Widmar Puhl - Die Quellen des Zorns

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Die Belagerung der «Festung Europa» durch illegale Einwanderung und die Reaktionen verschreckter Bürger darauf sind nur ein Beispiel für Auslöser des Volkszorns. Die Griechenland-Krise bzw. die europäische Finanzkrise, Terrorismus, Parallelgesellschaften in Europa und schwere Verstöße der USA und Russlands gegen das Völkerrecht: All das sind Quellen des Volkszorns. Die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, der Trend zu mehr Überwachung, Vorratsdatenspeicherung, Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit kommen hinzu. Die Folgen sind eine alarmierende Wahlverweigerung, linke Protestbewegungen wie «Blockupy», die griechische Syriza und die spanische «Podemos», aber auch rechte Protestbewegungen wie PEGIDA und neue Parteien wie die «Alternative für Deutschland» (AfD). Alte Maßstäbe scheinen nicht mehr zu gelten. Auch Außenpolitik wird immer widersprüchlicher und damit unglaubwürdiger. Europa ist dabei, ähnlich wie Russland und die USA seine Ideale zu verraten, und agiert teilweise in Krisen ohne demokratische Legitimation. Wenn es nicht gelingt, die Quellen des Zorns auszutrocknen, ist eine Flutwelle zu erwarten, die alles wegspült, was uns lieb und teuer ist.
Ein Umdenken, vor allem aber ein neues Handeln sind nötig, um eine Katastrophe zu verhindern – nicht nur bei der Energiewende und im Kampf gegen Hunger und Armut, der längst auch in Deutschland tobt. Wenn wir Wirtschaftsflüchtinge ausgrenzen, bloß um den sprunghaften Anstieg der Bürgerkriegsflüchtlinge zu bewältigen, vergessen wir diesen Kampf gegen Hunger und blanke existenzielle Not. Kein Land der Welt ist allein in der Lage, diese Probleme zu bewältigen. Aber die Ressourcen dafür sind da, und viele Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch; es geht also um Aufklärung, um eine offene Diskussion mit den Ewig-Gestrigen, die konstruktive Lösungen blockieren und auf jedem Krisenherd ihr eigenes Süppchen kochen.

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4. Unsoziale „Sozialbeiträge“: Das soziale Netz ist an vielen Stellen fehlerhaft gestrickt. Aber besonders schwer wiegt, dass niemand es wagt, die heilige Kuh der Bemessungsgrenzen bei Sozialbeiträgen anzutasten. So bleibt die faktische Belastung der Durchschnittsverdiener und sogar der Armen unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu Einkommensmillionären. Auch Beiträge zur Krankenversicherung steigen aus diesem Grund seit vielen Jahren einseitig zu Lasten der Versicherten, während Leistungen sinken. Die Gesundheitspolitik zeigt besonders krass, wie auf Kosten derer gespart wird, die medizinische Leistungen am nötigsten brauchen und die von ihrem Einkommen am meisten in das System eingezahlt haben: Alte Menschen, der „kleine Mann“, chronisch Kranke und sozial Schwache. Ich will als Beispiel dafür bloß die Tatsache nennen, dass Deutschland das einzige Land in der Welt ist, in dem die Pharmaindustrie die Preise für ihre Medikamente selbst festsetzen darf. Immer unverhohlener heißt es: "Medizinischer Fortschritt kostet eben Geld". Unausgesprochen wird der Satz ergänzt durch die Aussage: "aber nur für die Gering- oder Durchschnittsverdiener". Gerade im Gesundheitswesen wird enorm viel Geld verdient - in vielen Fällen ohne angemessene Gegenleistung.

5. Immer mehr Arbeit für weniger Geld: Unternehmerverbandssprecher, IHK-Vorsitzende oder andere Lobbyisten der oberen Zehntausend fordern ständig Korrekturen der Sozialstandards nach unten: Der Rückschritt in die Zeit vor 1970 ist offenes Ziel der Debatte über "Konkurrenzfähigkeit auf den globalen Märkten". Wo man Löhne nicht einfach kürzen kann, verlangen sie längere Arbeitszeiten. Sie bedienen eine Lobby, die sicherlich auch konkrete Ziele hat wie die Restauration der Aristokratie des Geldes, die aber nie genannt werden. Seltsam: Ausgerechnet Milliardäre wollen nicht als Prediger sozialer Unwucht dastehen.

Tatsache ist ebenfalls, das beweisen etliche wissenschaftliche Studien, dass heute die Arbeitsbedingungen für viele Menschen in Deutschland durch anhaltende Arbeitsverdichtung und "interne Optimierungen der Arbeitsorganisation" in vielen Unternehmen schlechter sind als 1970. Seit 20 Jahren erleben wir sozialen Rückschritt.

6. Privatisierung von Volkseigentum: Bahn, Post, Telekom, Infrastrukturbetriebe wie Busse, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser etc. sollen privatisiert werden, so verlangt es die Ideologie des Neoliberalismus. Die Kosten dafür werden sozialisiert, Verluste bei Fehlspekulationen wie in der Finanzkrise 2008/9 ebenfalls.

Politiker und Manager, die permanent davon reden, man müsse endlich "Verantwortung übernehmen" und solle "nicht immer nach dem Staat rufen", haben jedoch bei der Finanzkrise Hunderte von Milliarden zur Rettung von Banken ausgegeben, die sich auf kriminelle Weise verspekuliert hatten. Angemessene Kontrollgesetze gibt es immer noch nicht.

