Harald Zilka - Die Reise des Clowns

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Der Clown Fellini verbringt seinen Lebensabend im kleinen Wanderzirkus Barboni, der zu seiner Familie geworden ist.
Leider steht der Zirkus mit Schulden von 168.532 Euro kurz vor dem Bankrott. Da erhält Fellini den Brief eines Notars, der ihn über eine Erbschaft informiert. Sein verstorbener Onkel Serpacio Grillo hat ihm eine Zirkuskiste und 168.532 Euro vererbt. Um die Erbschaft anzutreten, muss er in die Stadt reisen.
Dort lernt er das Clown-Mädchen Lilly kennen. Doch Lilly hat einen schweren Herzfehler und benötigt eine Operation in den USA, die mit Aufenthalt und Reha 168.532 EUR kostet. Fellini muss sich entscheiden. Kann der Zirkus Barboni trotzdem gerettet werden? Als er darüber nachdenkt, wird er von drei grauen Männern der Kunstmafia entführt, die nach einem gestohlenen Rembrandt-Gemälde suchen, das sich in Serpacios Besitz befinden sollte. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

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Hinter dem Vorhang, war eine starke Zusammenarbeit und körperliche Arbeit notwendig, weil ein Zirkus für sich selbst verantwortlich war. Anders als bei Popstars, welche die Bühne betreten, die tagelang vorher von Roadies aufgebaut worden war und sich präsentierten, mussten in einem kleinen Zirkus wie den Barboni alle Hand anlegen. Und sie alle glänzten in einer Disziplin, die außerhalb der Zirkuswelt niemand brauchen konnte. Durch seine Vielseitigkeit hatte der Clown wahrscheinlich mehr Möglichkeiten als viele andere im Team. Musizieren und Zaubern konnte man auch in den Fußgängerzonen oder auf Events. Doch Fellini war alt und hatte mehr Angst davor, in eine große Stadt zu gehen, als vor allem anderen. Wenn man es genau betrachtete, war er seit seiner Kindheit nicht mehr länger in einer Stadt gewesen. Seine Jugend hatte er auf See verbracht, als Matrose auf diversen Frachtschiffen der Nordsee. Sein Vater hatte es für eine gute Idee gehalten, ihm Fertigkeiten beizubringen, die Fellini im Zirkusleben nützlich sein konnten. Er hatte seine ersten Auftritte vor der Mannschaft, wurde aber auch durch schwere, körperliche Arbeit gut trainiert. Fellini hatte die Seefahrt aufgegeben, als eines seiner Schiffe in Somalia von Piraten überfallen wurde. Wenn man an Piraten denkt, fällt einem meisten Robert Louis Stevensons ›Die Schatzinsel‹ ein. Die mythische Welt von karibischen Meer und einbeinigen Seeräubern und Schatzkisten. Aber Piraterie gibt es bis heute, nur das nicht mehr mit Kanonen geschossen wurden, sondern mit russischen Sturmfeuergewehren. Der Golf von Aden, wo die Somalischen Piraten Schiffe kapern, die Straße von Malakka und die Route zwischen Sumatra und Malaysien waren dabei so ziemlich die gefährlichsten Seestraßen. Alle drei hatte Fellini befahren und sein Schiff vor Somalia auch gleich Piratenkontakt gehabt. Es waren junge, schwarze Fischer, die mit kleinen Booten und Maschinengewehren das Schiff enterten, die Mannschaft gefangen nahm, um von der Reederei Lösegeld zu erpressen. Es hatte Tage gedauert, bis die britische Marine das Schiff befreit hatte. Die meiste Zeit hatte Fellini sich in einem Apfelfass versteckt, so wie Jim Hawkins ins Stevenson Roman. Apfelfässer waren in der Seefahrt gleich die wichtigste Erfindung nach den Sextanten. In der Antike und dem Mittelalter fuhren Seefahrer mehrere Jahre zur See. Alleine Marco Polos Reise nach China dauerte drei Jahre. Der Mangel an frischer Kost und Vitaminen, raffte viele dahin. Ab dem 19. Jahrhundert und der Erfindung von Konservierungsstoffen und schnelleren Schiffen, starb niemand mehr an Skorbut. Piraten gab es noch immer. Mutig war Fellini nicht gewesen, nicht wenn es um Piraten ging.

