Betty Zehner - Wolfsengel

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Die Geschichte handelt von Alessandra, einer jungen Prinzessin. Sie ist eine der Wolfsherzen, ein friedliebendes, naturverbundenes Volk, das eine besondere Beziehung zu den Wölfen des Rothwaldes besitzt. Als Thronerbin wurde sie zwar in allen wesentlichen Dingen ausgebildet, jedoch ist Alessandra extrem behütet auf dem Schloss ihrer Eltern aufgewachsen.
Als sich für sie die Gelegenheit bietet, eigene Entscheidungen zu treffen und ihr Leben selbst zu bestimmen, begibt sie sich auf einen gefährlichen Weg voller Missgunst und Lüge, aber vor allem voller Liebe.
Die Liebe begegnet ihr in Form von Baldur, einem Fürst der Steinengel. Ein Volk, das ihr als blutrünstig und gefährlich beschrieben wird, und von dessen Existenz sie zuvor noch nie etwas gehört hatte, obgleich die Steinengel ebenso lange existieren wie die Wolfsherzen.
Während sie Entscheidungen trifft und Gefahren meistert, reift sie vom kleinen Mädchen zu einer jungen erwachsenen Frau. Diese Entwicklung wird sie schließlich von ihrem Weg als Thronfolgerin abbringen und sie fort von ihrer Familie führen.
Doch nicht nur Alessandra macht eine innere Entwicklung durch. Auch Baldur verändert sich unter ihrem Einfluss von einem egozentrischen, zügellosen und melancholischem Jungen zu einem verantwortungsbewussten Mann, dem Werte wie Liebe, Güte und Freundschaft wieder wichtig sind.

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Die meisten Häuser, die sich dicht an dicht entlang der Straße reihten, waren Gasthäuser oder Wirtsstuben oder beides. Die gesamte Bevölkerung Kreuzwaldes hatte sich auf die unzähligen Reisenden eingestellt. Hier war jeder zweite ein Gastwirt. Sie wählten ein kleines Gasthaus, etwas abseits des Trubels, für ihre Übernachtung. „Grünes Lichtlein“ war der poetische Name und bezog sich wohl auf die waldgrünen Vorhänge, die vor den Fenstern hingen und das helle Licht im Innern grün färbten. Sie führten ihre Pferde in den kleinen Stall rechts neben dem Gasthaus, der den Gästen zur freien Verfügung stand. Die Kreuzwaldener waren in dieser Hinsicht wirklich gut organisiert. Jedes Haus besaß mindestens einen Stall, in dem sich mehrere Boxen befanden, in welche man sein Pferd für die Nacht unterbringen konnte. Wasser und Heu kamen aus hohen Spendern. Das Heu fiel unten in eine Raufe und rutschte nach, wenn diese leer war. Das Wasser floss in einem wohl sorgsam ausgetüftelten Strahl in eine Rinne und von dort in den Abwasserkanal. Es gelangte schließlich in große Becken, in denen es gesäubert wurde. Anschließend wurde es zurück in die Wasserleitungen der Stadt geleitet. Auf diese Weise war das Wasser immer frisch. Für eine solche Konstruktion war vermutlich lange Erfahrung notwendig. Aber so konnte das Tier, ohne dass sich jemand groß kümmern musste, versorgt werden. Das sparte den Wirtsleuten Personal und damit Kosten, und für die Gäste war es eine kostenlose Annehmlichkeit, für die menschlichen wie auch die tierischen.

