Adrian Plitzco - Der harte Engel

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Drei Jahre ist es her, seit Maryanne Winter im botanischen Garten von Melbourne brutal ermordet wurde. Den Mörder hat man nie gefaßt. Eric, der tagsüber fast blind ist, hat sich nach dem Mord an seiner Frau in sein Ferienhaus am Mount Buller zurückgezogen. Abgeschieden von der Welt, entdeckt er an sich eine besondere Begabung: er ist in der Lage, am Ort eines Ereignisses ein lange zurückliegendes Geschehen noch einmal zu sehen. Mit dieser Begabung hofft Eric nun, den Mörder seiner Frau doch noch zu finden.

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„Bist du mir noch böse?“, fragte Elizabeth.

„Ich?“

„Komm schon, lüg nicht, ich sehe es dir doch an.“

Nein, er war ihr nicht böse, nicht wegen früher. Er ärgerte sich lediglich, dass sie ihn gerade davon abhielt, im Botanischen Garten dem Mörder aufzulauern. Ausgerechnet heute. An dem Tag, an dem sich Maryannes Tod jährte, schien ihm die Voraussetzung für sein Vorhaben ideal gewesen zu sein. Aus diesem Grund war er nach Melbourne zurückgekommen. „Es war nicht deine Schuld“, sagte er.

„Fängst du wieder damit an?“

„Ich habe bloß gesagt, du warst nicht schuld.“

„Ich habe alles gesagt, was ich wusste.“

„Aber zu spät.“

Elizabeth holte tief Luft. Sie musste sich zusammenreißen. Damals in dem italienischen Restaurant hatte sie die Beherrschung verloren. Er hatte ihr vorgeworfen, Maryannes Tod mitverschuldet zu haben. Sie war empört aufgesprungen, hatte ihm den Rotwein ins Gesicht geschüttet und wortlos das Restaurant verlassen. Seither hatten sie sich nicht mehr gesehen.

„Es wäre nicht anders gekommen“, sagte sie beherrscht, „wenn ich es dir sofort in dieser Nacht erzählt hätte.“

„Doch“, gab Eric zurück, „die Polizei hätte von Anfang an nach diesem dunklen Mann fahnden können.“

„Er war nicht dunkel.“

„Du hattest zu Protokoll gegeben, dass der Mann, der Maryanne bis vor deine Türe begleitete, dunkel war.“

„Nicht sein Aussehen war dunkel. Mehr seine Art.“

„Auf alle Fälle hätten wir sofort gewusst, dass Maryanne sich in Gefahr befand. Du hättest mir beim ersten Telefongespräch erzählen müssen, dass sie verfolgt wurde. Die Polizei hätte nach ihm fahnden können. Vielleicht hätten sie ihn von seiner Tat abhalten können.“

„Hör auf“, drohte Elizabeth. Dann sprach sie langsam und klar weiter: „Maryanne verließ um fünf vor zwölf meine Wohnung. Laut gerichtsmedizinischem Befund war sie um drei Minuten nach zwölf tot. Als du mich um zwei Uhr morgens das erste Mal angerufen hast, war sie bereits seit einer Stunde und 57 Minuten tot. Nichts in aller Welt hätte sie dann wieder lebendig machen können. Schon gar nicht die Information, dass sie Stunden zuvor mit einem Fremden geflirtet hat.“

Eric zuckte zusammen, weil er am Knöchel einen Stich verspürte. „Wenigstens hätte man den Mörder zu fassen gekriegt.“

Jetzt hielt sich Elizabeth nicht mehr zurück und schrie: „Verdammt noch mal. Maryanne hatte diesen Typ nur beiläufig erwähnt und da war absolut nichts Verdächtiges dabei. Du hast ja auch nicht gleich etwas Schlimmes vermutet, als sie dich in der Dogs Bar sitzen ließ.“ Sie schnitt eine Grimasse. „Herrn Winter hat man warten lassen, welche Schande, so was macht man nicht mit Herrn Winter, o nein, Herr Winter geht schmollend nach Hause und spielt die beleidigte Leberwurst.“ Elizabeth sprang vom Sitz hoch. „Verdammt noch mal, statt an dich zu denken, hättest du sie gleich im Botanischen Garten suchen müssen, dann wäre sie jetzt noch am Leben.“ Sie wollte den Infusionsbeutel vom Haken reißen und hätte ihn am liebsten auf den Boden oder gleich Eric ins Gesicht geworfen, doch genau in diesem Moment bremste der Ambulanzwagen abrupt ab und warf sie in den Sitz zurück.

„Du Vollidiot“, fluchte der Fahrer und zeigte einem Verkehrsteilnehmer, der sich vor ihn in die Fahrbahn gedrängt hatte, den Mittelfinger.

Der Sanitäter drehte sich um und fragte: „Alles in Ordnung? Druckverband hält?“

Eric und Elizabeth nickten.

Kapitel 6: Drei Jahre Abstinenz

Vor der Notaufnahme des Holy Cross Hospitals, eines hässlichen schwarzen Gebäudes am nördlichen Rand der City, hielt der Krankenwagen an. Zwei Pfleger rissen die Hecktür auf, zogen Eric von der Trage, legten ihn auf ein bereitstehendes Rollbett und jagten mit ihm in beeindruckendem Tempo durch einen nicht enden wollenden fensterlosen Gang. Elizabeth rannte tapfer hinterher. Der Pfleger am unteren Bettende tastete gleichzeitig Erics Beine ab.