Er hatte keine Angst, auf einem Seil zu balancieren oder waghalsige Stunts als Clown zu machen. Selbst im hohen Alter hatte es ihm keine Mühe gemacht, in der Manege nach einem Schlag umzufallen oder einen Purzelbaum zu schlagen. Danach hatte Fellini beschlossen, eine Zirkuskarriere zu starten. Mit wenig Geld, der Heuer seiner letzten Reise war er nach Paris gefahren und hatte in den Straßen von Montmartre gemalt, um sich das Geld für die Clownschule zu verdienen. Ganz recht, es gab eigene Schulen für Clowns und die gibt es auch heute. Fellinis Ausbildung beinhaltete die Vermittlung der Regeln der Komik, die Techniken von Clown- und Slapstick-Performance, Pantomime-Training und zahlreiche Übungen zur körperlichen Bewegung. Im Gegenteil zu Schauspielern, die darauf trainiert werden, sich in verschiedenste Rollen zu spielen, gab es für den Clown nur eine Aufgabe. Eine eigene Figur zu entwickeln, diese auszubilden und damit aufzutreten. Die Individualität der Figur hing davon ab, wie sehr er sein Publikum überraschen konnte. Am besten funktionierte das, wenn man Alltagsgegenstände in die Vorstellung einbezog. Fellinis Meisterstück wurde ein Dreiminutenakt, in dem er einen Kleiderständer mit Hut und Mantel in eine Figur verwandelte, ihn hofierte, mit ihm Kaffee trank und tanzte. Diese fiktive Figur hatte den Namen Mr. Dangl und brachte Fellini in den Siebzigern sogar einen Auftritt in eine Fernsehshow. Aber das war später, zu seinen besten Zeiten. Nach einigen harten Jahren auf der Straße hatte er sich einem französischen Wanderzirkus angeschlossen und war seitdem jeden Tag in der Manege gestanden. In vielen Manegen, vor vielen Menschen und in vielen Ländern. Er dachte kurz darüber nach und stellte fest, dass er nach Paris nicht mehr in einem Hotel oder einem festen Haus geschlafen hatte. Als sein Vater ihm den Wagen seiner Familie vererbte, war dies sein Zuhause geworden. Die Erinnerungen an seine Vergangenheit taten Fellini nicht gut. Sie schnürten seine Kehle zu. Er brauchte Luft. Er zog seine Sommerschuhe an und trat hinaus vor den Wagen. Es war Ende Mai und die Nächte wurden wärmer. Die ersten Gelsen schwirrten herum und die Grillen zirpten. Der Zirkus hatte am Stadtrand aufgebaut und hier, abseits der Stadtlichter, sah man die Sterne klar. Fellini trat auf den Platz und ging zum Lagerfeuer, an dem sich schon die anderen versammelt hatten und ein paar Marshmellows oder Würstchen ins Feuer hielten. Ein spätes Abendessen nach der Show war in diesem Geschäft normal.

Als Artist würde es ja keinen Sinn ergeben, sich vor einem anstrengenden Akt den Bauch vollzuschlagen. Das gemeinsame Essen danach war immer der Höhepunkt ihrer Auftritte gewesen. Aufgeputscht vom Adrenalin der Vorstellung war es die beste Möglichkeit, um nach der Vorstellung Ruhe zu finden. Man konnte die Highlights des Abends besprechen und man konnte runterkommen. Fellini setzte sich in den Kreis und sah zu Direktor Barboni. Der hatte eine Flasche Whisky vor sich stehen und das war kein gutes Zeichen. Es war die gleiche Flasche, mit der er vor fünfzehn Jahren dem Alkohol abgeschworen hatte. Zwar trank er nur wenig, reichte sie den anderen herum, aber es war doch ein gewisses Zeichen, ein Hinweis auf Kapitulation. »Ihr wisst, was ich euch sagen werde?« begann Barboni. Schweigen kam als Antwort. »Wir werden dicht machen. In zwei Tagen kommt der Mensch von der Kanzlei und wir haben keine Auflagen erfüllt. Wir haben kaum genügend Geld, um die Tiere länger als einen Monat zu versorgen. Die werden sie alle verkaufen und unsere Autos auch. Unsere Tournee wird wohl abgebrochen werden. Jeden Tag, wo wir irgendwo spielen, vergrößern sich unsere Schulden. Wir spielen seit drei Jahren ins Minus, die paar Besucher decken nicht einmal den Strom und die Platzkosten. Aber das wisst ihr ja. Ich hätte es für gut empfunden, wenn wir dieses Jahr noch weitergemacht hätten, aber ich müsste euch anlügen, wenn ich noch daran glaube, dass dies möglich ist. Es ist vorbei!«

Niemand sagte ein Wort. Das Schweigen machte die Situation noch gespenstischer. Sie sahen ihn an, um ihn zu zeigen, dass sie ihm zuhörten. Es war sowieso alles ausgesprochen. »Was werden wir dann tun?«, fragte schließlich der Katzenbändiger. Er war in Sorge. Ein Pferdetrainer konnte immer noch in einem Reitstall arbeiten, ein Musiker in einer Band tingeln, doch einen Katzenbändiger brauchte niemand. Auch eine Seiltänzerin fand kaum eine adäquate Aufgabe, wenn sie nicht auf einem Baugerüst arbeiten wollte. Und das tat ihm besonders leid, denn die war schließlich noch jung. Zirkusdirektor Barboni hatte selbst noch nicht über seine Zukunft nachgedacht. Er war alt, gescheitert und betäubt von der Erkenntnis, dass es schief gelaufen war. Sein Lebenswerk war zerstört.

Paris

Fellini wälzte sich unruhig im Schlaf. Er träumte von Paris. Obwohl er dreißig Jahre nicht mehr dort gewesen war, lief er durch die Straßen, als wäre es gestern gewesen. Er lief vom Place de Clichy über die Rue de Douai zum Vergnügungsviertel Pigalle. Die Windmühle des Moulin Rouge, auf dem Dach des einstöckigen Lokals, eingebettet zwischen zwei hässliche Wohnbauten, war weltweit zum Sinnbild der musikalisch-erotischen Unterhaltung geworden, was aber nicht stimmt. Eröffnet 1889, im Jahr der Fertigstellung des Eiffelturms wurden zeitweise dort Bälle abgehalten, Operetten und Revuen aufgeführt, das Etablissement sogar als Kino benutzt. Darunter befand sich eine große Wein- und Champagnerkellerei und tatsächlich wurden pro Show bis zu achthundert Flaschen Champagner verkauft. 240.000 Flaschen pro Jahr. Kauft man heute um hundert zwölf Euro eine Karte für die zweistündige Show, ist eine halbe Flasche im Preis inbegriffen. Soweit war Fellini aber nicht gekommen. Weder auf die Bühne, noch in den Zuschauerraum. Seine Welt waren die Straßen von Paris.

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