Claus Beese - Petri Heil, Herr Pastor

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Pastor Klaaspedder ist übler Laune: Warum kommt der alte Petersen nie in seinen Gottesdienst? Ausgerechnet der Vater der hübschen Katrin, in die Klaaspedder verliebt ist? Stattdessen geht Petersen ungerührt zum Angeln – Klaaspedder kann sich nicht verkneifen, in seiner Predigt gegen die Petrijünger zu wettern.
Nun herrscht Aufruhr im angelverrückten Düwelsdorf! Denn die Frauen der Angler nutzen die Predigt, um ihre Männer von ihrem Lieblingshobby abzuhalten. Was tun?
Dem alten Petersen gelingt es mit List, Pastor Klaaspedder das Angeln schmackhaft zu machen. Er lädt ihn an den Mühlenteich ein, erzählt ihm wildes Anglerlatein über den verschwundenen Müller und einen womöglich legendär großen Wels, der im Teich haust.
Der Pastor beißt an, fortan gehört er selbst zur Schar der Petrijünger. Nur darf das natürlich niemand wissen. Klaaspedder verheddert sich immer mehr in Ausreden und Heimlichkeiten, während seine Beute immer größer wird. Die nächtliche Gestalt erregt letztlich doch die Aufmerksamkeit des Anglervereins, und die Polizei beginnt, nach dem Schwarzangler zu suchen …

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Die Häupter vieler gestandener Mannsbilder sanken beschämt herab, die Köpfe einiger Ehefrauen wandten sich einander zu und nickten bekräftigend.

»Siehste, der Herr Pastor sagt das auch«, meinten einige der braven Damen und fühlten sich in ihrer ganzen Abneigung in Sachen Angelei bestätigt. Für sie stand fest, dass es nunmehr angebracht sei, ganz andere Saiten ihren Männern gegenüber aufzuziehen. Es war an der Zeit, ihnen ordentlich den Marsch zu blasen, so wie es hier der Herr Pastor gerade tat. Die so lautstark gescholtenen Petrijünger wagten kaum ihren Seelsorger anzuschauen, und aus den Augenwinkeln erkannten sie die zufriedenen Mienen Ihrer besseren Hälften. Hilfe suchend irrte ihr Blick umher, um an den Mitgliedern des Vorstands hängen zu bleiben. Warum schritt von denen keiner ein?

Die Sorgen der Petrijünger

Karl Brammer, seines Zeichens Bürgermeister des Dorfes und der Erste Vorsitzende des Düwelsdorfer Angelvereins, saß in seiner Bank und spürte den Blick seines Freundes Paul Happen in seinem Rücken. Verstohlen wandte er den Kopf und blickte in die verwirrt und hilflos dreinschauenden Augen des Kassenwartes. Man sah ihm an, dass er genauso wenig etwas mit dieser Predigt anzufangen wusste, wie sein Vorsitzender. Hilflos zog Brammer die Schultern hoch.

»Brammer, du musst was unternehmen«, hörte er Happen hinter sich flüstern. »Wenn der Pastor so weitermacht, lässt mich meine Alte bald nicht mehr aus dem Haus.«

Brammer nickte nur. Der Pfarrer fing an, sich auf die Angler einzuschießen, und das konnte auf die Dauer nicht gut gehen. Schon seit einiger Zeit war dem Vereinsoberen aufgefallen, dass sich einige Mitglieder des Angelvereines nur noch selten am Wasser oder auf den Versammlungen blicken ließen. Immer mehr brave Petrijünger duckten sich vor ihren besseren Hälften, die mit dem nächtlichen aus dem Hause schleichen ihrer Männer nicht einverstanden waren. Und der Pastor verstand es prächtig, noch mehr Wasser auf die Mühlen der holden Weiblichkeit zu gießen. Brammer hörte gar nicht mehr weiter hin, die wortgewaltige Ansprache des Geistlichen prallte an ihm ab. Sein Verstand war damit beschäftigt, nach einem vernünftigen Grund für das Verhalten des Geistlichen zu suchen. Es musste einen Auslöser für diese Moralpredigten geben. Seine Gedanken eilten davon, suchten, prüften und... fanden!

»Petersen!«, zischte er. Natürlich, jeder wusste von dem Zwist zwischen den beiden Männern. Es durfte nicht sein, dass zwei halsstarrige Kerle derart Unfrieden im Dorf stifteten. Man musste die beiden bremsen. Happen hatte Recht, er musste eine Lösung suchen, und er würde entschlossen handeln. So kam es, dass noch am selben Abend eine Abordnung des Angelvereines, bestehend aus dem gesamten Vorstand, den sauber geharkten Kiesweg zu Petersens Haus hinaufmarschierte. Sie fanden den alten Maurermeister auf der selbst gezimmerten Bank vor dem Häuschen sitzend und genüsslich sein Feierabendpfeifchen schmauchend. Mit vor Erstaunen erhobenen Augenbrauen schaute er ihnen entgegen. Als sich seine Vereinskameraden schweigend vor ihm aufbauten, grüßte er knapp.

»Moin?!«

»Moin, Petersen!«

Die Stimme des Vorsitzenden klang rau. Er suchte verzweifelt nach Worten, um dem Freund und Kameraden die missliche Lage klar zu machen. In das entstehende peinliche Schweigen räusperten sich die Vereinskameraden, stießen Brammer die Ellenbogen in die Seite und schoben ihn ein Stück aus ihrer Mitte heraus nach vorn.