Alessandra und ihre Begleiter führten ihre Pferde jeweils in eine Box, nahmen die Sättel ab, rieben sie trocken und schlossen dann die Türen. Wer mochte und sein Tier in vollkommener Sicherheit wissen wollte, konnte eine Münze in ein Fach einwerfen, das dann aufsprang. Man konnte daraus einen dort drinnen liegenden Pfand-Schlüssel entnehmen, der die Box zuschloss. Sie taten das alle vier. Anschließend gingen sie durch eine Tür im hinteren Teil des Stalls nach nebenan in die Wirtsstube. Diese war hell erleuchtet. So waren sie erst einmal geblendet von dem Licht. An mehreren Tischen saßen Leute, tranken und aßen. Links neben der Theke in der Ecke auf einem kleinen Podest spielte ein Mann auf einer Zitter fröhliche Tanzmusik. Der beleibte, schon etwas ältere Mann hinter der Zapfsäule war vermutlich der Wirt. Emsig war er damit beschäftigt, einen Krug nach dem nächsten zu füllen. Seine Backen war schon gerötet von der Anstrengung. Vier junge Frauen in der traditionellen Tracht der Region, lange, weite Taillen-Röcke bis zu den Knöcheln und weiße, grün bestickte Blusen mit kurzen, gebauschten Ärmeln, kamen in unregelmäßigen Abständen an die Theke und trugen die gefüllten Krüge fort an die Tische. Auch ihnen war die hektische Anstrengung im Gesicht anzusehen.

„Grüß Ihnen“, warf ihnen eine von ihnen beim Vorübergehen zu. Sie war schon vorbei, noch bevor auch nur einer antworten konnte. Daher traten sie an die Theke.

„Entschuldigung“, ergriff Silom die Initiative. „Wir hätten gern Zimmer für die Nacht.“

„Essen wollt´s Ihr nix“, entgegnete der Wirt ohne aufzublicken.

„Doch schon…“

„Dann setzt Ihnen an einen der Tischen. Es kimmt gleich ein Madel.“

„Und die Zimmer…?“

Aber der Wirt hatte sich schon abgewandt und einer neuen Tätigkeit zugewandt. Also suchten sie sich einen ruhigen Tisch in der Ecke.

„Grüß Ihnen.“ Es hatte wirklich nicht lang gedauert, bis eine Bedienung gekommen war. Sie warf einen kurzen Blick in die Runde. „Was darf ich Euch bringen?“

„Wir möchten nur eine Brotzeit und eine Karaffe Weinschorle, wenn es möglich ist.“

„Sicher.“ Sie notierte kurz die Bestellung.

„Und dann brauchen wir noch vier Zimmer“, fügte Silom hinzu.

Sie lachte kurz auf.

„Wir sind so gut wie ausgebucht“, antwortete sie, während sie ihren Notizblock in die Rocktasche steckte, „eines haben wir noch.“ Und damit war sie auch schon wieder verschwunden.

Der Arzt atmete tief durch und rieb sich mit der linken Hand seine Stirn. Auch das noch. Jetzt hatten sie sich extra ein ruhigeres Gasthaus ausgesucht und da war nur noch ein Zimmer frei. Dabei wollten sie so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erregen. Aus diesem Grund hatte Alessandra ihre Locken auch hochgesteckt und trug immer noch einen Filzhut.

„Und nun“, wollte einer der Soldaten wissen. „Suchen wir eine andere Unterkunft?“

„Ich fürchte, wir werden es überall schwer haben. Die Stadt scheint mal wieder voll zu sein.“

„Dann nehmen wir eben dieses Zimmer“, unterbrach die Prinzessin die Überlegungen.

Die drei Männer blickten sie irritiert an. Die Soldaten öffneten fast gleichzeitig ihren Mund, sagten aber vor lauter Entgeisterung nichts. Und schlossen ihn wieder.

