschütterte es das Haus bis in die Grundfesten, Staub wirbelte wieder auf und wir wussten, jetzt hat es ganz in der Nähe eingeschlagen. Nach langer Zeit der allen wie eine Ewigkeit vorkam wurde Entwarnung gegeben und der Keller durfte verlassen werden. Sofort strömten alle nach außen um zu sehen ob das Haus Schaden genommen hat. Dem war wohl nicht so. Dann wurde sogleich gefahndet, wo die Bombe eingeschlagen haben könnte. Und richtig – gar nicht weit hinter dem Haus befand sich eine Drehscheibe der Betriebsbahn gleich bei der Firma Karasalt-Edelputz, da hatte es eingeschlagen. Ein riesiger Bombentrichter war zu sehen und allen lief es kalt über den Rücken in dem Gedanken – wenn diese Bombe in unser Mietshaus eingeschlagen hätte….

Es wurde gemunkelt, dass im Flughafen Dresden-Klotzsche Jagdflugzeuge der Nazi-Wehrmacht am Boden lagen, unbetankt, da es keinen Treibstoff mehr gab….

Aufgrund der Windverhältnisse sind glücklicherweise die meisten dieser zahlreichen Bomben in die Dresdner Heide abgedriftet und haben somit im Industriegelände keine wesentlichen Schäden angerichtet.

Das Ende des Krieges nahte.

Das spürten auch die Nazis vor Ort. Plötzlich wurden wir Kinder eingeladen und durften im Speiseraum der Firma Mende eine Tasse Kakao trinken. Warum wohl?

In diesem Zusammenhang ist mir noch in Erinnerung, dass dort eigenartig lamellierte, sehr heiße, runde Heizkörper waren und die Luft unangenehm trocken und stickig war. Heute weiß ich, dass es sich hier um eine Dampfheizung gehandelt hat.

Kurz darauf kam es zur Plünderung der Militärvorräte im Arsenal durch die Zivilbevölkerung, denn die Meissten wussten und waren sich darüber im Klaren, dass dieser Krieg verloren war und wenn die Russen kommen, dies kein Zuckerschlecken würde. Hierbei ging es nicht darum sich Waffen zu beschaffen, sondern um Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs. Es war bekannt, dass allein schon der Waffenbesitz vom Sieger mit der sofortigen Todesstrafe geahndet wird. Auch Großvater und meine Mutter hatten etwas von diesen Vorräten abbekommen und die größte Köstlichkeit an die ich mich erinnere war die Fliegerschokolade aus einer runden Aluminiumdose, was für eine Köstlichkeit! Jedenfalls hatte bei dieser Plünderung jeder irgendetwas an sich gerissen und später wurde dann getauscht, sei es Schuhe in der richtigen Grösse oder Kaffee gegen Mehl, damit alles entsprechend passend wurde. Wäre dies nicht geschehen, wir hätten das Jahr 1946 nicht überlebt.

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