II. Wertvolles Nahrungsmittel-Wissen
III. Psychologische Dick- und Dünnmacher-Effekte
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Die Vielfraß-Diät Wie selbst Diätmuffel erfolgreich abnehmenDie Vielfraß-Diät - Wie selbst Diätmuffel erfolgreich abnehmen
Jutta Kramer Rainer Bloch Verlag
Zur freundlichen Beachtung: Die im Buch veröffentlichten Inhalte und Ratschläge wurden von der Verfasserin sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet. Eine Haftung der Verfasserin oder des Verlags für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist dennoch ausgeschlossen. Ebenso ersetzen die im Buch genannten Ratschläge zu Ernährung und Verhalten keinen ärztlichen Rat. Daher wird darauf hingewiesen, dass vor Beginn einer diätetischen Massnahme zur Sicherheit eine fachärztliche Meinung eingeholt werden soll. Copyright 2006: Rainer Bloch Verlag „Die Vielfraß-Diät“ 1. Auflage 2006 Autorin: Jutta Kramer Rainer Bloch Verlag Hauptstrasse 47/1 D-69469 Weinheim www.Blochverlag.de
Inhaltsverzeichnis:
Über die Verfasserin – in aller Kürze 005
I. Vorwort zum Thema Diät
Was dieses Buch so „anders“ macht 010
... und jede Diät ist die Beste –
die Entscheidungsfindung! Wege aus
dem widersprüchlichen Dschungel 018
Woher der Jojo-Effekt wirklich kommt –
und wie Sie ihn locker bezwingen 031
II. Wertvolles Nahrungsmittel-Wissen
Interessantes Nahrungsmittelwissen von A – Z 034
Wo Fett, Zucker und Kohlenhydrate wichtig sind –
und wo überflüssig 077
Süsse Kalorientabelle – die ganz kleine Mathematik
für Ihre Küche 083
Fette Kalorientabelle – Deftiges in Zahlen 084
Powernahrung – Energie ja, Fettpolster nein! 085
Schädliche Nahrung und heilsame
(schlankhaltende) Nahrung 088
Fatburner - fettverbrennende Biostoffe statt
versteckter Dickmacher 092
Vitaminkenntnisse – kleines Lexikon der
Lebensspender 113
Mineralien und Spurenelemente –
keine Mangelerscheinungen während Diäten 117
Die „Light“-Lüge – ein hoher Preis für den „Judas“-Weg 124
Wie viel Nahrung brauchen Sie wirklich? –
die „tödliche“ westliche Überernährung 126
Vorsicht vor Nahrungsmittelzusätzen –
Gift, Allergen und Droge 132
Schluss mit der Eiweiss-Mast – was uns verheimlicht wird 137
Geheimnis Wasser – ein hilfreicher Kreislauf 140
III. Psychologische Dick- und Dünnmacher-Effekte
Sie wollen abnehmen? –
dann denken Sie nie wieder daran! 145
Verraten, verpackt und verkauft –
die Manipulationstricks der Werbepsychologen 153
Wofür Sie Ihr Übergewicht brauchten –
Dankeschön und Abschied! 157
Ich liebe mich – Selbstliebe als effektiver Fettkiller! 163
Neue Zellen-Programmierung – effiziente Daten-Fütterung
und warum Sie doch wie ein Computer funktionieren 170
Selbstanalyse und Zielsetzung –
Entwicklung Ihrer ganz persönlichen Schlank-Konzeption 176
Visualisierung – visuell Berge (Fett) versetzen 188
Suggestions-Anweisungen 191
Über die Verfasserin – in aller Kürze
Konsequenz und Disziplin, welch grosse Worte. Auch wenn ich viele Fähigkeiten und Talente habe, Konsequenz und Disziplin gehörte bis heute überhaupt nicht zu meinen Stärken, ganz im Gegenteil, auch Durchhaltevermögen zählt nicht wirklich dazu. Ich kann mit meinem starken Willen penetrant und hartnäckig sein, aber unliebsame Zustände, die mir gar nicht gut tun, durchzuhalten oder auszuhalten, fällt mir seit jeher schwer. Ich habe körperliche und mentale Stärken, aber Kondition habe ich kaum.
Möglicherweise wundert es Sie daher nicht, dass ich noch nie einen Diätplan verfolgt habe oder irgendeine vorgegebene Methode zum Schlanker werden oder Gesünder ernähren treu und brav befolgen hätte können. Auch wenn ich durchaus nicht gerne lange auf meinem Hintern sitze, Sport ist für mich Mord und gezielte Gymnastik über zehn Minuten hinaus schmerzt mich bis ins tiefste Mark.