„Das geht doch nicht.“ Silom fand seine Sprache am schnellsten wieder. „Wir können doch nicht…“, er senkte seine Stimme, „mit Euch Hoheit in einem Zimmer…“ Er schüttelte energisch den Kopf. „Nein, das geht wirklich nicht!“

„Wir haben keine andere Wahl“, entgegnete Alessandra bestimmt. Die drei Männer schwiegen. „Es ist ja bloß für eine Nacht.“

Der Arzt brummte irgendetwas vor sich hin. Es klang, wie Karlus werde ihm den Kopf abschlagen. Und auch die beiden Soldaten fanden weitere Widerworte. Ihre Diskussion wurde schließlich von der Bedienung unterbrochen, die mit einer Karaffe und einem großen Holzbrett zu ihrem Tisch kam. Auf dem Brett lagen drei unterschiedliche Brotsorten, ein Helles, ein Roggen und eines mit Allerlei Nüssen und Kernen, sowie eine großzügige Auswahl an Käse, Wurst und Schinken. Das Ganze war angerichtet mit Radieschen, Rettich und Kräutern.

„Lasst´s euch schmecken.“

Die Vier zögerten. Obwohl sie alle Hunger hatten, war ihnen die Merkwürdigkeit der Situation, auf die sie erst durch die Zimmer-Problematik aufmerksam geworden waren, nun mehr als bewusst. Das traf vor allem für die drei Männer zu. Sie hatten bislang noch selten zusammen mit der Prinzessin gegessen und dann schon gar nicht in einer so intimen Atmosphäre, in der Heiterkeit einer Wirtsstube. Mit Wein, Weib, Tanz und Gesang am besten noch. Alessandra bemerkte das und fühlte sich verpflichtet, das strenge Protokoll aufzuheben.

„Bitte, tut mir den Gefallen und seht in mir in der nächsten Zeit nicht die Thronfolgerin, sondern eine Soldatin und Gefährtin.“

„Gefährtin…?!“ Silom stand das Entsetzen im Gesicht.

„Nicht in dem Sinn, in dem Ihr es jetzt verstehen wollt“, ihr stieg die Röte ins Gesicht.

Die anderen beiden mussten jetzt laut loslachen.

„Das ist das Richtige. Lasst uns locker bleiben, sonst fallen wir am Ende gerade wegen der Anstrengung, nicht auffallen zu wollen, auf. Wir kennen uns ja schon länger … und da denke ich, dass es in Ordnung geht, wenn wir in einer speziellen Not-Lage auch mal ein Zimmer teilen. Und mein Vater wird davon sowieso niemals etwas erfahren.“

Mit den beiden Soldaten, Rufus und Niklaus, der eine ein Jahr jünger, der andere zwei Jahre älter als sie, hatte sie ihre Kriegs-Ausbildung absolviert. Alessandra kannte sie also seit ihrer Kindheit. Silom war vor ungefähr zehn Jahren mit Arigon an den Hof gekommen und hatte dessen Aufgaben übernommen, als der Hofrat seine Forschungsarbeit in Kapitall fortgesetzt hatte. Er hatte somit die Prinzessin schon in viel schlimmeren Zuständen gesehen. Sie erinnerte sich noch genau daran, als sie mit elf Jahren an Scharlach erkrankt war. Tagelang hatte sie mit Fieber in ihrem Bett gelegen. Mehrmals hatte sie im Fieberwahn gemeint, Fremde vor ihrem Fenster gesehen oder in den Schnitzereien in der Holzdecke über ihrem Bett schreckliche Fratzen entdeckt zu haben. Jedes Mal war sie erschrocken und voller Angst in ihrem Nachthemd aus ihrem Zimmer gerannt, mindestens dreimal war sie dabei genau in Siloms Arme gelaufen. Damals war er noch nicht einmal Zwanzig gewesen, gerade mit seinem Studium fertig und im Umgang mit jungen Mädchen und insbesondere mit Prinzessinnen sehr unerfahren. Erst hatte er sie schützend und tröstend in seine Arme geschlossen und an seine Brust gedrückt. Dann, als ihm bewusst wurde, um wen es sich handelte, hatte er sie schnell von sich geschoben und zuerst an der Hand gefasst und dann nur noch ihre Schulter berührt und sie zurück in ihr Zimmer gebracht. Nachdem Alessandra die Krankheit überstanden hatte, war er ihr wochenlang aus dem Weg gegangen und extrem steif und zurückhaltend gewesen.

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