Die gleichen Industriesprecher und Politiker, die chronisch fordern, gegen den "Sumpf der Subventionen vorzugehen", missbrauchen selbst den Begriff "Subvention": Die Autoindustrie z. B. hat 2009 eine "Verschrottungsprämie" als Subvention von 5 Milliarden € durchgesetzt und zusätzlich über ein Jahr lang den Staat durch Kurzarbeit zur Kasse gebeten. Sie weigert sich aber, endlich sinnvoll in eine Elektrifizierung des Pkw-Verkehrs und ein Netz von Wasserstoff-Tankstellen für längst entwickelte Brennstoffzellen-Pkw zu investieren. Und sie betrügt – wie VW – auf skandalöse Weise bei Angaben zu Abgaswerten und Spritverbrauch. Ähnlich verlogen verläuft der Grabenkrieg der Energiekonzerne gegen die „Energiewende“, bei der z. B. die Verbraucher teure Subventionen für Atom- und Braunkohlekraftwerke oder Rabatte für eine wachsende Liste von Industriebetrieben bezahlen müssen.

Auf der anderen Seite redet man von „Subventionen“, die abzuschaffen seien, wenn es darum geht, tatsächliche Kosten zu deckeln, die bei der Erlangung des Arbeitseinkommens entstehen: häusliche Arbeitszimmer, tatsächlich gefahrene Kilometer, echte Spesen, wirkliche Kosten von Versicherungen und Altersvorsorge anstelle total veralteter Pauschalen.

7. Privatisierung von Forschung und Bildung: Die Freiheit von Lehre und Forschung ist in Gefahr, wo staatliche Mittel dafür gekürzt werden und der Staat stattdessen möglichst alle Forschung an die Industrie delegiert. So investiert die Pharmaindustrie seit Jahrzehnten zu wenig Geld in Studien über Medikamente für Kinder, weil Kinder eine Minderheit sind, die „sich nicht rechnet“. Einen Impfstoff gegen Ebola gab es z. B. bei der großen Epidemie von 2014 nur deshalb noch nicht, weil Ebola eine Krankheit des armen Afrika ist. Boni für Banker, die nachweislich ihr Unternehmen an die Wand gefahren haben, sind im Finanzministerium aber "nicht zu beanstanden". Banken sind systemrelevant – Bildung aber nicht?

8. Zunehmende Hetze gegen soziale Kooperation: Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" enthält neben rassistischen und fremdenfeindlichen Dummheiten auf Stammtischniveau vor allem Hasstiraden und Verächtlichkeiten gegen sozial Schwache, chronisch Kranke etc: Da schimpft ein Multimillionär gegen einen Sozialstaat, der es Seinesgleichen in Zukunft schwer machen könnte, so weiter zu raffen wie bisher. So etwas hätte ein seriöser Verlag wie die Deutsche Verlagsanstalt früher niemals gedruckt. Aber seit Dummköpfe und Machos wie Dieter Bohlen als Bestsellerautoren hoffähig sind, weil sich mit ihnen Geld machen lässt, zählt Verblödung mit Würze mehr als Moral. Geld stinkt nicht – außer es stammt von einem Dukatenscheißer.

Populistische Politiker wie CSU-Chef Seehofer oder CDU-Regierungschefin Merkel legen im Sog solcher Bestseller noch nach: "Multikulti ist tot! Multikulti ist vollkommen gescheitert!" Es ist wieder in, Andersdenkende mundtot zu machen und möglichst sogar zu bestrafen. Mit derlei Unsinn wurde das Entstehen der europafeindlichen, rechtslastigen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) provoziert. Nachdem sie bei einer Wahl nach der anderen auf Kosten der etablierten Parteien in Landtage und sogar ins Europaparlament eingezogen war, kam aber kaum Selbstkritik beim politischen Establishment. Wie immer sucht man den Buhmann beim politischen Gegner.

9. Ungleichheit vor dem Gesetz: Der Ausstieg aus dem Atomausstieg wurde von der CDU-FDP-Mehrheit im Bundestag gegen die Mehrheit der Wähler und der übrigen Parteien beschlossen. Dabei umging die Regierung bewusst das demokratische Verfahren der Beteiligung der betroffenen Länder durch eine Abstimmung im Bundesrat, was sogar Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) bedenklich fand. Der endgültige Ausstieg nach der Katastrophe von Fukushima war ebenfalls ein Alleingang der Regierung. Gleichzeitig zu dieser Atompolitik wurde die Förderung für Solarenergie durch den Staat reduziert, die Kosten dafür schlägt man auf die normale Stromrechnung für die Verbraucher auf. Heizen muss in diesem Land jeder, aber die Heizkosten für Privathaushalte stiegen 2011 um 15 % im Schnitt. Gleichzeitig wollte man Beziehern von Hartz IV den Heizkostenzuschuss streichen. Beim Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg hat die große Koalition diese Perversion nicht abgeschafft.

10. Legale Korruption: Großprojekte erweisen sich immer öfter als Netzwerk von Spekulanten, Großindustrie und Politikern, die in den Aufsichtsräten der beteiligten Firmen sitzen. Spricht man ihre Parteigänger darauf an, dass deswegen in Deutschland immer mehr Dinge immer schlechter funktionieren, heißt es nur, woanders sei alles noch schlimmer. Warum wird z. B. nicht endlich gesetzlich verboten, dass Politiker nebenbei in Aufsichtsräten sitzen und auch noch Geld dafür annehmen, dass sie im Interesse politischen Einflusses die Ökonomie schädigen? Das war im Frühjahr 2013 nachweislich der Fall bei dem Beschluss des Bahn-Aufsichtsrates, Stuttgart 21 trotz erwiesener Unwirtschaftlichkeit nicht zu stoppen.

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