Da ich aufgrund meiner Biografie unter einer Art chronischem Erschöpfungssyndrom leide, kann ich viele körperliche Aktivitäten, welche anderen Menschen nicht mal ein müdes Lächeln abringen würden, gar nicht durchhalten. Aufgrund meiner langzeitigen Erschöpfungszustände durfte ich zwei psychosomatische Kliniken besuchen, deren beider Therapiekonzepte viel Wert auf sportliche Aktivitäten legten. Nun, Walken und Joggen über zwanzig Minuten brachten mich gefühlsmäßig nahe an eine anstehende Ohnmacht, Ballspiele und Zirkeltraining pumpten mich völlig aus und Bauch-Beine-Po-Gymnastik schmerzten mich nach kürzester Zeit in einem Maß, dass ich heulen musste. Dabei hatte ich einen starken Ehrgeiz, mitzuhalten und durch Training vitaler zu werden. Keine Chance, mein Herzschlag sowie mein Blutdruck klopften mir hörbar im Hals, meine Ohren dröhnten und mein Leib fühlte sich an wie überfahrenes Gummi.
Dass meine Schmerzen anhielten, die Erschöpfung nicht besser wurde und ich nach jeder dieser Leistungen fix und fertig war, konnte sich kein Arzt erklären, zumal ich mich wirklich nicht hängen liess und eigentlich voller Tatendrang und positiver Einstellung steckte.
Was ich damit ausdrücken möchte, ist, dass – nicht einmal aus Bequemlichkeitsgründen, sondern aus gesundheitlichen Einschränkungen – ich verstehen kann, wenn es Menschen völlig zuwider ist, sich irgendeiner körperlichen Zappelei anzuschließen, mit der sie sich nicht wohl fühlen und auch mit hundertzwanzig anderen Alternativ-Aktivitäten nicht.
Mir waren selbst Entspannungstechniken wie Tai-Chi zuviel (und zu langweilig), Yoga zu schmerzhaft, herkömmliche Meditation und Atemübungen zu blöd, progressive Muskelentspannung zu hart, Walken zu anstrengend und eine Viertelstunde Federball mit Kindern zu erschöpfend.
Was mein Essverhalten betrifft, bin ich, seit ich denken kann, fast gar süchtig nach Sahnesossen, Speck und deftigem, fettigen Essen, Schokolade, gezuckerten und sonstigen kalorienhaltigen Speisen. Obst, Gemüse, Salat ist für mich kaum attraktiv, obwohl ich auch danach greife, weil ich meinen Körper, den wertvollen Tempel meiner Seele, nicht über die
Maßen schädigen will. Trotzdem bin und bleibe ich ein Vielfraß. Das heisst nicht, dass ich den ganzen Tag über Unmengen in mich hineinschaufle, um mich damit geistig, seelisch und körperlich platt zu machen, aber Maß halten und verzichten sind eben gar nicht mein Fall.
Somit musste ich mir für mein ständig steigendes Gewicht etwas überlegen. Bis zum Alter von 28 Jahren hatte ich durch haufenweise Stress in allen Lebenslagen ein super Figürchen mit Konfektionsgrösse 36/38. Ab da stellte sich entweder mein Stoffwechsel um, oder es lag daran, dass ich eine grosse Portion meiner bisherigen Dauerhektik ablegen musste, weil ich nicht mehr so weitermachen konnte. Auf alle Fälle nahm ich stetig zu, wenn auch nicht irrsinnig viel und auch nicht wahnsinnig schnell, aber mein Umfang wuchs zunehmend.
Bevor ich auf der Waage über die Fünfundsiebzig-Kilo-Marke kam, begann ich Maßnahmen zu ergreifen, nach denen ich bis heute lebe. Ohne Anstrengung, ohne Verzicht, ohne Anleitung, ohne grosse Umstellung, ohne echtes Aufgeben meiner Bequemlichkeiten, ohne fades, kalorienreduziertes Essen, ohne Umstellung beim Einkaufen und Kochen und vor allem: ohne Sport! Seitdem halte ich stets meine Schwankungen zwischen dreiundsechzig und achtundsechzig Kilogramm; damit könnte ich nicht als Model arbeiten, aber das möchte ich auch gar nicht; ich bin dankbar für mein normales Gewicht und das damit verbundene, schlanke, aber weibliche Aussehen, das weder mir noch anderen Anlass zu Beschwerden gibt.
Da ich 1,72 m gross bin, schwere Knochen, viel Muskelmasse, eine relativ üppige Oberweite habe, sehe ich mit meinen durchschnittlich 65 Kilogramm einigermaßen schlank aus und ich find meine Figur prima. Dies nur zur Information. Methoden, wie man seinen Körper zum magersüchtigen Skelett abhungert oder plötzlich in die Trendgrösse „Zero“ (Null) aus Amerika passt, kann und werde ich nicht unterstützen oder publizieren. Wie könnte ich auch, da ich mich mit „Nix-bis-gar-Nix-Essen“ nicht auskenne, ganz im Gegenteil.
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