»Nu wird’s spannend«, dachte Petersen und machte sich auf einiges gefasst.

»Petersen, du musst was unternehmen«, brach es jetzt aus Brammer hervor. »Wenn das mit dir und dem Pastor so weitergeht, können wir alle unsere Ruten bald einmotten und den Verein dichtmachen!«

Petersen schwieg erstaunt, während Brammer und Happen ihm erzählten, wie der Herr Pastor heute von der Kanzel gewettert und sich die Ehefrauen der hiesigen Angler triumphierende Blicke zugeworfen hatten. Unerwartet wurden sie in ihrem Redefluss durch eine glockenhelle Stimme unterbrochen.

»Guten Abend, die Herren Raubfischer! Halten Sie Ihre Versammlungen jetzt schon bei uns im Garten ab?«

Der gutmütige Spott in Katrins Worten vertrieb für einen Augenblick die sorgenvollen Mienen der Angler. Katrin war Petersens Tochter und außerdem nicht nur bildhübsch, sondern auch noch im heiratsfähigen Alter. An diesem Abend sah sie wieder einmal hinreißend aus. Sie hatte die langen blonden Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, wie es in den großen Städten jetzt Mode war. Eine adrette Bluse und ein duftig weiter Rock mit Blümchenmuster, der bei jedem Schritt kokett vor und zurück schwang, ließen die Männerherzen schneller schlagen. So mancher von Petersens Sportfreunden wünschte sich, nur ein paar Jährchen jünger zu sein.

Katrin brachte ein Tablett mit Gläsern und einem Fläschchen «Seelenwärmer«, wie Petersen den klaren Schnaps zu nennen pflegte.

»Wer viel redet, kriegt `nen trockenen Hals, und das ist ungesund«, lachte sie und stellte das Tablett ab. Mit einem fröhlichen »Prost, meine Herren!«, verschwand sie wieder im Haus, gefolgt von den verträumten Blicken der aufmarschierten Petrijünger. Erst als die Tür sich hinter ihr schloss, erwachten sie aus ihren Träumen und sahen sich nunmehr wieder mit der rauen Wirklichkeit konfrontiert. Bedächtig verteilte Petersen die Gläser und schenkte ein.

»Auf dass er gut tut!« wünschte er.

»Prost!«, antworteten die Männer andächtig und tranken aus.

»Mensch, Freunde! Ist es denn wirklich so schlimm?«, fragte Petersen und schenkte erneut ein, als die wackeren Kameraden ihm auffordernd ihre leeren Gläser hinhielten.

»Schlimm? Mannomann! Du hast ja keine Ahnung!« jammerte Happen. »Als ich vom Schoppen nach Hause kam und fragte, was es denn wohl zum Essen gäbe, keifte meine Alte mich an: „Ein wenig Geduld müssen der Herr Sportwart schon noch haben. Allerdings für einen kurzen Spaziergang an den Teich wird die Zeit auch nicht mehr reichen, Herr Sportwart!“. Und stellt euch vor, was es dann zu essen gab – Steckrüben! – Auf ’n Sonntag! Und noch dazu, wo sie genau weiß, dass ich Steckrüben hasse.«

»Und bei mir, bei mir, da war es noch schlimmer«, hechelte Anton Schnibbel, seines Zeichens Schneidermeister und zweiter Vorsitzender. Er sprach schnell und hastig, bei ihm sprudelten die Worte nur so heraus, als hätte er Angst, man würde ihn nicht ausreden lassen. »Stellt Euch mal vor, kaum waren wir von der Kirche zurück, da nahm meine Emmi mein ganzes Angelzeug und trug es auf den Speicher. Jawoll! Ohne ein Wort zu sagen. Und als ich protestierte, da....«

Mit einem trockenen Schluchzen brach er ab. Tröstend legte Paul Happen seinem Freund eine Hand auf die Schulter. »...da hat sie ihn in die Schneiderstube gesperrt und erst zum Kaffee wieder raus gelassen«, vollendete er den Satz für den schluchzenden Freund.

»Und ich hatte für unsere nächste Versammlung so eine schöne Rede verfasst!«, berichtete der Amtsschreiber und Schriftwart Johann Gänsekiel mit weinerlicher Stimme. »Aber meine Frieda hat sie zu fassen gekriegt und Feuer im Herd mit angemacht!«

Alle Augen richteten sich auf Petersen, der erneut die Gläser vollschenkte.

»Was seid Ihr nur für Kerle, dass Ihr Euch von den Weibsleuten so auf der Nase rumtanzen lasst?«, fragte er mit einem Blick in die Runde der Freunde, die betreten zu Boden schauten.

»Du hast gut reden, Petersen!« Brammer war der einzige, der eine Antwort wagte. »Deine Frau kann dir ja auch nichts mehr sagen. Sie liegt nun schon gut zwanzig Jahre auf dem Friedhof. Und Katrin, diesen Engel, hast du ja gar nicht verdient...!«

Petersen schaute nachdenklich zur Haustür. Dann stand er entschlossen auf.

»Geht nach Hause, Freunde! Ich werde über die Sache nachdenken und mir wird schon was einfallen. Ich versprech ’s euch. Allerdings muss ich mich jetzt beeilen, denn es dämmert schon und heute Nacht läuft der Aal. Ich denke, es wird Zeit, dass ich ans Wasser komme.«

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