„Schlimm?“ keuchte er und versprühte dabei Speicheltropfen auf Erics Sonnenbrille.

„Nicht im Geringsten“, antwortete Eric. Doch der Pfleger schien nicht verstanden zu haben, sondern beschleunigte das Tempo noch.

Im Behandlungszimmer waren Eric und Elizabeth plötzlich allein. Elizabeth ließ sich in einen der vielen Stühle fallen, die ohne Ordnung überall im Zimmer standen. Lachend schnappte sie nach Luft.

„Die glauben wohl, du liegst im Sterben“, sagte sie und wischte sich mit einem Papiertuch, das neben ihr auf dem Behandlungstisch lag, den Schweiß von der Stirn.

„Lächerlich“, murmelte Eric. Er betastete behutsam seinen Fuß, der mittlerweile ziemlich angeschwollen war. „Ein Blinder sieht, dass das keine schwere Verletzung ist.“

„Deinen Humor hast du ja nicht verloren. Sei nicht so hart. Die Sanitäter wussten nicht, dass du Albino bist. So, wie du im Sand gelegen bist, kreideweiß mit blutüberströmtem Bein, darfst du ihnen nicht übel nehmen, dass sie gewissenhaft ihren Job gemacht haben.“

Sie stand auf und trat an das Bett, um seinen Fuß genauer zu betrachten. Ihr Gesicht war härter geworden, stellte Eric fest. Wo vor drei Jahren noch weiche Formen es beinahe puppenhaft hatten erscheinen lassen, zeichneten sich nun strenge Linien ab. Die hohen Wangen waren eingefallen. Die tiefgrünen Augen unter den schweren Lidern verliehen dem Gesicht einen leicht überheblichen Ausdruck. Ihre Ungezwungenheit, die Tatsache, dass sie kein Blatt vor den Mund nahm, verstärkten diese Wirkung noch. Sie war in der Tat arrogant, und wer es nicht wahrhaben wollte, bekam es früher oder später zu spüren. Überdies besaß sie ein ungezügeltes Temperament. Wer Elizabeths wahres Wesen nicht kannte, wie die vielen Männer, die sich auf jeder Party um sie scharten, glaubte, eine geheimnisvolle Diva, die Marlene Dietrich der Oper sozusagen, vor sich zu haben, die es unbedingt zu erobern galt. Ihre Verehrer merkten nicht, dass Elizabeth mit ihnen spielte. Elizabeth genoss es, umschwärmt zu werden. Wer naiv genug war zu glauben, Elizabeth eines Tages besitzen zu dürfen, unterlag einem verhängnisvollen Irrtum. Ohne sich dessen gewahr zu sein, wurde er schamlos ausgenützt. So ermöglichte sie sich ihren aufwändigen Lebensstil und hatte immer jemanden an ihrer Seite, wenn es sie danach verlangte. Diese Respektlosigkeit missfiel Eric und deshalb mochte er Elizabeth nicht besonders. Aber sie war Maryannes beste Freundin gewesen. Er hatte sich im Laufe der Jahre an ihre seltsame Freundschaft gewöhnt.

Elizabeth beugte sich über seinen Fuß. „Wenn das Blut einmal weggewaschen ist, sieht die Wunde harmlos aus“, sagte sie. Das dicke schwarze Haar fiel ihr in Wellen über den braun gebrannten Nacken. Eine Strähne klebte auf ihrer schweißnassen Haut und schimmerte im Neonlicht des Behandlungszimmers wie Seide. Das enge anthrazitfarbene Trägerkleid verhüllte die großzügigen Formen ihres tadellosen Körpers kaum.

Elizabeths Verehrer waren sich im Urteil über ihre üppige Figur einig. „Gut im Fleisch“, begeisterten sie sich, „die essentielle Voraussetzung für ein Klasseweib.“ Eric teilte ihre Meinung, was Elizabeths Körper anging.

Jetzt roch er den unaufdringlich frischen Parfümduft, der von ihrem breiten Rücken aufstieg. Als sie sich plötzlich aufrichtete, berührten sich ihre Körper und die Hitze ihrer Haut glühte auf seiner. Unvermittelt wich er zurück. Es war lange her, dass er eine Frau in den Armen gehalten hatte. Drei Jahre. Er hüstelte verlegen.

Elizabeth lächelte.

„Wird schon wieder, mein Armer“, sagte sie, holte ihre Handtasche vom Stuhl und legte sie neben ihm aufs Bett.

„Passt du auf sie auf? Ich muss mal aufs Klo.“

Außer den vielen Stühlen war das Behandlungszimmer spärlich eingerichtet. Neben Erics Bett stand ein Tisch und Glasschrank, der mit Verbandsstoffen, Spritzen und Medikamenten vollgestopft war. An der hinteren Wand waren in drei übereinander liegenden Reihen Haken angebracht, an schwarzen Plastikbügeln, die man normalerweise benutzt, um Hosen aufzuhängen, baumelten beigefarbene Latexhandschuhe. Eric dachte an das gerichtsmedizinische Institut, in dem er Maryanne identifiziert hatte. Dort waren die Handschuhe aus dickem rotem Gummi gewesen. Sie waren das Erste gewesen, was ihm ins Auge sprang, als er den kühlen Raum betrat. Die Leiche, die zugedeckt unter einem hellblauen Tuch auf einer flachen Chromstahlwanne lag, hatte ihn vorerst nicht interessiert. Erst auf die Frage des Kommissars, ob es sich bei der Toten um seine Frau handele, sah er genauer hin.

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